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E-Book

Wer hat das Zeug zum Unternehmer?

Training zur Förderung unternehmerischer Potenziale

AutorElke Schröder, Eva Schmitt-Rodermund
VerlagHogrefe Verlag Göttingen
Erscheinungsjahr2004
Seitenanzahl197 Seiten
ISBN9783840918810
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis35,99 EUR
Wer hat das Zeug zum Unternehmer? Sie? Ihre Schüler? Ihre Studenten? Die Teilnehmer eines von Ihnen angebotenen Weiterbildungsprogramms? Jeder in einer Phase beruflicher Orientierung profitiert von diesem Trainingsprogramm. Ziel ist es, die eigenen unternehmerischen Fähigkeiten einzuschätzen, Kenntnisse über die Führung eines Unternehmens zu erwerben und Techniken zu erlernen, die für eine Unternehmensgründung, ebenso aber auch im Berufsleben generell, unverzichtbar sind. Das Training richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene in Situationen der beruflichen (Um-)Orientierung. Es erlaubt mittels verschiedener Übungen, Spiele und einer Computersimulation, das eigene Wissen über unternehmerisches Tun und das dafür notwendige Rüstzeug zu erweitern und sich selbst im Spiegel unternehmerischer Persönlichkeitseigenschaften anzuschauen.

Ganz praktisch werden Fähigkeiten und Techniken trainiert, die ein erfolgreicher Gründer haben sollte, beispielsweise im Bereich Führung, Überzeugen, Problemlösen oder Kreativität. Das Programm umfasst 10 Unterrichtseinheiten von je 90 Minuten Dauer, kann aber auch im Sinne eines Baukastenprinzips genutzt werden. 

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Kapitelübersicht
  1. Vorwort und Inhalt
  2. 1 Wer hat das Zeug zum Unternehmer? Ein Training zum Thema der beruflichen Selbstständigkeit
  3. 2 Berufliche Entwicklung und unternehmerische Selbständigkeit im Spiegel der Forschung
  4. 3 Ziele des Trainingsprogramms
  5. 4 Grundlagen und Ablauf des Trainings
  6. 5 Zielgruppen
  7. 6 Ergebnisse einer Evaluationsstudie zum Trainingsprogramm
  8. 7 Die Fragebögen zu Leistungsorientierung und Selb
  9. 8 Flowerpower – Eine Computersimulation zur Unter
  10. 9 Arbeitsmaterialien
  11. Literatur
  12. Die Autorinnen und Anhang: Die Benutzung der CD (Nicht im eBook enthalten)
Leseprobe
6 Ergebnisse einer Evaluationsstudie zum Trainingsprogramm (S. 44-45)

In der Trainingspraxis existiert eine Vielzahl von Programmen mit viel versprechenden Inhalten, doch leider weiß man häufig nicht, ob ein Programm tatsächlich hält was es verspricht und zu den intendierten Zielen führt. Aussagen über die Wirksamkeit eines Programms sind jedoch sehr wichtig, da sie letztendlich die Legitimation der Maßnahme ausmachen.

Zur Bewertung eines Trainingsprogramms können verschiedene Kriterien herangezogen werden. Beispielsweise können die Trainingsleiter und Teilnehmer befragt werden, wie zufrieden sie mit dem durchgeführten Training waren. Die Einschätzung der Beteiligten kann wichtige Hinweise darüber liefern, ob beispielsweise das Training verständlich war, die Inhalte im geplanten Umfang durchgeführt werden konnten, die Beteiligten mit den vorgegebenen Trainingsmaterialien gut zurecht kamen und schließlich, ob das Programm Spaß gemacht hat.

Über die Bewertung durch die Beteiligten eines Trainings hinaus sollte bei einer Programmevaluation erfasst werden, ob am Ende eines Trainings die intendierten Trainingsziele, etwa die Verbesserung der Teamfähigkeit einer Gruppe, erreicht werden konnten. Je klarer die angestrebten Ziele dabei formuliert sind, desto einfacher lassen sich diese überprüfen. Neben der generellen Wirksamkeit interessiert, ob ein Programm für bestimmte Teilgruppen besonders wirksam ist. Denkbar wäre, dass die Teilnehmer je nach ihrem Erfahrungshintergrund, ihrem Alter oder ihren Persönlichkeitseigenschaften unterschiedlich von einem Training profitieren. Ein drittes Kriterium im Rahmen der Trainingsevaluation bildet schließlich die Frage, ob bestimmte Trainingselemente besonders zur Wirksamkeit des Programms beitragen. Ergebnisse dieser Art können zur Optimierung des Programms herangezogen werden. Die hier angeführten Kriterien bilden die Grundlage einer umfassenden Evaluationsstudie, in der die Effektivität des Trainings „Wer hat das Zeug zum Unternehmer?" untersucht wurde. In der Studie wurden sowohl die einzelnen Trainingsbausteine durch die Trainingsleiter und Teilnehmer bewertet als auch Veränderungen der Teilnehmer nach dem Training hinsichtlich verschiedener Ergebnisvariablen erfasst.

