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E-Book

Labbylike - Das erste Lebensjahr

... mehr als nur ein Welpenführer

AutorDaniela Koppenhöfer
VerlagBooks on Demand
Erscheinungsjahr2016
Seitenanzahl180 Seiten
ISBN9783743184213
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis5,49 EUR
"Es ist nur ein Hund ..." Nein, es ist ein fühlendes, denkendes Lebewesen. In diesem Buch begleitet die Autorin den Labradorwelpen durch das erste Lebensjahr. Was ist beim Einzug zu beachten? Wo schläft das Tier, und wann und wie oft muss es gefüttert werden? Tipps zu Stubenreinheit und Alleinbleiben werden ebenso wenig ausgespart, wie Hinweise zu gesunder, knochenschonender Bewegung, lehrreichem Spiel und den notwendigen Ruhezeiten. Was beinhaltet das Sozialprogramm, und wie ist das eigentlich mit der Beißhemmung? Braucht unser Hundekind eine Hundeschule und wenn ja, welche ist geeignet? Was ist Stress beim Hund? Diese und weitere Themen bestimmen den Ratgeber. Aber auch medizinische Themen und Bereiche der Verhaltensforschung und Kommunikation finden Raum in diesem Fachbuch, das nicht nur für Welpenbesitzer hilfreiche, nützliche und wissenswerte Themen enthält. Bereiche, die in vielen anderen Ratgebern keinen oder nur wenig Platz finden, erhalten in diesem Buch die notwendige Beachtung. Daniela Koppenhöfer, geboren 1962 in Hannover, erfüllte sich mit dem Schreiben dieses Ratgebers einen großen, persönlichen Wunsch. Nach dem überaus erfolgreichen Erstlingsroman "Labbylike - Landleben mit Labrador", erscheint nun mit "Labbylike - das erste Lebensjahr" das erste Fachbuch der Autorin.

Daniela Koppenhöfer, geboren 1962 in Hannover, ist trotz beruflicher Aus- und Weiterbildung erst zur Industriekauffrau und später zur Versicherungskauffrau immer ihrer Intention, dem Schreiben, treu geblieben. Arbeiten als freie Journalistin und Veröffentlichungen in weiteren kleinen Bereichen erfolgten bis zur Veröffentlichung ihres ersten Romans im Jahr 2015. "Labbylike - Landleben mit Labrador" wurde überaus erfolgreich und hat Fans in 44 Ländern der Welt. Inzwischen hat die Autorin ihr Studium als Veterinär-Biologin erfolgreich abgeschlossen und 2015 ihren Doktortitel erhalten. Als Kynologin arbeitet sie neben dem Schreiben als Verhaltensberaterin und in diversen medizinischen Bereichen. Daniela Koppenhöfer ist verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter und inzwischen auch Großmutter. Sie lebt mit ihrem Mann und den Labradoren in der Nähe von Brilon NRW auf dem Land.

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Leseprobe

Vor dem Einzug


Ich denke, wie alle künftigen Welpenbesitzer werden sie die Tragzeit der Mutterhündin mit Spannung verfolgt haben. Dem Tag der Geburt haben sie - wie auch der Züchter - mit größter Aufregung entgegengesehen.

Daheim begannen indes die ersten Vorbereitungen für den Einzug des Welpen.

Ehrlich? ICH war immer enorm aufgeregt. Für das Kleinchen wurde geshoppt, bis die Kreditkarte glühte.

Heute sehe ich diese Zeit entspannter, denn ich habe inzwischen gelernt, was ein Hundekind am Anfang de facto einzig wirklich braucht: UNS.

Vor dem Einzug sollte man darüber nachgedacht haben, wo der endgültige Platz des Hundes ist - später. Es ist also sinnvoll, einen gemütlichen Schlafplatz zu kaufen. Gern vorausschauend in passender Labrador-Größe. Anfangs kann man das Hundebett mittels einer kuscheligen Decke innen verkleinern.

Möchte man nicht rund um die Uhr auf die Mini-Zähnchen in der Anfangszeit aufpassen, lohnt sich die Anschaffung eines teuren Schlafplatzes noch nicht. Sie können durchaus für den Anfang auf das Modell »günstig« ausweichen. Varianten mit einem Liegerand werden von Labbis favorisiert. Sie ruhen gern mit dem höher abgelegten Kopf und damit bei freier Sicht.

Futter? Bitte sprechen sie mit dem Züchter, welches Welpenfutter bisher gefüttert wurde. Sie sollten keinesfalls ad hoc - also sofort und ohne Vorbereitung - wechseln. Mehr zum Thema Fütterung erwartet sie in einem separaten Kapitel.

