Sie sind hier
E-Book

Rechtsfragen einer projektbezogenen Raumordnung.

Zugleich ein Beitrag zur Genehmigungssituation von Windenergieanlagen und deren Steuerung durch raumordnerische Vorgaben.

AutorMelanie Wetzel
VerlagDuncker & Humblot GmbH
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl292 Seiten
ISBN9783428532698
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis64,00 EUR
Mit den neuen Herausforderungen des Planungsrechts hat sich das Raumordnungsrecht verändert und an Bedeutung gewonnen. Das traditionelle Bild als 'Planung der Planung' mit 'behördeninterner Wirkung' vermag das Steuerungspotential der Raumordnung längst nicht mehr erschöpfend zu beschreiben. Gerade regionalbedeutsame Großprojekte im bauplanungsrechtlichen Außenbereich haben zur Etablierung einer sog. 'projektbezogenen Raumordnung' geführt. Deren Ausprägungen und Folgen für das Raumordnungsrecht untersucht Melanie Wetzel dogmatisch und am Beispiel der Genehmigung von Windenergieanlagen. Es zeigt sich, dass Raumordnung mit der Nähe zum Einzelnen neue Anforderungen erfüllen muss und erweiterte Rechtsschutzmöglichkeiten bestehen. Dies bleibt jedoch auf bestimmte, systemfremde Regelungsbereiche beschränkt und stellt den übergeordneten, von Einzelinteressen losgelösten Steuerungsansatz der Raumordnung nicht grundsätzlich in Frage.

