Sie sind hier
E-Book

Handbuch der Rechtspsychologie (Reihe: Handbuch der Psychologie, Bd. 9)

VerlagHogrefe Verlag Göttingen
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl652 Seiten
ISBN9783840918513
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis52,99 EUR

Das Handbuch informiert anhand ausgewählter Schlüsselbegriffe umfas-send über Grundlagen, Konzepte und Methoden der Rechtspsychologie. Theorien und empirische Befunde zur Kriminalitätsentstehung, Methoden und Ergebnisse der Straftäterbehandlung im Straf- und Maßregelvollzug, Aspekte der Opfererfahrung und Kriminalitätsbewältigung sowie verschiedene Anwendungsgebiete von Polizeipsychologie sind Themen des Bandes.

Ferner werden die Grundlagen und Methoden der Aussagepsychologie, der Schuldfähigkeitsbegutachtung sowie der Kriminalitätsprognose dargestellt. Verschiedene Aspekte der familienpsychologischen Begutachtung sowie der Psychologie der Strafverfolgung und des Strafverfahrens bilden weitere Schwerpunkte des Bandes. Neben Psychologen erhalten auch Angehörige der Nachbardisziplinen Forensische Psychiatrie, Rechtsmedizin und Rechtswissenschaften in diesem Handbuch einen fundierten Überblick über die zentralen Forschungs- und Anwendungsgebiete der Rechtspsychologie.

Die Autoren

PD Dr. Renate Volbert, geb. 1957. 1976-1982 Studium der Psychologie in Bochum und Bielefeld. 1990 Promotion. 2003 Habilitation. Seit 1984 am Institut für Forensische Psychiatrie der Charité – Universitätsmedizin Berlin in verschiedenen Positionen tätig, seit 2003 als Oberassistentin. Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/DGPs. Tätigkeit als forensische Sachverständige, vornehmlich zu Fragen der Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen.

Prof. Dr. Max Steller, geb. 1944. 1965-1969 Studium der Psychologie in Kiel. 1974 Promotion. 1985 Habilitation. Seit 1988 Professor für Forensische Psychologie am Institut für Forensische Psychiatrie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Fachpsychologe für Rechtspsychologie BDP/ DGPs. Bundesweit als Sachverständiger für Gerichte tätig, vornehmlich zu Fragen der Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Kapitelübersicht
  1. Inhalt
  2. Vorwort
  3. I Kriminalitätsentstehung
  4. II Strafvollzug und Straftäterbehandlung
  5. III Viktimologie
  6. IV Polizeipsychologie
  7. V Aussagebeurteilung
  8. VI Schuld-, Reife- und Gefährlichkeitsbeurteilung
  9. VII Psychologie der Strafverfolgung und des Strafverfahrens
  10. VIII Familienpsychologische Begutachtung
  11. Die Autorinnen und Autoren des Bandes
  12. Autorenregister
  13. Sachregister
Leseprobe

2 Beeinträchtigungen der Aussagetüchtigkeit (S. 291-292)

2.1 Entwicklungspsychologisch bedingte Beeinträchtigungen der Aussagetüchtigkeit
Entwicklungspsychologische Studien zeigen, dass bereits Kinder im Alter von 2 bis 3 Jahren Ereignisse angemessen wahrnehmen und oft über einen langen Zeitraum behalten können. Sie machen aber auch deutlich, dass junge Kinder zunächst noch erhebliche Schwierigkeiten haben, gespeicherte Informationen selbstständig abzurufen und dass sie deswegen regelmäßig auf spezifische Hinweisreize angewiesen sind (z. B. Fivush, 2002). Ferner fällt es jungen Kindern unter komplexen Bedingungen schwerer als älteren Kindern oder als Erwachsenen, die Quellen von Gedächtnisrepräsentationen richtig zuzuordnen. Quellenverwechslungen tragen zur Generierung von Pseudoerinnerungen bei.

Empirische Belege für recht gute autobiografische Gedächtnisleistungen von jungen Kindern (z.B. Fivush & Schwarzmueller, 1998) implizieren deswegen nicht notwendigerweise, dass die Kinder über ausreichende Fähigkeiten verfügen, um forensisch verwertbare Aussagen zu machen. Die Vorgabe von spezifischen Hinweisreizen ist wenig problematisch, wenn Sicherheit darüber besteht, dass ein erfragtes Ereignis tatsächlich vorgefallen ist. In vielen entwicklungspsychologischen Untersuchungen sind die Befragenden zwar nicht immer über jedes Detail eines Ereignisses vorab informiert, besitzen aber die Sicherheit über einen prinzipiellen Erlebnishintergrund.

