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Zurück in den Job

So meistern Mütter ihr berufliches Comeback *Wiedereinstieg planen *Professionell bewerben *Familie managen

AutorElke Homburg
VerlagRedline Verlag
Erscheinungsjahr2013
Seitenanzahl216 Seiten
ISBN9783864145315
FormatePUB
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis13,99 EUR
Die meisten Frauen zieht es nach der Familienzeit zurück in den Beruf. Doch wie positioniert man sich als Wiedereinsteigerin am Arbeitsmarkt und wo bekommt man Hilfe in der Orientierungsphase? Elke Homburg hilft Müttern, ihr berufliches Comeback in die Hand zu nehmen. Von den Chancen, die Selbstständigkeit, Branchenwechsel oder Teilzeit eröffnen, wie und wo man sich fortbilden kann und wie m... mehr Die meisten Frauen zieht es nach der Familienzeit zurück in den Beruf. Doch wie positioniert man sich als Wiedereinsteigerin am Arbeitsmarkt und wo bekommt man Hilfe in der Orientierungsphase? Elke Homburg hilft Müttern, ihr berufliches Comeback in die Hand zu nehmen. Von den Chancen, die Selbstständigkeit, Branchenwechsel oder Teilzeit eröffnen, wie und wo man sich fortbilden kann und wie man Familie und Job unter einen Hut bekommt: Dieser Ratgeber begleitet Berufsrückkehrerinnen Schritt für Schritt - von der individuellen Standortbestimmung über die oft schwierige Umbruchphase bis hin zur selbstbewussten und professionellen Bewerbung.

Elke Homburg studierte Germanistik und arbeitete einige Jahre für ein großes Studienreiseunternehmen. Während ihrer Familienzeit schrieb sie ein Dutzend Reisebücher und machte sich nach einer journalistischen Ausbildung als freie Journalistin und Redakteurin selbstständig. Außerdem leitet sie Seminare zu Präsentationstechnik und beruflicher Neuorientierung, die sich vor allem an Berufsrückkehrerinnen wenden.

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Leseprobe

1. Das kann doch nicht alles gewesen sein … Eine Standortbestimmung


Mein Kind musste in der Schule sein – dann konnte ich durchstarten.

(Tanja)



„Ach, du willst wieder arbeiten?“ Über diese Frage von Freunden und Bekannten ärgerte sich Marina (38) maßlos, nachdem sie beschlossen hatte, wieder ins Berufsleben zurückzukehren. Knüppelhart hatte sie in den vergangenen Jahren gearbeitet: als Putzfrau, Köchin, Waschfrau, Gärtnerin, Erzieherin, Hausaufgabenbetreuerin, Verwalterin des Familienbudgets, Krankenschwester, Seelsorgerin, Chauffeurin, Mädchen für alles. Sie hatte organisiert, renoviert, kalkuliert, motiviert. Ohne jeden Pfennig. Ohne Lob und Anerkennung. Familienpause? Erziehungsurlaub? Nein, von Pause und Urlaub keine Spur.

Sie war gern für die Familie da gewesen, aber nach dem zweiten Geburtstag ihres jüngsten Sohnes meldete sich ein Kribbeln im Bauch. Aufbruchstimmung. Sie wollte wieder zurück in die bezahlte Arbeit, noch einmal so richtig durchstarten.

Die meisten Frauen freuen sich auf die Elternzeit und genießen die ersten Jahre mit ihrem Kind/ihren Kindern. Manchmal wissen sie, dass sie nicht in ihren alten Beruf zurück möchten oder nicht zurück können. Denn oft sind die Arbeitszeiten nicht mit der Familie zu vereinbaren und Teilzeitstellen werden in der alten Firma nicht angeboten. Manchmal scheitert die Berufsrückkehr nach der bis zu dreijährigen Elternzeit aber auch, weil die Firma gar nicht mehr existiert oder die Familie umgezogen ist, damit der Mann einen Job in einer anderen Stadt annehmen kann. Wenn dem ersten Kind ein weiteres oder mehrere Kinder folgen, verlängert sich die Familienzeit nochmals um mehrere Jahre.

