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E-Book

Moderne und Ambivalenz

Das Ende der Eindeutigkeit

AutorZygmunt Bauman
VerlagHamburger Edition HIS
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl451 Seiten
ISBN9783868549003
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis13,99 EUR
Baumans Buch ist ein überzeugendes Plädoyer für eine tolerante Ambivalenz und damit ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Diskussion um Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Nationalismus. Der Anspruch der Moderne, den Menschen Klarheit, Transparenz und Ordnung zu bringen - eine durchschaubare Welt zu schaffen -, war von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil mit ihm die grundsätzliche Ambivalenz der Welt und die Zufälligkeit unserer Existenz, unserer Gesellschaft und Kultur geleugnet wurde. Erst die Postmoderne verabschiedete sich von diesem Versprechen. War der Schlachtruf der Moderne 'Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit', so war 'Freiheit, Verschiedenheit, Toleranz' die Waffenstillstandsformel der Postmoderne. Und wenn Toleranz in Solidarität umgewandelt wird, kann aus dem Waffenstillstand sogar Frieden werden.

Zygmunt Bauman, Professor emeritus für Soziologie an der Universität Leeds; 1990 erhielt er den Amalfi-Preis für Soziologie. Er wurde 1998 mit dem Theodor W. Adorno-Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Im Jahr 2010 wurde er mit dem Prinz-von-Asturien Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie hat Zygmunt Bauman im Oktober 2014 für sein hervorragendes wissenschaftliches Lebenswerk ausgezeichnet

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Cover1
Titelseite2
Impressum3
Inhaltsverzeichnis4
Danksagung7
Einleitung: Die Suche nach Ordnung9
Der Skandal der Ambivalenz36
Der Traum der gesetzgebenden Vernunft39
Der Staat als Gärtner49
Gärtnerische Ambitionen und der Geist der Moderne55
Wissenschaft, rationale Ordnung, Genozid69
Über Inhumanität berichten79
Die gesellschaftliche Konstruktion der Ambivalenz90
Die Angst vor dem Unbestimmten95
Der Kampf gegen das Unbestimmte103
Mit der Unbestimmtheit leben109
Die Verlagerung der Last121
Die Selbsterzeugung der Ambivalenz123
Ausschluß in die Objektivität127
Exkurs: Franz Kafka oder Die Wurzellosigkeit der Universalität138
Die neolithische Revolution der Intellektuellen146
Die Universalität der Wurzellosigkeit152
Die Bedrohung und die Chance157
Eine Fallstudie zur Soziologie der Assimilation I: In der Falle der Ambivalenz164
Der Fall der deutschen Juden172
Die Modernisierungslogik der jüdischen Assimilation176
Die Dimensionen der Einsamkeit187
Das wirkliche Deutschland imaginieren197
Scham und Verlegenheit205
Die inneren Dämonen der Assimilation211
Unbeglichene Rechnungen219
Das Assimilationsprojekt und Strategien der Reaktion224
Die letzten Grenzen der Assimilation236
Die Antinomien der Assimilation und die Geburt der modernen Kultur245
Eine Fallstudie zur Soziologie der Assimilation II: Die Rache der Ambivalenz253
Der Gegenangriff der Ambivalenz262
Freud oder Ambivalenz als Macht273
Kafka oder Die Schwierigkeit des Benennens283
Simmel oder Das andere Ende der Moderne290
Die andere Seite der Assimilation297
Die Privatisierung der Ambivalenz309
Die Suche nach Liebe oder Die existentiellen Grundlagen des Fachwissens314
Die Verschiebung der Fähigkeiten327
Die Selbst-Reproduktion des Fachwissens333
Marktkenntnis346
Sich vor der Ambivalenz verbergen350
Die Tendenzen und Grenzen der von Experten entworfenen Welt356
Die Postmoderne oder: Mit Ambivalenz leben362
Von der Toleranz zur Solidarität367
»Der Exorzist« und »Das Omen« oder Moderne und postmoderne Grenzen des Wissens372
Neotribalismus oder Die Suche nach Schutz383
Die Antinomien der Postmoderne394
Die Zukunft der Solidarität402
Sozialismus: Die letzte Festung der Moderne412
Hat Sozialtechnologie eine Zukunft?422
Die politische Tagesordnung der Postmoderne425
Anhang440
Namenregister440
Sachregister445
Zum Autor449

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