Bei Kindern bis zum vierten Lebensjahr sind die Antworten selbst unter diesen Bedingungen noch sehr fehlerbehaftet. Da in der forensischen Praxis aber eine Begutachtung der Aussage eines Kindes, häufig auch schon die Aussage selbst gar nicht notwendig wäre, wenn das relevante Ereignis bekannt wäre, ist von anderen Voraussetzungen auszugehen: Es müssen verständliche und zuverlässige Aussagen über Ereignisse abgegeben werden können, bei denen keine dritte Person anwesend war. Liegen keine Informationen über das fragliche Ereignis vor oder steht überhaupt in Frage, ob ein vermutetes Ereignis stattgefunden hat, ist die Gefahr groß, dass spezifische Hinweisreize und Fragen falsche Informationen enthalten. Dies wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit von Suggestionseffekten bei prinzipiell erlebnisbasierten Aussagen oder die komplette Induzierung einer falschen Erinnerung (Suggestion).

Befragungen in der forensischen Praxis finden zudem oft Wochen, Monate oder Jahre nach dem fraglichen Ereignis statt. Zwar ist nicht konsistent belegt, dass Kinder nach einem längeren Behaltensintervall weniger Details und mehr Fehler produzieren, generell wurde aber gefunden, dass bei Befragungen von jungen im Vergleich zu älteren Kindern oder zu Erwachsenen nach längerem Intervall jeweils mehr Hinweisreize notwendig sind als bei zeitnahen Befragungen. Die Gefahr, dass Aussagen durch Suggestionseffekte beeinträchtigt werden, ist umso höher, je mehr Hinweisreize gegeben werden müssen, und Quellenverwechslungen treten besonders dann auf, wenn zwischen tatsächlichem oder vermeintlichem Ursprungsereignis und Befragung ein langer Zeitraum liegt. Für die Übertragbarkeit der Befunde zu Erinnerungsleistungen von Kindern auf forensische Situationen fehlen bislang ergänzende Untersuchungen, die die Aussagegenauigkeit von durch uninformierte Befragende evozierten Darstellungen von Kindern prüfen. Es ist zu vermuten, dass die Aussageleistungen von jungen Kindern in forensischen Praxissituationen eher quantitativ geringer und fehlerbehafteter sind als in den referierten entwicklungspsychologischen Untersuchungen.

Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort12
I Kriminalitätsentstehung14
Kriminalitätstheorien16
1 Einleitung16
2 Persönlichkeitsorientierte Ansätze16
3 Lerntheoretische Erklärungen18
4 Theorien der sozialen Informationsverarbeitung20
5 Sozialstrukturelle Theorien20
6 Etikettierungstheorien22
7 Situationsbezogene Erklärungen: Die Rational Choice Perspektive22
8 Entwicklungsorientierte und neuropsychologische Theorien23
9 Schlussbemerkung25
Weiterführende Literatur26
Literatur26
Gewaltdelinquenz29
1 Einleitung29
2 Erscheinungsweisen der Gewaltdelinquenz im Blickfeld der psychologischen Forschung29
3 Psychologische Modelle zur Erklärung von Gewaltdelinquenz34
Weiterführende Literatur37
Literatur37
Sexualdelinquenz39
1 Einleitung39
2 Gesetzliche Regelungen39
3 Umfang und Entwicklung der Sexualdelikte41
4 Rückfälligkeit42
5 Klassifikation der Sexualdelinquenz44
6 Behandlung und Prognose45
Weiterführende Literatur46
Literatur46
Jugenddelinquenz49
1 Der Delinquenzbegriff49
2 Formen der Jugenddelinquenz49
3 Ursachen und Bedingungen der Jugenddelinquenz51
4 Interventionen54
Weiterführende Literatur55
Literatur55
Kriminelle Karrieren58
1 Einleitung58
2 Dimensionen krimineller Karrieren59
3 Verläufe krimineller Karrieren62
4 Prognostizierbarkeit krimineller Karrieren65
Weiterführende Literatur66
Literatur66
Psychopathie69
1 Das Konstrukt69
2 Ätiologie71
3 Diagnostik72
4 Die praktische Relevanz von psychopathy im forensischen Kontext74
5 Grenzen des Konstrukts75
Weiterführende Literatur76
Literatur77
Resilienz in der Entwicklung antisozialen Verhaltens79
1 Der Resilienzbegriff79
2 Protektive Faktoren81
3 Die Wechselwirkung von Risiko- und Schutzfaktoren82
4 Personale und soziale Schutzfaktoren83
5 Schlussfolgerungen85
Weiterführende Literatur85
Literatur85
Kriminalprävention88
1 Definition und Arbeitsfelder88
2 Kriminalpräventive Initiativen und Projekte89
3 Resümee94
Weiterführende Literatur94
Literatur95
II Strafvollzug und Straftäterbehandlung98
Institutionen der Straftäterbehandlung100
1 Einleitung100
2 Drei Wege der stationären Straftäterbehandlung100
3 Ergebnisse der Straftäterbehandlung105
Weiterführende Literatur106
Literatur106
Behandlung im Strafvollzug108
1 Gesetzlicher und institutioneller Rahmen108
2 Grundsätze von Straftäterbehandlung110
3 Straftäterbehandlung in der Praxis112
Weiterführende Literatur118
Literatur118
Sozialtherapeutische Einrichtungen120
1 Geschichte und Gesetzesgrundlage der sozialtherapeutischen Einrichtungen120
2 Integrative Sozialtherapie121
3 Indikation122
4 Probleme sozialtherapeutischer Einrichtungen123
5 Wirksamkeit sozialtherapeutischer Behandlung124
6 Mindestanforderungen an sozialtherapeutische Einrichtungen125
7 Ausblick126
Weiterführende Literatur127
Literatur127
Behandlung im Jugendvollzug129
1 Rechtliche Rahmenbedingungen der Jugendstrafe129
2 Konzeption der Behandlung im Jugendvollzug129
3 Behandlungsnotwendigkeiten und Behandlungsangebote131
4 Behandlungsprobleme133
5 Spezialpräventive Wirkung des Jugendvollzugs133
6 Schlussfolgerungen134
Weiterführende Literatur134
Literatur135
Behandlung im Maßregelvollzug136
1 Einleitung136
2 Die Klientel des Maßregelvollzugs137
3 Grundsätzliche Behandlungsprobleme: Äußerer Zwang und Therapiemotivation137
4 Die Behandlung138
5 Psychisch kranke Straftäterinnen141
6 Der Weg durch eine Maßregelvollzugsklinik141
7 Ambulante Nachsorge143
Weiterführende Literatur143
Literatur143
Therapieindikation bei der Straftäterbehandlung145
1 Gedanke der Straftäterbehandlung145
2 Indikationskriterien146
3 Vereinbarkeit von Therapie und Strafrecht151
Weiterführende Literatur151
Literatur151
Behandlung von Sexualstraftätern153
1 Einleitung153
2 Psychotherapeutische Methoden153
3 Somatische Behandlungen156
4 Merkmale wirksamer Behandlungsmaßnahmen158
5 Schlussfolgerung159
Weiterführende Literatur159
