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E-Book

Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs

AutorRüdiger Jungbluth
VerlagCampus Verlag
Erscheinungsjahr2006
Seitenanzahl289 Seiten
ISBN9783593414348
FormatPDF/ePUB
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis7,99 EUR
Schaust du noch oder liest du schon?

IKEA ist Kult. IKEA ist unglaublich erfolgreich. Sein umstrittener Gründer Ingvar Kamprad gilt manchen (vor allem Schweden) heute als der reichste Mann der Welt. Dieses Buch erzählt die Story Kamprads und seines Unternehmens und erklärt, welche Erfolgsgeheimnisse IKEA so einzigartig machen.

410 Millionen Kunden jährlich, 90 000 Mitarbeiter in 44 Ländern, ein Umsatz von 14,8 Milliarden Euro bei stetig wachsenden Umsatzsteigerungsraten (aktuell: 15 Prozent), ein Gewinn vor Steuern von 1,4 Milliarden Euro – IKEA scheint keine Wachstumsgrenzen zu kennen. Derzeit sind die Schweden dabei, Japan zu erobern. Anschließend ist Südkorea dran. »Entdecke die Möglichkeiten!« IKEA gehört zu den stärksten Marken der Welt, der IKEAKatalog ist weltweit mit 160 Millionen Exemplaren die auflagenstärkste Verkaufspublikation. Rüdiger Jungbluth erklärt, welche Faktoren den IKEAErfolg ausmachen – zum Beispiel wie man eine Unternehmensfamilie schafft, wie man Lebensstil statt Produkte verkauft oder wie man Einfachheit und Sparsamkeit etabliert und Imagekrisen meistert. Er zeigt,was andere Unternehmen von IKEA lernen können. Aber er fragt auch kritisch: Stimmt die Wirklichkeit dieses hoch angesehenen Unternehmens mit seinem öffentlichen Bild überein?

Über den Autor

Der Bestsellerautor Rüdiger Jungbluth war unter anderem Redakteur beim stern und Finanzkorrespondent beim SPIEGEL sowie stellvertretender Chefredakteur der Hamburger Wochenzeitung NET-BUSINESS. Im Campus Verlag erschienen seine Bücher Die Quandts (2002) und Die Oetkers (2004): Beide wurden Bestseller.

Unterhaltsam und faktenreich erzählt Jungbluth den Werdegang von IKEA-Gründer Ingvar Kamprad und seinem Lebenswerk – ohne die weniger schönen Geschichten hinter der sonnigen Kulisse des Konzerns und der lebenden Legende Kamprad zu verschweigen. Die erste Hälfte des Buches zeichnet die Biografie Kamprads und die Entwicklung seines Lebenswerk nach, die zweite Hälfte spürt den Gründen nach, warum IKEA eigentlich so beliebt ist. Damit wird es zum Lehrstück für allzu gesichtslose, stromlinienförmige Unternehmen und Manager – denn die Wurzel des Erfolgs ist zu einem wichtigen Teil gerade IKEAS unverwechselbare, zuweilen schräge Identität.

Sie ist bis heute stark von Kamprad, dem kauzigen Gründer, geprägt. Da Kamprad selbst den legeren Stil bevorzugt, erlaubt er ihn auch seinen Angestellten und führt unternehmensweit das Duzen ein. Da er selbst ein Workaholic ohne größere Ansprüche ist (bis auf kurze Porsche-und-zuviel-Alkohol-Entgleistungen), wird auch eine Kultur der Bescheidenheit und Einfachheit Teil von IKEA – dazu gehört allerdings auch eine ziemlich magere Entlohnung der Angestellten.

Schon als Fünfjähriger auf dem Gut seiner Familie im ländlichen Schweden erwies sich Kamprad als äußerst geschäftstüchtig, und als er IKEA gründete, war er gerade mal siebzehn. Dadurch, dass der Hof der Familie so abgelegen war, stieg Kamprad schon früh in den Versandhandel ein, der später auch Basis des Möbelgeschäfts bilden würde. Ausführlich schildert Jungbluth, was erst spät an die Öffentlichkeit gedrungen ist – dass Ingvar sich als Jugendlicher so wie der Rest seiner Familie von den Nazis begeistern ließ. Noch lange blieb er der rechten Ideologie der Nazis verbunden.

