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E-Book

Körpermitte

Eine Kulturgeschichte des Bauches seit der Frühen Neuzeit

AutorTina Ebbing
VerlagCampus Verlag
Erscheinungsjahr2008
Seitenanzahl452 Seiten
ISBN9783593407692
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis29,99 EUR
Das komische Gefühl im Bauch, der »Nabel« der Welt oder der Waschbrettbauch - unsere Bilder vom Bauch sind in höchstem Maße kulturell geprägt und damit zugleich Ausdruck von Normen, Werten und Weltbildern. Tina Ebbing schildert Körperbilder und -praktiken seit der Frühen Neuzeit, wie sie in Alltags- und Populärkultur präsent waren und sind. Zur Sprache bringt sie das Verhältnis von Kopf und Bauch; sie beschäftigt sich aber auch mit sagenhaften Geschichten, die sich um Fastenwunder und Vielfraße ranken.

Tina Ebbing, Dr. phil., studierte Volkskunde/ Europ. Ethnologie sowie nordische und deutsche Philologie an der Universität Münster

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Leseprobe
I. Die Kosmologie des Bauches
Für Immerschlaf aus dem Märchen Der Hauptmann Felsenschneider und seine Gefährten regiert der Bauch die Welt: 'Hm! sagte er, was habt Ihr denn? Aller Spektakel in der Welt, und alles Treiben, Rennen, Laufen, Raßeln und Praßeln kommen ja von Magen und Bauch her.' Entsprechend lautet eines der Sprichwörter mit Bezug auf den Bauch, die Sebastian Franck in seiner Sammlung von 1541 aufführt, 'Es geschicht alles von des bauchs wegen/was die gantz welt redt und thut.' Die den genannten Aussprüchen innewohnende Auffassung vom Bauch als Keimzelle allen Weltgeschehens ließe sich mit zahlreichen weiteren Zitaten belegen. Sie verweist auf ein Beziehungsgeflecht, das zwischen diesem Körperteil und seinem unmittelbaren wie mittelbaren Umfeld besteht: Wie verhält er sich zum restlichen Körper des Menschen? Wie zur Welt, welche diesen umgibt? Und wie schließlich zum gesamten Kosmos?
Solche Fragen nach übergeordneten Zusammenhängen um den Bauch stehen im Zentrum des ersten Kapitels. Es soll zunächst vor dem Hintergrund der Problematik von Fragmentierung und Ganzheitlichkeit des Körpers seine Abgrenzung vom restlichen Körper sowie seine Position und Funktion als Körperteil näher bestimmen. Anschließend gilt es, die Grenze des Körpers zu überschreiten und den Bauch mit Hilfe von Michail Bachtins Körperkonzept in Beziehung zur Außenwelt zu setzen. Signaturenlehre sowie astrologische Welt- und Körperbilder verknüpfen schließlich den Bauch mit dem Kosmos.
1. Der Bauch des Körpers
Gliedern und Zusammensetzen
Bereits wenn sie ihren Gegenstand definieren will, stößt eine volkskundliche Arbeit über den Bauch des Essers auf das Grundproblem von Ganzheitlichkeit und Fragmentierbarkeit des Körpers. Abgesehen davon, dass es einer kulturwissenschaftlichen Untersuchung ohnehin nicht möglich ist, den Bauch isoliert vom ganzen Menschen und seinem Umfeld zu betrachten, muss sie berücksichtigen, dass es sich bei ihm nicht um ein einziges Körperteil handelt, sondern um eine Körperregion, die ihrerseits Organe mit eigenen Funktionen und kulturellen Bedeutungen enthält. Und auch das Ausklammern des Fortpflanzungsaspektes bedeutet eine Grenzziehung, die den weiblichen Bauch um eine entscheidende Komponente reduziert, an die er viele doch zuerst denken lässt. Der menschliche Bauch lässt sich auf unterschiedliche Weisen 'definieren', sowohl im Hinblick auf seine äußere Erscheinung als auch insbesondere in Bezug auf sein Inneres, doch stellt sich - nicht nur - die Volkskunde bei der Beschäftigung mit Körperteilen generell die Frage nach deren 'Abtrennbarkeit'.