Spielzeug? Es reicht, wenn sie einen robusten Gummiball in eine Socke stecken und fest verknoten. Ein preiswerter und spannender Zeitvertreib für den Zwerg. Ein Beißholz darf nicht fehlen. Im Fachhandel bekommt man so ein Stück in unterschiedlichen Größen und aus Weichholz, damit die Verletzungsgefahr durch Splitter gebannt ist.

Ein kleiner Kaustrick und ein oder zwei Kuscheltiere reichen für den Anfang völlig aus. Die Spieltiere sollten nicht quietschen! Der Welpe wird sie ohnehin mit ausdauernder Freude zerlegen, aber mit einem Quietschi noch viel lieber. Außerdem forciert das Quietschen unnötigen Stress beim Tier.

Ein Zuviel an Spielzeug überfordert den Zwerg und lässt ihn unaufmerksam werden. Ähnlich wie bei Menschenkindern, weiß der Welpe letztlich nicht mehr, womit er sich beschäftigen soll und so wird unter Umständen ihre Einrichtung herhalten.

Da das Hundekind geführt werden will, braucht es angemessenes Equipment. Ein kleines Geschirr, bequem, nicht drückend sitzend, von geringem Gewicht und in Größe XS beugt beim Ziehen Verletzungen der Halswirbelsäule und der Bandscheiben vor. Zusätzlich ein Nylon-Halsband und eine verstellbare und nicht zu schwere Leine. Für daheim empfehle ich eine sogenannte Hausleine. Das ist eine 1 m Führleine ohne Verstellung, wie man sie später auch auf dem Hundeplatz benötigen wird.

Bitte verzichten sie auf die vielgepriesene Flex-Leine! Sie verführt den Welpen nur dazu, stets eigene Wege zu gehen, und birgt erhebliche Verletzungsgefahren!

Sowohl der Hund, als auch sie als Halter, können sich übel an der sich schnell einziehenden Kunststoffschnur verbrennen. Das Tier kann sich verheddern und verletzen.

Ein solches Teil ist völlig sinnfrei und sollte niemals in einem Hundehaushalt zu finden sein.

Eine Büffelhornpfeife darf auch bereits im Vorfeld gekauft werden. Bei unseren Hunden beginnen wir immer frühzeitig im Alter von etwa 16 Wochen mit dem Pfeifen-Training zum Abruf.

Futter- und Wassernapf. Ein Thema für sich. Im Interesse der Gesundheit empfehle ich, Essgeschirr aus Porzellan, Keramik, oder Kunststoff anzuschaffen. Edelstahlnäpfe sind leider häufig von minderer Güte und führen nachweislich mehr und mehr zu Allergien.

Die Produzenten dieser Näpfe kommen oft aus dem asiatischen Raum und die Vergütung des Edelstahls ist extrem minderwertig. Manchmal zeigt es sich bereits darin, dass die Schalen rasch rosten, was niemals geschehen darf. Gerade in Discountern und 1-Euro-Läden werden sie oft angeboten - Finger bitte weg von solchen Artikeln.

Denken sie daran, dass sie auch für den Außenbereich einen Wassernapf benötigen. Und ... um mit einem kleinen Schmunzeln die in aller Regel an dieser Stelle auftauchende Frage zu beantworten: NEIN! Der Futternapf muss nicht höhenverstellbar sein. Bequemer ist es für den Hund jedoch allemal.

Inzwischen gibt es schicke Futter-Bars, die nicht nur sehr schön anzusehen sind, sondern auch problemlos zu reinigen und die vom Welpen als bequem empfunden werden. Vorteil Futterbar: Sie enthält zwei getrennte Futterschalen, die man für den winzigen Hund anfangs auf den Boden stellen kann.

Eine Spritzschutz-Matte unter Bar und/oder Napf ist angeraten. Die Kleinen schmatzen und die Großen spritzen. Wir nehmen zu diesem Zweck gern Klarsicht-Matten, wie man sie auch unter Büro-Rollstühle legt. Vorteil: Sie sind unauffällig und lassen sich prima zuschneiden!

Die aus meiner Erfahrung wichtigste Anschaffung ist jedoch ein Zimmer-Kennel.

Ich bin kein Freund von geschlossenen Boxen. Sie sind in aller Regel auf allen Seiten zu dicht und verschaffen dem Welpen ein unwohles Gefühl: Er möchte seine Menschen sehen.

