Fließendes Wasser ist für uns selbstverständlicher Luxus, über den wir nicht mehr nachdenken. Morgens der Gang zur Toilette, die schöne warme Dusche zum Start in den Tag oder aber abends zur Entspannung vor dem zu Bett gehen. Wie wichtig und unerlässlich fließende Wasserhähne oder  freie Rohre für unseren Alltag sind, merken wir erst, wenn der Fluss gestört ist. Je nach Grad der Störung ist ein Notdienst manchmal zwingend notwendig. Aber was leistet ein Klempner-Notdienst?

1.      Der Klassiker – die verstopfte Toilette:

Spätestens beim Abspülen fällt es auf – das Wasser läuft nicht mehr ab, im schlimmsten Fall tritt es über den Toilettenrand und fließt auf den Boden. Es ist keine Benutzung mehr möglich. Dieser Notstand muss zügig beseitigt werden. Gerade in Mietwohnungen, in denen oftmals lediglich eine Toilette für die Bewohner zur Verfügung steht. Sollte die gute alte Saugglocke oder ein Griff ins WC nicht die nötige Entspannung bringen, wird der Sanitär-Notdienst mit einer Rohrspülung oder mit einer speziellen Spirale Abhilfe schaffen können.  Darüber hinaus kann auch eine chemische Reinigung erforderlich sein, sollte es sich um festsitzende Ablagerungen handeln. Eine thermische Reinigung, bei der die Rohre trocken gelegt und beheizt werden, um die Ablagerungen auszutrocknen und danach auszuspülen, stellt eine weitere Alternative dar. Diese beiden letzten Methoden erfordern eine Stilllegung der Abwasseranlage.

 

2.      Rohrbruch:

Man entdeckt plötzlich einen feuchten Fleck an der Mauer, es tropft oder überschwemmt das Bad oder die Küche. Hier muss sofort      gehandelt werden. Zunächst muss der Haupthahn der Wasserversorgung abgestellt werden. Mit einem

speziellen Ortungsgerät wird die Leckage ermittelt. Dann hilft meist nur eine möglichst geringe Öffnung des Mauerwerks und zunächst eine temporäre Abdichtung. Eventuell muss im späteren Verlauf der Sanitär-Installateur ein Rohrstück austauschen. Mieter sind verpflichtet, unverzüglich den Vermieter zu informieren.

 

3.      Die Absperrventile lassen sich nicht mehr bewegen:

Eigentlich sollte man in regelmäßigen Abständen die Wasser-Absperrventile bzw. den Hauptwasserhahn bewegen. Aber Hand auf’s Herz: die Zeit vergeht rasend schnell und schon ist wieder ein Jahr um. Wenn nun noch ein Wasserschaden passiert und das Wasser sich an keiner Stelle mehr abstellen lässt, haben wir den „worst case“ erreicht. Im schlimmsten Fall muss dann die Feuerwehr gerufen werden. Aber auch ein Sanitär-Notdienst, weiß, was zu tun ist.

 

Glücklicherweise gibt es für diese Fälle 24h Notdienste, die möglichst schnell vor Ort helfen können. Ein Anruf bei der Versicherung bzw. bei dem Vermieter ist darüber hinaus auch unerlässlich.

Ein Wort noch zur Mietersituation: Wann darf der Mieter eigenständig einen Notdienst informieren?

Die kalte Dusche oder der funktionslose Wasserhahn werden nicht als Notfall betrachtet und rechtfertigen kein eigenmächtiges Handeln. Selbstverständlich darf und muss der Mieter aber bei einem dringlichen Schaden wie einem Rohrbruch oder einer akuten Verstopfung einen Notdienst rufen können. Bedingung: Es liegt ein Notfall oder eine dringende Gefahr für Leib und Leben durch den Schaden vor. Der Mangel/ Schaden muss umgehend beseitigt werden, damit die Mietwohnung erhalten, beziehungsweise weiter bestehen kann § 536 a Abs. 2 Nr. 2 BGB oder eine bestehende Gefahr abgewendet wird.

Wenn der Vermieter auf die Schnelle nicht zu erreichen ist, ist der Mieter für den Notdienst der Auftraggeber und wird die Rechnung erhalten. Diese sollte dann dem Vermieter zunächst in Kopie gesendet werden. In diesem Schreiben teilen Sie dem Vermieter dann mit, dass Sie die Originalrechnung nach Geldeingang übersenden. Eine Verrechnung mit der Miete ist meist nicht ratsam, dieser sollten Sie nicht ohne Beratung zustimmen.

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