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Behinderte Menschen zwischen Anerkennung und Missachtung

AutorSandro Ferdani
Verlagdiplom.de
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl87 Seiten
ISBN9783842814622
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis28,00 EUR
Inhaltsangabe:Einleitung: Die hier vorgelegte Arbeit nimmt ihren Ausgangspunkt in der persönlich wahrgenommen Lebenssituation von Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung. Sie basiert auf Erfahrungen einer nunmehr zehnjährigen Tätigkeit innerhalb der institutionalisierten Behindertenhilfe, die zum Entschluss geführt haben, diese einer grundsätzlichen Reflexion zu unterziehen. Trotz der immensen sozialpolitischen und berufständischen Entwicklungsdynamik der letzten Jahre entstand der Eindruck, dass damit kein elementarer Wandlungsprozess in der Wahrnehmung und Anerkennung von Menschen mit einer Behinderung verbunden war, sondern vielmehr ein gesellschaftlicher Transformationsprozess nachgeholt und praktiziert wurde, welcher unter dem Begriff der Individualisierung subsumiert werden könnte. Diese Einschätzung wurde zudem verstärkt, als in Folge des Kostendrucks der öffentlichen Haushalte bzw. kommunalen Leistungsträger, unter Berufung auf fachliche Leitprinzipien (z.B. Selbstbestimmung), immer neuere Finanzierungsmodelle erprobt wurden, die auch mit den Stichwörtern Entprofessionalisierung bzw. Hilfemix und Wirkungsorientierung bzw. Kostenreduktion beschreibbar wären. Das Recht auf Freiheit wird zur Pflicht der Eigenverantwortung, woraus nicht selten das scheinbar ambivalente Verlangen nach Schutz und Halt – ein menschliches Grundbedürfnis – erwächst. Ein Mehr an persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung war und ist mit der Auflösung traditioneller Vorgaben und Sicherheiten verbunden, und führt zwangsläufig zu einer höheren Anforderung an die Entscheidungsfähigkeit des Einzelnen, die nicht zuletzt auch erlernt und erfahrbar gemacht werden muss. Darauf basierend, dass ‘gesellschaftliche Entwicklungen (…) ihre Entsprechung in der individuellen Biographie’ haben, wollen wir die folgende Hypothese I formulieren: Die Identität von Menschen (mit einer Behinderung) konstruiert sich anhand des sozialen Anforderungsprofils an eine Normalbiographie bzw. der Identitätsbildungsprozess spiegelt die kulturell geprägten Systemmechanismen einer Gesellschaft wider. Grundlage bietet der soziale Konstruktivismus und die damit einhergehende Vorstellung, dass Normalität und Behinderung (oder Abweichung) auf gesellschaftlichen Vorgaben und Zuschreibungen beruhen und keine allgemeine und objektive Realität darstellen, ein Ansatz, den vor allem auch die Disability Studies aufzugreifen versuchen. Unter systemtheoretischen Gesichtspunkten ‘konstruieren [...]

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