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Künstler und Gesellschaft. Die soziale Thematik im Leben und Schaffen der Sebnitzer Malerin Ilse Ohnesorge (1866-1937)

AutorClaudia Stosik
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl69 Seiten
ISBN9783668118850
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis19,99 EUR
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,5, FernUniversität Hagen (Institut für Geschichte und Biographie), Veranstaltung: Abschlussarbeit, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Bachelor-Arbeit wird ein Einblick in die Lebenssituation einer Frau aus dem Bildungsbürgertum Ende des 19. Jahrhunderts auf der Basis ihrer Tagebuchaufzeichnungen und Briefe gegeben. Die Malerin Ilse Ohnesorge rang Zeit ihres Lebens um die Anerkennung als Künstlerin. Ihr Leben in der kleinen Stadt Sebnitz nahe der böhmischen Grenze war geprägt von unermüdlichem Schaffen von Werken mit Motiven von Menschen ihrer Umgebung. Besonders die arbeitenden und einfachen Menschen hatten es ihr angetan. Sie malte Schulkinder genauso wie im Steinbruch arbeitende Männer. Zahlreiche Bilder, vor allem Aquarellzeichnungen, geben die Atmosphäre der Zeit um 1900 wider. Im Anhang der BA.-Arbeit sind einige Werke abgebildet, ebenso ein Foto der Malerin. Ein Hochschulstudium blieb ihr versagt: Sie belegte aber intensive Malkurse bei bekannten Künstlern ihrer Zeit. (Georg Estler - Schüler Ludwig Richters) Die vorherrschende gesellschaftliche Stimmung in der Kaiserzeit prägte sie, aber sie nahm auch die Widersprüche der bestehenden politischen Ordnung wahr. Die Sensibilität gegenüber ihren portraitierten Menschen brachte Ilse Ohnesorge Sympathie und Achtung von Nachbarn und Bewohnern der sächsischen Kleinstadt ein. Ihre fröhliche Ausstrahlung war beliebt, doch niemand konnte nachvollziehen, wie hart sie um ihr künstlerisches Dasein kämpfte. Aber die Anerkennung als ernste Künstlerin blieb ihr versagt - vielleicht auch daher, da sie Einzelkämpferin war und sich keiner Künstlergruppe anschloss. Ihr Herz gehörte den Armen - soziales Engagement im Rahmen ihrer Möglichkeiten war für sie selbstverständlich. Selbstlos bis zur völligen Erschöpfung pflegte sie ihre Mutter. Immer wieder spürte sie den Wunsch, doch noch nach München zum Studium zu gehen oder sich der Künstlergruppe in Worpswede anzuschließen. Der Erste Weltkrieg machte diese Pläne zunichte. Unverdrossen nahm sie ihr Schicksal an, sie sah ihre Aufgabe darin, ihre Einstellung zum Leben mit all seiner Fülle in ihren Bildern zum Ausdruck zu bringen. Die Bilder von Ilse Ohnesorge strahlen Zufriedenheit, Klarheit und die Liebe zur Natur aus.

1961 das Licht der Welt erblickt.

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