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E-Book

Moderne Enterprise Architekturen

AutorDieter Masak
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2006
Seitenanzahl351 Seiten
ISBN9783540272816
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis20,67 EUR

Der Schwerpunkt dieses Buches liegt auf der Beschreibung von Enterprise Architekturen. Dargestellt werden auch der Einsatz dieser Architekturen in Unternehmen sowie die Mess- und Kenngrößen zur Festlegung der Performanz. Als Standardteile werden Enterprise-Application Integration, Portale, Webservices, CORBA und SAP beschrieben. Es wird sowohl auf die Problematik des Architekturentwicklungsprozesses als auch auf agile Architekturen, Model Driven Architecture sowie Frameworks, z.B. Zachmann eingegangen. Das Buch ist für Professionals ebenso wie für Anfänger geeignet. Interessant ist es für alle Leser, die sich mit aktuellen Softwarearchitekturen, deren Einsatz und Entwicklung auseinandersetzen wollen.



Langjährige Erfahrung als Consultant im Großrechner / Großsystemeumfeld

Leiter einer Entwicklungsabteilung

Langjährige Erfahrung in Java/CORBA/COBOL

Autor von: 'Objektorientierte Systementwicklung', (vieweg)

Zuständig für Technologie bei der Plenum Systems.

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Leseprobe
Framework (S. 19-20)

. . . he picked a bit of paper from the walk
and nailed it to the framework with a knife.
The Bride comes to Yellow Sky,

Stephen Crane


3.1 Frameworks, Standards und Techniken

Die Unterstützung der Systementwicklung durch Architekturen ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Einige Standards und Techniken wurden schon von diversen Quellen vorgeschlagen. Ein Architektur-Framework zerlegt die komplexe Aufgabe in mehrere Teilschichten, welche dann getrennt modelliert werden können. Jede dieser Teilschichten, Layers, muss im Metamodell des Frameworks spezifiziert sein.

Es ist, unabhängig vom konkreten Framework, immer sinnvoll, zwischen konzeptioneller und operationeller Sicht auf eine Architektur zu unterscheiden. Die konzeptionelle Norm für Enterprise Architekturen ist der IEEEStandard 1471. Dieser definiert eine theoretische Basis für die Definition, Analyse und Beschreibung einer Systemarchitektur, was einen Teil der Enterprise Architektur im engeren Sinne darstellt. Im Grunde beschreibt die IEEE-1471-Norm eine Reihe von Elementen und die Beziehungen, die diese Elemente untereinander haben.

Zusätzlich zur IEEE-1471-Norm existieren noch folgende drei Normen:

• ISO 14258: Beinhaltet die Konzepte und Regeln für das Modellieren von Enterprises mit dem Schwerpunkt auf den Geschäftsprozessen.

• ISO 15704: Voraussetzungen für Referenzarchitekturen und auch die entsprechenden Methodiken zur Entwicklung der Referenzarchitekturen.

• CEN ENV 4003: Das CIMOSA ist die Europanorm des Comite Europeen de Normalisation f¨ur Systemarchitekturen.

Die beiden wohl bekanntesten Frameworks für die Entwicklung von Enterprise Architekturen sind:

• Das Zachman-Framework: Framework for Enterprise Architecture, welches eine logische Struktur zur Beschreibung und Klassi.kation sowie der Organisation von Darstellungen liefert, die f¨ur die Entwicklung einer Architektur wichtig sind.

• ISO/ITU: Reference Model for Open Distributed Processing, auch RMODP genannt. Hier werden Hilfsmittel für die Schaffung eines großen verteilten Systems bereitgestellt. Aufseiten der Techniken gibt es eine Reihe von, meist werkzeuggebundenen, Beschreibungssprachen, die sich oft durch ein ausgekl¨ugeltes Metamodell auszeichnen.

Zu den Beschreibungssprachen im weiteren Sinne gehören:

• ADS: Der Architecture Description Standard wurde von IBM veröffentlicht und fasst eine Reihe von Best-Practices und Erfahrungen innerhalb eines formalen Metamodells zusammen.

• MDA: Die Model Driven Architecture der OMG Object Management Group ist werkzeugunabhängig und benutzt hauptsächlich die UML, Uni-fied Modelling Language; in Kapitel 13 wird die MDA näher untersucht.

• ISO 15704: Der internationale Standard definiert eine Reihe von Anforderungen an Referenzarchitekturen und an Methodiken.

• TOGAF: The Open Group Architectural Framework, ist ein werkzeugunabhängiges Framework, um technische Architekturen zu entwickeln.

