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E-Book

Jeder Trader braucht einen Plan

Einfach erfolgreich traden

AutorWormstall Detlef
VerlagFinanzBuch Verlag
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl220 Seiten
ISBN9783862482054
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis24,99 EUR
Der Erfolg als Trader wird durch Handeln und Tun bestimmt, die mentale Stärke und Disziplin ist entscheidend. Das Handeln kann wiederum nur auf den Dingen beruhen, die man sich selbst im Vorfeld angeeignet hat. Der Tradingplan unterstützt den Trader in dieser Hinsicht perfekt, ordnet er doch die Struktur, nach der man vorgehen sollte, und bringt Ruhe in die Komplexität der Weltbörsen. Das vorliegende Buch gibt jedem das notwendige Handwerkszeug, um diesen Erfolg zu planen. Je mehr Zeit man investiert, einen Tradingplan auszuarbeiten, desto besser ist man auf alle Eventualitäten des täglichen Tradings vorbereitet. Und desto eher und leichter kann man sich darauf konzentrieren, an seinem persönlichen Erfolg zu arbeiten und kontinuierlich Gewinne zu erzielen.

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Leseprobe

Kapitel 2: Vorüberlegungen


Elemente eines Tradingplans


Ein gut durchdachter Tradingplan definiert eine größere Anzahl wichtiger Einzelelemente. Das Zusammenspiel dieser Bausteine muss aufgrund der Vielzahl der Punkte gut funktionieren und bedarf daher einer sorgfältigen Vorbereitung. Da der Tradingerfolg maßgeblich von der disziplinierten Einhaltung der Bereiche Risiko- und Moneymanagement abhängt, müssen die hierfür aufgestellten Regeln besonders sorgfältig bearbeitet werden. Weiterhin müssen schon bei der Erstellung des Plans die Prioritäten klar verteilt werden. Nicht alle Punkte sind als gleichwertig einzustufen. Für die Ausarbeitung der wichtigeren Elemente des Tradingplans benötigen Sie mehr Zeit und sollten sich diese auch nehmen.

Das bedeutet nun nicht, dass die anderen Punkte in der Entwicklung vernachlässigt werden können, aber einige Aspekte des Plans werden für Sie neu sein, und um diese optimal entwickeln zu können, müssen Sie sich mit den theoretischen Grundlagen beschäftigen. Das nimmt naturgemäß mehr Zeit in Anspruch. Die Erfahrung hat gezeigt, dass insbesondere im Bereich des Risiko- und Moneymanagements mit erhöhter Entwicklungszeit gerechnet werden muss. Gerade diese beiden Elemente enthalten zahlreiche Unterpunkte, die je nach Zielsetzung des Plans detailliert ausgearbeitet werden sollten. Da jeder Plan immer auch individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Traders abgestimmt sein muss, ist der Zeitbedarf für die Erstellung dieses Teilbereichs sehr unterschiedlich.

Leider ist ein Tradingplan eine sehr theoretische Angelegenheit, auf die in der Mehrzahl aller Fälle wenig Zeit angewendet wird. Wenn überhaupt, dann werden häufig nur einige wenige Zeilen niedergeschrieben, nur um so schnell wie möglich ein Ergebnis zu erzielen, damit der jeweilige Trader mit dem aktiven Handel beginnen kann. Überdies deckt sich die Reihenfolge der Entwicklung eines Tradingplans nicht mit der letztendlichen Prioritätenverteilung bei der nachfolgenden aktiven Ausführung. Hier gibt es klare Unterschiede, die bei der späteren Implementierung des Plans in den aktiven Handel entsprechend umgesetzt werden müssen. Die Entwicklung stellt eine zeitliche Reihenfolge dar, während die aktive Nutzung eines Plans eine nach Risikogesichtspunkten gestaffelte Verteilung wiedergibt. Das heißt, Sie beginnen bei der Entwicklung mit dem für das Trading zur Verfügung stehenden Kapital und enden beispielsweise bei der Aufstellung der Risiko- und Moneymanagement-Regeln.

Beim späteren realen Handel ist es umgekehrt: Das Risiko- und Moneymanagement stellt die tatsächliche Messgröße dar, die die höchste Priorität besitzt und an der alle anderen Einzelheiten des Trades gemessen werden müssen. Mit anderen Worten: Bei der Entwicklung des Tradingplans wird der Trader den Wunsch verspüren, so schnell wie möglich mit dem realen Handel beginnen zu können. Je länger er nun an der Ausarbeitung seines Tradingplans sitzt, desto größer wird dieser Wunsch. Da Positionsgrößenmodelle und Moneymanagement-Strategien aber erst am Ende der Planentwicklung stehen, bekommen diese Einzelelemente möglicherweise nicht mehr die ihnen eigentlich zustehende Aufmerksamkeit, sondern werden schnell und einfach aufgelistet.

Da in vielen Fällen auch die theoretischen Grundlagen fehlen, einen brauchbaren Plan zu erstellen, ist der gewählte Zeitansatz oftmals völlig unzureichend, oder es wird gar nicht erst die Entwicklung eines Plans in Erwägung gezogen. Letzteres trifft erfahrungsgemäß auf die Mehrzahl der privaten, von zu Hause aus operierenden Trader zu. Die späteren Ergebnisse aus dem aktiven Handel dieser Trader sind folglich oft eher unzureichend. Bei der im weiteren Verlauf des Buches ausführlichen Besprechung der einzelnen Elemente werden die Prioritäten mitangegeben. Die Verteilung beruht auf meiner Erfahrung und Sicht als Trader und stellt einen Anhaltspunkt für Ihre Eigenentwicklung dar. Der erste Schritt zu einem erfolgreichen Tradingplan ist der Entschluss, einen solchen überhaupt zu entwickeln. Diesen Schritt haben Sie schon getan. Für die weitere Entwicklung müssen folgende übergeordnete Rubriken betrachtet werden:

