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Der 'cursus honorum' der römischen Republik

AutorDirk Wanitschek
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2003
Seitenanzahl13 Seiten
ISBN9783638240604
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis6,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Geschichtswissenschaften), Veranstaltung: Die Verfasssung der römischen Republik, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Vorstellung eines cursus honorum, einer 'aufsteigenden Laufbahn römischer Politiker in einer Reihe besonders ehrenvoller Ämter' 1 wird nicht allein durch den Umstand vermittelt, dass die Römer (im Gegensatz zu den Amtsträgern in Athen) ihre Staatsämter in die Grabsteine setzen ließen,2 sondern auch durch Einzelläußerungen beispielsweise des Cicero, der sich damit brüstet, die jeweiligen Ämter in ,seinem Jahr` (suo anno) übernommen zu haben. Mit seiner Aussage deutet er sowohl auf eine gewisse Anordnung als auch eine altersmäßige Staffelung der höchsten Staatsämter im Kontext eines umfangreichen Komplexes von verbindlichen Normen und Rechtsregeln hin. Eine aus der Zeit Ciceros gesicherte Folge der wichtigsten Staatsämter setzt voraus, dass die bestimmenden Prinzipien allgemeine Verbindlichkeit erlangt hatten. Ihr Aufkommen innerhalb der Entwicklung der römischen Republik soll im ersten Hauptteil (Abschnitt 2) nachvollzogen werden bevor im Anschluss die Einführung und Durchsetzung eines des zentralen Kriteriums der Altergrenzen eingehender behandelt wird. Im zweiten Hauptteil (Absatz 3) soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die Einzelämter innerhalb einer allgemein verbindlichen Staffelung grundsätzlich in Frage kamen und an welchen Positionen. Zuallererst ein kurze Klärung des für das Thema zentralen Ämterbergriffes und seiner Unterkategorien. Der Begriff magistratus ist eine abstrahierende Ableitung des Wortes magister, der sämtliche Vertreter der Gesamtgemeinde bezeichnet, die Inhaber einer deligierten Souveränität mit eigener Entscheidungsbefugnis waren und durch Volkswahl bestimmt wurden.3 Da eine Wahl in die Ämter als Auszeichnung empfunden wurde, bezeichnete der Begriff honor primär das Amt und warf gleichzeitig ein positives Moment auf den Gewählten. Eine Kategorisierung der Ämter in plebejische und patrizische drückt lediglich aus, das die Vorsteher der Plebs ursprünglich sowohl inhaltlich als auch formell nicht als Vertreter der Gesamtheit galten. 4 Grundlegend ist auch die Einteilung in ordentliche und außerordentliche Ämter. Erste bezeichnen diejenigen Ämter, deren Kompetenz grundsätzlich festgelegt war. [...] 1 Gizewski, Christian: 'cursus honorum', in: Der Neue Pauly, S.243 2 vgl. Demandt, Staatsformen, S. 221, 222. 3 vgl. Demandt, Staatsformen S. 400; de Libero, Loretana: 'magistratus', in: Der Neue Pauly, S. 679 - 683; Mommsen, Abriss, S.85 4 vgl. Mommsen, Abriss, S.85

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