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Interkulturelle Bildungschancen und -defizite bei den Quechua-Völkern in Peru

AutorHermann Hetzer
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl28 Seiten
ISBN9783640361960
FormatPDF/ePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis12,99 EUR
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 1,3, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Peru war schon vor der Invasion der Spanier in Lateinamerika durch Christopher Kolumbus ein mehrsprachiges Land. Viele indigene Sprachen und Varianten existierten im alten Inka-Reich. Jedoch wurde dem Quechua ein besonderer Status zugemessen. Es galt als universelle Verständigungssprache, als 'lengua general' in Verwaltung und Regierung, besonders aber für den wirtschaftlichen Handel innerhalb der verschiedenen Ethnien und mit dem Königreich der Inka. Hier war die Beherrschung des Quechua unabdinglich. Man vermutet, dass Sie schnell von den eroberten Völkern der Inka aufgenommen und angewendet wurde. Auch wenn das Spanische über viele Jahrhunderte hinweg eine klare Hegemoniestellung besaß und das Quechua verdrängt und unterdrückt wurde, existiert auch heute noch ein beachtlicher Sprecheranteil von eingeborenen Sprachen in Peru. Man zählt heute zwischen 3 und 4 Mill. Sprecher verschiedener Quechua-Varianten in Peru. Zwischen 9 und 14 Mill. sind es insgesamt in den Andenstaaten Lateinamerikas. Vor allem aber durch die starke Isolation der Quechua-Völker gegenüber der spanischen Sprache konnte sich diese mündlich überlieferte Sprache aufrecht erhalten. Jedoch gibt es heutzutage große soziale Ungerechtigkeiten zwischen den Indigenen und dem Rest der peruanischen Bevölkerung. In dieser Arbeit, möchte ich auf den Bereich der Bildung in Peru näher eingehen. Dabei habe ich zur Zielstellung, beide Standpunkte in Betracht ziehen, die der autochthonen Völker der Quechua und die okzidentale Sichtweise. Das peruanische Bildungssystem ist durch eine hohe Wiederholerrate, schlecht ausgebildete Lehrer und unzureichend ausgestattete Schulen gekennzeichnet. Diese Defizite betreffen hauptsächlich die ärmeren ländlichen Regionen und hier ganz besonders die indigene Bevölkerung. Ein Zusammenhang zwischen armer und indigener Bevölkerung ist hier zu erkennen. Indigene leben demnach viel öfter in Armut und besitzen eine weitaus schlechtere Schulbildung als Nicht-indigene. Es soll in dieser Arbeit im Näheren darauf eingegangen werden, welche Bildungsdefizite im Andenstaat existieren und mit welchen Schwierigkeiten sich die Quechua-Völker im Zusammenhang mit der Bildung konfrontiert sehen. Wie werden die Indianer im Allgemeinen in der Gesellschaft wahrgenommen und welche Rolle spielt dabei die westliche Ideologie und das Kulturverständnis der autochthonen Völker?

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