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E-Book

Der Sex-Guide für freche Frauen

AutorFlic Everett
Verlagmvg Verlag
Erscheinungsjahr2002
Seitenanzahl272 Seiten
ISBN9783864152429
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis8,49 EUR
Dieser vorlaute kleine Ratgeber ist genau das Richtige für Frauen, die nie einen Sex-Ratgeber lesen würden - aber trotzdem gerne mehr über Sex wissen möchten! Vergessen Sie das Kamasutra, die Tipps in diesem Buch kann jede Frau anwenden, ohne komplizierte Turnübungen ausführen zu müssen. In 16 detaillierten Kapiteln schreibt Flic Everett mit erfrischender Leichtigkeit über alle wichtigen Themen von der Verführung bis zum Spielzeug: lustig, ehrlich und manchmal ein bisschen albern - genau wie guter Sex eben ist. Dieses Buch bietet wertvolle Informationen, spricht Mut zu und gibt Selbstsicherheit - und verrät so einiges, was Ihre Mutter Ihnen bestimmt nicht beigebracht hat!

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Leseprobe

1. Kapitel
Wo und wann man Sex haben kann


Liebe ist die Antwort auf alles; aber solange man auf diese Antwort wartet, kann man sich beim Sex ein paar prima Fragen einfallen lassen.

Woody Allen

 

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie einen Mann kennen, den Sie hinreichend attraktiv finden, um ihn sich ohne Hosen vorstellen zu können. Der Gedanke an seinen Penis entlockt Ihnen nicht prompt ein „Iiih, was für’n scheußlicher roter Knüppel!“, sondern eher ein „Mmh, nicht schlecht“. Wenn dem so ist, und Sie nicht zufällig einem kleinen Stamm von Amazonas-Indianern angehören, bei denen es normales Brauchtum ist, sich auf jeden vorüberziehenden Mann zu stürzen und ihn an Ort und Stelle auf dem Urwaldboden zu vernaschen, müssen Sie vorher ein paar Punkte klären. Dazu gehören unter anderem das Wann und Wo.

Die Antwort auf das Wann ist klar wie Kloßbrühe:Wann immer sich eine günstige Gelegenheit bietet. Aber im Leben ist nun einmal nichts wirklich einfach. Wir sind Frauen von Welt, die die hohe Kunst beherrschen, einem Fremden verführerisch zuzublinzeln – spätestens nach fünf Cola-Whisky kann das jede von uns. Schwierig wird es bei der Frage, die zwangsläufig folgt, nämlich wann wir ihm nackt gegenüberstehen wollen.

Sex nach der ersten Begegnung? Möglicherweise keine gute Idee


Sagen wir mal, Sie haben einen netten Typen kennen gelernt, und Sie haben mit ihm über Ihren Job, den Namen Ihrer Katze und die üblichen weltbewegenden Themen geplaudert. Er hat die klassischen männlichen Flirttechniken eingesetzt – Ihnen „beiläufig“ eine Locke aus der Stirn gestrichen und Ihren Schmuck bewundert. Sie können übrigens davon ausgehen, dass kein Mann sich für Goldschmiedekunst begeistert, egal wie interessiert er sich an Ihrer Kette, Ihrem Armband, Ihrem Ohrring oder Ihrem Bauchnabelpiercing zu schaffen macht. Falls Ihnen also kein Schweizer Uhrmacher gegenübersitzt, nutzt er Ihren Schmuck als bloßen Vorwand dafür, Sie anfassen zu dürfen.

Sie beide haben im Verlaufe des Abends auf die eine oder andere Weise Körperkontakt gehabt. Normalerweise möchte er jetzt die Art von Sex mit Ihnen haben, von der Arbeiter auf einer Bohrinsel träumen, wenn sie sich Poster von Jennifer Lopez in Originalgröße ansehen. Dabei ist es für ihn relativ unerheblich, ob er Ihren Namen kennt, solange Sie imstande sind, „Ja!“, „Mehr!“ und „Oh Gott, du hast so einen Großen, ich weiß gar nicht ... jaah, er ist drin!“ flüssig aussprechen können. Hinterher wird er sich dann Gedanken darüber machen, ob er Sie sympathisch genug findet, um Sie wiederzusehen, oder ob er lieber gleich verschwindet, bevor Sie sich hoffnungslos in ihn verlieben.