Literatur159
Evaluation der Straftäterbehandlung161
1 Einleitung161
2 Meta-Analysen zur Wirksamkeit der Straftäterbehandlung161
3 Unterschiede in der Wirksamkeit163
4 Methodische Probleme bei der Evaluation von Straftäterbehandlung167
5 Schlussfolgerungen169
Weiterführende Literatur170
Literatur170
Prisonisierungseffekte173
1 Begrifflichkeiten und Grundannahmen173
2 Prisonisierungstheorien174
3 Empirische Befunde175
4 Zusammenfassung und Ausblick178
Weiterführende Literatur179
Literatur179
Täter-Opfer-Ausgleich181
1 Ziele des Täter-Opfer-Ausgleichs181
2 Erste Erfahrungen mit dem Täter-Opfer-Ausgleich182
3 Rechtliche Verankerung und gegenwärtige Praxis des Täter-Opfer-Ausgleichs184
4 Außergerichtliche Konfliktschlichtung185
Weiterführende Literatur186
Literatur186
III Viktimologie188
Opfer von Kriminalität und Gewalt190
1 Die Folgen von kriminellen Opfererfahrungen190
2 Die psychische Verarbeitung von kriminellen Opfererfahrungen: Prozesse der Bewältigung192
3 Lassen sich Opfererfahrungen erklären?194
Weiterführende Literatur196
Literatur197
Sekundäre Viktimisierung199
1 Definition199
2 Empirische Studien zu Auswirkungen von Strafverfahren auf Zeugen/Opfer200
Weiterführende Literatur208
Literatur208
Kriminalitätsfurcht210
1 Was ist Kriminalitätsfurcht? Begriffliche Vorüberlegungen210
2 Die Kriminalitätsfurcht im Alter – ein exemplarisches Beispiel212
3 Wie differenziert soll untersucht werden? Besonderheiten verschiedener Personengruppen und Forschungsperspektiven213
4 Psychologische Forschung zur Kriminalitätsfurcht: Perspektiven für die Zukunft215
Weiterführende Literatur216
Literatur216
IV Polizeipsychologie220
Zeugenvernehmung222
1 Einleitung222
2 Aufgaben und Ziele der Zeugenvernehmung222
3 Kommunikationspsychologische Besonderheiten223
4 Vernehmungsstrategien225
5 Vernehmungstrainings230
Weiterführende Literatur231
Literatur231
Das Kognitive Interview233
1 Grundlagen und Quellen des Kognitiven Interviews234
2 Empirische Befunde zur Wirksamkeit des Kognitiven Interviews239
3 Fazit242
Weiterführende Literatur242
Literatur242
Beschuldigtenvernehmung245
1 Einleitung245
2 Bestimmungsstücke einer Beschuldigtenvernehmung245
3 Aufgaben des Vernehmungsbeamten und Psychologie246
4 Erwerb von Vernehmungskompetenz und Transfersicherung249
5 Ablauf einer Beschuldigtenvernehmung – ein Orientierungsrahmen250
6 Fazit251
Weiterführende Literatur252
Literatur252
Falsche Geständnisse254
1 Einleitung254
2 Taxonomie falscher Geständnisse254
3 Häufigkeit falscher Geständnisse256
4 Risikofaktoren für falsche Geständnisse257
5 Multiple falsche Geständnisse261
6 Unterscheidung zwischen zutreffenden und falschen Geständnissen262
Weiterführende Literatur263
Literatur263
Verhandlungen bei Geiselnahmen265
1 Der Begriff der Geiselnahme aus rechtlicher und polizeilicher Sicht265
2 Verhandlungsforschung267
3 Forschungsperspektiven und Praxistransfer272
Weiterführende Literatur274
Literatur274
Operative Fallanalyse276
1 Begriffe und Definition276
2 Entwicklung der Fallanalyse277
3 Die Durchführung der Fallanalyse in Deutschland278
4 Die Methodik der Fallanalyse282
5 Evaluation286
Weiterführende Literatur286
Literatur287
V Aussagebeurteilung288
Aussagetüchtigkeit290
1 Definition290
2 Beeinträchtigungen der Aussagetüchtigkeit292
Weiterführende Literatur298
Literatur298
Glaubhaftigkeitsbegutachtung301
1 Einleitung301
2 Glaubhaftigkeitsbegutachtung als hypothesengeleiteter Prüfprozess302
3 Allgemeine Gesichtspunkte308
Weiterführende Literatur309
Literatur309
Merkmalsorientierte Inhaltsanalyse312
1 Einleitung312
2 Grundlagen der merkmalsorientierten Inhaltsanalyse312
3 Inhaltliche Glaubhaftigkeitsmerkmale313
4 Anmerkungen zur Anwendung der merkmalsorientierten Inhaltsanalyse316
5 Empirische Befundlage und Weiterentwicklung der Methodik317
6 Erweiterung der Anwendungsfelder319