Der Zimmer-Kennel sieht aus wie ein Käfig. Also eine Art Gitterbox. Das Tier hat freie Rundum-Sicht. Es gibt mehrere Klappen, die sich öffnen lassen, um zum Beispiel nur die Hand zum Tier zu führen. Man kann das Teil bereits in einer ausreichenden Größe kaufen und bequem »einrichten«.

Der Kennel ist in den ersten Monaten ein maßgeblicher Rückzugsort für den Welpen und ... anfangs auch der Schlafplatz in der unmittelbaren Nähe von uns Menschen. Doch dazu später mehr ...

Vorteil? Es wird im Hundeleben immer wieder notwendig sein, das Tier gesichert unterzubringen und ihm einen ruhigen und sicheren Hafen anzubieten. Der Kennel ist faltbar und kann prima verstaut werden, wenn man ihn einmal nicht, oder nicht mehr benötigt, wie zum Beispiel auf einer Reise.

Eine minimale Hausapotheke ist ratsam, denn Welpen verletzten sich in ihrer Neugier recht fix mal.

Folgende Dinge sind dabei empfehlenswert:

  • Nux Vomica D6 Globuli gegen Übelkeit
  • Desinfektionsspray für kleine Wunden (nicht brennend)
  • desinfizierende Salbe, oder Gel
  • Kohletabletten
  • Apis C5 Globuli bei Insektenstichen
  • elastisches Tape für Tiere, sog. Pfotendruck-Hundeverband (klebt nicht auf dem Fell)
  • Manuka Honigsalbe bei kleinen offenen Verletzungen
  • Zeckenkarte und/oder ein Zeckenhaken

Last but not least brauchen sie gewaltige Mengen Küchenpapier und Glasreiniger. Pipiflecken lassen sich mit dem Reiniger so säubern, dass der Hund nicht mehr anhand des Uringeruchs eine permanent genutzte Pipi-Station eröffnen kann. Alternativ geht auch Essigwasser.

Schlafdecken und Kissen mögen Welpen gern und ... sie schützen auch ihre heimischen Möbel. Die Anschaffung dieser Unterlagen kann sich für den Anfang auf die preisgünstigen Modelle beschränken. Eine hochwertige Decke wird später keinesfalls preiswert sein. Achten sie bitte aber immer auf die Waschbarkeit auch bei Schmusekissen.

Wie sie sehen, ist die Erstausstattung nicht wenig umfangreich, gemessen am weiteren Hundeleben. Aber: Sie ist unumgänglich, um ihrem Hund ein angenehmes Leben zu schaffen und ihn effektiv versorgt zu wissen.

Planen sie zusätzlich zur Anschaffung des Welpen einen Etat von etwa 200-300 Euro ein, um diese Ausstattung zu ermöglichen.

Als Empfehlung möchte ich ihnen mitgeben, im Vorfeld über eine Krankenversicherung für das Tier nachzudenken.

Für etwa 30 Euro pro Monat können sie eine recht umfangreiche OP-Versicherung abschließen. Sie leistet für Operationen bis zu einer gewissen Höchstgrenze, sowie in aller Regel auch für die dabei anfallenden Medikamente, notwendige Untersuchungen, Röntgen, Nachbehandlungen und etwaig benötigte Reha-Maßnahmen sofern sie mitversichert sind.

Als Alternative gibt es auch sogenannte Vollversicherungen. Sie zahlen zusätzlich noch für sonstige Medikamente. Auch Zeckenschutz, Wurmkuren und alle anderen Behandlungen vom Tierarzt werden - je nach Tarif- gezahlt.

Unbestreitbar rechnet sich der Abschluss eines solchen Versicherungsschutzes. Zumal, wenn er früh abgeschlossen wird. Je jünger ein Hund bei Vertragsabschluss ist, desto günstiger ist der Beitrag. Mit dem zunehmenden Alter kommen (fast) immer mal Erkrankungen, die den Geldbeutel arg strapazieren können und auf diese Weise entgeht man finanziellen Problemen im Fall einer schwerwiegenden, oder einfach nur teuren gesundheitlichen Unpässlichkeit.

Die Sicherheit in Haus und Garten darf keinesfalls unbeachtet bleiben. Treppen sind jetzt mit Kindergittern gesichert, denn der Welpe darf sie noch nicht laufen.

Putzmittel stehen außer Reichweite des vorwitzigen Jungspundes. Nahrungsmittel? Sind heiß begehrt und gehören ab sofort und für eine Weile unter Verschluss.

Lampenkabel, an die der Winzling problemlos...

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