Die Griechenlandkrise schwebt verhängnisvoll über der europäischen Wirtschaft und viele Menschen befassen sich damit, wie sie ihr Erspartes wertbeständig und inflationssicher anlegen können. Eine Möglichkeit sind natürlich Edelmetalle, auch in Form von Münzen. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen, als Anlage-, Sammel- oder auch historische Goldmünzen. Was man dabei allerdings beachten muss: Besonders bei historischen Münzen kommt es weniger auf den Edelmetall- als vielmehr auf den Alterswert der Geldstücke an. Darüber hinaus gibt es ein paar Tipps, die sowohl Privatanleger wie auch Numismatiker kennen sollten, bevor sie damit beginnen, Münzen zu sammeln.

Eine unter Sammlern untergeordnete aber bei Anlegern tragende Rolle spielt der Materialwert bei historischen Geldstücken. Vor allem dann, wenn es sich um ein Edelmetall handelt, welches in Krisenzeiten nicht entwertet werden kann und auch im Extremfall einer Währungsreform Bestand hat. Tatsächlich haben sich die Gold- und Silberschätze aus längst vergangenen Zeiten in den letzten Jahren besser entwickelt als der DAX. Der Goldpreis legte seit Beginn der 1990er um 369 Prozent zu, Aktien hingegen um nur 329 Prozent. Aktuell beträgt der Wert 1.097,55 Euro je Feinunze (20.3.2015). Die Nachfrage nach Gold bezieht sich natürlich auch auf Gold- und Anlagemünzen als Wertaufbewahrungsmittel bzw. Anlageobjekt (etwa der Wiener Philharmoniker oder der kanadische Maple Leaf).

Beliebte Sammelmünzen der jüngeren Zeit mit einem gesteigerten Wert sind von historischen Münzen natürlich abzugrenzen. Grundsätzlich ist für Münzsammler hier hauptsächlich von Bedeutung, wie hoch eine Auflage war und wie viele Münzen dieser Art seither verloren gingen sowie ihr äußerer Zustand. Ein seltenes Geldstück ist also ebenfalls durchaus wertvoll. Doch nicht nur Metall, Rarität und Erhaltungsgrad bestimmen den Wert, sondern auch die Popularität der Thematik bzw. der Anlass für die Ausgabe. Die Preisunterschiede sind, die entsprechenden Kriterien berücksichtigend, in Sammlerkreisen enorm.

Worauf beim Sammeln von Münzen geachtet werden sollte:

  • In die Materie (Fachzeitschriften, Münzkataloge, oder Sammelbücher ) einlesen und aussagekräftige Informationen sammeln
  • Einstiegsmünzen für Neo-Numismatiker sind beispielsweise Münzen aus der Römerzeit oder seltene D-Mark-Stücke
  • Sammlertreffen in Vereinen und auf Messen bieten für Sammler eine gute Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen
  • Ein Flohmarkt ist nur selten der richtige Ort, um historische Münzen zu kaufen – ein vermeintliches Schnäppchen mit Seltenheitswert entpuppt sich unter Umständen als Fälschung oder Massenware

Worauf beim Anlegen in Goldmünzen geachtet werden sollte:

  • Eignen sich für kleine und mittlere Investitionssummen
  • Der Feingehalt an Edelmetall bestimmt den Wert der Münze
  • Dieser ist immer gekoppelt an den aktuellen Wert des Edelmetalls
  • Auf Silbermünzen werden 19% Umsatzsteuer erhoben, Goldmünzen sind dagegen steuerfrei
  • Eine Übersicht über aktuelle Anlagemünzen und deren Wert findet man bei Münzhändlern wie Münzkurier

 

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