Sowohl Utz Jeggle als auch Rudolf Schenda stellten ihren volkskundlichen Betrachtungen eine Diskussion dieses Problems voran. Jeggle fragte in seiner 'volkskundlichen Anatomie' über den Kopf Mitte der 1980er Jahre noch vorsichtig nach der Legitimation einer Zergliederung des Körpers: 'Auch der Volkskundler scheut die Sektion. Ist sie denn nötig, wird dadurch neue Erkenntnis gewonnen, wie beim anatomischen Zugriff?' Für Jeggle setzte die Betrachtung des isolierten Körperteils auch im 'volkskundlichen Sezieren' Leblosigkeit voraus, so wie das anatomische an toten Körpern vorgenommen wird und ab- oder herausgetrennte Körperteile nicht nur mit Schrecken verbunden, sondern, da das funktionelle Ganze des Körpers zerstörend, auch tödlich sind. Dennoch rechtfertigte er das kulturwissenschaftliche Zerlegen damit, dass es die Voraussetzung für neue Zusammensetzungen schaffe. Die Einordnung in andere Zusammenhänge ist es also, die neue Erkenntnisse verspricht und die Verletzung der Unversehrtheit des Körpers legitimiert.
Ein wenig pragmatischer ging Rudolf Schenda das Problem gut zehn Jahre später an, als die Körperteilforschung auch in anderen kultur- oder geisteswissenschaftlichen Disziplinen und in wissenschaftsjournalistischen Publikationen bereits zunehmendes Interesse erfuhr und die isolierte Betrachtung einzelner Körperteile als selbstverständlicher erscheinen ließ. Ohne die 'zumeist zutreffende Wahrheit, Leib, Geist und Seele des Menschen bildeten eine Einheit, und der Körper zumal sei ein schönes und großes Ganzes [...] in Abrede' stellen zu wollen, konstatierte er 'berechtigte Zweifel an der absoluten Gültigkeit dieser Vorstellung'. Gerade die alltägliche Körpererfahrung, in der man Schmerzen nur in einem bestimmten Teil des Körpers wahrnehme, und der medizinische Alltag, in welchem Patienten eher über den beschädigten Körperteil denn als Ganzheit wahrgenommen würden, zeugten eher von der Desintegration des Körpers als von einer Ganzheitlichkeit. Die Vorstellung von letzterer, die nach Schenda im Übrigen leicht in politische Ideologien führt, falle daher in den Bereich der Philosophie, während die Volkskunde als Wissenschaft vom Alltag sich dem Körper widmet, wie der Mensch ihn konkret erlebt, wahrnimmt und darstellt. So schlug Schenda vor, sich 'zunächst einmal Klarheit [...] über die Wechselfälle von Arm und Bein und Lunge und Leber [zu verschaffen], bevor wir über den Adel unseres Leibes philosophieren'.
In Michail Bachtins Terminologie vertritt Jeggle mit dem Unbehagen an der Isolierung des Körperteils das Konzept des ganzen und abgeschlossenen Körpers, während Schenda den 'grotesken', desintegrierten Körper in den Vordergrund stellt und daraus die entsprechenden methodischen Forderungen ableitet. Dass beide letztlich zu dem gleichen Ergebnis kommen, nämlich der Legitimität der Betrachtung einzelner Körperteile, entspricht der von Schenda angedeuteten Tatsache, dass der Körper nun einmal in Unterteilungen gedacht wird. So rechtfertigt bereits die Rede vom Bauch, das Wort 'Bauch' als Bezeichnung für einen bestimmten Teil des Körpers, seine 'isolierte' Betrachtung gerade durch die Kulturwissenschaft, denn die Unterteilung des Körpers ist - wie auch Jeggle oder Benthien/Wulf anmerken - kulturell bedingt, der Bauch mithin auch ein kulturelles Konstrukt. Auch für ihn gilt, dass er 'nie natürliches Objekt, sondern bis in die Frage hinein, wo seine Grenzen liegen, ein beschriebenes' ist.
