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Eigenschaften europäischer Geldnachfragefunktionen

eBook Eigenschaften europäischer Geldnachfragefunktionen Cover
Autor
Verlag
Erscheinungsjahr
2007
Seitenanzahl
15
Seiten
ISBN
9783638786218
Format
PDF
Kopierschutz
kein Kopierschutz
Geräte
PC
MAC
eReader
Tablet
Preis
8,99
EUR

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich BWL - Bank, Börse, Versicherung, Note: 1,3, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere ), Veranstaltung: Geld- und Finanzmärkte, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Geldnachfrage lässt sich theoretisch aus den Funktionen des Geldes herleiten. Dabei
handelt es sich um die Funktion als Recheneinheit, Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel.
In der vorliegenden Arbeit wenden wir uns vor allem den Funktionen des Geldes als
Transaktions- und Wertaufbewahrungsmittel zu. Die Funktion des Transaktionsmittels stellt
die Quantitätsgleichung (1) des Geldes dar. Sie gibt den Zusammenhang zwischen der Anzahl
wirtschaftlicher Transaktionen und der Geldnachfrage wieder.
M *V = P*T (1)
Die rechte Seite der Gleichung T * P kann auch als das Bruttosozialprodukt (BSP)
beschrieben werden. Bei konstanter Umlaufgeschwindigkeit des Geldes führt ein Anstieg des
BSP zu einem Anstieg der Geldnachfrage. Das ist auch der Grund warum sich die Vorgaben
der EZB für das Geldmengenwachstum am erwarteten Wachstum des BSP orientieren. Das
vorrangige Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist die Gewährleistung der
Preisniveaustabilität in der Eurozone (Anstieg des Verbraucherpreisindex von unter, aber
nahe bei 2% gegenüber dem Vorjahr). Ein weiteres Ziel ist die Unterstützung der
Wirtschaftspolitik mit dem Ziel eines hohen Beschäftigungsniveaus und dauerhaften
Wachstums, soweit dies ohne Gefährdung der Preisstabilität möglich ist. Die
Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes ist jedoch genauso wichtig wie die
Transaktionsfunktion. Die Nachfrage nach Geld hängt vor allem von den Opportunitätskosten
ab, also den alternativen Anlagemöglichkeiten. Die Opportunitätskosten steigen mit der
Verzinsung i der alternativen Anlagen, was bedeutet dass die Geldnachfrage abnimmt. Aus
der Wertaufbewahrungs- und der Transaktionsfunktion des Geldes lassen sich also zwei
wesentliche Determinanten der Geldnachfrage ableiten. Das ist zum einen das
Bruttosozialprodukt T * P und zum anderen der nominale Zinssatz nom i . Die nominale
Geldnachfragefunktion (2) lautet demnach:
( , ) nom
nom nom L = L BSP i (2)
In realen Größen ergibt sich die reale Geldnachfragefunktion (3) als Funktion des realen
Einkommens Y und dem realen Zinssatzes i zu:
L = L(Y , i) = ( , )
M
f Y i
P
= (3)
Der Ausgleich von Geldangebot und Geldnachfrage erfolgt über das Preisniveau. Ist das reale
Geldangebot größer als die reale Nachfrage (z.B. aufgrund eines niedrigeren BSP als
erwartet) so steigt der Preis, bis beide Größen wieder ausgeglichen sind. Es erfolgt also ein
inflationärer Prozess, denn im Gleichgewicht muss gelten:
3
nom
M
L
P
= (4)
Ein zu hohes Geldangebot führt also zu Inflation, während ein zu geringes Geldangebot nur
einen eingeschränkten Konsum und Investition ermöglicht (also schlechtes Wachstum). Um
so wichtiger ist es für die EZB die richtige reale Geldnachfrage zu schätzen um eben solchen
wachstumshämmenden bzw. inflationären Risiken entgegenzuwirken. Damit sie dies kann
muss sie jedoch genaue Kenntnis der Geldnachfragefunktion und deren Determinanten haben.
Die folgenden Ausführungen werden sich eingehender mit der Schätzung einer geeigneten
europäischen Geldnachfrage beschäftigen. In Abschnitt 2 wird näher auf die Wahl der
relevanten Determinanten und die Schätzung der europäischen Geldnachfragefunktion
eingegangen um schließlich in Abschnitt 3 die Stabilitätseigenschaften der Determinaten zu
diskutieren.

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