• IAF: Das Integrated Architecture Framework von Cap Gemini stammt aus dem Bereich der Geschäftsprozessmodellierung und setzt die entsprechenden Schwerpunkte.

3.2 Einbettung der Enterprise Architektur

Eine Enterprise Architektur lebt nicht im leeren Raum, sie ist kein Selbstzweck, sondern stets nur ein Mittel zum Zweck. Sie ist stets eingebettet in ein Unternehmen, um dort die Geschäftsprozess-Architektur zu unterstützen. Erst das Zusammenspiel von beiden ergibt ein effektives Gesamtsystem, wobei einzelne Teile der Geschäftsprozess-Architektur nur Teile der Enterprise Architektur benutzen und nie das gesamte Enterprise Architektursystem. Der in der Figur Abb. 3.1 dargestellte Zusammenhang zwischen den verschiedenen Architekturen ist so bei allen Unternehmen anzutreffen.
Inhaltsverzeichnis
Danksagung6
Prolog7
Inhaltsverzeichnis8
1 Einleitung14
2 Umfeld17
2.1 Geschichte17
2.2 Warum Enterprise Architektur?21
2.3 Treibende Kräfte22
2.4 Lebensdauer von Applikationen23
2.5 Outsourcing25
2.6 Flexibilität und Skalierbarkeit26
2.7 Offenheit und Interoperabilität27
2.8 Modularität27
2.9 Wartbarkeit und Zukunftssicherheit28
2.10 Wiederverwendbarkeit28
2.11 Teile der Enterprise Architektur29
3 Framework31
3.1 Frameworks, Standards und Techniken31
3.2 Einbettung der Enterprise Architektur32
3.3 Gesamtframework33
3.4 Architekturgovernance-Framework34
3.5 Enterprise Architektur-Framework35
3.6 Entwicklung der Enterprise Architektur36
3.7 Architektur und Lösungen44
3.8 Nutzung46
3.9 Zachman-Framework46
3.10 C4ISR48
4 Topologien50
4.1 Einleitung50
4.2 Entwicklung der Verteilung51
4.3 Systemarchitektur56
4.4 Einfache Topologien60
5 Metriken69
5.1 Einleitung69
5.2 Graphen73
5.3 Arbeitslast76
5.4 Zeiten77
5.5 Latenz79
5.6 Komplexität79
5.7 Small Worlds82
5.8 Entropie84
5.9 Temperatur88
5.10 Volatilität89
5.11 Skalierbarkeit91
6 Evolution und Revolution94
6.1 Einleitung94
6.2 Alterungsprozess95
6.3 Komplexität97
6.4 Lehmans Gesetz98
6.5 Volatilität99
6.6 Entropie101
6.7 Kosten103
7 Systemarchitektur105
7.1 Einleitung105
7.2 Netzwerk106
7.3 Speicherarchitektur108
8 Datenarchitektur111
8.1 Einleitung111
8.2 Datenquellen112
8.3 Entwicklung113
8.4 Metadaten115
9 Mikroarchitekturen118
9.1 Einleitung118
9.2 Monolithische Systeme118
9.3 Schichtenarchitektur123
9.4 Komponenten130
9.5 Service Oriented Architecture132
9.6 Webservices139
9.7 CORBA152
9.8 Application-Server167
9.9 Messaging171
9.10 Enterprise Application Integration175
9.11 Portale183
10 Produktplattformen190
10.1 Einleitung190
10.2 Java 2 Enterprise Edition190
10.3 .NET215
11 Migration und Integration221
11.1 Einleitung221
11.2 Legacy-Migration222
11.3 Rekonstruktion226
11.4 Webservices und SOA227
11.5 Enterprise Application Integration232
11.6 Legacy-Migration Roadmap236
12 Entwicklungsprozess241
12.1 Komplexe Systeme241
12.2 Rational Unified Process245
12.3 Enterprise Unified Process249
13 Model Driven Architecture255
13.1 Einleitung255
13.2 Pattern256
13.3 Struktur257
13.4 Common Services261
13.5 Dynamik262
13.6 Meta Object Facility262
13.7 XML Metadata Interchange263
13.8 MDA-Implementierung265
13.9 Perspektiven265
14 Agility267
14.1 Agiles Manifest267
14.2 Agile Modellierung274
14.3 Agile Architektur280
14.4 AMDD285
15 Patterns und Antipatterns288
15.1 Einleitung288
15.2 Allgemeine Patterns289
15.3 Mikroarchitekturpatterns295
15.4 Antipatterns301
16 Epilog306
Glossar308
Literaturverzeichnis324
Index332

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