Als solches geht er aus den Prinzipien einer topographischen Anatomie oder Betrachtung hervor, welche den Körper in zusammenhängende Regionen unterteilt. Als gängig erweist sich die grobe Unterteilung des Körpers in die Gegenden oder Bereiche des Kopfes, des Rumpfes und der Gliedmaßen, was der mittelalterlichen Anatomie nach Mondino dei Luzzi folgt, die 'Bauchhöhle, Kopf, Extremitäten' unterschied, nur dass statt der 'Bauchhöhle' von dem aus Brust und Bauch bestehenden 'Rumpf' gesprochen wird. Im Gegensatz zur topographischen Anschauung nehmen andere Ansätze den Körper nicht als Zusammensetzung aus mehreren Regionen sondern beispielsweise aus unterschiedlichen 'Substanzen' wahr. So beginnt Johan Helfrich Jünckens Leib=Artzt von 1699 mit der Trennung des menschlichen Leibes in flüssige und feste 'theile', die 'nach sonderbarer proportion zusammen gefüget [...]' eine 'machina' bilden, und ihrerseits in verschiedenen Formen und Zusammensetzungen in Erscheinung treten. Aus dieser Perspektive einer systematischen Anatomie, wie sie im Mittelalter und zu Beginn der Frühen Neuzeit durch das Festhalten an Galen die medizinische Literatur prägte und bis heute entsprechenden anatomischen Darstellungen sowie der Aufteilung in Spezialgebiete zu Grunde liegt, gliedert sich der Mensch in ein Skelett, ein System aus Muskeln, eines aus Nerven etc.. Gleichwohl folgt die Kapitelunterteilung auch in Jünckens Text einer topographischen Gliederung in 'haupt', 'mittleren leibe' (beziehungsweise 'brust und ihren theilen') und 'untern leib'. Diese entspricht der Betrachtung des menschlichen Körpers als aus den drei 'Höhlen' Kopf, Brust und Bauch zusammengesetzt.
Im Begriff der Höhle schwingt die Funktion des Bauches mit, die im Beherbergen der Organe besteht. Die Funktion des Beherbergens kommt insbesondere in der Rede von den 'drei Wohnungen' des menschlichen Körpers zum Ausdruck, wie sie 1646 im Manuale Anatomicum des Chirurgen David Hermanns auftaucht. Das Bild der 'Höhle' findet sich von der Frühen Neuzeit bis heute, wobei bis in das 18. Jahrhundert mitunter jede Körperhöhle als 'Bauch' bezeichnet wurde, so dass die oben erwähnte 'Bauchhöhle' nicht allein das umfasst, was hier unter Bauch verstanden wird, sondern den Rumpf als eine einzige Höhle.
Zedlers Universal-Lexikon ordnet das Wort 'Bauch' in erster Linie der wissenschaftlichen Anatomie zu, in der es 'eine gewisse Höhle' sei. 'Eigentlich' werde darunter jedoch der 'Unterleib verstanden, so sonst auch Schmeer=Bauch heisset'. Von drei Höhlen sprach auch Caspar Bartholin, der in seinem anatomischen Werk aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zudem einige abweichende Unterteilungen oder Zusammensetzungen des Körpers anführte:
'Letzlich wird der gantze Leib in seine gröste Theile unterschieden: von etlichen zwar in das Haupt/die Brust/den Bauch und in die Blase: Von andern (als von Russo, Aristotele, Oribasio) in das Haupt/Hals/Brust (unter welcher sie auch den Unterbauch begreiffen/dahero Hyppocrates die Leber hat zu der Brust gerechnet) in die Hände und Schenckel: Am füglichsten aber wird der Leib in die Bäuche und äusserste Gliedmassen abgetheilet.
Die Bäuche seynd ansehnliche Hölen/in welchen ein vornehmes Haupt=Glied seinen Sitz hat/gleichwie drey vornemste Glieder in dem Leibe sich befinden/also werden drey Bäuche oder Wohn=Hölen dererselben angemercket. Der Unter=Bauch/in gemein der Schmeer=Bauch genannt/enthält in sich die Leber samt allen natürlichen Gliedern: der mittlere Bauch/oder die Brust/hat das Hertz/auch die lebliche Glieder: Der oberste Bauch oder das Haupt begreifft das Gehirn/neben den sinnlichen Theilen/die äusserste Gliedmassen aber/welche uns gegeben worde/um bequemer zu leben/seynd die Hände und Füsse.