6.1 Methode

Im Folgenden wird zunächst eine Beschreibung der Teilnehmer gegeben, mit denen das Trainingsprogramm erprobt und in seiner Wirksamkeit evaluiert wurde. Anschließend wird im Abschnitt „Durchführung" detailliert beschrieben, an welchen Stellen sich die Bausteine des evaluierten Trainingsprogramms von dem in diesem Band vorgestellten Programm unterscheidet.

6.1.1 Stichprobe

Die Untersuchung zur Wirksamkeit des Unternehmertrainings wurde im Schulkontext durchgeführt. An der Befragung nahmen 623 Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 aus insgesamt 11 Schulen teil.

6.1.1.1 Schulen

Bei den Schulen handelte es sich um verschiedene Schultypen. Es beteiligten sich Haupt- und Realschulen4 mit 6 Klassen (165 Schüler), 1 Berufsschule mit 2 Klassen (51 Schüler) und 7 Gymnasien mit insgesamt 10 Klassen (407 Schüler).

6.1.1.2 Alter

Im Durchschnitt waren die befragten Teilnehmer 16 Jahre alt, wobei die Alterspanne insgesamt von 14 bis 26 Jahren reichte. Der Anteil an Mädchen (53 %) und Jungen (47 %) war annähernd ausgewogen.

6.1.1.3 Trainingsgruppe

Die Schüler wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bildete die Trainingsgruppe mit n = 321 Schülern. Diese Schüler erlebten das Training mit allen 10 Bausteinen entweder im regulären Unterricht oder zu Projekttagen mit ihren Lehrern als Trainingsleitern.

6.1.1.4 Kontrollgruppe

Die zweite Gruppe bildeten die Kontrollschüler (n = 302). Diese Schüler erhielten kein Training, waren ansonsten jedoch mit den Trainingsschülern vergleichbar, d. h. sie waren im Durchschnitt gleich alt, kamen jeweils aus derselben Klassenstufe und Schule und beantworteten den Evaluationsfragebogen im selben zeitlichen Abstand wie die Trainingsschüler.

6.1.2 Durchführung

In den Schulen, die an der Evaluationsstudie teilnahmen, wurde das Trainingsprogramm komplett mit allen 10 Trainingsbausteinen durchgeführt. Die ursprüngliche Trainingsversion, auf der die hier berichteten Evaluationsergebnisse basieren, unterscheidet sich geringfügig von den Trainingsinhalten, wie Sie sie in diesem Buch finden. Dies betrifft die Bausteine „Führung", „Problemlösen", „Leistungsmotivation" und „BWL-Grundlagen". Die Inhalte dieser Bausteine wurden nach der Trainingsevaluation optimiert. In der ersten Trainingsversion erfolgte der Turmbau im Baustein „Führung" mit Hilfe von Holzklötzen. Aus Gründen der Praktikabilität wurden die Holzklötze inzwischen durch Papierbögen ersetzt. Im Baustein „Problemlösen" kam im Rahmen der Evaluationsstudie neben der Fünf-Schritte-Technik noch eine Computersimulation zum Einsatz.

