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E-Book

Noch heute

AutorF. Wallace
VerlagChristliche Schriftenverbreitung
Erscheinungsjahr2019
Seitenanzahl61 Seiten
ISBN9783892875963
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis1,99 EUR
Jahrhundertelang war das Kommen Christi zur Entrückung der Seinen eine unbekannte Wahrheit. Heute kennen viele die herrliche Wahrheit von dem Kommen Christi zur Entrückung. Doch soll die Erwartung auch eine lebendige Wirklichkeit für die Gläubigen sein. Ist das so, und übt sie einen Einfluss auf unser Leben aus? Vielleicht kommt Jesus Christus 'Noch heute'.

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Leseprobe

1. Das Kommen des Herrn Jesus zur Entrückung


„Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich! In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seiet. Und wohin ich gehe, wisst ihr, und den Weg wisst ihr. Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich.“ (Johannes 14,1–6).

„Wir wollen aber nicht, Brüder, dass ihr, was die Entschlafenen betrifft, unwissend seid, damit ihr nicht betrübt seid wie auch die Übrigen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird auch Gott die durch Jesus Entschlafenen mit ihm bringen. (Denn dieses sagen wir euch im Wort des Herrn, dass wir, die Lebenden, die übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. Denn der Herr selbst wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit bei dem Herrn sein. So ermuntert nun einander mit diesen Worten.)“ (1. Thessalonicher 4,13–18).

Das Kommen des Herrn ist ein gewaltiges Thema! Es ist nicht eine Idee, die an einer abgelegenen Stelle der Schrift auftaucht, es ist ein Hauptthema vom ersten Buch der Bibel bis zu ihrem letzten. Schon im Alten Testament gibt es neben Vorbildern direkte Hinweise auf das Kommen des Herrn. Im Neuen Testament klingt das Thema an unzähligen Stellen an. Einige Ausdrücke seien angeführt, um zu zeigen, wie ausgedehnt die Belehrungen darüber sind. Zuerst das Kommen des Herrn, ferner die Erscheinung, die Offenbarung, die Erlösung, die Errettung, der Tag des Herrn, der Tag Christi, der Tag der Rache, der Dieb in der Nacht – das sind nur ein paar Hinweise zu diesem gewaltigen Thema, dem Kommen des Herrn. Es ist wirklich ein Hauptthema in der Schrift, und das auch für uns, die wir uns dem Ende dieses bedeutsamen Zeitalters des Tages der Gnade nähern.

Zu Beginn unserer Ausführungen über das Kommen des Herrn möchten wir gleich einen Punkt besonders klar herausstellen, nämlich den, dass es im Zusammenhang dieses Themas in der Schrift eine überaus wichtige Unterscheidung gibt. Das Kommen des Herrn, das die heutigen Gläubigen erwarten, ist deshalb so ergreifend zu betrachten, weil der Herr kommt, um Sein Volk aus dieser irdischen Szene herauszunehmen zu sich selbst und zugleich die Welt zum Gericht zurückzulassen. Ein anderes Merkmal des Kommens des Herrn ist, daß Er kommt, um die Erde durch Gericht zu reinigen, bevor Er Sein Reich der Gerechtigkeit aufrichtet. Es ist von grundlegender Bedeutung für das Verständnis der Wahrheit vom Kommen des Herrn, sich diese Unterscheidung klarzumachen; sonst werden wir alles durcheinanderbringen und irgendwelchen Sonderideen über das Kommen des Herrn Raum geben.

Um dies deutlich aus der Schrift darzulegen, wollen wir uns einigen Stellen zuwenden. Die erste finden wir im Alten Testament, und zwar in 1. Mose 5,22–24: „Und Henoch wandelte mit Gott, nachdem er Methusalah gezeugt hatte, 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Und alle Tage Henochs waren 365 Jahre.“ Und nun kommt der bedeutsame Versteil: „Und Henoch wandelte mit Gott, und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg.“ Ich bitte um eure besondere Aufmerksamkeit für die letzten Worte: „Und Gott nahm ihn hinweg.“ Darauf werde ich den besonderen Nachdruck legen. Wenden wir uns nun dem Neuen Testament zu, so lesen wir an der entsprechenden Stelle in Hebräer 11, daß Gott Henoch entrückte, damit er den Tod nicht sehen sollte. Danach bedeutet die Aussage in 1. Mose 5, dass Gott ihn nicht durch den Tod von der Erde wegnahm, sondern dass Gott ihn wegnahm, ohne dass er den Tod sah. Er wurde in die Gegenwart Gottes entrückt.

Wir glauben, dass dies ein Bild vom Kommen des Herrn für die Kirche ist. Henoch ist ein Bild der Kirche, die aus dieser bösen Welt herausgenommen wird, um bei Gott zu sein, um bei Christus zu sein. „Gott nahm ihn hinweg.“

Nun wollen wir Matthäus 24,37 aufschlagen: „Denn wie die Tage Noahs waren, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. Denn wie sie in jenen Tagen vor der Flut waren: Sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten- bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, und sie es nicht erkannten- bis die Flut kam und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.“ Das ist eine andere Begebenheit aus dem Alten Testament, und sie stellt ein Bild dar von dem Gericht, das über die sündige Welt kommen wird. Alle, die in der Arche waren, Noah und seine Familie, waren in Sicherheit; jene, die weggerafft wurden, wurden durch das Gericht weggenommen, was völlig verschieden davon ist, wie Henoch weggenommen wurde, um bei Gott zu sein.