Wir wollen derohalben gegenwärtiges Werck in vier Bücher eintheilen/das erste soll handeln von dem Unterbauch; das andere von der mittlern Höle; das dritte von der Obern/oder dem Haupt; das letzte von den Gliedmassen.'
Bartholins Ausführungen zeigen, dass der Körper auch in der topographischen Gliederung in unterschiedlichen 'Zusammensetzungen' gedacht werden kann. Die Blase als eigenen Körperteil neben Kopf, Brust und Bauch zu stellen, dafür jedoch die Gliedmaßen (als zu Brust und Bauch gehörig?) auszulassen, oder den Hals abzutrennen und gesondert zu erwähnen, befremdet in der heutigen Vorstellung genauso, wie den Kopf als Bauch zu bezeichnen. Auch die Verschiebbarkeit der Grenzen kommt zum Ausdruck, wenn der Unterbauch (das heißt der Bauch) und mit ihm die Leber zur Brust gerechnet werden können.
Um den Bauch von den anderen 'Bäuchen', das heißt Höhlen, zu unterscheiden, setzte Bartholin anders als bei Kopf und Brust keinen gänzlich neuen Begriff ein, sondern die Komposita 'Schmeer=Bauch' oder 'Unterbauch', die heute einen 'fetten' (Schmer = Fett) Bauch beziehungsweise eine einzelne Region der Bauchhöhle selbst bezeichnen. Denn auch der Bauch wird weiter zergliedert, wobei für die populäre Anatomie die topographische Gliederung in Ober-, Mittel- und Unterbauch vorherrscht, und von der systematischen vor allem Höhle, Eingeweide oder Organe sowie Bauchmuskeln und Bauchfett präsent sind.
Doch auch für die 'bauchinterne' topographische Gliederung existieren Varianten, welche die Grenzen des Bauches verschieben und erweitern. So unterschied David Hermann in seinem anatomischen Handbuch aus dem 17. Jahrhundert Vorder- und Rückseite und erklärte Rücken, 'Arsbacken' und 'Podex' zu Teilen der 'mittleren Wohnung', des Bauches: 'Venter, der Bauch/ist das gantze Werck/so vom diaphragmate biß ad inguina reichet und umbfangen ist. Wird getheilet in das vörder und hintere Theil. Das vörder Theil begreifft in sich abdomen; das hintertheil lumbos und culum.' Zwar handelt es sich bei Hermanns Text um eine wissenschaftliche Anatomie, doch erweiterten auch die populären astrologischen Körpergliederungen den Bauch durch die Rück- und Unterseite, wenn der Rumpf unterhalb der Brust (der entsprechend die Schultern und sogar die Arme zugerechnet wurden) zu einem Sternzeichen gehörte. Gleichwohl erhielten Rücken und Hinterteil bei genaueren Ausführungen hier eigene 'Namen' und wurden nicht unter den Begriff 'Bauch' gefasst, sondern neben ihm aufgezählt. 'Bauch' meinte in seinem allgemeinen Verständnis daher das, was Hermann als 'abdomen' bezeichnet und zu einem Teil des 'venter' erklärte.
Der Brockhaus setzt heute alle drei gleich, indem er die beiden lateinischen Ausdrücke zur Definition des deutschen anführt. Ein übergeordneter Begriff für den unteren Rumpf entfällt dabei. Der Bauch reicht äußerlich von den Hypochondrien bis zur Schamgegend und beinhaltet Verdauungs- sowie Geschlechtsorgane. Unter seinem Begriff wird knapp zusammengefasst, was das Grimmsche Wörterbuch noch nach Funktion und Form unterscheidet, wenn es seinen Artikel zum Bauch nach den Kriterien des Essens, der Fortpflanzung und der Rundung gliedert.
