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Bildungsbedingungen in europäischen Migrationsgesellschaften

Ergebnisse qualitativer Studien in Vor- und Grundschule

AutorIsabell Diehm, Argyro Panagiotopoulou
VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl191 Seiten
ISBN9783531927626
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis29,99 EUR
In allen europäischen Gesellschaften hat Migration zu Veränderungen in der Umwelt der Erziehungs- und Bildungsinstitutionen geführt. Wie wird in Einrichtungen des Elementarbereiches, so etwa den englischen Reception Classes oder dem deutschen Kindergarten oder in Einrichtungen des Primarbereiches in Finnland, Griechenland, Luxemburg, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz mit migrationsbedingter Differenz umgegangen? In welcher Weise lassen sich die dort vorfindbaren pädagogischen Arrangements als Bildungsbedingungen für junge Kinder rekonstruieren? Und was bedeuten diese Bedingungen für die Kinder selbst?
Diese Fragen lassen sich nur unter Anwendung qualitativer Forschungsmethoden beantworten. Autorinnen und Autoren analysieren aus einer jeweils länder-spezifischen Perspektive die Bildungsbedingungen in Vorschule und Primarschule mittels qualitativer Forschungszugänge. Auf diese Weise gelangen die Leserinnen und Leser sowohl zu Einblicken in die jeweiligen nationalen Besonderheiten des pädagogischen Umgangs mit migrationsbedingter Differenz ebenso wie zu einem internationalen Überblick.

