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Basale Stimulation in der Pflege alter Menschen

AutorThomas Buchholz / Ansgar Schürenberg
VerlagHogrefe AG
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl293 Seiten
ISBN9783456945644
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis35,99 EUR

Der Meilenstein zur Basalen Stimulation® in der Pflege

Das erfolgreiche Fachbuch über die Basale Stimulation in der Pflege alter Menschen stellt praxisnah dar wann, wie und warum Basale Stimulation in der ambulanten und stationären Alten- und Langzeitpflege sowie der Palliative Care eingesetzt werden kann.
Gegliedert nach den von Andreas Fröhlich formulierten «Zentralen Zielen der Basalen Stimulation» beschreibt es die faszinierenden Einsatzmöglichkeiten und -erfolge der Basalen Stimulation in der Pflege und Betreuung alter Menschen. Es zeigt, wie Pflegende und Bewohner mit der Basalen Stimulation einander begegnen und ein Stück gemeinsamen Weges gehen können. Neben der Vermittlung von Grundlagen und Zielen, hilft es eine Sensobiographie zu erstellen und vermittelt Fertigkeiten wie die Atemstimulierende Einreibungen (ASE), verschiedene Formen der Ganzkörperwäsche und vieles mehr. Die Inhalte der dritten Auflage wurden aktualisiert, präzisiert, neu strukturiert und um die ausführlich beschriebenen Elemente und Charakteristika basalen Berührens ergänzt. Einzelne Übersichten wurden neu gestaltet.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis und Vorwort
  2. 1. Einführung
  3. 2. Leben erhalten und Entwicklung erfahren
  4. 3. Das eigene Leben spüren
  5. 4. Sicherheit erleben und Vertrauen aufbauen
  6. 5. Den eigenen Rhythmus entwickeln
  7. 6. Das Leben selbst gestalten
  8. 7. Die Außenwelt erfahren
  9. 8. Beziehungen aufnehmen und Begegnungen gestalten
  10. 9. Sinn und Bedeutung geben und erfahren
  11. 10. Autonomie und Verantwortung leben
  12. Anhang
  13. Literaturverzeichnis
  14. Sachwortverzeichnis
Leseprobe

2. Leben erhalten und Entwicklung erfahren (Seite 25)

Die Ziele menschlichen Denkens und Handelns sind ausgerichtet auf ein erfülltes Dasein. Das menschliche Sein entwickelt sich aus den grundlegenden Fähigkeiten zur Wahrnehmung, zur Bewegung und zur Kommunikation. Menschen wollen, unabhängig von ihrem Alter oder dem Grad ihrer Behinderung, orientiert an den eigenen Bedürfnissen und Wünschen so leben, dass ein individuell zufriedenstellendes Maß an Lebensqualität vorhanden ist. Dies schafft Sinn und erhält uns am Leben.
Die Bedürfnishierarchie von Maslow zeigt, dass Lebensqualität abhängig ist vom eigenen Empfinden und Erleben. Im sozialen Austausch mit anderen Menschen erfahren wir die Bestätigung unserer Identität. Nicht immer einfach, jedoch immer mit nachhaltigen Spuren an Lebenserfahrung, deren Qualität wir selbst bewerten müssen.
Grundlage für die Lebenssinn gebenden Bedürfnisse ist vor allem die Sicherung der physiologischen Grundbedürfnisse des Menschen. Krankheit, Behinderung oder Alter können die eigenaktive Erfüllung der Bedürfnisse: Atmen, sich bewegen, Schlafen, Körpertemperatur konstant halten, Essen und Trinken sowie Ausscheiden massiv beeinträchtigen. Primäre Aufgabe medizinischer Therapie und Pflege ist dann die lebenserhaltende Unterstützung des beeinträchtigten Menschen. Ziel ist es, die Lebensaktivitäten wieder unabhängig von fremder Hilfe selbst bestimmt neu aufzubauen. Der eigene Lebensrhythmus soll wieder gefunden werden.Wird die Zielsetzung der Selbstbestimmung nicht erreicht, kümmert sich die medizinisch-pflegerische Behandlung vornehmlich um das Aufrechterhalten physiologischer Grundbedürfnisse. Für einen begrenzten Zeitraum müssen diese Handlungsweisen vorrangig die Bemühungen um den Erhalt des Lebens, im Sinne von «Vitalfunktionen» bestimmen.
Häufig geraten dabei andere Leben erhaltende und Lebensqualität spendende Bedürfnisse ins Hintertreffen. Im Wörterbuch finden wir unter dem Stichwort «Leben»: Dasein, Existenz eines Lebewesens, unter anderem sinnverwandt mit Dasein, Lebensweg und Sein. (Duden 1985)