Bauchlosigkeit
Die verschiedenen Definitionen des Bauches grenzen diesen einerseits vom Körper ab, trennen ihn von ihm, andererseits zeigen sie, wie sich auf der abstrakten Ebene durch die unterschiedliche Gliederung tatsächlich unterschiedliche 'Zusammensetzungen' des Körpers ergeben. Der Bauch kann Höhle sein, eine Ansammlung von Organen oder Waschbrett und Kugel. Er kann den Rücken und die Scham umfassen oder an der Innenwand und oberhalb des Geschlechts enden. Doch wie verhält es sich mit der konkreten Abtrennbarkeit des Bauches vom Körper, mit der Vorstellung, den Bauch aus dem Körper herauszulösen? Philine Helas zufolge ist der Bauch nicht vom Körper zu trennen, ist er 'unlöslich mit dem Rumpf verbunden'. Dadurch unterscheide er sich von anderen Körperteilen wie Kopf und Hand und sei genau genommen zugleich ein 'Körperteil' und 'doch kein solcher'. Nicht allein dadurch, dass er eher eine Region darstellt, ist der Bauch nicht wirklich ein Körperteil, sondern auch dadurch, dass er zu sehr Rumpf und damit der Körper selbst ist. Im synekdochischen Sprechen kann er daher gar als Pars pro Toto für den gesamten Menschen auftreten, wie es in der im 19. Jahrhundert auftretenden Bezeichnung des Menschen als 'Bauch' oder in Redewendungen vom schlauen, gefräßigen oder faulen Bauch der Fall ist. Die Körpermitte scheint nicht wegdenkbar. Während das Köpfen, Fingerabhacken oder Beinamputieren durchaus gängige Vorstellungen und Motive sind, kann der Bauch offenbar allenfalls aufgeschnitten und gelehrt werden. Dem entspricht, dass sowohl das Handwörterbuch des Aberglaubens als auch die Enzyklopädie des Märchens im Zusammenhang mit dem Bauch, der als einzelnes Stichwort gar nicht aufgegriffen wird, neben dem Bauchreden das Bauchaufschneiden als Hauptmotiv registrieren. Die Organe sind die abgetrennten Körperteile, der Bauch ist nur die Hülle, die sie umgibt. Er bliebe noch immer als leere Höhle zurück (und wäre damit als solche definiert).
Den Bauch eines Menschen abzutrennen scheint schwer vorstellbar. Vor allem, solange man den menschlichen Körper aus der topographischen Perspektive und im Hinblick auf die Realität betrachtet, denn auf der Ebene des Imaginären und in der bildlichen Darstellung ist der Bauch durchaus isolierbar. Allerdings sind abgetrennte Bäuche in der Volkskultur in der Tat seltener zu finden als andere Teile des Körpers. Bei Votivgaben zeigt es sich z.B., dass es für Bauchleiden zwar durchaus ein Bauchvotiv in Form eines abgetrennten Bauches gibt, dieses jedoch gegenüber dem Bärmuttervotiv, das die Gestalt einer Kröte hat, und dem Rumpfrelief eher selten auftaucht. Davon abgesehen kommen die Bauchorgane auch isoliert zum Einsatz.
Betrachtet man die Ablösbarkeit des Bauches nun nicht von ihm selbst sondern vom Körper aus, ergibt sich die Frage nach der Vorstellbarkeit des 'bauchlosen' Körpers. Auch dieses Bild scheint zunächst abstrus und begegnet allenfalls in den Kopffüßlern aus Kinderzeichnungen oder in bauchlosen Fabelwesen, deren Gliedmaßen sich ebenfalls direkt an den Kopf anschließen. Diese Wesen sind allerdings genau genommen nicht bauch- sondern rumpflos. Doch findet sich in bestimmten Schönheitsidealen eine Vorstellung von Bauchlosigkeit, die zwar nicht sein Abtrennen beinhaltet, jedoch sein Verschwinden anstrebt. So kann Philine Helas entgegen ihrer Ausgangsthese von der Unablösbarkeit des Bauches für den Beginn des 21. Jahrhunderts zugleich das Ideal seiner 'Absenz' konstatieren. Tatsächlich preisen Männer sich als 'bauchlos' an und Frauen suchen nach 'bauchlosen' Männern. Diese 'Bauchlosigkeit' bezieht sich jedoch letztlich auf den 'Schmerbauch' im wörtlichen Sinne, auf den 'Fettbauch' beziehungsweise das Bauchfett und bezeichnet eigentlich den als Ideal propagierten schlanken Bauch, der nicht nur vorhanden, sondern mitunter sogar als besonders attraktiv erwünscht bleibt.