Melanie Wetzel wurde 1981 in Münsterlingen (Schweiz) geboren. Nach dem Abitur in Konstanz studierte sie von 2000 bis 2005 Rechtswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit Abschluss des Ersten Staatsexamens. Im Anschluss begann sie dort bei Prof. Dr. Rainer Wahl ihre Dissertation, die sie 2009 fertigstellte. Es folgten das Referendariat und Zweite Staatsexamen im Jahr 2010. Seit Mai 2010 ist Melanie Wetzel als Rechtsanwältin in einer öffentlich-rechtlich ausgerichteten Kanzlei in Freiburg tätig.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
Teil 1: Problemstellung und Grundlagen20
§ 1 Die verfassungsrechtliche Ausgangslage in Bezug auf die Raumordnung nach der Föderalismusreform21
A. Kein „bodenrechtlicher Durchgriff“ der Raumordnung22
B. Beschränkung auf „raumbedeutsame“ Regelungsgegenstände24
C. Die Raumordnung als überfachliche und überörtliche Gestaltungsebene24
§ 2 Die Erfordernisse der Raumordnung: Begriffsbestimmung und Abgrenzung27
A. Die Ziele der Raumordnung28
I. Regelungsgegenstand29
II. Zentrale inhaltliche Anforderungen zur Erfüllung des Zielbegriffs30
1. Raumordnungsziele als bestimmte oder bestimmbare Festlegungen30
2. Abschließende Abwägung und raumordnerische Letztentscheidung31
B. Die Grundsätze der Raumordnung33
C. Die sonstigen Erfordernisse der Raumordnung35
§ 3 Die „klassische“ Wirkungsdimension der Raumordnung37
A. Zielbeachtenspflicht gegenüber öffentlichen Stellen38
I. Die öffentlichen Stellen als „klassischer“ Bindungsadressat38
1. § 4 Abs. 1 S. 1 und S. 2 Nr. 1 ROG38
2. § 4 Abs. 3 ROG39
II. Umfang und Reichweite der Bindungswirkungen40
1. Inhalt der Beachtenspflicht41
2. Beachtenspflicht als Handlungspflicht und das bauplanungsrechtliche Zielanpassungsgebot des § 1 Abs. 4 BauGB42
B. Bindung der öffentlichen Stellen an die Grundsätze und sonstigen Erfordernisse der Raumordnung46
C. Rechtswirkungen der Raumordnungserfordernisse im Bereich der „klassischen“ Wirkungsdimension der Raumordnung47
I. Bindung selbstverwalteter Gemeinden47
II. Bindungswirkungen gegenüber Personen des Privatrechts48
1. Mediatisierte Bindung privater Vorhabensträger48
2. Rechtliche Wirkungen der Raumordnungsziele gegenüber Personen des Privatrechts im Rahmen der mediatisierten Bindungen49
a) Konsequenzen einer Gleichstellung unmittelbarer und mediatisierter Wirkungen50
b) Kompetenzrechtliche Bedenken51
c) Bewertung und Ergebnis53
3. Sonderstellung der Zielbeachtenspflicht nach § 4 Abs. 3 ROG54
D. Inhaltliche Ausgestaltung „klassischer“ Raumordnungsziele55
§ 4 Notwendigkeit projektbezogener Steuerungsansätze der Raumordnung und die besondere Situation der Windenergienutzung im Außenbereich56
A. Verwirklichung raumordnerischer Festlegungen bei Außenbereichsvorhaben, Planfeststellungen und Plangenehmigungen56
B. Der raumordnerische Steuerungsbedarf57
I. Raumordnerische Steuerung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben und Kiesabgrabungen57
II. Raumordnerische Steuerung bei Windenergieanlagen als privilegierte und standortunabhängige Nutzung im Außenbereich60
III. Zusammenfassung62
§ 5 Konkretisierung der Problemstellung und Gang der weiteren Untersuchung63
Teil 2: Die „projektbezogene“ Wirkungsdimension der Raumordnung66
§ 6 Berücksichtigungspflicht in der Zulassungsentscheidung aufgrund fachgesetzlicher Anordnung im Sinne des § 4 Abs. 4 S. 1 ROG68
A. Berücksichtigung der Raumordnungserfordernisse bei fachgesetzlicher Anordnung68
B. Bindungswirkungen der Raumordnungserfordernisse gegenüber Personen des Privatrechts im Rahmen der Berücksichtigungspflicht69
I. Bindungswirkung der Raumordnungsziele70
1. Abschichtungswirkung der raumordnerischen Abwägung70
2. Bewertung der Zielwirkungen im Rahmen der fachgesetzlichen Abwägungs- oder Ermessensentscheidung71
3. Systematische Überlegungen unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung72
II. Bindungswirkung der Raumordnungsgrundsätze74
1. Keine äußeren Grenzen für eine unmittelbare Bindung Privater an die Raumordnungsgrundsätze74
2. Bindungswirkung der Raumordnungsgrundsätze gegenüber Privaten im Rahmen der Berücksichtigungspflicht75
C. Ergebnis76
§ 7 Zielbeachtenspflicht in der Zulassungsentscheidung im Außenbereich aufgrund fachgesetzlicher Anordnung gemäß § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB in Verbindung mit § 4 Abs. 5 ROG76
A. Die Rezeption der Raumordnungsziele bei bauplanungsrechtlichen Außenbereichsvorhaben77
B. Raumordnungsziele in der Genehmigungsentscheidung gemäß § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB78
