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Die Entwicklung des Frauenbildes in Spanien des 19. Jahrhunderts

Anhand der Romane La Gaviota von Fernán Caballero, Tristana von Benito Pérez Galdós und Memorias de un solterón von Emilia Pardo Bazán

AutorIlina Bach
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2004
Seitenanzahl85 Seiten
ISBN9783638329347
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis24,99 EUR
Magisterarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 1,7, Universität des Saarlandes (Romanistik), 46 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Bild der Frau in der Literatur verändert und entwickelt sich im Laufe der Jahrhunderte so wie sich die politischen und sozialen Verhältnisse, unter denen sie lebt, eine Änderung erfahren. Das 19. Jahrhundert als die die Zeit der großen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umbrüche in Spanien und in ganz Europa bewirkt eine neue Definierung der Position der Frau in der Gesellschaft. Während aber in vielen europäischen Ländern wie England und Deutschland die Frau dank der sich gegen Mitte des Jahrhunderts neu formierenden Frauenbewegungen einen bedeutenden Schritt nach vorne Richtung mehr Rechte und Unabhängigkeit vom Mann macht, bleiben in Spanien die Reformen, die den Frauen mehr Rechte garantieren und sich somit den veränderten politischen und sozialen Verhältnisse anpassen, fast im Laufe der gesamten Zeitspanne aus. Die drei Faktoren, die den Fortschritt bezüglich der Frauenrechte in den anderen erwähnten Ländern begünstigen, sind Industrialisierung, Nichtkatholizismus und Tradition geistiger Freiheit. Da in Spanien diese Faktoren fehlen, entwickelt es sich zu einem Land, 'indem der im 19. Jahrhundert in Europa zusammen mit den linkspolitischen geistigen Strömungen aufkommende Feminismus - abgesehen von einer kurzen historischen Zäsur - bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein wie eine gegen den katholischen Glauben gerichtete `Ketzerei´ bekämpft wurde.' Diese Situation beeinflußt in hohem Maße die Darstellung der Frau in der Literatur im betrachteten Zeitraum. Bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts fehlt in der spanischen Literatur fast ausschließlich eine fundierte Auseinandersetzung mit den Problemen und eine zielgerichtete Sensibilisierung für die legitimen Rechte der Frauen. Die meisten Autoren des vorletzten Jahrhunderts - unter ihnen auch viele Schriftstellerinnen - halten an einer misogynen Literaturtradition fest, die die Vormachtstellung des Mannes zu festigen und den kleinsten Widerstand dagegen im Keim zu ersticken versucht. Erst nach der bürgerlichen Revolution von 1868 wird vermehrt, meist von liberalen Schriftstellern, auf die Frauenproblematik aufmerksam gemacht und versucht, die Gesellschaft zur Reformen auf diesem Gebiet zu bewegen.

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