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Der Volksempfänger. Einführung einer neuen Infrastruktur?

AutorKathrin Schwendner
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2015
Seitenanzahl18 Seiten
ISBN9783656927174
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1.0, Universität zu Köln (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Volksempfänger bezeichnet eine Radioreihe, welche die Nationalsozialisten, unter der Leitung Joseph Goebbels als Propagandaminister, ab Mai 1933 einführten. Dieses Radio ist das wichtigste Gerät aus der Reihe der Volksprodukte der Nationalsozialisten, wobei zu benennen ist, dass der Begriff 'Volksprodukte' nicht von den Nationalsozialisten eingeführt wurde, sondern bereits zuvor existierte und die Konsumwünsche der Bevölkerung beschrieb. Durch die Massenproduktion des Volksempfängers sollte das gesamte Volk von dem wohlhabenden Geschäftsmann bis hin zum einfachen Arbeiter erreicht werden. Um dieses Ziel zu verwirklichen musste das Gerät so günstig wir möglich produziert werden. Es war ein hoher Absatz erforderlich, damit die Radioindustrie zumindest einen geringen Gewinn erzielen konnte. Das Vorhaben der Verbreitung eines möglichst günstigen, parteigebundenen Radios mit der Notwendigkeit der Kooperation mit der Industrie verlief nicht immer reibungslos. Die Rundfunkführung der Nationalsozialisten forderte eine größtmögliche Produktion ihres Gerätes um aufgrund der Menge den niedrigsten Preis zu erzielen und um den Volksempfänger möglichst schnell unter das Volk zu bringen. Das erste Radio der Nationalsozialisten bekam den Name 'VE 301' beinhaltete eine politische Botschaft, da es sich auf die Machtübernahme Hitlers am 30. Januar 1933 bezieht. Mit dem Volksempfänger drangen die Nationalsozialisten in die Privatsphäre der Bürger ein und versuchten virtuell eine Volksgemeinschaft zu erstellen. Zur Erstellung dieser Gemeinschaft mussten die Bürger jedoch zum Kauf animiert werden und um diesen Kaufwunsch zu erwecken wurde ein Billiggerät benötigt, welches leicht zu bedienen und von ausreichender Qualität war. Aufgrund dessen warb man für den Volksempfänger mit großen Werbekampagnen. Kaufschwächere Familien versuchte man mit Finanzierungshilfen zu überzeugen. Wer sich gegen den Kauf eines solchen Rundfunkgeräts sträubte, lief Gefahr von der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden, da der Volksempfänger schließlich das gesamte deutsche Volk verbinden sollte, wie die Nationalsozialisten propagierten. Somit entstand nicht nur ein politischer Druck welcher die Bürger veranlasste ein solches Gerät zu kaufen um die Politik zu unterstützen, sondern auch ein gesellschaftlicher Druck. Radiohören wurde zu einer öffentlichen Angelegenheit und wer sich dieser verweigerte galt als Außenseiter und wurde ausgegrenzt.

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