Zahlen zur Erwerbstätigkeit von Müttern

Rund 25 Prozent der Mütter in den alten Bundesländern nahmen unmittelbar nach der Geburt des ersten Kindes die Erwerbstätigkeit wieder auf, ergab eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im Jahr 2000. Rund 57 Prozent der Frauen waren nach der Familienzeit wieder berufstätig (in den neuen Bundesländern 70 Prozent). 73 Prozent der Mütter, die nach der Familienzeit zurück in den Job gingen, stiegen wieder im alten Betrieb ein. Mit zunehmendem Alter der Kinder steigt die Erwerbsbeteiligung der Mütter. Mütter von Grundschulkindern arbeiten zu 64 Prozent im Westen und zu 68 Prozent im Osten. Die Frauen in den alten Bundesländern arbeiten überwiegend in Teilzeit und betreuen ihre Kinder nach der Schule zumeist selbst (nur 4 Prozent der Kinder haben einen Hortplatz). Frauen in den neuen Bundesländern arbeiten mehrheitlich Vollzeit.

Zahlen: IAB-Kurzbericht, Ausgabe 7, 12. 4. 2001 und IAB-Kurzbericht Nr. 10 2001. Die ausführlichen Analysen können kostenlos heruntergeladen werden: Petra Beckmann / Beate Kurtz: Die Betreuung der Kinder ist der Schlüssel http://doku.iab.de/kurzber/2001/kb1001.pdf

Gerhard Engelbrech / Maria Jungkunst: Wie bringt man Beruf und Kinder unter einen Hut? http://doku.iab.de/kurzber/2001/kb0701.pdf


1.1 Auf zu neuen Ufern


„Es war ein schleichender Prozess. Als das dritte Kind in den Kindergarten kam, wurde der Stress langsam weniger und dann fing ich an, mir Gedanken zu machen, wie es weitergehen soll“, erzählt Gudrun (45). Der Entschluss zum Wiedereinstieg kommt nicht von heute auf morgen. Vor dem Aufbruch steht meist eine längere Phase der Unzufriedenheit. Nur Kinder, Küche, Kaffeeklatsch reichen vielen Frauen nach einigen Jahren Familienzeit nicht mehr. Sie fühlen sich unterfordert, lechzen nach Selbstbestätigung und Unabhängigkeit durch ein eigenes Einkommen. Rund eine Million Frauen in Deutschland streben Jahr für Jahr zurück in den Beruf. 83 Prozent der Frauen wünschen sich eine Vormittagsstelle. In eine Vollzeitbeschäftigung gehen im ersten Jahr nur 5 Prozent der Frauen im Westen, im Osten immerhin 36 Prozent.

Bei Frauen, die gern schon vor dem Kindergartenalter der Kinder wieder in den Beruf zurückkehren möchten, scheitert der Wiedereinstieg oft an fehlender Kinderbetreuung, aber auch häufig am schlechten Gewissen. Viele Mütter plagen sich mit Zweifeln: Ist das Kind nicht noch zu klein? Und was wird aus dem Haushalt? Was sagt mein Mann, wenn ich ihm nicht mehr den Rücken frei halte? Werden nicht die Nachbarn tratschen und die Schwiegereltern verständnislos mit dem Kopf schütteln und sagen: „Das hat sie doch nicht nötig …“ Die Angst, zur Fraktion der „Rabenmütter“ gerechnet und von der Umwelt geächtet zu werden, kennen viele Mütter. Wenn nicht finanzielle Not oder Trennung eine Berufstätigkeit der Mutter erzwingen, sind berufstätige Mütter von kleinen Kindern in Deutschland immer noch die Ausnahme.