Es ist zwar nicht schön, aber trotzdem wahr, dass die meisten jungen Männer abends nicht auf die Piste gehen, weil sie sich fragen: „Finde ich heute Abend vielleicht die Frau meiner Träume, mit der ich während der nächsten Monate regelmäßig ausgehe, um sie kennen zu lernen, bevor wir intim werden?“ Nein, sie haben eher nur einen Gedanken: „Komme ich heute zum Stich oder nicht?“

Sollte Ihnen ebenfalls der Sinn nach Instant-Sex stehen – von der Sorte „Einfach Wasser beigeben und rühren“ – spricht nichts dagegen, sich auf eine schnelle Nummer einzulassen und am nächsten Morgen auf Nimmerwiedersehen auseinander zu gehen. Sollten Sie jedoch den wirklich netten Typen getroffen haben, das Katzengespräch hinter sich gelassen und sogar mit ihm über die albernen Anmachversuche seiner Kumpels gelacht haben, schwebt Ihnen eventuell mehr vor als eine einmalige Veranstaltung. Hat er es darüber hinaus geschafft, seine Finger weitestgehend bei sich zu behalten, endet der Abend im Idealfall mit einem zaghaften Kuss und dem Austausch von Telefonnummern.

Haben Sie das Gefühl, der Mann macht Sie schon rasend vor Lust, indem er einfach dasitzt und atmet, gibt es selbstverständlich kein Naturgesetz, das besagt, er wird hundertprozentig auf Nimmerwiedersehen verschwinden, wenn Sie ihn noch in dieser Nacht ranlassen. Vielleicht steht er am nächsten Morgen auf, serviert Ihnen Ihr Frühstück am Bett und bleibt für eine Woche. Eventuell trällert er Ihnen allerliebste Schnulzen vor und pflückt Blüten ab, die er Ihnen ins Haar steckt ...

Schließlich gibt es auch kein Naturgesetz, das besagt, Ihnen muss schlecht werden, wenn Sie fünfzehn Fleischpasteten hintereinander wegmüffeln – aber Sie werden irgendwie das Gefühl haben, dass es nicht gutgehen kann.

Falls Sie also vor der Entscheidung stehen, ob Sie gleich in der ersten Nacht Sex haben wollen oder nicht, fragen Sie sich: „Würde es mir etwas ausmachen, wenn ich heute Nacht mit ihm schlafe und ihn danach nie wiedersehe?“ Und fragen Sie sich auch: „Würde es mir etwas ausmachen, wenn ich heute Nacht mit ihm schlafe und den Kerl anschließend nicht wieder loswerde?“ Sollte die Antwort auf eine dieser beiden Fragen „Ja“ lauten, lassen Sie’s.

Sex beim ersten Date


Gehen wir einmal davon aus, dass die Knutscherei am Taxistand auf beiderseitiges Gefallen stieß und er sich hinterher innerhalb eines vertretbaren Zeitrahmens bei Ihnen gemeldet hat, um ein Date zu vereinbaren. (Unter „vertretbarem Zeitrahmen“ versteht man übrigens gemeinhin innerhalb von zweieinhalb Tagen. Alles, was darüber liegt, ist ein sicheres Indiz dafür, dass er entweder vergesslich und mithin desorganisiert ist, dass er sich gern als den Obercoolen sieht oder dass seine Frau und seine süßen Kinder ihm vorher keine Chance ließen, heimlich zu telefonieren.) Nun steht also das erste Date an. Bei zufrieden stellendem Verlauf (sprich: Er hat Ihnen nicht erklärt, Frauen gehörten seiner Meinung nach an den Herd, oder ähnlich absurde Weisheiten verbreitet) stehen Sie erneut vor der Frage, Sex oder Nicht-Sex. Sie allein können beurteilen, wie knisternd die Stimmung zwischen Ihnen beiden ist. Falls Sie nicht die Sorte Frau sind, die nichts anbrennen lässt, sondern lieber den Ansatz einer Beziehung haben, bevor Sie sich ausziehen, wäre letzteres ein bisschen verfrüht. Nach meinen persönlichen Erfahrungen braucht es circa drei Monate, bis man jemanden halbwegs kennen gelernt hat. Innerhalb dieses Zeitraumes weicht normalerweise die Schokoladenseite auf, und Sie können sich eine grobe Vorstellung davon machen, ob der Rest immer noch akzeptabel ist. Diese Erkenntnis fällt ungleich schwerer, wenn Sie beide bislang nicht mehr verbindet als ein Kinoabend, bei dem Sie gemeinsam Tom Cruise angehimmelt und sich eine Tüte Tortilla-Chips geteilt haben.