I. § 35 Abs. 3 S. 2 HS 1 BauGB78
II. § 35 Abs. 3 S. 2 HS 2 BauGB79
III. § 35 Abs. 3 S. 3 BauGB80
C. Geltungsanspruch der Raumordnungsziele im Rahmen von § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB82
I. Entwicklungen der Rechtslage82
II. Strikte Verbindlichkeit der Raumordnungsziele nach Wortlaut, Systematik und Historik83
III. Entwicklungen in der Rechtsprechung85
1. Das Bundesverwaltungsgericht zu § 35 Abs. 3 S. 3 HS 1 BauGB (1987)86
2. Das Bundesverwaltungsgericht zu § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB: Auslegung und Bewertung der höchstrichterlichen Rechtsprechung87
a) § 35 Abs. 3 S. 3 BauGB87
b) § 35 Abs. 3 S. 2 HS 1 BauGB88
IV. Verfassungsrechtliche Unbedenklichkeit einer strikten Zielbindung94
1. Das Gebot gerechter Abwägung96
2. Verfahrensrechtliche Einbeziehung privater Belange97
3. Entschädigungspflichten100
a) Bestehen einer Entschädigungspflicht im Rahmen von § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB?100
b) Folgen für die Annahme einer strikten Zielbindung101
4. Rechtsfolgen einer im konkreten Einzelfall nicht verfassungskonformen Zielbindung103
V. Zusammenfassung und Ergebnis104
D. Rechtliche Wirkungen der Raumordnungsziele gegenüber Personen des Privatrechts im Rahmen von § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB105
§ 8 Zielbeachtenspflicht bei Planfeststellungen und Plangenehmigungen von Personen des Privatrechts gemäß § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ROG107
A. Geltung der Raumordnungsziele bei Planfeststellungs- und Plangenehmigungsentscheidungen Privater107
B. Bindungswirkungen der Raumordnungsziele gegenüber Personen des Privatrechts im Rahmen von § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ROG109
I. Rückschlüsse aus der höchstrichterlichen Anerkennung der Außenwirksamkeit der Raumordnungsziele gegenüber Privaten im Rahmen von § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB109
II. Unterschiede zwischen Zulassungsentscheidungen im Rahmen von § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB und § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ROG110
III. Konsequenzen für die Wirkungsweise der Raumordnungsziele in der Zulassungsentscheidung112
C. Ergebnis113
§ 9 Weitergehende Bindungswirkungen der Raumordnungsgrundsätze in der Zulassungsentscheidung von Vorhaben Privater im Sinne von § 4 Abs. 5 ROG113
A. Weitergehende Bindungswirkungen „einfacher“ Raumordnungsgrundsätze114
B. Weitergehende Bindungswirkungen von Grundsätzen mit Gewichtungsvorgabe114
C. Ergebnis116
§ 10 Durchsetzung und Sicherung der raumordnerischen Bindungen in der Zulassungsentscheidung mittels Untersagung gemäß § 12 ROG117
A. Untersagungsmöglichkeiten bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen Privater117
I. Unbefristete Untersagung gemäß § 12 Abs. 1 Nr. 1 ROG117
1. Personen des Privatrechts im Rahmen des § 4 Abs. 3 ROG als Adressaten der Untersagungsverfügung118
2. Untersagung von Planfeststellungen und Plangenehmigungen Privater im Rahmen von § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ROG118
a) Wortlaut118
b) Systematische Erwägungen119
c) Sinn und Zweck der Regelung120
II. Befristete Untersagung121
1. Adressat und Gegenstand der befristeten Untersagung gemäß § 12 Abs. 1 Nr. 2 ROG122
2. Raumbedeutsame Maßnahmen von Personen des Privatrechts gemäß § 12 Abs. 2 ROG122
B. Rechtliche Wirkung der Untersagung gegenüber dem privaten Vorhabensträger123
I. Untersagung gegenüber Personen des Privatrechts im Sinne des § 4 Abs. 3 ROG124
II. Untersagung gegenüber Planfeststellungen und Plangenehmigungen von Personen des Privatrechts im Sinne des § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ROG124
1. Unbefristete Untersagung gemäß § 12 Abs. 1 Nr. 1 ROG125
2. Befristete Untersagung gemäß § 12 Abs. 1 Nr. 2 ROG125
III. Befristete Untersagung von Zulassungsentscheidungen über Vorhaben Privater nach § 12 Abs. 2 ROG126
C. Ergebnis127
Teil 3: Zur Genehmigungssituation von Windenergieanlagen und deren Steuerung durch raumordnerische Vorgaben129
§ 11 Allgemeines zu den Genehmigungsvoraussetzungen von Windenergieanlagen129
A. Abgrenzung der Genehmigungstypen129
I. Genehmigung nach BImSchG130
1. Anlagengenehmigung im vereinfachten Verfahren gemäß § 19 BImSchG130
2. Anlagengenehmigung im förmlichen Verfahren gemäß § 10 BImSchG131
a) UVP-Pflichtigkeit von Windenergieanlagen131
b) Zum Begriff der „Windfarm“132
II. Baugenehmigungspflichtige Windenergieanlagen138
B. Zentrale Konfliktpotentiale bei Windenergieanlagen und fachgesetzliche Vorgaben139
