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Praxis der Nephrologie

AutorChristine Keller, Steffen Geberth
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl468 Seiten
ISBN9783540485568
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis36,99 EUR

Fach- und Hausärzte sind mit nephrologischen Fragen konfrontiert: Bei welchen Erkrankungen müssen sie prüfen, ob eine Nierenerkrankung vorliegt? Welche Werte müssen sie in welchen Abständen kontrollieren? Welche Untersuchungen sollten sie durchführen und wann zum Spezialisten überweisen? Die Kooperation von Hausärzten mit Spezialisten berücksichtigt deren Abstimmungsbedarf und vermeidbare Fehler für die zukünftige integrierte Versorgung. Highlight: die umfassende Tabelle 'Dosierung wichtiger Pharmaka bei Niereninsuffizenz'. Leicht verständlich: auch 'Nicht-Nephrologen' profitieren von dieser 2. neu bearbeiteten und erweiterten Auflage.

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Leseprobe

12 Nierenersatztherapie (S. 227-229)

Dialysebehandlung kann den Tod durch Uramie zwar verhindern, die Uberlebenszeiten von Dialysepatienten sind jedoch deutlich geringer als die einer gesunden Vergleichspopulation und nur wenig besser als beim Bronchialkarzinom. Risikofaktoren fur eine schlechte Langzeitprognose sind Begleit- oder Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder arterielle Hypertonie. Die besten 5-JahresUberlebensraten haben Patienten mit Zystennieren oder chronischer Glomerulonephritis, gefolgt von Patienten mit hypertensiver Nephropathie. Patienten mit diabetischer Nephropathie haben die schlechtesten Uberlebensraten, in einer Untersuchung aus den USA lag die 5-Jahres-Uberlebensrate dialysepflichtiger Diabetiker bei nur 20%. Die wichtigsten Indikationen zur Nierenersatztherapie sind akutes Nierenversagen und Verschlechterung einer vorbestehenden Niereninsuffizienz. Von dem Zeitpunkt im renalen Verlauf an, ab dem die konservativ behandelte Niereninsuffizienz zum Katabolismus fuhrt, sinkt die Langzeitprognose des Patienten.

Durch vernunftige Wahl des Dialysebeginns konnen viele Komplikationen vermieden werden (z. B. eine hypertensive Krise mit zerebralem Insult oder koronarer Ischamie aufgrund mangelnder renaler Volumenelimination). Ausreichend lange vor Dialysebeginn ist das fur den Patienten geeignete Verfahren zu bestimmen. Hierbei sollten neben medizinischen Kriterien wenn moglich auch der Wunsch des Patienten berucksichtigt werden. In Deutschland ist die ambulante Hamodialyse im Zentrum die haufigste Nierenersatztherapie. Weitere Optionen sind Hamofiltration, Hamodiafiltration, Heimhamodialyse, Peritonealdialyse und die Nierentransplantation. Physikochemisch findet bei der Dialyse ein Stoffaustausch zwischen zwei durch eine semipermeable Membran getrennten Kompartimente, dem Blut und der Dialysatflussigkeit statt.

Durch osmotische Krafte gehen Harngifte ins Dialysat uber, uberschussiges Plasmavolumen wird durch eine hydrostatische Druckdifferenz abfiltriert. Ausreichende Dialysedosis bedeutet fur die meisten Patienten eine mindestens 3-mal/Woche stattfindende Hamodialyse von mindestens 4 h. Mit Hilfe von Harnstoffkinetiken (Kt/V, Harnstoffreduktionsrate, absolute Harnstoffelimination) kann die verabreichte Dialysedosis sowie der von der Dialysequalitat unmittelbar abhangige Ernahrungszustand des Patienten (PCR, ?protein catabolic rate?) individuell bestimmt werden. Bezuglich der Dialysedosis Kt/V scheint ein Minimum von 1,3.1,4 fur eine verbesserte Uberlebensrate notig zu sein. Dies entspricht einer Harnstoffreduktionsrate von 65.70% pro Dialysesitzung. Auch bei ausreichender Dialysedosis gibt es niereninsuffizienzbedingte Sekundarerkrankungen wie die renale Anamie und den renalen sekundaren Hyperparathyreoidismus. Dialysepatienten mussen auserdem eine spezielle Diat einhalten. Bei dieser Diat spielen einerseits die Einschrankung von kumulierenden Nahrungsbestandteilen wie Kalium und Phosphat, andererseits aber auch die ausreichende Versorgung mit wertvollen Nahrungsbestandteilen bei den eher katabolen Patienten eine wichtige Rolle.

12.1 Dialyseindikation

Die Indikation zum Beginn der chronischen Nierenersatztherapie kann absoluter oder relativer Natur sein.