Wenn Sie meinen, den Mann Ihres Lebens gefunden zu haben, dürfen Sie sich ruhig noch etwas Zeit lassen. Schließlich bleiben Ihnen noch eine Menge harmonischer Jahre, die Sie gewiss nicht mit schlechten Erinnerungen an Ihr erstes Betterlebnis belasten wollen – ein Erlebnis, das sich nur deshalb eingebrannt hat, weil es ein einziges Desaster war. Sollten Sie hingegen sicher sein, der Sex könnte praktisch gar nicht schief gehen, poppen Sie munter drauflos! Wenngleich unbestritten feststeht, dass es immer netter wird, je besser sich die Beteiligten kennen, folgt daraus nicht notwendig, der Umkehrschluss stünde ebenso sicher fest. Natürlich kann der Sex auch dann bombastisch sein, wenn Sie den betreffenden Gespielen so gut wie gar nicht kennen und sich allein auf Ihren Wunsch berufen können, ihn gern ohne Hosen sehen zu wollen. Schließlich hatten unsere Großmütter nicht jedes Mal mit ihrer Behauptung Recht, Männer wollten immer nur „das Eine“. Oft lagen sie damit allerdings richtig. Sie sind eine moderne Frau, die aufgeklärt genug ist, um sich auszusuchen, mit wem sie ins Bett hüpft. Und deshalb sind Sie auch gewiss nicht am Boden zerstört, wenn er Sie hinterher nie mehr anruft.

Eine Freundin von mir meinte einmal, Sex beim ersten Date funktioniere nach dem „Zuckerguss-Prinzip“: Sieht superlecker aus und man kann gar nicht genug davon kriegen; aber hinterher ist einem schlecht, die Figur ist auch kein bisschen besser davon geworden, und man denkt sich, dass es das wirklich nicht wert war. Hegen Sie also berechtigte Hoffnungen auf eine Beziehung, lohnt es sich in jedem Fall, zu warten.

Sex nach ein paar Dates – eine kluge Entscheidung


Nach den ersten paar Dates wissen Sie, ob Sie Teil einer keimenden Beziehung sind oder nicht. Wenn ja, ist die Zeit reif für mehr als Knutschen und Plaudern. Sie beide blicken hinter die Kulissen aus spannenden Brüsten und sich wölbenden Hosen und wissen mittlerweile, dass keiner von Ihnen a) ein Faschist, b) ein Psychopath oder c) ein beziehungsgeschädigter Depressiver ist – bei Letzterem kann man sich allerdings noch nicht so sicher sein. Wahrscheinlich werden Sie erst zu einem späteren Zeitpunkt über Treue, Eifersucht und Ex-Partner sprechen. Momentan befindet sich Ihre Zweisamkeit in einer sensiblen Phase. Sex kann in diesem Stadium eine zukunftssichernde Wirkung haben, auf die Sie wohl kaum verzichten möchten. Ehe Sie das Bett ansteuern, sollten Sie einige Male erfolgreich Zärtlichkeiten ausgetauscht haben (im hiesigen öffentlichen Schwimmbad werden sie als „Petting“ bezeichnet und sind strengstens verboten; dabei habe ich noch nie verstanden, warum sich Menschen ausgerechnet in Gegenwart achtjähriger, kreischender Kinder an die Wäsche gehen möchten). Er tastet sich also zu Ihrer schwarzen Reizwäsche vor – Ihre schlichten Schlüpfer sind bis auf weiteres in den hintersten Teil der Kommode verbannt, während Sie hartnäckig behaupten, Strümpfe mit Strapsen wären weit...

Blick ins Buch

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