I. Immissionsschutzrecht139
1. Geräuschimmissionen140
2. Schattenwurf141
3. Optische Bedrängung141
II. Bauordnungsrecht142
1. Abstandsflächen142
2. Bauordnungsrechtliches Verunstaltungsverbot143
III. Naturschutzrecht143
§ 12 Bauplanungsrechtliche Genehmigungsaspekte bei Windenergieanlagen und die Steuerung durch raumordnerische Vorgaben145
A. Anwendbarkeit146
I. §§ 29 ff. BauGB146
II. Raumbedeutsamkeit von Windenergieanlagen146
B. Bauplanungs- und raumordnungsrechtliche Genehmigungsaspekte bei Windenergieanlagen148
I. Innenbereich148
1. Bauplanungsrechtliche Zulässigkeitsvoraussetzungen von Windenergieanlagen im Innenbereich148
2. Wirkung der Raumordnungserfordernisse in der bauplanungsrechtlichen Zulassungsentscheidung für Windenergieanlagen im Innenbereich150
a) Im Geltungsbereich eines Bebauungsplans150
b) Im Rahmen von Ausnahmen und Befreiungen151
c) Im unbeplanten Innenbereich152
II. Außenbereich153
1. Windenergieanlagen als privilegierte Vorhaben im Außenbereich153
2. Bauplanungsrechtliche Beurteilung von Windenergieanlagen im Außenbereich154
a) Darstellungen des Flächennutzungsplans, § 35 Abs. 3 S. 1 Nr. 1, Abs. 3 S. 3 BauGB155
b) Schädliche Umwelteinwirkungen, § 35 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 BauGB156
c) Schutz von Natur und Landschaft, § 35 Abs. 3 S. 1 Nr. 5 BauGB156
d) Splittersiedlung, § 35 Abs. 3 S. 1 Nr. 7 BauGB158
e) Funktionsfähigkeit von Funkstellen und Radaranlagen, § 35 Abs. 3 S. 1 Nr. 8 BauGB158
f) Planungserfordernis als nicht benannter öffentlicher Belang im Sinne des § 35 Abs. 3 S. 1 BauGB159
3. Geltung der Raumordnungserfordernisse in der bauplanungsrechtlichen Zulassungsentscheidung für Windenergieanlagen im Außenbereich161
a) Raumordnungserfordernisse als öffentliche Belange im Sinne des § 35 Abs. 3 S. 1 BauGB161
b) Raumordnungsziele gemäß § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB163
§ 13 Steuerung von Windenergieanlagen im Außenbereich durch Gebietsfestlegungen im Raumordnungsplan164
A. Bundesverwaltungsgerichtliche Kriterien zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen gemäß § 35 Abs. 3 S. 3 BauGB166
I. Schlüssiges gesamträumliches Planungskonzept167
II. Keine gezielte Verhinderungsplanung168
B. Festsetzungsmöglichkeiten zur Steuerung von Windenergieanlagen in Raumordnungsplänen unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung170
I. Vorranggebiete gemäß § 7 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 ROG170
1. Wirkungsweise und rechtliche Qualifizierung der Vorranggebiete170
2. Vorranggebiete bei der Gebietsausweisung für Windenergieanlagen im Sinne des § 35 Abs. 3 S. 3 BauGB171
II. Eignungsgebiete gemäß § 7 Abs. 4 S. 1 Nr. 3 ROG172
1. Wirkungsweise und rechtliche Qualifizierung der Eignungsgebiete172
2. Eignungsgebiete bei der Gebietsausweisung für Windenergieanlagen im Sinne des § 35 Abs. 3 S. 3 BauGB175
a) Die innergebietliche Eignungsaussage als „Ausweisung an anderer Stelle“?176
b) Bewertung unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung177
III. Vorbehaltsgebiete gemäß § 7 Abs. 4 S. 1 Nr. 2 ROG179
1. Wirkung und rechtliche Qualifizierung der Vorbehaltsgebiete179
2. Vorbehaltsgebiete bei der Gebietsausweisung für Windenergieanlagen im Sinne des § 35 Abs. 3 S. 3 BauGB180
IV. Ergebnis181
§ 14 Überlegungen zu einer sachgerechten Steuerung von Windenergieanlagen durch räumliche Planungen181
A. Das planerische Steuerungsinstrumentarium182
I. Bebauungsplan182
1. Standortplanung von Windenergieanlagen im Bebauungsplan182
2. Feinsteuerung183
II. Flächennutzungsplan184
III. Raumordnungsplan185
1. Standortsteuerung durch Raumordnungsziele im Rahmen von § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB185
2. Raumordnerische Steuerungsebenen186
B. Sachgerechte Ebene der Standortsteuerung von Windenergieanlagen im Außenbereich187
I. Die gesetzliche Regelung in Baden-Württemberg187
II. Örtliche Sachnähe versus gesamträumliches Planungskonzept188
1. Ausweisung von Konzentrationszonen in Raumordnungs- oder Flächennutzungsplänen?188
2. Der gemeinsame Flächennutzungsplan im Sinne des § 204 Abs. 1 S. 1 BauGB als alternatives Steuerungskonzept?190
Teil 4: Rechtsfragen unmittelbar projektbezogener Raumordnungsziele192
§ 15 Rechtsstaatliche Anforderungen an projektbezogene Raumordnungsziele193
A. Gebotene Konkretheit projektbezogener Raumordnungsziele194
I. Raumordnungsziele bei der Bindung von Außenbereichsvorhaben Privater gemäß § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB194
