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E-Book

Buffett

Die Geschichte eines amerikanischen Kapitalisten

AutorRoger Lowenstein
VerlagBörsenbuchverlag
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl738 Seiten
ISBN9783941493513
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis21,99 EUR
Warren Buffett hat es geschafft: An der Börse wurde er zu einem der reichsten Männer der Welt. Sein unglaublicher Investmenterfolg machte Buffett zur Ikone vieler Anleger. Buffett fasziniert: Er ist ein Milliardär, der einen unglaublich bescheidenen Lebensstil pflegt. Er ist ein sagenhaft erfolgreicher Anleger, der die Trading-Methoden der modernen Börsen verabscheut. Er ist ein brillanter Verhandler mit einer beinahe hausbackenen Ausstrahlung.

Journalist Roger Lowenstein ist Autor mehrerer Bestseller. Er schrieb viele Jahre für das Wall Street Journal - sowohl als Redakteur als auch als Kolumnist unter anderem für die beliebte Serie 'Heard on the Street'. Heute schreibt er für das 'Smart Money Magazine', das 'New York Times Magazine' und das 'Wall Street Journal'.

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Leseprobe
BERKSHIRE HATHAWAY (S. 215-216)

Das Schicksal hatte New Bedford in Massusetts den Fluch beschert, dass es nicht nur einmal, sondern zweimal von flüchtigem Wohlstand heimgesucht wurde. Es war von Pilgervätern gegründet worden, überstand die Plünderungen der Briten im Revolutionskrieg und wurde zum weltweiten Zentrum des Walfangs.

Das klamme, salzige Kopfsteinpflaster der Stadt führte stets zum Hafen, der New Bedford zwar am Leben hielt, die Stadt aber Gefahren auslieferte, falls der Walfang stranden sollte. Ein Seemann aus der Stadt – Herman Melville – hat einmal gesagt: „Die Stadt an sich ist vielleicht der werteste Platz zum Leben in ganz Neuengland.“ Doch woher war ihr Reichtum gekommen? „Geht hin, schaut die eisernen, symbolischen Harpunen um jene vornehme Villa, und eure Frage ist beantwortet […].

Eine wie die andere wurden harpuniert und vom Grunde des Meeres hergeschleppt.“ Die Walfänger erlitten im Bürgerkrieg Verluste und die Bohrung der ersten Ölquellen in Pennsylvania weihte sie dem Untergang. New Bedford wankte, brach jedoch nicht zusammen – dank der vorausblickenden Diversifizierung seines Kapitals. Bereits im Jahr 1847 hatten Walfänger aus New Bedford eine Baumwollspinnerei finanziert; die Werber hatten gesagt, sie würde die Abhängigkeit der Stadt vom Meer verringern. Eine spätere Spinnerei wurde nach dem Walfänger Acushnet benannt und symbolisierte die Umleitung des Kapitals.

Am Ende waren rund 100 Millionen Dollar in die Textilindustrie investiert2 – und als die Harpunen zu Grabe getragen wurden, füllten Schiffe aus den Südstaaten die Lagerhäuser stapelweise mit Baumwolle. Anfang des 20. Jahrhunderts produzierten die 70 Spinnereien von New Bedford mehr Baumwolle als jede andere Stadt des Landes. Daraus zog man die herausragende Lehre, dass Kapital beweglich ist. Die Schiffe mögen verrotten, aber man braucht den Profit nicht mit der Kapitänslaterne über Bord zu werfen. Doch dieser Punkt beschäftigte die größte Spinnerei der Stadt fast hundert Jahre lang.

Die Hathaway Manufacturing Company wurde im Jahr 1888 von Horatio Hathaway gegründet, dessen Familie seit Anfang des 19. Jahrhunderts Klipper zwischen China und den Vereinigten Staaten verkehren ließ. Das Kapital des Unternehmens von 400.000 Dollar stammte größtenteils von Walfängern, was symbolisch an dem Sitz des Unternehmens in der Cove Street abzulesen war – auf Tuchfühlung mit dem Meer. Der New Bedford Evening Standard prahlte, die ehrgeizige neue Unternehmung werde „450 Menschen Arbeit geben und 30.000 Spindeln drehen lassen“. Zu den Anfangsinvestoren von Warren Buffetts Baumwollspinnerei gehörte auch die notorisch geizige Hetty Green, die unter dem Spitznamen „Witch of Wall Street“ [die „Hexe von der Wall Street“] bekannt war.
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