In Familien mit mehreren Kindern sind die älteren Kinder oft schon eingeschult, wenn das jüngste in den Kindergarten kommt. Die ersten Schuljahre sind aber für die Mütter nach den relativ betreuungsstabilen Kindergartenjahren ein Rückschritt. Die Schule endet viel zu früh und die Betreuungsmöglichkeiten für Schulkinder sind nach wie vor miserabel. Dazu kommt der tägliche Kampf mit den Hausaufgaben: „Wenn ich nicht dahinter sitze, wird einfach nichts draus …“ – das kennen Mütter schulpflichtiger Kinder nur zu gut. Aber auch nach dem Wechsel auf eine weiterführende Schule will die Mutter ihrem Sprössling beistehen, und dann kommen ja schon die Schrecken der Pubertät … So gesehen sollten sich Mütter keine Illusionen machen: Den idealen Zeitpunkt für die Berufsrückkehr gibt es nicht.

Aber mit jedem Jahr des Ausstiegs wird der Wiedereinstieg schwieriger. Berufsrückkehrerinnen, die länger als drei Jahre ausgestiegen sind, sind häufig nicht schnell und gut zu vermitteln, gelten aber als besonders motiviert.


Richtlinien zur Elternzeit


Während der Elternzeit (bis 2001 noch fälschlicherweise als „Erziehungsurlaub“ bezeichnet) bleibt das Arbeitsverhältnis mit einem besonderen Kündigungsschutz bestehen. Damit besteht ein Anspruch darauf, an einen gleichwertigen Arbeitsplatz zurückkehren zu können.

Mutter und Vater können die Elternzeit auch gemeinsam beantragen. Stimmt auch der Arbeitgeber zu, kann ein Teil der insgesamt dreijährigen Elternzeit auch nach dem dritten Geburtstag – und zwar noch bis zum achten Geburtstag – des Kindes genutzt werden.

Während der Elternzeit darf prinzipiell eine Teilzeitbeschäftigung ausgeübt werden. Diese darf nach dem Reformgesetz 30 Wochenstunden nicht übersteigen. Ist am früheren Arbeitsplatz eine solche Teilzeitstelle nicht vorhanden, darf mit dem Einverständnis des Arbeitgebers auch eine andere Teilzeitstelle von bis zu 30 Wochenstunden angenommen werden. Das ruhende Hauptarbeitsverhältnis bleibt dabei bestehen. Nehmen beide Eltern Elternzeit, beträgt die Obergrenze 60 Wochenstunden.

Krankenversicherung

Wer Elternzeit in Anspruch nimmt oder Erziehungs-, Kranken- bzw. Mutterschaftsgeld bezieht, bleibt auch bei Unterbrechung der Berufstätigkeit Kassenmitglied. In dieser Zeit werden auch keine Beiträge fällig, wenn neben Mutterschafts- oder Erziehungsgeld keine anderen beitragspflichtigen Einnahmen vorliegen.

Wer während der Elternzeit die bisherigen Einnahmen verliert, vorm Bezug des Erziehungsgeldes versicherungspflichtig war und während des Bezugs keine anderen beitragspflichtigen Einnahmen besitzt, kann über die Versicherung des Ehepartners beitragsfrei versichert werden. Das gilt auch für Ehepartner, die nach dem Auslaufen des Erziehungsgeldes nicht hauptberuflich selbstständig erwerbstätig sind, monatlich nicht mehr als 400 Euro verdienen und nicht Beamte sind.

Rentenversicherung

In der gesetzlichen Rentenversicherung sind Kindererziehungszeiten Pflichtbeitragszeiten. Für die Kindererziehung werden maximal drei Jahre anerkannt, wenn das Kind nach dem 1. Januar 1992 geboren wurde. Kam es vorher zur Welt, wird maximal ein Jahr angerechnet. Eine längere Unterbrechung der Berufstätigkeit führt zu Versicherungslücken, wenn nicht in der Zwischenzeit weitere Kinder geboren werden.

Ausführliche Informationen zur Elternzeit bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in zwei kostenlosen Broschüren:...

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