Solch ein Leben ist durch mehr gekennzeichnet als die im Roche Lexikon Medizin angegebenen Lebenszeichen «Atmung,Abwehrbewegungen, Rötung und Blasenbildung der Haut bei starker Reizung (z.B. mit heißem Siegellack,… positives EKG und EEG, …, positiver Pupillen- und Kornealreflex)». (Roche 1984)

Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis6
Geleitwort10
Anmerkungen zur 3. Auflage14
Vorwort16
1. Einführung17
1.1 Das Konzept18
1.2 Leitgedanken18
1.3 Zentrale Ziele der Basalen Stimulation in der Pflege18
1.4 Pflegende22
1.5 Alte Menschen23
1.6 Lebenswelten23
2. Leben erhalten und Entwicklung erfahren25
2.1 Leben und Pflegebedürftigkeit26
2.2 Grundlagen menschlichen Lebens33
2.3 Entwicklung erfahren44
3. Das eigene Leben spüren46
3.1 Lebens- und Erlebnissituationen alter Menschen46
3.2 Stereotypien und autostimulative Verhaltensweisen51
3.3 Körperbild und Körperschema53
3.4 Von der Desorientierung zur Orientierung56
3.5 Pflege als Gespräch59
3.6 Berührung60
3.7 Angebote zur Körpererfahrung76
4. Sicherheit erleben und Vertrauen aufbauen102
4.1 Biografie als Zugangsweg zum alten Menschen102
4.2 Konzepte und Überlegungen zur Biografiearbeit103
4.3 Körpererleben im Lebenslauf110
4.4 Sinneserfahrung als Zugangsweg zum «Ich»112
4.5 Die Sensobiografie113
4.6 Sicherheit120
4.7 Stabilität128
4.8 Erlebte Sicherheit durch primär vibratorische Angebote129
4.9 Sicherheit erfahren durch primär vestibuläre Angebote135
5. Den eigenen Rhythmus entwickeln141
5.1 Rhythmischer Positionswechsel142
5.2 Atemstimulierende Einreibung143
5.3 Zwänge durch die Pflegeinstitution149
6. Das Leben selbst gestalten150
6.1 Vorbedingungen von Selbstbestimmung152
6.2 Äußerungen von selbstbestimmtem Verhalten152
6.3 Basale Antworten auf Versuche der Selbstbestimmung153
6.4 Besuche gestalten156
7. Die Außenwelt erfahren159
7.1 Bedeutung von Haus, Heim und Wohnen161
7.2 Orientierung im Heim165
7.3 Das Zimmer166
7.4 Das Bett170
7.5 Körperposition und Beziehung zur Außenwelt176
7.6 Aufbau der Beziehung Sache – Mensch193
7.7 Mit dem Mund die Außenwelt spüren195
7.8 Visuell die Außenwelt erfahren204
7.9 Die Außenwelt erriechen208
7.10 Hörbare Außenwelt210
8. Beziehungen aufnehmen und Begegnungen gestalten216
8.1 Beziehung aufnehmen216
8.2 Sich vom alten Menschen berühren lassen224
8.3 Begegnungen gestalten224
9. Sinn und Bedeutung geben und erfahren229
9.1 Soziale Kontakte230
9.2 Sinn finden und Sinn geben232
9.3 Sinnhaftigkeit des Lebens232
10. Autonomie und Verantwortung leben238
10.1 Ein unbequemer Bewohner240
10.2 Veränderungen der Wahrnehmung beeinträchtigen Autonomie241
10.3 Sinnesorgane im Alter – Veränderungen, Auswirkungen, pflegerische Angebote242
10.4 Der Schlaf249
10.5 Begleitende Bewegungen251
10.6 Veränderungen des Lebensraumes beschränken die Autonomie255
10.7 Ernährung und ethisches Dilemma260
10.8 Autonom sterben264
Anhang267
Fragen zur Sensobiografie267
Primär somatische Wahrnehmung267
Primär vestibuläre Wahrnehmung272
Primär orale Wahrnehmung275
Primär gustatorische Wahrnehmung276
Primär auditive Wahrnehmung278
Primär olfaktorische Wahrnehmung279
Taktile/Haptische Wahrnehmung280
Primär visuelle Wahrnehmung281
Literaturverzeichnis282
Sachwortverzeichnis288

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