Weiterführende Literatur320
Literatur320
Voreinstellungen und das Testen sozialer Hypothesen im Interview323
1 Der Prozess des Hypothesentestens323
2 Fehlermöglichkeiten beim Testen sozialer Hypothesen324
3 Kognitive Prozesse324
4 Konfirmatorische Teststrategie325
5 Motivationale Prozesse327
6 Bedeutung für die Rechtspsychologie327
7 Konsequenzen für die Praxis329
Weiterführende Literatur330
Literatur330
Suggestion332
1 Forensisch relevante Suggestionserscheinungen332
2 Prozess der Übernahme von Suggestionen334
3 Interindividuelle Unterschiede338
4 Zur Unterscheidung zwischen erlebnisbasierten und suggerierten Aussagen339
Weiterführende Literatur340
Literatur341
Aussagen über Traumata343
1 Was sind Traumaerinnerungen?343
2 Mögliche traumaspezifische Erinnerungsbesonderheiten344
3 Empirische Befunde zu Erinnerungen an traumatische Ereignisse347
4 Modifikation der aussagepsychologischen Begutachtung für Traumapatienten?350
Weiterführende Literatur351
Literatur351
Nonverbale Indikatoren von Täuschung354
1 Ansätze zur Entdeckung von Täuschung354
2 Theoretische Erklärungsansätze355
3 Ergebnisse von Metaanalysen über nonverbale Indikatoren von Täuschung358
4 Bedeutsame Moderatorvariablen360
5 Empfehlungen für die Praxis360
Weiterführende Literatur362
Literatur362
Psychophysiologische Aussagebeurteilung365
1 Einleitung365
2 Psychophysiologische Bedeutsamkeitsdiagnostik366
3 Methoden der psychophysiologischen Aussagebeurteilung368
4 Anwendungsprobleme der psychophysiologischen Aussagebeurteilung372
5 Zur rechtlichen Situation in Deutschland373
Weiterführende Literatur375
Literatur375
Die Bedeutung neuropsychologischer Erkenntnisse für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Aussagen377
1 Neuropsychologische Erkenntnisse zur Unterscheidung erlebnisbasierter von erfundenen Aussagen378
2 Neuropsychologische Erkenntnisse zur Unterscheidung erlebnisbasierter von suggerierten Aussagen382
Weiterführende Literatur386
Literatur386
Personenidentifizierung388
1 Wiedererkennensleistung versus Reaktionsneigung388
2 Zeugenfaktoren und Stimulusfaktoren389
3 Die Wahrnehmungssituation391
4 Einflüsse während des Behaltensintervalls392
5 Identifizierungsverfahren394
6 Beurteilungsfaktoren396
7 Empfehlungen für die Beweiswürdigung397
Weiterführende Literatur398
Literatur398
VI Schuld-, Reife- und Gefährlichkeitsbeurteilung400
Schuldfähigkeit402
1 Strafrechtliche Rahmenbedingungen402
2 Schuld und Schuldfähigkeit im Fokus der Psychologie403
3 Schuldausschließende oder -mindernde Bedingungen erster Ordnung404
4 Schuldausschließende bzw. -mindernde Bedingungen zweiter Ordnung406
5 Gutachterliche Qualitätsstandards und Entscheidungsheuristiken407
Weiterführende Literatur410
Literatur411
Affekttaten413
1 Begriffe Affekt und Affekttat413
2 Kriminologische Erkenntnisse über Tötungsdelikte und Affekttaten414
3 Psychologische Modelle und Erklärungen der Affekttat416
4 Forensische Beurteilung417
5 Probleme und offene Fragen420
Weiterführende Literatur420
Literatur420
Strafrechtliche Verantwortungsreife422
1 Rechtliche Grundlagen422
2 Psychologischer Erkenntnisstand424
Weiterführende Literatur430
Literatur431
Strafrechtliche Zuweisung heranwachsender Straftäter433
1 Heranwachsende Straftäter im Spannungsfeld zwischen rechtsphilosophischem Anspruch und rechtspraktischer Realität433
2 Heranwachsende: Transmission vom Jugendlichen zum Erwachsenen434
3 Vom Impressionismus zum Entscheidungsalgorithmus435
4 Die Begutachtung heranwachsender Straftäter440
Weiterführende Literatur443
Literatur443
Kriminal(rückfall)prognose445
1 Kriminalprognosen und Strafrecht445
2 Statistisch-nomothetische Prognose447
3 Klinisch-idiografische Prognose448
4 Prognosechecklisten und Kriterienkataloge451
5 Fazit452
Weiterführende Literatur452
Literatur453
Aktuarische Prognoseinstrumente454
1 Statistische Rückfallprognose454
