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'Die Sache sauber halten…' Der Streit um die Widmung des Holocaustmahnmals als Teil linker Geschichtspolitik

AutorAlexander Kohlmann
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl19 Seiten
ISBN9783638609166
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis7,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, Note: 2,0, Universität Hamburg (Historisches Seminar), Veranstaltung: HS:'Historische Kontroversen in Deutschland seit 1945', Universität Hamburg, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Debatte um das Holocaust-Denkmal in Berlin ist mit Baubeginn des 'Denkmal für die ermordeten Juden Europas' 2004 nicht beendet. Unweit der Baustelle kündigt eine weiße Tafel bereits die nächste Gedenkstätte an: 'Hier entsteht das Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma'. Daß aus der Debatte um eine zentrale Holocaust-Gedenkstätte in Berlin ein exklusives Denkmal für eine Opfergruppe geworden ist, sieht selbst der Bauherr Bundestagspräsident Wolfgang Thierse problematisch: 'Diese Trennung ist ein Problem, weil sich andere Opfergruppen zurückgesetzt fühlen'. Und auch der renommierte Antisemitismus-Forscher Wolfgang Benz resümiert nach Baubeginn, es wäre besser gewesen, man hätte 'ein Mahnmal für alle Opfer nationalsozialistischer Verfolgung gebaut'. Auch nach Einweihung des Stelenfeldes von Peter Eisenmann im Frühjahr 2005 bleibt das Problem der Spezialisierung auf eine Opfergruppe bestehen: Während das Denkmal für die ermordeten Homosexuellen 2006 in Sichtweite des Juden-Mahnmals eingeweiht wurde, wird über die Gedenkstätte für die Sinti und Roma bis heute gestritten. Der Streit zwischen dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und der Sinti Allianz um die Verwendung der Begriffe 'Sinti' und 'Zigeuner' in der Inschrift markiert dabei nicht nur einen Interessenkonflikt zwischen zwei konkurrierenden Vertretungen einer Minderheit. Im Streit um die Verwendung des Begriffes 'Zigeuner' für eine Opfergruppe wird vor allem deutlich, daß sich die Einteilung der Nationalsozialisten ihrer Opfer in den KZs nicht einfach auf die Einteilung in Opfergruppen und den Bau entsprechender Denkmäler übertragen läßt. Die Unterteilung des Gedenkens in mehrere Opfergruppen und Denkmälern wird in der Forschungsliteratur nicht selten als 'fatale Hierarchie der Opfer' gesehen, 'fatal vor allem, weil sie eine Selektion nachvollzieht, die Deutsche schon einmal durchgeführt haben, wovor viele Beiträge der Mahnmal-Debatte vergeblich gewarnt haben.

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