Zentrum von Körper und Leben
Dass der Bauch nicht vom Körper zu trennen ist, bestätigt die Auffassung von seiner Vormachtstellung im menschlichen Organismus, vom Bauch als Nabel des Körpers sozusagen. Neuere populärwissenschaftliche Darstellungen meist medizinischer Provenienz, sprechen von ihm als 'Quelle des Wohlbefindens' und als 'Sitz der Seele', wobei sie sich neben medizinischen Erkenntnissen auch auf kulturelle Traditionen berufen, die sie dann (natur)wissenschaftlich untermauern. 'Quelle des Wohlbefindens' ist der Bauch durch seine Funktion als Ernährer des Körpers. Viel zitierter Beleg für diese Vorstellung ist die Fabel vom Streit zwischen dem Magen und den Gliedern, die der Motivindex von Aarne/Thompson unter dem Titel Debate of the Belly and the Members führt. Die Glieder, die dem gefräßigen Magen nicht länger als Handlanger dienen wollen, der ihm das Essen und Trinken heranschafft, müssen feststellen, dass ihr Streik den eigenen Untergang bedeutet. Sobald der Bauch keine Nahrung mehr erhält, schwinden auch ihnen die Kräfte. Er ist nicht Schmarotzer sondern Ernährer. Ohne ihn kann der gesamte Körper nicht überleben. Mit der gleichen Argumentation wird der Magen in Gesundheitsratgebern unterschiedlichster Epochen immer wieder, als das 'vornehmste' und wichtigste Organ für die Gesunderhaltung bezeichnet. Gegenwärtig kommt diese Rolle vor allem dem Darm zu, der jedoch gerade im Hinblick auf die allgemeinverständliche Darstellung und das Berufen auf populäre Vorstellungsbilder häufig mit dem Bauch gleichgesetzt wird.
Neben der rein physiologischen Begründung wird der Bauch auch als 'Sitz der Seele' zum Zentrum des Menschen, so dass er 'als Wurzel des menschlichen Lebens und seiner Krankheiten sowie als Ausgangspunkt der Therapie erscheint'. Anknüpfungspunkte bieten hier gegenwärtig vor allem Einflüsse asiatischer Philosophie und Medizin, die über Gesundheitsratgeber, Tai Chi und Yoga oder Ayurveda auch in die europäische Alltagskultur einfließen. Doch auch die europäische beziehungsweise westliche Medizin und Philosophie finden im Bauch immer wieder den Sitz des Lebens, der Seele, der Lebensgeister oder der Gefühle, sei es im Sonnengeflecht, in der Leber, im Magen oder im Darm. Zwar wies Ernst Bargheer darauf hin, dass der Glaube an Leber oder Magen als Sitz der Seele 'dem deutschen Volksglauben nicht so sehr eigen' sei, doch fand er zumindest einige Belege, die in eine solche Richtung weisen. Abgesehen von der oben genannten Fabel zum Magen zählen hierzu beispielsweise Redewendungen wie die Laus, die über die Leber läuft, oder das Reden 'frei von der Leber'. Vor allem sah er jedoch in dem Einfluss der Humoralpathologie, also wiederum eines medizinischen Konzeptes, eine Grundlage für die Auffassung von der Leber als Sitz der Lebenskraft, da sie als 'Ursprungsort der Säfte' gelte. Was die Leber in der Humoralpathologie, ist der Magen im Zusammenhang mit dem Konzept der Lebensgeister. Paracelsus verortete zu Beginn des 16. Jahrhunderts den Lebensgeist, welcher die Wurzel der Seele darstellen soll, im Magen beziehungsweise im Magenmund, 'wo Herz und Magen sich nahe kommen'. Johann Baptist von Helmont erklärte diesen im frühen siebzehnten Jahrhundert zum Sitz des 'archeus influus', wobei der Magenmund Sitz der Seele, der Magen jedoch von der Milz abhängig ist und nur mit ihrer Hilfe zusammen den Lebensgeist erhält. Zum Gefühlsorgan machen den Magen in der medizinischen Literatur zudem das Nervengeflecht oder Netz, das ihm 'ein grosses Gefühl' verleihe, seine Nähe zum Herzen oder sein Zusammenhang mit der Melancholie.
