Mit einem Klick den Traumurlaub buchen – für viele Deutsche ist das längst keine unbekannte Sache mehr. Immer häufiger werden Urlaubsbuchungen im Internet vorgenommen und der Trend wird vermutlich auch weiterhin anhalten. Aber warum sind Reisebuchungen über das Internet so beliebt und wie sollten Hotels und Reiseanbieter am besten auf diesen Hype reagieren?

Urlaubsbuchungen über das Internet nehmen weiter zu

Wer noch vor einigen Jahren einen Urlaub buchen wollte, besuchte üblicherweise ein regionales Reisebüro, welches mit gutem Service und moderaten Preisen überzeugen konnte. Doch mittlerweile entscheiden sich Reiselustige vermehrt zur Buchung über das Internet: Der Anteil der online gebuchten Reisen ist im Jahr 2018 auf 42 Prozent gestiegen, wie die Ergebnisse einer Reiseanalyse zeigen, die vom Verband Internet Reisevertrieb (VIR) Anfang März auf der Reisemesse ITB vorgestellt wurden. Wird hierbei noch der Buchungsweg per E-Mail berücksichtigt, wurden im Jahr 2018 sogar 50 Prozent aller Reisen mit einer Dauer von mindestens 5 Tagen online gebucht. Im Vorjahr waren es noch 45 Prozent. Auch die Zahl der online gebuchten Kurzurlaube stieg deutlich auf 80 Prozent aller Reisebuchungen an. Insgesamt wurden 2018 über alle Urlaubsreisen hinweg rund 65 Prozent aller Trips per E-Mail und/oder im Internet gebucht.

Welche Form von Reisen werden besonders häufig über das Internet gebucht?

Mit Blick auf die Reisearten zeigt sich, dass Städtereisen sowie Wellness- und Aktivurlaube zunehmend im Netz gebucht werden. Auch Familien-Pauschalreisen buchen viele Deutsche gerne vom heimischen Sofa aus, schließlich ist das in der Regel nicht nur bequemer, sondern es besteht auch die Möglichkeit, besser die Preise und Angebote vergleichen zu können. Reisearten wie Kreuzfahrten oder Cluburlaube werden hingegen vor allem nach einer persönlichen Beratung im Reisebüro gebucht. Insgesamt zeigt sich also folgendes: Je komplexer und umfangreicher eine Reise ist, desto wichtiger ist für viele Menschen die fachliche Beratung im Reisebüro.

Was sind die Hauptzielgruppe von Urlaubsbuchungen im Internet?

Online-Urlaubsbuchungen werden in erster Linie von jungen Urlaubern und Singles bevorzugt, aber auch immer mehr Familien entscheiden sich für diese schnellen Buchungswege. Vor allem werden aber die über 55-Jährigen immer wichtiger für den Online-Reisemarkt, denn dabei handelt es sich grundsätzlich um die reisefreudige Bevölkerungsgruppe, die meist sogar zweimal im Jahr verreist und im Schnitt pro Reise rund 1500 Euro ausgibt. Auch diese Zielgruppe bucht immer öfter per Internet. Grundsätzlich entscheiden aber trotz dessen die Reisearten darüber, inwiefern eine Internetbuchung infrage kommt. Ein Wochenendurlaub in einem deutschen Wellnesshotel wird also deutlich eher online gebucht, als eine aufwendige USA-Rundreise oder Kreuzfahrt über die Weltmeere.

Warum wird der Trend auch in Zukunft vermutlich weiter anhalten?
Die Online-Touristik hat ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal: Dem Urlauber wird hier der größte Reisekatalog angeboten, den es gibt. Nirgendwo anders sind das Angebot und die Fülle an Informationen so hoch. Auch einzelne Hotels und Pensionen arbeiten inzwischen mit eigenen Online-Buchungsmaschinen. Dies ist natürlich ein entscheidender Vorteil gegenüber einem regionalen Reisebüro. Darüber hinaus wird sich in Zukunft voraussichtlich das so genannte „Dynamic Packaging“ zu einem zentralen Thema entwickeln. Hierbei kann sich der Kunde im Internet eine Kombination aus Hotel, Flug und Mietwagen selbst zusammenstellen, statt auf vorgefertigte Buchungspakete zurückgreifen zu müssen. Somit können bei der Reiseplanung natürlich deutlich besser individuelle Wünsche berücksichtigt werden. Bisher hinken bei diesem Thema aber leider noch viele Reisebüros hinterher, sodass deutlicher Nachholbedarf besteht.

Wie sollten Reiseanbieter, Hotels und Resorts darauf reagieren?

Schon jetzt zeigt sich, dass sich die knapp 10.000 Reisebüros in Deutschland weiterentwickeln: So bieten sie beispielsweise längst Tickets für Billigflieger an oder haben ein systematisches Hotel-Bewertungssystem mit in die Beratung eingebunden. Im Grunde liegt die Zukunft wohl in einem deutlich stärkeren Zusammenwachsen von On- und Offline-Welt. Natürlich wird es auch auf lange Sicht in Deutschland noch Reisebüros geben, aber es ist wichtig, dass diese sich verändern. Viele Anbieter haben dies bereits erkannt und arbeiten mit modernen Shop-Konzepten sowie effizienten und digitalen Techniken. Ein Beispiel hierfür sind virtuelle Rundgänge durch das Hotel am Urlaubsort. Schon heute sorgen solche Erlebnisse für ein ganz anderes Buchungsgefühl.

Das Fazit

Der Trend der Online-Urlaubsbuchungen ist noch lange nicht zu Ende, sondern es zeigt sich, dass sich in Zukunft wohl immer mehr Menschen für diesen einfachen Buchungsweg entscheiden werden.

Foto: Petra Behn

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