  1. Grundvoraussetzungen
  2. Zielsetzungen
  3. Zeitraum
  4. Ablaufplan und Checklisten
  5. Stufen der Implementierung
  6. »Was wäre, wenn …«-Szenarios
  7. Ergebnisanalyse
  8. Nachbereitung

Grundvoraussetzungen


Für den erfolgreichen Handel müssen im Vorfeld die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden; nur dann kann mit kontinuierlichen Gewinnen gerechnet werden. Es macht keinen Sinn, sich kurz ein Szenario auszudenken, um dann gleich mit dem aktiven Handel zu beginnen. Der Grundstein muss sorgfältig gelegt werden und er muss zu Ihnen passen. Die meisten Trader verlieren später im realen Handel, weil sie mit den Positionsgrößen meist ihre eigenen emotionalen Grenzen überschreiten. Sie machen eine Position größer als es ihr Konto erlaubt und bleiben bei einem Rücksetzer in dieser Position engagiert. Geht dieser Rücksetzer nun weiter und verliert die Position, merken sie schnell, dass sie viel mehr Geld verloren haben, als sie es sich leisten können.

Hier gibt der Trader emotional auf; von nun an wird der Trade gehalten und das Prinzip »Hoffnung« setzt ein. Wenn das mit einer Position passiert, liegt es noch im vertretbaren Rahmen, aber wenn diese Situation häufig eintritt, ist ein sinnvoller Handel nicht mehr möglich.

Der Trader sollte also von Anfang an die richtigen Zielsetzungen haben, die auch zu ihm passen. Mit einer Kontogröße von nur 5.000 handelt man nicht den DAX-Future; das Konto würde nicht lange genug halten. Mit einem solchen Konto ist man Investor im Markt und nutzt die Zeit für sich.

Zielsetzungen


Es ist außerdem wichtig, die richtige Zielsetzung zu haben. Das erste Ziel der meisten Trader ist die maximale Vermehrung des Kapitals. So viel wie möglich in so kurzer Zeit wie möglich. Doch natürlich kann das kein realistisches Ziel sein. Spekulation und Investition haben sehr viel mit der eigenen Psychologie zu tun. Der Trader tut also gut daran, realistische Ziele zu setzen, die auch in seinem normalen Umfeld vorkommen.

Wenn das eigene Gehalt 2.500 monatlich beträgt und diese Summe im Wertpapierhandel plötzlich in zwei Stunden verdient wird, dann stimmen die Voraussetzungen nicht mehr mit der Realität überein. Hier gerät jeder Trader schnell in eine unbewusste Habgiersituation. Und die wiederum gilt es unbedingt zu vermeiden. Die ersten Tradingziele sollten demnach so eng wie möglich mit den Summen übereinstimmen, die der Trader mit seinem bisherigen Beruf erzielt hat.

Zeitraum


Am Anfang benötigen Sie mehr Zeit als später, wenn Sie Erfahrungen mit dem Handeln gesammelt haben. Zu Beginn gilt es viel zu lernen, viel zu lesen, den eigenen Plan immer wieder zu verbessern und den Markt zu beobachten. Das alles kann natürlich nur geschehen, wenn Sie auch genügend Zeit dafür einplanen.

Auch die Ziele müssen zum Zeitrahmen passen. Der Zeitansatz sollte so bemessen sein, dass ein Lernerfolg auch sichtbar wird.

Ablaufplan und Checklisten


Gerade am Anfang sollten Sie möglichst geplant vorgehen und die Dinge immer wieder gleich gestalten. Es macht wenig Sinn, jeden Tag etwas anderes am Markt auszuprobieren.

Dafür lohnt es sich, eine Checkliste anzulegen, die die folgenden Punkte auf jeden Fall umfasst. In diesem Fallbeispiel nutze ich eine Checkliste für den Aktienhandel in den USA. Für andere Märkte muss diese Checkliste entsprechend abgewandelt werden:

Vorbereitungsphase:

  • Habe ich mich auf den Markt gut vorbereitet?
  • Habe ich meine Watchlists analysiert?
  • Gibt es wichtige Daten für meine Watchlistwerte (Earnings)?
  • Habe ich bei Watchlistwerten Entry Points gefunden?
  • Habe ich Overnight Scans durchgeführt (nur Aktien)?
  • Habe ich Zeit zum Traden?
  • Sind meine Systeme in Ordnung?
  • Wie hoch ist die Geschwindigkeit der Internetanbindung?
  • Stimmen meine Systemzeiten (Atomzeitabgleich)?
  • Wie hoch ist die Geschwindigkeit meiner Dummy-Order?
  • Habe ich Störungen von außen abgestellt?
  • Gibt es wichtige Events für den Tag (Fed Announcement)?
  • Habe ich ein Tagesgewinnziel gesetzt?
  • Habe ich ein Tagesverlustziel gesetzt?
  • Habe ich meine Risk/Reward-Ratio berechnet (z. B. 1/3)?

Erste Handelsphase

  • Habe ich die Richtung der Märkte in der ersten halben Stunde überprüft?
  • Gibt es Aktien oder Futures, die gegen die Richtung der Märkte tendieren?
  • Habe ich mir $TRIN/$TICK und $TRINQ angesehen?
  • Habe ich den Spooz angesehen (S&P 500 Future Contract)?
  • Kann ich meine Watchlistwerte handeln?
  • Habe ich mir Volumen und Prozentgewinner angesehen?
  • Habe ich Positionen eröffnet?
  • Habe ich für alle offenen Positionen einen Stop-Loss?
  • Habe ich für alle offenen Positionen Gewinnziele gesetzt?
  • ...
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