Diese hat sich jedoch für die Teilnehmer nicht bewährt. Der Schwerpunkt des Bausteins „Motivation" lag in der ersten Trainingsfassung auf dem Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen. Dazu wurden mit den Teilnehmern neben einem Selbsttest persönliche Erfolge und Misserfolge besprochen. Es zeigte sich, dass es vielen Teilnehmern unangenehm war, über ihre eigenen Erfahrungen zu berichten. Der Baustein wurde daher neu gestaltet. Im Baustein „Betriebswirtschaftliche Grundlagen" schließlich wurde das ursprüngliche Computerspiel, welches noch auf DOS Ebene basierte, inzwischen durch die von uns entwickelte Computersimulation „Flowerpower" ersetzt.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort10
Inhalt12
1 Wer hat das Zeug zum Unternehmer? Ein Training zum Thema der beruflichen Selbstständigkeit16
2 Berufliche Entwicklung und unternehmerische Selbständigkeit im Spiegel der Forschung19
Die Ausgangslage20
Risiken20
Chancen20
Eine Strecke mit Hindernissen: Wege in den (richtigen) Beruf21
Zeitpunkt \(erster\) beruflicher Pläne21
Inhalte beruflicher Pläne24
Wer entscheidet sich für was? Berufswahl25
Hollands Theorie des beruflichen Typs25
Lents Thesen zur Rolle der Selbst-wirksamkeit bei der Berufswahl26
Schlussfolgerungen aus den beiden Theorien27
Vorläufer des beruflichen Erfolgs27
Beruflicher Erfolg – was ist das eigentlich?27
Allgemeine Vorläufer beruflichen Erfolgs28
Erfolg in bestimmten Berufen29
Erfolgreich in der unternehmerischen Selbstständ30
Persönlichkeitseigenschaften31
Fähigkeiten und Fertigkeiten33
Schlussfolgerung: Es bedarf eines Trainings34
Hintergründe eines Trainings zum Thema unternehm35
3 Ziele des Trainingsprogramms37
4 Grundlagen und Ablauf des Trainings38
4.1 Trainingsinhalte38
4.2 Baukastenprinzip: Wählen Sie, was benötigt wird39
4.3 Zeitbedarf39
4.4 Aufbau der Trainingsbausteine40
4.5 Trainingsaufbau40
4.5.1 Wissensvermittlung41
4.5.2 Verhaltenstraining41
4.5.3 Selbsterkenntnis41
4.6 Weitere Anmerkungen41
4.6.1 Methodenvielfalt41
4.6.2 Methoden zur Gruppenbildung42
5 Zielgruppen44
5.1 Anwendungsbeispiele und Variationsmöglichkeiten des Trainings44
5.1.1 Anwendung in der Schule44
Verschiedene Schultypen44
Klassenstufe45
Zusammenspiel fachlicher und persönlicher Kompe45
Projekttage45
Einbettung in den Unterricht45
Den Auftakt des Trainings erfolgreich gestalten46
Spaß oder Ernst? Charakter des Trainings46
5.1.2 Anwendung für Erwachsene47
5.1.3 Gibt es Bausteine, die für bestimmte Teilnehmergruppen besonders geeignet sind?47
5.2 Computersimulation „Flowerpower“48
5.3 Erweiterung des Trainings auf Assessment Center zur Potenzialeinschätzung48
6 Ergebnisse einer Evaluationsstudie zum Trainingsprogramm49
6.1 Methode49
Stichprobe49
Schulen50
Alter50
Trainingsgruppe50
Kontrollgruppe50
Durchführung50
6.2 Bewertung des Trainings durch Lehrer und Schüler51
Lehrerurteil51
Schülerurteil51
Lernzielverständnis52
Emotionale Bewertung52
Kognitive Bewertung53
Zusammenfassung53
6.3 Erreichung des Trainingsziels53
6.4 Gruppeneinteilung je nach Trainingserfolg54
6.5 Vergleich der Gruppenzuordnung bei Trainings- und Kontrollgruppe55
6.6 Wirksamkeit des Programms für verschiedene Teilgruppen: Hypothesen55
Wirksamkeit des Trainings bei Menschen mit einem56
Wirksamkeit des Trainings bei Menschen ohne unter56
6.7 Ergebnisse der Evaluation des Trainingsprogramms57
Persönlichkeitsprofil57
Unternehmerischer Familienhintergrund58
Was ist wichtiger für den Erfolg des Trainingspr58
Zusammenfassung59
6.8 Wirkmechanismen60
Was genau lernt die Trainingsgruppe? Wissen, Selbsterkenntnis, Verhaltensstrategien61
Der Zusammenhang zwischen den erlernten Fähigkei62
Zusammenfassung64
7 Die Fragebögen zu Leistungsorientierung und Selb65
7.1 Leistungsorientierung65
Selbstwirksamkeits- erwartungen67
7.2 Selbstwirksamkeitserwartungen69
Stichproben69
Vorgehen69
Reliabilität70
Validität70
Gruppenunterschiede71
Itemkennwerte zu den Skalen71
7.4 Zusammenfassende Einschätzung73
8 Flowerpower – Eine Computersimulation zur Unter74
8.1 Spielparameter75
8.2 Spielstrategie76
8.2 Spielstrategie78
8.3 Zielgruppen für „Flowerpower“78
Benutzereingestellte Variablen79
Voreingestellte Variablen79
Startwerte80
Berechnete Variablen81
Formeln81
8.4 Das Formelwerk der Simulation „Flowerpower“78
8.5 Möglichkeiten für Ergebnisprotokolle82
8.6 Variationsmöglichkeiten83
9 Arbeitsmaterialien85
9.1 Übersicht über die 10 Bausteine85
9.2 Legende zu den verwendeten Symbolen86
9.3 Baustein 188
9.4 Baustein 296
9.5 Baustein 3103
9.6 Baustein 4113
9.7 Baustein 5120
9.8 Baustein 6129
9.9 Baustein 7140
9.10 Baustein 8149
9.11 Baustein 9159
9.12 Baustein 10174
9.13 Abschluss184
Literatur188
Die Autorinnen196
Anhang: Die Benutzung der CD (Nicht im eBook enthalten)197
Materialien197
Flowerpower installieren197

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