Medizingeschichtlich galt der Bauch Schott zufolge vor allem im Menschenbild der vormodernen Medizin als Lebenszentrum. Mit der Aufklärung habe sich die Abwendung von der Bauchseele hin zu Kopf und zentralem Nervensystem als 'zentrale Steuerungsinstanz' vollzogen, allerdings seien beispielsweise mit dem Mesmerismus auch um 1800 noch Vorstellungen von einer Seele im Bauch anzutreffen. Das Gangliensystem in ihm sowie das Sonnengeflecht hätten hierbei als Sitz der 'unbewussten' neben dem Kopf als Sitz der 'bewussten' Seele gestanden. Im 19. Jahrhundert sei die Psyche jedoch endgültig weitgehend im Gehirn lokalisiert worden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass van Helmonts Theorie seinerzeit unwidersprochen geblieben oder der Bauch in der Psychologie gänzlich unberücksichtigt geblieben wäre. Bartholin widmete ein ganzes Kapitel mit der Überschrift 'Ob die Seele in dem obern Magen=Mund ihren Sitz habe?' der Widerlegung Helmonts und lieferte fünf Argumente: Erstens sei der Magen immer mit 'unlautern Speisen' gefüllt, zweitens kämen keine besonderen Kräfte aus ihm, drittens müssten alle gefräßigen und gierigen Menschen mehr Seele haben, wenn diese im Magen wohnen würde, viertens sei die Seele nicht an einem zentralen Ort zu bündeln und fünftens zeige das Verschlucken scharfer und spitzer Gegenstände, dass Verletzungen des Magenmundes nicht tödlich seien. Für Bartholin beruhte eine nicht bestreitbare Sensibilität des Magens allenfalls auf der Nähe zum Herzen und zu den 'Spann=Adern'. Demgegenüber stellte beispielsweise der Jenaer Mediziner Ottomar Domrich (1819-1907), der sich Mitte des 19. Jahrhunderts den Zusammenhängen zwischen 'psychischen Zuständen' und organischen Erkrankungen widmete, einen Zusammenhang zwischen Magen und Melancholie her, indem er die unbegründeten Trauer- und Angstzustände des Melancholikers mit einem zusammengezogenen und geschrumpften Magen in Verbindung brachte, der dem Gefühl des 'Eingeschnürtseins' entspreche.
Jüngere Redewendungen wie 'auf den Magen schlagen', 'schwer im Magen liegen' oder die 'Bauchschmerzen' im übertragenen Sinne, das 'Verdauen' von Problemen, die Lokalisierung von Wut und Nervosität ('Schmetterlinge', Kribbeln) im Bauch könnten ebenso in eine solche Richtung zielen, wie die von Bargheer zitierten Ekelbekundungen. Bargheer legte seiner Studie Quellen aus dem 16. bis frühen 20. Jahrhundert zu Grunde und ging davon aus, dass sich im Volksbrauch und Volksglauben kaum Hinweise auf eine Vorstellung vom Magen als Sitz der Seele fänden. Er sah jedoch zumindest einen 'Hinweis auf seelenhafte Regungen, die dem Magen anhaften' in einer Variante oben genannter Redewendung vom 'auf den Magen schlagen' und Ausdrücken, 'mit denen das Volk ihm unsympathische Personen als ?Übel?, ?Ekel?, ?Brechmittel? bezeichnet'. Seine Interpretation stützt er dabei auf die 'tatsächliche Beobachtung', dass 'seelische Erregungen' sehr wohl 'Magenverstimmungen nervöser Art hervorrufen' - womit sich der Kreis zu den medizinischen Erklärungen wieder schließt. Letztlich verweisen derartige Belege jedoch allein auf den Zusammenhang zwischen Bauch und Gefühlen oder seelischen Regungen. Zum Zentrum des Menschen erklären sie ihn damit noch nicht, zumindest nicht so ausdrücklich wie die Mediziner es tun. Dies geschieht im Wesentlichen erst mit den oben genannten Gesundheitsratgebern und der Popularisierung fernöstlicher Körperkonzepte.
