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Internationale Finanzmarktkrisen: Ursachen, Ablauf, Prävention

AutorMarc S. Resinek
VerlagVerlag für Wissenschaft und Forschung
Erscheinungsjahr2001
Seitenanzahl118 Seiten
ISBN9783897001626
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis24,90 EUR
Die Instabilität der Finanzmärkte im letzten Jahrzehnt hat in der Wissenschaft das Interesse am Phänomen der Währungs-, Banken- und Finanzkrise erneut geweckt, nachdem die ersten Erklärungsansätze aus den späten siebziger Jahren während der achtziger Jahre kaum weiterentwickelt wurden. Die zentralen Charakteristika der jüngsten Krisen lassen die älteren Modelle, die vor allem eine zu expansive staatliche Wirtschaftspolitik als Krisenursache identifizieren, jedoch als nicht mehr angemessen und zeitgemäß erscheinen. Auch wenn ungünstige volkswirtschaftliche Fundamentalfaktoren bei der Entstehung von Krisen an den internationalen Finanzmärkten weiterhin von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind, so spielen wohl insbesondere Erwartungen und Vertrauen der Marktakteure in einem extrem liberalisierten globalen Finanzmarktumfeld eine ebenso wichtige Rolle. Den auf diesem Gebiet umfangreichen Forschungsanstrengungen der letzten Jahre folgend, geht die vorliegende Arbeit vor allem drei Fragen nach: Was sind die Ursachen für Krisen an den Finanzmärkten? Wie laufen solche Krisen ab, und welche Interdependenzen lassen sich identifizieren? Welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen können ergriffen werden, um derartige Krisen zu verhindern und die Finanzmärkte zu stabilisieren?

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis und Verzeichnis der Anhänge
  2. Einleitung und Bedeutung stabiler Währungsbeziehungen
  3. Erklärungsansätze der Währungskrisentheorie
  4. Finanzmarktkrisen: Ablauf
  5. Finanzmarktkrisen: Ursachen
  6. Zur Vorhersehbarkeit von Finanzmarktkrisen
  7. Wirtschaftspolitische Implikationen, Fazit und Ausblick
  8. Anhang und Literaturverzeichnis
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis4
Abbildungsverzeichnis7
Verzeichnis der Anhänge8
1. Einleitung10
2. Zur Bedeutung stabiler Währungsbeziehungen12
2.1 Warum sind stabile reale Wechselkurse wünschenswert?13
2.2 Langfristiger Gleichgewichtswechselkurs und „misalignments“: Überblick über theoretische Ansatzpunkte16
2.3 Wann liegt eine Währungskrise vor?19
3. Erklärungsansätze der Währungskrisentheorie20
3.1 Ungünstige Fundamentalfaktoren als Auslöser20
3.1.1 Standardmodell von Krugman20
3.1.2 Implikationen des fundamentalen Währungskrisenmodells24
3.1.3 Theoretische Beschränkungen des Modells26
3.2 Glaubwürdigkeitsansatz und sich selbst erfüllende Erwartungen28
3.2.1 Bedeutung von Erwartungen, Zeitinkonsistenz und Glaubwürdigkeit28
3.2.2 Erwartungsbedingte Glaubwürdigkeitsprobleme und multiple Gleichgewichte: der „Escape Clause“- Ansatz29
3.2.3 Modellimplikation I: sich selbst erfüllende spekulative Attacken33
3.2.4 Modellimplikation II: Herdenverhalten und Ansteckungseffekte34
3.3 Unzulänglichkeiten der Währungskrisentheorie bei der Erklärung realer Finanzmarktkrisen36
4. Finanzmarktkrisen: Ablauf und Ursachen von Turbulenzen im gesamten Finanzsystem37
4.1 Typen monetärer Krisen: Fallbeispiele aus Europa, Amerika und Asien38
4.1.1 Währungskrise ohne Bankenkrise: Europäisches Währungssystem 1992/9338
4.1.2 Bankenkrise ohne Währungskrise: USA in den achtziger Jahren39
4.1.3 Währungs- und Bankenkrise: Asienkrise 1997/9840
4.2 Anatomie von Finanzmarktkrisen41
4.2.1 Was ist eine Finanzmarktkrise?41
4.2.2 Überblick über Zusammenhänge zwischen Währungs- und Bankenkrisen42
4.2.3 Typischer Ablauf einer Finanzmarktkrise in Schwellenländern44
4.3 Strukturelle Schwächen durch Deregulierungen im Finanzsystem46
4.3.1 Liberalisierung des inländischen Finanzsektors ohne adäquate inländische Bankenregulierung und -aufsicht47
4.3.2 Rolle der Liberalisierung des internationalen Kapitalverkehrs50
4.3.3 Konsequenzen der Deregulierung bei festen Wechselkursen53
4.4 Gesamtwirtschaftliche Wirkungszusammenhänge und neuere theoretische Erklärungsversuche von Finanzmarktkrisen55
4.4.1 Überblick über makroökonomische Ursachen von Bankenkrisen56
4.4.2 Moral Hazard, Überinvestitionen und spekulative Blasen59
4.4.3 Financial Fragility und Creditor Panics: Ursachen und Konsequenzen plötzlicher Kapitalabflüsse61
4.4.4 Interdependenz von realem Wechselkurs, Unternehmensbilanzen und Investitionsfähigkeit64
4.5 Fazit aus theoretischer Perspektive66
4.5.1 Beurteilung und Zusammenführung der alternativen Erklärungsansätze66
4.5.2 Relevanz der Theorie für die Erklärung der Finanzmarktkrise in Ostasien75
5. Zur Vorhersehbarkeit von Finanzmarktkrisen: das Versagen der bestehenden Frühwarnsysteme im Falle der Asienkrise77
5.1 Frühwarnindikatoren und Frühwarnsysteme: ein Überblick77
5.1.1 Zusammenhang von Frühwarnindikatoren und Theorie78
5.1.2 Zur Konstruktion von Frühwarnsystemen79
5.2 Frühwarnsysteme und Asienkrise82
5.2.1 Signale der bestehenden Frühwarnindikatoren vor der Asienkrise82
5.2.2 Ursachen für das Versagen der Frühwarnsysteme83
5.3 Sind Finanzmarktkrisen vorhersehbar?84
5.4 Ansatzpunkte für neue Indikatoren und zuverlässigere Frühwarnsysteme85
6. Wirtschaftspolitische Implikationen: Vorschläge zur Stabilisierung des internationalen Finanzsystems86
6.1 Erhöhung von Markttransparenz und Verbesserung der nationalen Finanzmarktregulierung und -aufsicht87
6.2 Kontrolle der internationalen Kapitalströme88
6.3 Schaffung eines stabileren Weltwährungssystems89
6.4 Intensivierung der internationalen makroökonomischen Kooperation92
7. Fazit und Ausblick: Globale Finanzmarktintegration als Zukunftsmodell?93
Anhang95
Anhang I: Chronologie der Finanzmarktkrise in Ostasien95
Anhang II: Liberalisierung des inländischen Finanzsektors und monetäre Krisen (1970- 1996)96
Anhang III: Datenmaterial zur Finanzmarktkrise in Ostasien97
Anhang IV: Potentielle Frühwarnindikatoren und ihre Prognosequalität101
Anhang V: Krisensymptome und Frühwarnindikatoren105
Literaturverzeichnis106

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