Zu Anfang war IKEA ein reiner Familienbetrieb, und zunächst gab es alles mögliche zu kaufen, vom Füllfederhalter bis zur Brieftasche. Als das erste Möbelstück, ein Sessel, auf große Nachfrage stieß, baute der junge Ingvar das Geschäft zügig aus und konzentrierte sich nur noch aufs Geschäft mit Einrichtungsgegenständen. Da er sich keine Artikelnummern merken konnte, gab er seinen Produkten skandinavische Namen – die Bezeichnungen sind heute Kult...

Nach dem spannenden Bericht über die Aufbaujahre ist der zweite Teil des Buches, der sich der Analyse widmet, für jeden, der schon mal beim blau-gelben Möbelhaus gekauft hat, wenig überraschend. Erfolgsfaktoren von IKEA sind bekanntermaßen niedrige Preise, große Absatzmengen und Einsparungen beim Service durch Do-it-yourself des Kunden; ein prägendes, lifestylig-junges Design; eine unverwechselbare Firmenkultur und klare nationale Identität mit hohem Sympathiefaktor und unverwüstlich positivem Image. Dazu die Restaurants, in den man preiswert essen kann. Dieses Erfolgsrezept funktioniert schon fast unverändert seit den 70er Jahren und wird es vermutlich auch weiterhin tun - ob es etwas bringt, IKEAS eigenwilligen Weg nachzueifern, ist eine andere Frage. 