II. Raumordungsziele bei der Bindung von Vorhaben Privater im Sinne des § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ROG196
B. Anforderungen an die Abgewogenheit projektbezogener Raumordnungsziele197
I. Die unterschiedlichen Modelle der Global- oder Detailabwägung198
II. Abwägungsdichte bei Raumordnungszielen im Rahmen von § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB und § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ROG199
C. Zusammenfassung202
D. Ausblick: Abgrenzungsschwierigkeiten angesichts gestiegener Anforderungen an Raumordnungsziele nach den Änderungen durch die Föderalismusreform203
I. Präziserer Umgang mit Begrifflichkeiten durch die gesetzliche Legaldefinition und die Erweiterung der Festsetzungsmöglichkeiten in Raumordnungsplänen203
II. Aufweichung der Begrifflichkeiten angesichts gestiegener Anforderungen an Raumordnungsziele durch „Soll“- und „In-der-Regel“-Formulierungen206
III. Zusammenfassung208
§ 16 Rechtsschutz Privater209
A. Rechtsschutzoptionen Privater209
B. Verwaltungsgerichtliche Normenkontrolle Privater gegen Raumordnungspläne212
I. Der Raumordnungsplan als tauglicher Verfahrensgegenstand einer verwaltungsgerichtlichen Normenkontrolle214
1. Raumordnungspläne als Rechtsvorschriften im Sinne des § 47 Abs. 1 Nr. 2 VwGO214
a) Der Begriff der Rechtsvorschrift215
b) Höchstrichterliche Anerkennung der Rechtsnormqualität von Raumordnungszielen216
2. Eröffnung der Normenkontrolle gemäß § 47 Abs. 1 Nr. 2 VwGO in den Ländern218
a) Keine bundesweite Normenkontrolle unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten218
b) Unmittelbarer Rechtsschutz gegen Darstellungen des Flächennutzungsplans220
c) „Planwidrige Regelungslücke“ beim Rechtsschutz gegen Flächennutzungspläne und beim Rechtsschutz gegen Raumordnungsziele223
3. Ergebnis227
II. Antragsbefugnis Privater im verwaltungsgerichtlichen Normenkontrollverfahren227
1. Der (weitgehend) gesicherte Stand zur Antragsbefugnis Privater229
a) Konsequenzen der Anerkennung der Außenwirksamkeit projektbezogener Raumordnungsziele im Rahmen von § 35 Abs. 3 S. 2, 3 BauGB für die Antragsbefugnis229
b) Gesicherte Erkenntnisse zur subjektiven Rechtsverletzung230
2. Klärungsbedürftige Fragen zur Antragsbefugnis Privater232
a) Zur Antragsbefugnis Privater in den Fällen raumordnerischer Bindungen gemäß § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2, Abs. 3 ROG233
b) Überlegungen zu weiteren subjektiven Rechten238
§ 17 Kompetenzrechtliche Bewertung246
A. Kompetenzrechtliche Bewertung der Zielwirkungen gegenüber Personen des Privatrechts aufgrund raumordnerischer und fachgesetzlicher Bindungen247
I. Die fachgesetzliche Kompetenz spezialgesetzlicher Raumordnungsklauseln247
II. Gesetzgebungskompetenzen außerhalb spezialgesetzlicher Raumordnungsklauseln248
1. Gesetzgebungskompetenzen bei § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ROG248
2. Gesetzgebungskompetenzen bei § 4 Abs. 3 ROG250
III. Ergebnis251
B. Kompetenzrechtliche Bewertung der Untersagung raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen von Personen des Privatrechts gemäß § 12 ROG251
I. Gesetzgebungskompetenzen bei der Untersagung raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen bei § 4 Abs. 3 ROG und § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ROG252
II. Gesetzgebungskompetenzen bei der Untersagung behördlicher Entscheidungen im Rahmen der Zielbindungen nach § 4 Abs. 4, Abs. 5 ROG253
1. Möglichkeit der Untersagung gemäß § 7 ROG (1993)253
2. Anerkennung der Außenwirksamkeit von Raumordnungszielen254
3. Gesetzgebungskompetenzen außerhalb des Raumordnungstitels254
C. Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse unter Einbeziehung des Baurechtsgutachtens des Bundesverfassungsgerichts255
I. Aktualität des Baurechtsgutachtens zur Aufgabenbestimmung der Raumordnung?255
II. Konsequenzen eines dauerhaften raumordnerischen Durchgriffs auf die Ebene des Bodenrechts256
III. Planungsrechtliche Besonderheiten im Rahmen unmittelbar projektbezogener Wirkungen raumordnerischer Instrumente257
Teil 5: Zusammenfassung und Ausblick auf das GeROG 2009259
I. Problemstellung und Grundlagen – insbesondere: Die „klassische“ Wirkungsdimension der Raumordnung259
II. Die „projektbezogene“ Wirkungsdimension der Raumordnung261
III. Zur Genehmigungssituation von Windenergieanlagen und deren Steuerung durch raumordnerische Vorgaben263
IV. Rechtsfragen unmittelbar projektbezogener Raumordnungsziele266
V. Ausblick GeROG 2009268
Literaturverzeichnis272
Sachwortverzeichnis292