Vom Darm mit seinem Aufstieg zum zweiten Gehirn und zum emotionalen Zentrum wird im folgenden Kapitel noch die Rede sein. Die herausragende Bedeutung des Bauches, die dort im ausgehenden 20. Jahrhundert vermittelt wird, besteht in seinem Einfluss nicht nur auf das körperliche Wohlbefinden sondern auf das gesamte Denken und Handeln des Menschen. Sie knüpft an das an, was Sprichwörter und Redewendungen sowie der anfänglich zitierte Ausspruch Immerschlafs sinnbildlich erfassen, so zum Beispiel in Sebastian Francks Sprichwortsammlung von 1541:
'Der bauch lasst sein nit vergessen.
Der bauch ist ein grosser schalck/macht uns all zu schelmen.
Es geschieht alles von des bauchs wegen was die gantze welt redt und thut.
Der bauch murrt und bilt on underlaß. Der seine recht soeben haben wil/das er alle glider zu allen wercken antreibt/Nun das im genug geschehe/Da treibt er die faulen zu allerley arbeyt/unnd so sie nit wöllen arbeyten/so frisst er all glider/und treibet sie biß an galgen/Ja henckt sich mit dran.
Der bauch machet dieb/hürn mörder/verräther/[...]'
Allerdings variieren die Begründungen. Wenn der Bauch das menschliche Handeln bestimmt, so tut er dies bis in das 19. Jahrhundert als Organ der Gier oder der Befriedigung des primären menschlichen Bedürfnisses Hunger. 'Bauchdiener' und 'Bauchprediger' sind einzig am eigenen materiellen Wohlstand interessiert, die 'Bauchsorge' treibt denjenigen, der stets an seine materielle Sicherheit denkt oder denken muss. Demgegenüber geht es in den neueren, zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufkommenden Redewendungen vom Handeln 'aus dem Bauch' um die Vorstellung einer Quelle substanzlosen beziehungsweise nicht-rationalen Handelns. Erst hier rückt der Bauch in die Nähe zum Kopf und seinen Funktionen, während er sich zuvor in erster Linie über das Essen definierte.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort8
Einleitung9
I. Die Kosmologie des Bauches22
1. Der Bauch des Körpers23
2. Der Bauch an der Grenze zur Außenwelt und das Groteske34
3. Der Bauch im Kosmos43
Zusammenfassung66
II. Bauch und Kopf69
1. Der Bauch gegen den Kopf70
2. Der Bauch mit dem Kopf87
3. Der Bauch als Kopf95
Zusammenfassung103
III. Bauch und Charakter104
1. Der Bauch, die Säfte und die Temperamente104
2. Physiognomik des Bauches119
Zusammenfassung155
IV. Formen und (Ver-)Formungen157
1. Bauchformen158
2. Korsett und Gänsebauch: (Ver-)Formungen durch Kleidung186
Zusammenfassung220
V. Bauchfreiheit und ihre Grenzen222
1. Bade-, Protest- und Spaßkultur223
2. »Bauchfrei zu sexy?«225
3. Grenzverhandlungen229
Zusammenfassung261
VI. Bauchtraining263
1. Wellness und Workout, schlanker Bauch und Sixpack263
2. Pädagogische Gymnastik und vaterländisches Turnen286
3. Muskelpflege, Heimtraining und Nationalgymnastik293
4. Der Weg zum Waschbrettbauch319
Zusammenfassung325
VII. Der geheimnisvolle und der unheimliche Bauch327
1. Vielfraße und Hungerleider329
2. Merkwürdiger Bauchinhalt355
Zusammenfassung414
Schlussbetrachtung417
Literatur424
1. Quellen424
2. Sekundärliteratur439

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