2 Prognoseinstrumente der „dritten Generation“455
3 Stärken und Grenzen aktuarischer Prognoseinstrumente460
Weiterführende Literatur462
Literatur462
VII Psychologie der Strafverfolgung und des Strafverfahrens466
Strafbedürfnisse und Strafeinstellungen468
1 Einleitung468
2 Der Einfluss von Tat und Täter auf Strafreaktionen469
3 Einflüsse der urteilenden Person auf die Strafreaktion470
4 Der Einfluss des Kontextes der Urteilsbildung auf Strafreaktionen475
5 Ausblick476
Richterliche Urteilsbildung: Strafentscheid und Strafzumessung478
1 Einleitung478
2 Entscheidungsdefinition und Erfassung des Entscheidungsverhaltens478
3 Formale Modelle zur Analyse des Urteilsprozesses479
4 Inhaltliche Erklärungsansätze483
5 Kontexteffekte: Der Richter im Rechtssystem485
Weiterführende Literatur485
Literatur485
Urteilseinflüsse vor Gericht487
1 Einleitung487
2 Richterliche Urteilsdisparität487
3 Urteilseinflüsse488
4 Exemplarische Vertiefung: Der Ankereffekt im juristischen Kontext490
5 Korrekturmöglichkeiten bei unerwünschten Urteilseinflüssen vor Gericht494
Weiterführende Literatur495
Literatur495
Glaubwürdigkeitsattribution498
1 Einleitung498
2 Forensisch relevante Schwerpunkte der Glaubwürdigkeitsattributionsforschung499
3 Schlussfolgerungen für die Praxis504
Weiterführende Literatur505
Literatur505
Verfahrensgerechtigkeit508
1 Das Spannungsverhältnis von objektiver und subjektiver Gerechtigkeit508
2 Erste Welle der Verfahrensforschung509
3 Distributive und Prozedurale Gerechtigkeit511
4 Menschenbilder in der Gerechtigkeitsforschung512
5 Neuere Ansätze der Verfahrensforschung513
6 Legitimität durch Verfahren515
7 Kulturelle Einflüsse515
8 Fazit517
Weiterführende Literatur517
Literatur517
VIII Familienpsychologische Begutachtung520
Die Regelung elterlicher Sorge nach Trennung und Scheidung522
1 Rechtliche Grundlagen522
2 Die psychologische Problematik und ihre Beurteilung525
3 Das Verhältnis von Diagnostik, Intervention und Begutachtung529
Weiterführende Literatur531
Literatur531
Regelung des Umgangs532
1 Rechtliche Grundlagen532
2 Psychologische Hintergründe534
Weiterführende Literatur541
Literatur541
Entzug der elterlichen Sorge543
1 Einleitung543
2 Rechtliche Grundlagen für den staatlichen Eingriff bei Kindeswohlgefährdung543
3 Bezugsrahmen für die Diagnostik bei Kindeswohlgefährdung546
4 Sachverständige Empfehlung bei Kindeswohlgefährdung552
Weiterführende Literatur552
Literatur553
Herausgabe eines Kindes554
1 Rechtliche Grundlagen554
2 Die psychologische Problematik und ihre Beurteilung555
3 Einzelprobleme558
Weiterführende Literatur562
Literatur562
Adoption564
1 Rechtliche Grundlagen564
2 Psychologische Hintergründe567
Weiterführende Literatur573
Literatur573
Kindeswohl575
1 Inhalt und Funktion unter juristischem Aspekt575
2 Der Begriff „Kindeswohl“ als Misere576
3 Inhalt und Funktion unter psychologischem Aspekt577
4 Gebrauchskontexte579
Weiterführende Literatur582
Literatur582
Kindeswille1
1 Rechtliche Grundlagen1
2 Das Verhältnis von Kindeswohl und Kindeswille1
3 Selbstgefährdender Kindeswille1
4 Induzierter Wille1
5 Die Entwicklung des Kindeswillens1
6 Mindestanforderungen an das Vorliegen eines kindlichen Willens1
Weiterführende Literatur1
Literatur1
Erziehungsfähigkeit1
1 Rechtliche Grundlagen1
2 Psychologische Hintergründe1
Weiterführende Literatur1
Literatur1
Internationale Kindesentführungen (HKÜ-Fälle)1
1 Rechtliche Grundlagen1
2 Psychologische Problematik und ihre Beurteilung1
3 Ausblick1
Weiterführende Literatur1
Literatur1
Verfahrenspflegschaft1
1 Rechtliche Grundlagen1
2 Die psychologische Problematik und ihre Beurteilung – Aufgaben des Verfahrenspflegers1
3 Erste Hinweise zur Bestellpraxis1
4 Kritik und Perspektiven1
Weiterführende Literatur1
Literatur1
Die Autorinnen und Autoren des Bandes620
Autorenregister624
Sachregister644
Mehr eBooks bei www.ciando.com0