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Leseprobe
Prolog
Im März 2004 trafen sich Angela Merkel und Edmund Stoiber bei Guido Westerwelle in der Berliner Mommsenstraße. Es ging um nichts geringeres als die Entscheidung, wer der nächste Bundespräsident werden sollte. Die drei Spitzenpolitiker nutzten das private Ambiente von Westerwelles Wohnung, um sich auf Horst Köhler zu verständigen. Wahrscheinlich entging ihnen dabei, dass ihre Entscheidung an einem Tisch von Ikea getroffen wurde.
Es dürfte das erste Mal in der deutschen Geschichte gewesen sein, dass ein Staatsoberhaupt in einer privaten Etagenwohnung gekürt wurde. Keineswegs ungewöhnlich war hingegen, dass sich in dieser Wohnung Möbel von Ikea befanden. Denn unter fast jedem deutschen Dach steht heute irgendetwas von der schwedischen Einrichtungskette. Auch Gerhard Schröder hat in seiner Zeit als Bundeskanzler schon mal ein Schuhschränkchen von Ikea zusammengebaut.
Seit mehr als drei Jahrzehnten ist Ikea in Deutschland erfolgreich. Für die Möbelkette ist es der wichtigste Markt, in keinem anderen Land der Welt verkauft Ikea mehr Möbel und Accessoires. Das Unternehmen, das 1974 als 'Das unmögliche Möbelhaus aus Schweden' seine erste deutsche Filiale in Eching bei München eröffnete, nimmt hierzulande inzwischen mehr als zweieinhalbmal so viel ein wie in seiner Heimat.
Obwohl die Deutschen in den vergangenen Jahren immer weniger Geld für Möbel ausgegeben haben, wuchs Ikea immer weiter. Das Unternehmen scheint immun zu sein gegen die Konsumschwäche. Im Geschäftsjahr 2005 (das bei Ikea mit dem Monat August endete) wuchs der Umsatz der 36 Möbelhäuser zwischen Freiburg und Kiel um elf Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Er übertraf damit den des Axel Springer Verlages, der RTL-Gruppe oder den der McDonald's-Restaurants.
Mittlerweile arbeiten fast 12?000 Menschen in Deutschland für Ikea. Und es werden laufend mehr. Bis 2010 will Ikea 5?000 weitere neue Stellen schaffen. Derzeit steht das Möbelhaus in der Rangliste der Unternehmen, die hierzulande die meisten Jobs schaffen, ganz oben.
Ikea ist aber nicht nur auf dem deutschen Markt eine Erfolgsgeschichte, es ist auch eine dynamische Globalisierungsstory. In gut zwei Jahrzehnten ist die Möbelkette zu einem wahrhaft weltumspannenden Unternehmen aufgestiegen. Bei Ikea kaufen heute nicht nur Schweden und Deutsche, sondern auch Araber und Israelis, -Australier, Russen und Chinesen. Der Möbelmulti ist mit mehr als 230 Einrichtungshäusern in 33 Ländern präsent.
Wenn die Firmenführung markieren möchte, wo Ikea gerade expandiert, muss sie den Globus einmal um seine Achse drehen. Allein im vergangenen Jahr hat Ikea neue Einrichtungshäuser in diesen Städten eröffnet: London, Haarlem, Paris, Bilbao, Brüssel, Duisburg, Istanbul, Siegen, Asturias, Rom, Atlanta, Arlon, Dallas, Dijon, Osnabrück, Padua, St. Etienne, Chicago, Hsing Chuang, Erfurt und Boston.
Ikea gehört zu den stärksten Marken der Welt, obwohl das Unternehmen verglichen mit Coca Cola, McDonald's und Nike wenig für Werbung ausgibt. Mit 14,8 Milliarden Euro war der weltweite Umsatz von Ikea 2004/2005 mehr als doppelt so hoch wie der von Adidas oder Porsche. Die Einnahmen der Möbelkette übertrafen die von Ebay sogar um das Fünffache.
Einen einsamen Rekord hält der Ikea-Katalog, dem jedes Jahr im August Millionen Menschen rund um den Globus entgegenfiebern. Er ist die mit Abstand auflagenstärkste Verkaufspublikation der Welt. Von der Ausgabe 2006 wurden 160 Millionen Exemplare verteilt.
Doch warum konnte ausgerechnet ein schwedisches Unternehmen zur größten Möbelfirma weltweit aufsteigen? Die Schweden sind ja ein ziemlich kleines Volk in einer geografischen Randlage. Sicher, das Land ist zur Hälfte mit Wald bedeckt. Dass es Möbel produziert und exportiert, ist nicht verwunderlich. Aber das vermag noch nicht die Tatsache zu erklären, dass dieses Unternehmen, was seinen Einfluss auf die Alltagskultur betrifft, zu einer wirklichen Weltmacht geworden ist. Ikea prägt den globalen Massengeschmack.
Wie war das möglich? Welche Geheimnisse stehen hinter dem Ikea-Erfolg? Aus welchen Faktoren setzt er sich zusammen? Wie wurde Ikea zur 'vollkommenen globalen Kult-Marke' (Business-Week)? Und: Stimmt die Wirklichkeit des Unternehmens mit seinem positiven öffentlichen Bild überein? Diese Fragen will dieses Buch beantworten.
Zunächst jedoch wird die Lebensgeschichte eines außergewöhnlichen Mannes erzählt: Ingvar Kamprad. Denn was jetzt ein international operierender Konzern ist, hat 1943 als Ein-Mann-Unternehmen eines schwedischen Realschülers begonnen. Und heute gibt es wohl kaum ein Unternehmen dieser Größenordnung, das so dauerhaft und nachhaltig durch den Charakter seines Gründer beeinflusst worden ist wie Ikea.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Prolog10
Teil 114
1. Kapitel »Verkaufen wurde zu einer Art fixen Idee «16
2. Kapitel »Da waren Trommler, Fahnen – eine neue Art von Gemeinschaft«30
3. Kapitel »Da standen mindestens tausend Leute! «47
4. Kapitel »Getrieben von Profitgier, Mitgefühl und Sympathie «66
5. Kapitel »Ein Kapitalist, der nicht so aus sieht«77
6. Kapitel »Als die Familie und ich Schweden verließen . . .«85
7. Kapitel »Das unmögliche Möbelhaus aus Schweden«96
8. Kapitel »Jetzt habe ich Ikea weggegeben ! «106
9. Kapitel »Der Elch wird geschlachtet«114
10. Kapitel »Triumph der Proleten«125
11. Kapitel »Pekings Schickeria träumt von Tomelilla«135
12. Kapitel »Ich bin zutiefst glücklich, wie weit wir es gebracht haben«143
13. Kapitel »Ingvar erhöht mit jedem Tag den Druck auf uns«151
Teil 2164
GEHEIMNIS 1 Der Preis-Faktor166
GEHEIMNIS 2 Der Stil-Faktor175
GEHEIMNIS 3 Der Bullerbü-Faktor188
GEHEIMNIS 4 Der Inbus-Faktor198
GEHEIMNIS 5 Der Bibel-Faktor205
GEHEIMNIS 6 Der Hot-Dog-Faktor212
GEHEIMNIS 7 Der Elmtaryd-Faktor218
GEHEIMNIS 8 Der Ingvar-Faktor228
GEHEIMNIS 9 Der Rattan-Faktor239
GEHEIMNIS 10 Der Paradies-Faktor245
GEHEIMNIS 11 Der Teflon-Faktor255
Ausblick272
Quellen277
Bildnachweis282
Register283
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