Dr. Isabell Diehm ist Professorin für Erziehungswissenschaft an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld.
Dr. Argyro Panagiotopoulou ist Professorin für Bildung und Entwicklung in Früher Kindheit an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis5
Vorwort7
Einleitung: Einwanderung und Bildungsbeteiligung als Normalität und Herausforderung8
1 Einwanderung als gesellschaftliche Normalität?8
2 Bildungsbe(nach)teiligung junger Kinder als gemeinsame Herausforderung?12
3 Die Beiträge des Sammelbandes17
Literatur21
‚Doing difference‘ in einer Schweizer Primarschulklasse. Das Fremdbild des Erstklässlers Amir aus ethnographischer Perspektive23
1 Vorbemerkungen23
2 Fragestellung oder: Wie Amir zum Thema wurde24
3 Theoretischer Ansatz25
doing difference25
doing gender25
Gender, race/ethnicity, class25
Doing difference26
othering,26
othering26
doing difference-26
4 Das Fallbeispiel Amir26
4.1 Amir im Schulalltag aus der Sicht der Beobachterin26
doing difference27
undoing difference).27
„Das finde ich aber enttäuschend“27
doing pupil28
„Amir, trinken ist ganz gesund. Aber, wenn ich am Reden bin, möchte ich das nicht.“28
doing generation28
doing teacher28
doing gender30
gender30
doing difference30
4.2 Amir als Klassenkamerad im Fremdbild seiner Schulkameraden30
„jetzt tuet er vil blöd“.31
doing pupil).32
doing peer while doing pupil33
4.3 Amir als Schüler aus der Sicht der Lehrperson33
„schon viele Misserfolge aus der Schule ‚heimgefahren‘“.34
„nur wenig Spielzeug, vor allem Kriegsspielzeug, ein paar Playmobilfiguren, ein paar Panzer, eine Playstation und Computerspiele35
auf ihre Art um die Kinder“354.4.20„wissen es aber einfach nicht anders“.35
„sehr stark überbehütet“35
„Ja, gut, das ist in dieser Kultur natürlich nicht außergewöhnlich.“35
„Also, er versteht sehr viel. Also: Er ver-steht eigentlich alles.“36
5 Zusammenfassung36
doing differen-ce-36
doing pupil).36
embodiment of pupil36
doing differen-ce37
(„Er hat gestört, wo er nur konnte“).37
„Er hat einfach von zu Hause keine adäquate Unterstützung.“37
class37
doing diffe-rence38
doing difference38
ethnicity38
gender38
gender, class38
doing difference-39
pupil.39
community of practice,39
doing peer while doing pupil39
pupil39
ethnicity,39
class39
doing pupil39
pupil39
Literatur39
Anhang: Amir und seine Familie (Interview, 10.03.2008)40
„Ja, aber schön vorsichtig sein. Nur ich und mein Freund.“40
„ein bisschen Fernseh“.41
„Und mein Mam hat mir gesagt: ‚Schatz, kannst du Daddy aufwecken?‘. Dann hab ich ge-sagt: ‚Ja, ich tu das‘.“41
„Ich ... glaub, nein.“41
„Hei, du sollst mal fragen!“41
bisschen Com-puter“.41
„Wenn es läutet, dann gehen wir rein. Und wenn sie den Gong geschlagen hat, dann müssen wir Ärm verschränken und zuelose.“41
„Aber ich hab kein Ski oder kein Snowboard.“42
Interkulturalität in den griechischen Lehrplänen – Eine kritische Betrachtung43
1 Problemkontext43
„Interkultu-rellen Erziehung und zur Erziehung der im Ausland lebenden Griechen“43
2 Analyserahmen der Untersuchung44
Wir-Sie-Denken.45
3 Die interkulturelle Orientierung in den Lehrplänen – Eine erste Annäherung46
Internationali-sierung der Kultur und der Globalisierung der Ökonomie46
Multikulturalität46
Wir-SieDenkweise48
4 Interkulturelle Aspekte in den Fachlehrplänen „Griechische Sprache“ und „Neugriechische Literatur“49
Wir-Sie-Denkweise.50
5 Fazit51
Literatur52
Kinder mit Migrationshintergrund in der finnischen Schule!? Ein Bildungssystem im Wandel?53
1 Die Entwicklung der Migration nach Finnland oder „a nation of mostly blond ethnic Finns“?54
Abbildung 1:54
Abbildung 2:55
2 Die Schule in Finnland – strukturelle und curriculare Bedingungen456
Unterrichtsmethoden57
Beratung durch die Lehrer/innen57
Kooperation57
Curriculare Bedingungen unter Berücksichtigung von Kindern mit Migrations-hintergrund58
3 Ethnographische Einblicke in die Alltagspraxis einer finnischen ersten Klasse59
3.1 Finnischunterricht: Unterricht in großen und kleinen Gruppen60
konzeptionelle63
Anschlussfähigkeit63
gruppenbezogener und individueller Unterstützung64
3.2 Finnisch als Zweitsprache (FaZ): Individuelle Unterstützung in kleinen Gruppen64
didaktische Anschlussfähigkeit65
strukturelle Anschlussfähigkeit65
individueller Unterstützung66
4 Zusammenfassender Ausblick66
Chancengleichheit67
Kooperation67
Anschlussfähigkeit67
individuelle Unterstützung67
finnischen Tradition in der Gewährleistung von Chancengleichheit für alle Schüler/innen68
inklusiven finnischen Schulsystems68
Literatur68
Der Vielfalt (k)eine Chance geben – zur Rolle der Mehrsprachigkeit im pädagogischen Alltag einer luxemburgischen Vorund Grundsch71
1 Zum Land Luxemburg71
2 Sprachenvielfalt im Alltag der luxemburgischen Vorschule73
Heterogenität durch alltägliche Sprachpraxis zum Normalfall,76
neue Kommunikationsund Lernchancen76
3 Sprachenvielfalt im Alltag der luxemburgischen Grundschule?76
4 Konsequenzen und Schlussfolgerungen79
nicht vorhandene Anschlussfähigkeit80
Literatur80
„It’s all mixed“ – Politiken und Praktiken im Umgang mit kultureller und sprachlicher Diversität im englischen Bildungssystem82
1 Einleitung: „I am Bengoli and English!“82
2 The long tail of underachievement84
3 „Too many children are written off, too many talents wasted“87
3.1 Die National Literacy Strategy87
3.2 Early Years Foundations88
4 Einblicke in die Alltagspraxis94
5 Ausblicke – oder: „Because it is important to read and write“99
Literatur100
Roma mit Migrationshintergrund an österreichischen Volksschulen103
1 Einführung103
2 Roma in Österreich104
3 Qualitative Untersuchungen an Wiener Volksschulen105
4 Zum Umgang mit migrationsbedingter Vielfalt an Volksschulen107
5 Die schulische Situation von Roma mit Migrationshintergrund110
6 Zwei Falldarstellungen111
7 Elternbeteiligung und Lernförderung113
8 Fortbildung für Lehrer/innen115
9 Abschließende Bemerkungen117
Literatur119
„Die 10 kennen wir schon vom Kindergarten.“ – Zur Anschlussfähigkeit von Kindergarten und Grundschule aus der Perspektive von Ki121
1 Einleitung121
2 Anschlussfähigkeit im Übergang zwischen Kindertagesstätte und Grundschule122
3 Anschlüsse zwischen Kindergarten und Grundschule aus der Kinderperspektive124
4 Fazit134
Literatur135
Vom Tanzen in ‚Russland‘ und Lächeln in ‚Japan‘ – Ethnisierende Differenzinszenierungen im Kindergartenalltag137
1 Einleitung137
2 ‚Ethnizität‘ in ethnomethodologischer Perspektive Methodische und methodologische Überlegungen139
3 Eine performative Perspektive auf Erziehungsund Bildungsprozesse im Kindergarten140
4 Ethnisierende Differenzinszenierungen über die kollektive Aufführung des Kinderliedes „Wir fliegen um die ganze Welt“142
4.1 Die Interpretation einer Beobachtungssequenz4142
4.2 Systematisierung: Wissensproduktion und Gemeinschaftskonstitution über die Inszenierung ‚ethnisierter‘ Differenz Wissensprod148
5 Fazit151
Literatur152
„Respecting Difference“ – Differenztheoretische Überlegungen am Beispiel eines pädagogischen Programms aus Nordirland154
1 Doing Difference: Die Media Message Cartoons als bedeutungsschaffende (Unterscheidungs-)Praxis156
2 Doing Difference by „Respecting Difference”?! Eine differenzkritische Lesart der beiden Media Message Cartoons „Kim joins in“159
2.1 Media Message Cartoon „Kim joins in“159
2.2 Media Message Cartoon164
3 Zum Problem (pädagogischer) Re-Präsentation unter Differenzbedingungen168
Literatur171
„Celebrate Diversity“ – Eine qualitative Studie über Kulturenvielfalt an kanadischen Schulen174
1 Einblick in die Migrationsgeschichte Kanadas176
2 Integrationspolitischer Ansatz in Kanada176
3 Einblick in den bildungspolitischen Umgang mit Kulturenvielfalt in Kanada177
4 Einblick in den schulischen Umgang mit Kulturenvielfalt in Kanada179
5 „Celebrate Cultural Diversity“ – Ein Fazit180
Literatur181
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren184

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