Weitere E-Books zum Thema: Öffentliches Recht - Staatsrecht

Jugendschutz im Internet.

E-Book Jugendschutz im Internet.

Der Autor befasst sich mit der hochaktuellen Thematik des Jugendschutzes im Internet. Die technischen Möglichkeiten dieses Mediums fordern den Staat heraus. Der Verfasser stellt die ...

Weitere Zeitschriften

ARCH+.

ARCH+.

ARCH+ ist eine unabhängige, konzeptuelle Zeitschrift für Architektur und Urbanismus. Der Name ist zugleich Programm: mehr als Architektur. Jedes vierteljährlich erscheinende Heft beleuchtet ...

Bibel für heute

Bibel für heute

Kommentare, Anregungen, Fragen und Impulse zu Texten aus der Bibel Die beliebte und bewährte Arbeitshilfe für alle, denen es bei der täglichen Bibellese um eine intensive Auseinandersetzung mit ...

Card Forum International

Card Forum International

Card Forum International, Magazine for Card Technologies and Applications, is a leading source for information in the field of card-based payment systems, related technologies, and required reading ...

Card-Forum

Card-Forum

Card-Forum ist das marktführende Magazin im Themenbereich der kartengestützten Systeme für Zahlung und Identifikation, Telekommunikation und Kundenbindung sowie der damit verwandten und ...

caritas

caritas

mitteilungen für die Erzdiözese FreiburgUm Kindern aus armen Familien gute Perspektiven für eine eigenständige Lebensführung zu ermöglichen, muss die Kinderarmut in Deutschland nachhaltig ...

VideoMarkt

VideoMarkt

VideoMarkt – besser unterhalten. VideoMarkt deckt die gesamte Videobranche ab: Videoverkauf, Videoverleih und digitale Distribution. Das komplette Serviceangebot von VideoMarkt unterstützt die ...

Euro am Sonntag

Euro am Sonntag

Deutschlands aktuelleste Finanz-Wochenzeitung Jede Woche neu bietet €uro am Sonntag Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Themen Geldanlage und Vermögensaufbau. Auch komplexe Sachverhalte ...