Ich nehme nicht an, dass jemand von euch den Gegensatz in diesen beiden Fällen übersieht. Jeder Fall illustriert deutliche Kennzeichen. Beim ersten Mal kommt der Herr im Segen, um Sein Volk aus dieser Welt zu sich selbst zu nehmen. Das zweite Kommen, wie wir es in sehr vielen Schriftabschnitten finden – es sind bei weitem mehr als solche in Verbindung mit der Entrückung –, ist Sein Kommen zum Gericht. Es ist äußerst wichtig, das Kommen des Herrn bei diesen beiden Gelegenheiten klar voneinander zu unterscheiden. Das eine bedeutet Segen, das andere Gericht.

Wenn wir dies nun klar verstanden haben, lasst uns mit Johannes 14 beginnen. Das Kommen des Herrn Jesus für Sein Volk oder Seine Kirche hängt nicht von irgendwelchen Ereignissen in dieser Welt ab. Es wird nicht bestimmt von politischen Umwälzungen, von Verdorbenheit, Sündhaftigkeit, Bosheit, welcher Art auch immer, oder von Untreue in der Christenheit. Es wird allein von der Verheißung des Herrn, von Seinen eigenen Worten bestimmt: „Ich komme wieder.“ Und was wir auch sonst in Verbindung mit diesem Thema behalten oder vergessen könnten, lasst uns diese Worte, die Worte des Herrn selbst, nicht vergessen: „Ich komme wieder.“

Dass Er nicht wiederkommt, ist aus zwei Gründen unmöglich: Es ist undenkbar, dass der Herr ein Lüge ausspräche oder Sein Volk irreführte; undenkbar auch, dass etwas Ihn aufhielte oder behinderte in dem, was Er sich vorgenommen hat. So erfüllt uns ein unbedingtes Vertrauen, dass der Herr Jesus früher oder später Sein Wort einlösen wird. Alles, was Er hier erwähnt, wird sich erfüllen. „Ich komme wieder.“

Während des zweiten Weltkriegs befand sich der amerikanische General MacArthur mit seiner Armee auf den philippinischen Inseln, und die Japaner eroberten diese Inseln. Als er die Inseln verließ, sagte er dieselben freundlichen Worte zu den Inselbewohnern: „Ich komme zurück!“ Das war seine Zuversicht. Nun ja, die Geschichte berichtet uns, dass er wiederkam, die Inseln zurückeroberte und sie von der japanischen Gewaltherrschaft befreite. Und hier handelte es sich um einen sterblichen Menschen, um wieviel mehr wiegen die Worte des Sohnes Gottes. Mögen sich Seine Größe und Herrlichkeit tief in unsere Herzen einsenken. Er ist der Schöpfer des Universums. Er ist der Sohn Gottes. Er ist selbst Gott, und Er ist es, der hier diese denkwürdigen Worte spricht: „Ich komme wieder.“ Es ist wunderbar!

Laßt uns nun diese Schriftstelle etwas eingehender untersuchen. Wer ist das Volk, für das der Herr Jesus kommt? Beachte in Vers 1: „Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich!“ Er sagt gleichsam zu den Jüngern: „Gewiß, ihr habt Glauben an Gott; der ist verbunden mit dem jüdischen Glauben, mit all dem, was von Mose überliefert ist. Aber ich wünsche, dass ihr an Mich glaubt; ein neuer Tag dämmert herauf, und alle jene, die an Mich glauben und an alles, was Mich betrifft, für solche werde ich wiederkommen und sie zu Mir nehmen, damit sie bei Mir seien“. So ist hier das Volk, auf das der Herr Jesus wartet und für das Er kommt, Sein Volk, Menschen, die an Ihn glauben, an Seinen Tod und Seine Auferstehung, Seine glorreiche Auffahrt zur Rechten Gottes, die glauben, wer Er ist, Gott offenbart im Fleisch, der Sohn Gottes, der Schöpfer – die einen unbedingten Glauben an die Größe und Herrlichkeit Christi haben. Und es ist die Freude des Herrn Jesus, solche Leute aus dieser sündigen Welt herauszunehmen, damit sie bei Ihm selbst seien. Und so gibt Er Seinem Volk diese gewaltige Verheißung: „Ich komme wieder.“ Und wir sind zutiefst dankbar, indem wir mit Ausharren auf Ihn warten.

Vor etwa 160–170 Jahren wurde diese Wahrheit aus einem Wust von Aberglauben und irrigen Ideen wiedererweckt und klar gelehrt, wie es seit den Tagen der Apostel nicht mehr der Fall gewesen war. Es war nicht eine Wahrheit, die nur verstandesmäßig erfaßt und, wenn man so will, in Lehrbüchern über Bibelkenntnis untergebracht wurde. Als Brüder diese Wahrheit in ihrer ganzen Fülle und Kraft empfingen, bewirkte sie eine bemerkenswerte Wandlung in ihrem Leben. Jene Menschen änderten ihren Lebensstil; sie trennten sich von der Welt und all ihren Übeln, ebenso auch von aller kirchlichen Verwirrung, um sich einfach und schlicht zu dem Namen des Herrn Jesus zu versammeln, Ihn anzubeten und Ihm zu dienen. Das Kommen des Herrn war nicht eine bloße Wahrheit, es war herrliche Wirklichkeit. Solche, die an den Herrn glauben, die an...

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