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Persönliches Budget in Werkstätten für behinderte Menschen. Die Notwendigkeit von Change Management

AutorMatthias Böhler
VerlagDiplomica Verlag GmbH
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl70 Seiten
ISBN9783836617796
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis33,00 EUR
Das "Persönliche Budget" ermöglicht seit dem 1. Januar 2008 behinderten Menschen - mehr als bisher - nach ihrem eigenen Willen in Werkstätten Leistungen wahr zu nehmen. Das gesetzlich garantierte "persönliche Budget" stellt Werkstätten für behinderte Menschen vor große wirtschaftliche und organisatorische Herausforderungen. Welche Veränderungen das sind und wie sie durch Einsatz des betriebswirtschaftlichen Instruments "Change Management" gelöst werden können, präsentiert die vorliegende Arbeit. Mit dieser Studie erhalten Sie eine Darstellung des "Persönlichen Budgets" in seiner Bedeutung für die deutsche Werkstättenlandschaft, eine Dokumentation zur Befragung von 102 Werkstätten bundesweit zu ihrer Einschätzung und zu ihren Erwartungen im Rahmen des "persönlichen Budgets", Eine Bewertung des betriebswirtschaftlichen Instruments "Change Management" für Werkstätten für behinderte Menschen und die Chancen, mit diesem Instrument die neuen Aufgaben - entstanden durch Einführung des "persönliche Budgets" - zu meistern.

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Leseprobe
Kapitel 4.1 Persönliches Budget – Change Management

Wenn wir (...) die Menschen nur so nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter. Wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.
Durch das PB, das seit 1. Januar 2008 eine Regelleistung darstellt, stehen WfbM mehr unter Beobachtung. 68% der befragten WfbM glauben, dass sich durch das PB die Konkurrenzsituation zwischen den WfbM verschärft (Frage 12) und zu einer ständigen Intensivierung des Wettbewerbs führt. Als Marktteilnehmer sind die WfbM zunehmend gezwungen, effizienter zu handeln und sich der Dynamik des Marktes aktiv zu stellen. Wie für alle anderen Unternehmen am Markt ist auch ihre Bereitschaft und Fähigkeit zum Wandel ein wesentlicher Faktor ihres Erfolgs. CM kann hier eine zentrale Rolle bei der Planung und Durchführung von Veränderungsprozessen einnehmen.
Führungskräfte und Mitarbeiter müssen auf Veränderungen im Unternehmen vorbereitet sein. Betroffene dieser Veränderung – in der Regel die Mitarbeiter, aber auch die Rehabilitanden – müssen ermutigt werden, gewohnte und vertraute Infrastrukturen im Unternehmen zu überdenken, zu erneuern und/oder zu verbessern. ‚Das CM nimmt als Management des Wandels eine tragende Rolle bei der Umsetzung von Veränderungsprozessen und bei der Vermeidung von Problemen ein.
Erfolgreiches CM wird dabei entscheidend vom Faktor Kommunikation unterstützt. Nur durch eine zweckmäßige Kommunikationsstruktur im Unternehmen lassen sich Veränderungsprozesse verwirklichen. Die richtige Kommunikationspolitik im CM ist somit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Gelingen der Veränderung.
Die zwei tragenden Säulen eines Unternehmens sind die Führungskräfte und die Mitarbeiter. Führungsqualitäten haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Einstellung der Mitarbeiter. Peter F. Drucker schreibt hierzu in seinem Buch Neue Realitäten, dass es der Mensch ist, der Werte schafft.
Eine Veränderung ist nur erfolgreich, wenn die Mitarbeiter konsequent in den Wandlungsprozess einbezogen werden. D.h. die Mitarbeiter müssen über Sinn und Umfang der geplanten Veränderungen im Unternehmen unterrichtet (und davon möglichst überzeugt) werden. Um dies zu gewährleisten, braucht es eine verantwortungsbewusste und durchdachte Kommunikation. Diese ist aktiv und permanent von den Führungskräften umzusetzen und zwar vor, während und bei Abschluss des CM-Prozesses.
Die folgenden Ausführungen zum Faktor Kommunikation im CM – anwendbar auch im Zuge einer neuen Gesetzgebung wie der des PB – zeigen die Abhängigkeit einer positiv verlaufenden Veränderung vom Faktor Kommunikation. Gezeigt wird auch, dass nach Abschluss des CMProzesses nur eine klare und offene Kommunikation den Erfolg der WfbM weiterhin befördert und die Nachhaltigkeit ihrer Unternehmung gewährleistet.
Hier zunächst einige Klarstellungen zum Begriff des Managements gültig auch für WfbM, danach die Erläuterung des CM in seinen Wesenszügen.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Persönliches Budget in Werkstätten für behinderte Menschen. Die Notwendigkeit von Change Management1
Inhaltsverzeichnis3
I Abbildungsverzeichnis5
II Abkürzungsverzeichnis7
1 Einleitung8
2 Persönliches Budget11
2.1 Einführung11
2.1.1 Sachleistungsmodell und Persönliches Budget11
2.1.2 Das trägerübergreifende Persönliche Budget13
2.1.3 Antragstellung14
2.1.4 Zielvereinbarung15
2.2 Persönliches Budget in der Werkstatt für behinderte Menschen16
2.2.1 Veränderte Arbeitsformen in der Organisation17
2.2.2 Veränderung der Arbeitsinhalte18
2.2.3 Veränderung der Vermittlung und Eingliederung19
2.2.4 Veränderung der Gesamtfinanzierung21
3 Fragebogen23
3.1 Beschreibung und Fragebogenausführung23
3.2 Methode23
3.3 Fragebogen: Erhebung und Auswertung24
3.3.1 Struktur der Einrichtung24
3.3.2 Kommunikation und Information26
3.3.3 Organisation in der Zukunft29
3.3.4 Wirtschaftlichkeit35
4 Change Management37
4.1 Persönliches Budget – Change Management38
4.2 Der Begriff Management39
4.2.1 Die institutionelle Perspektive von Management40
4.2.2 Die funktionelle Perspektive von Management40
4.3 Wesenszüge des Change Managements40
4.4 Verlaufsformen von Veränderungsprozessen42
4.5 Erfolgsfaktor Kommunikation43
4.6 Grundlagen der Kommunikation44
4.7 Formelle Kommunikation45
4.8 Informelle Kommunikation45
4.9 Kommunikation in Veränderungsprozessen47
4.10 Kommunikationsmittel49
5 Bedeutung und Notwendigkeit des Change Management in Werkstätten für Behinderte Menschen55
5.1 Veränderung der Organisation55
5.2 Kommunikation59
5.3 Persönliches Budget im Ausland62
6 Ausblick63
7 Literaturverzeichnis66

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