Weitere E-Books zum Thema: Forensische Psychologie - Psychiatrie

Verhängnisvolle Affären

E-Book Verhängnisvolle Affären
Wenn Online-Dates beim Anwalt landen Format: ePUB

Millionen von Singles sind im Internet auf der Suche nach Liebe und Erotik. Tinder, Elitepartner und Co. versprechen ihnen unverbindliches Kennenlernen und Abenteuer ohne Risiko. Doch was auf den…

Die Maßregel der Sicherungsverwahrung

E-Book Die Maßregel der Sicherungsverwahrung
Forensisch-psychiatrische Bedeutung, Untersuchungsbefunde und Abgrenzung zur Maßregel gemäß § 63 StGB Format: PDF

Die Maßregel der Sicherungsverwahrung hat in den letzten zehn Jahren eine Renaissance erlebt. Der zunehmenden Anzahl der Untergebrachten stehen nur spärliche Stellungnahmen und Befunde zu dieser…

Verhängnisvolle Affären

E-Book Verhängnisvolle Affären
Wenn Online-Dates beim Anwalt landen Format: ePUB

Millionen von Singles sind im Internet auf der Suche nach Liebe und Erotik. Tinder, Elitepartner und Co. versprechen ihnen unverbindliches Kennenlernen und Abenteuer ohne Risiko. Doch was auf den…

Verhängnisvolle Affären

E-Book Verhängnisvolle Affären
Wenn Online-Dates beim Anwalt landen Format: ePUB

Millionen von Singles sind im Internet auf der Suche nach Liebe und Erotik. Tinder, Elitepartner und Co. versprechen ihnen unverbindliches Kennenlernen und Abenteuer ohne Risiko. Doch was auf den…

Verhängnisvolle Affären

E-Book Verhängnisvolle Affären
Wenn Online-Dates beim Anwalt landen Format: ePUB

Millionen von Singles sind im Internet auf der Suche nach Liebe und Erotik. Tinder, Elitepartner und Co. versprechen ihnen unverbindliches Kennenlernen und Abenteuer ohne Risiko. Doch was auf den…

Weitere Zeitschriften

Baumarkt

Baumarkt

Baumarkt enthält eine ausführliche jährliche Konjunkturanalyse des deutschen Baumarktes und stellt die wichtigsten Ergebnisse des abgelaufenen Baujahres in vielen Zahlen und Fakten zusammen. Auf ...

caritas

caritas

mitteilungen für die Erzdiözese FreiburgUm Kindern aus armen Familien gute Perspektiven für eine eigenständige Lebensführung zu ermöglichen, muss die Kinderarmut in Deutschland nachhaltig ...

Gastronomie Report

Gastronomie Report

News & Infos für die Gastronomie: Tipps, Trends und Ideen, Produkte aus aller Welt, Innovative Konzepte, Küchentechnik der Zukunft, Service mit Zusatznutzen und vieles mehr. Frech, offensiv, ...

dima

dima

Bau und Einsatz von Werkzeugmaschinen für spangebende und spanlose sowie abtragende und umformende Fertigungsverfahren. dima - die maschine - bietet als Fachzeitschrift die Kommunikationsplattform ...

Dr. med. Mabuse

Dr. med. Mabuse

Zeitschrift für alle Gesundheitsberufe Seit über 40 Jahren sorgt die Zeitschrift Dr. med. Mabuse für einen anderen Blick auf die Gesundheits- und Sozialpolitik. Das Konzept einer Zeitschrift ...

VideoMarkt

VideoMarkt

VideoMarkt – besser unterhalten. VideoMarkt deckt die gesamte Videobranche ab: Videoverkauf, Videoverleih und digitale Distribution. Das komplette Serviceangebot von VideoMarkt unterstützt die ...