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Die Gewaltproblematik als differenzierungstheoretischer Aspekt im Prozess der Zivilisation

Ursachenforschung nach möglichen Zusammenhängen zwischen Zivilisation und Gewalt am Beispiel der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen des 20. Jahrhunderts

AutorChristian Scheller
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl30 Seiten
ISBN9783638875295
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis6,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 2,3, Technische Universität Chemnitz (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Theorien sozialer und funktionaler Differenzierung, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die hier vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Gewaltproblematik als differenzierungstheoretischer Aspekt im Prozess der Zivilisation von Norbert Elias. Es wird sich zeigen, dass Gewalt einen bedeutenden Faktor innerhalb der Theorie darstellt. Unter Zuhilfenahme der Zivilisationstheorie soll dann erklärt werden, wie es zum Bruch der Zivilisation und der damit verbundenen Gewaltverbrechen im Zuge des nationalsozialistisch provozierten Holocausts am Anfang des 20. Jahrhunderts kommen konnte. Diese Fragestellung scheint insofern von Interesse zu sein, da sich Norbert Elias selbst damit auseinander setzte. Zum möglichen Zusammenhang von Zivilisation und Gewalt werden im Folgenden vier Thesen nach Peter Imbusch genannt. Es wird sich im Verlauf der Arbeit herauskristallisieren, welche Position Norbert Elias dabei einnimmt. Seine Position soll in dieser Arbeit dann als gültige Erklärung gelten. Verfechter seiner Theorie werden hingegen anderer Meinung sein. Aber das soll hier nicht zur Debatte stehen. Die im Prozess der Zivilisation enthaltenen Begriffe Psychogenese und Soziogenese werden umfassend erklärt. Dies scheint notwendig bezüglich der korrekten Anwendung der Zivilisationstheorie auf das Hauptproblem der Gewaltausübung. Mit Hilfe von verschiedenen Mechanismen, zum Beispiel der Trieb- und Affektregulierung oder dem Monopolmechanismus, werden die Entwicklungen des menschlichen Verhaltens auf der einen Seite sowie die Herausbildung des Staatswesens auf der anderen Seite nachgezeichnet. Einem besseren Verständnis und einer deutlicheren Anschaulichkeit geschuldet, wird der geschichtliche Rahmen auf die Zeit vom frühen Mittelalter bis zur Zeit des Absolutismus begrenzt. Diese Eingrenzung ist allerdings keine Willkür des Autors. Norbert Elias selbst definiert diesen zeitlichen Rahmen in seiner Zivilisationstheorie. Auf der Suche nach einer möglichen Erklärung wird ein weiterer Aspekt unausweichlich: Die Einbeziehung historischer Fakten. Da diese Arbeit jedoch nicht auf historischen Abhandlungen fußen soll, werden sie nur marginal erörtert. Trotzdem werden sie sich als äußerst gehaltvoll und wichtig herausstellen. Am Ende dieser Arbeit wird eine mögliche Erklärung für den Zusammenhang zwischen Zivilisation und Gewalt formuliert, die sich an der Frage orientiert: Wie konnte sich eine nationalsozialistischen Diktatur und Gewaltherrschaft innerhalb des modernen, zivilisierten Deutschlands des 20. Jahrhunderts generieren?

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