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E-Book

Alles Ware

Glanz und Elend der Kommerzkultur

AutorRobert Misik
VerlagAufbau Verlag
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl200 Seiten
ISBN9783841200594
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis7,99 EUR
Ob Auto, Sonnenbrille, Sportschuh oder MP3-Player - wir erwerben Güter heute längst nicht mehr ihres Gebrauchswerts wegen, sondern weil sie einen Lifestyle verkörpern. Güter repräsentieren Identität. Und die Güter, die darin besonders gut sind, werden 'Kult'. Das Spiel mit den Zeichen, früher allein in der Kunstwelt dominant, ist heute auch für die Wirtschaftswelt entscheidend. Robert Misik zeigt, dass die allseits beklagte 'Ökonomisierung der Kultur' und die 'Totalkulturalisierung der Ökonomie' zwei Seiten einer Medaille sind. Die Wirtschaft investiert immer mehr Gefühle und Affekte in die Produktion von Bedürfnissen und Waren. Virtuelle Welten ('Second Life') werden zu Kommerzschlagern. Künstlertugenden ziehen ins Wirtschaftsleben ein ('Sei kreativ!'), die Wirtschaft wird kulturalisiert und moralisiert ('Fair Trade'). Last but not least ist auch der 'Kampf der Kulturen' ohne den globalisierten westlichen Way of Life nicht zu verstehen. Robert Misik beschreibt, was es mit dem Kulturkapitalismus auf sich hat. Und was der mündige Konsument tun kann.

Robert Misik, geboren 1966, ist ständiger Autor der tageszeitung (Berlin), von profil und Falter (Wien) und einer der streitbarsten linken Publizisten seiner Generation. Auf der Website des Wiener Standard betreibt er die wöchentliche Videokolumne 'FS Misik'. Im Aufbau Verlag erschienen u.a. seine Bücher 'Anleitung zur Weltverbesserung', 'Das Kultbuch', 'Genial dagegen' und 'Marx für Eilige'. 1999 erhielt Robert Misik den 'Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch'. 2009 wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik geehrt. Er ist Journalist des Jahres in der Kategorie Online 2010.Mehr zum Autor unter www.misik.at

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Leseprobe
20
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt7
Vorwort Konsumkritik – aber richtig!9
1. Kulturkapitalismus. Warum wir heute immer weniger den Gebrauchswert von Gütern und zunehmend ihren kulturellen Mehrwert konsumieren.18
2. Was ist Shopping? Warum der Konsument im Konsumkapitalismus nicht nur Waren erwirbt – sondern mit diesen auch sich selbst, seine Identität.37
3. Theorie der Shopping Mall. Wie der Konsumismus unsere Lebenswelten umformt und die Stadt zur Brand-Zone macht.60
4. Künstler sollst Du sein! Wie Künstler und Bohemiens, die früher als Anti-Figuren zum berechnenden Wirtschaftsbürger galten, zum Ideal des modernen Arbeitnehmers wurden.82
5. Re-Branding of a Nation. Warum heute Staaten zu Marken geworden sind, die ihren Nationalcharakter als Image verkaufen.108
6. Retro-Chic. Eine Theorie des Schäbigen oder: Wie es kam, dass Authentizität zu einem Konsumgut wurde, vermarktbar wie jedes andere auch.120
7. »Gute Geschäfte« »Buycott« oder: Warum im Kulturkapitalismus ethisches Wirtschaften keine Frage von Gut und Böse, sondern ein Investment in Meinungsmärkte ist.133
8. Oberchic und Unterchic. Oben stellt man die eigene Verfeinerung aus, und unten isst man Chips. Oder: Wer kulturell und materiell abgehängt ist, der kommt da nicht mehr raus.155
9. Die Norm und die Anderen. Westliche Kultur versus »die Kulturen« oder: Wie wir uns mit der Verbreitung der Konsumzivilisation einen Kampf der Kulturen einhandelten.170
Schluss »Was soll ich tun?«. Warum der Kulturkapitalismus die Welt nicht unbedingt besser macht.183
Anmerkungen194
Bildnachweis201

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