12.1.1 Absolute Indikationen zur Einleitung der Nierenersatztherapie
Absolute Indikationen zur Einleitung einer Nierenersatztherapie ,
* Uramische Perikarditis ,
* Therapierefraktare Hypertonie
* Hypervolamie mit Lungenodem und/oder peripheren Odemen, die mit Diuretika nicht mehr zu behandeln sind
* Hyperkaliamie
* Metabolische Azidose
* Progrediente, uramische, zentrale (Enzephalopathie) oder periphere Neuropathie mit Verwirrung, Myoklonien, Asterixis (Flattertremor), Krampfanfallen
* ,Uramisch bedingte, hamorrhagische Diathese
* Uramische bedingte Ubelkeit und Erbrechen
* Plasmakreatininkonzentrationen deutlich über 10 mg/dl, Plasmaharnstoffkonzentrationen uber 200 mg/dl, endogene Kreatininclearance deutlich unter 10 ml/ min/1,73 m2 KO

Für die relativen Dialyseindikationen ist zu bedenken, dass ein Harnstoffanstieg von 50 mg/dl auf uber 200 mg/dl in einer kurzen Zeitspanne (ANV) wesentlich gefahrlicher ist, als ein langsamer Anstieg uber Wochen, Monate oder gar Jahre. Im angelsachsischen Sprachraum wird statt Harnstoff (?urea?) Harnstoffstickstoff (?bun?) verwendet (Umrechnung: Harnstoff=Harnstoffstickstoff×2,14).

12.1.2 Relative Indikationen zur Einleitung der Nierenersatztherapie

Beim elektiven Dialysebeginn ist die chronische Nierenerkrankung bereits langer bekannt. Es gehort zu einer guten Patientenfuhrung, rechtzeitig uber die anstehende Notwendigkeit der Nierenersatztherapie aufzuklaren. Der spateste Zeitpunkt fur den Beginn der Nierenersatztherapie ist nur selten auch der Beste.

Inhaltsverzeichnis
Geleitwort zur zweiten Auflage8
Geleitwort zur ersten Auflage10
Vorwort zur zweiten Auflage12
Vorwort zur ersten Auflage14
Inhaltsverzeichnis16
1 Die normale Niere23
1.1 Anatomie24
1.1.1 Makroanatomie24
1.1.2 Mikroanatomie25
1.2 Physiologie28
1.2.1 Mechanismen28
1.2.2 Homöostase31
1.2.3 Endokrine Funktionen32
Internet-Links34
Literatur34
2 Nephrologische Diagnostik35
2.1 Anamnese und körperlicher Untersuchungsbefund36
2.1.1 Anamnese36
2.1.2 Körperlicher Untersuchungsbefund36
2.2 Schmerzen und Miktionsstörungen36
2.2.1 Schmerzen36
2.2.2 Miktionsstörungen39
2.3 Urindiagnostik39
2.3.1 Urinfarbe40
2.3.2 Spezifisches Gewicht40
2.3.3 Urinsediment40
2.3.4 Urinkultur43
2.3.5 Proteinurie44
2.3.6 Weitere Untersuchungen aus dem 24-h- Sammelurin46
2.3.7 Serumparameter48
2.3.8 Blutbild bei Nierenerkrankungen51
2.3.9 Blutgasanalyse beim Nierenkranken51
2.4 Nierenfunktionsprüfungen51
2.4.1 Glomeruläre Filtrationsrate51
2.4.2 Renaler Plasmafluss54
2.4.3 Tubulusdiagnostik54
2.4.4 Nuklearmedizinische Untersuchungen54
2.5 Bildgebende Verfahren55
2.5.1 Nierensonographie55
2.5.2 Abdomenleeraufnahme56
2.5.3 Computertomographie57
2.5.4 Magnetresonanztomographie (= Kernspintomographie)57
2.5.5 Intravenöse Pyelographie ( IVP = Ausscheidungsurogramm)57
2.5.6 Angiographie58
2.5.7 Nierenbiopsie58
2.6 24-h- Blutdruckmessung60
Internet-Links61
Literatur61
3 Fehlbildungen und erbliche Nierenerkrankungen63
3.1 Nierenagenesie64
3.2 Hypoplastische Nieren64
3.3 Doppelanlagen64
3.4 Lageanomalien64
3.5 Zystische Nierenerkrankungen65
3.5.1 Angeborene, nicht erbliche zystische Nierenerkrankungen65
3.5.2 Erbliche zystische Nierenerkrankungen66
3.6 Polyzystische Nierenerkrankungen67
3.6.1 Autosomal-rezessive polyzystische Nierenerkrankung (ARPKD)67
3.6.2 Autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD)68
3.7 Angeborene Erkrankungen der Glomeruli73
3.7.1 Hereditäre Nephritis (Alport-Syndrom)73
3.7.2 Kongenitales und infantiles nephrotisches Syndrom74
3.8 Angeborene Erkrankungen der Tubuli75
3.8.1 Markschwammniere75
3.8.2 Salzverlusttubulopathien76
3.9 Seltene Fehlbildungssyndrome77
3.9.1 Nail-Patella-Syndrom77
3.9.2 Prune-Belly-Syndrom ( Eagle-Barrett-Syndrom)77
3.9.3 Williams-Syndrom77
3.9.4 Mitochondriale Zytopathien78
3.9.5 Oligomeganephronie78
Internet-Links79
Literatur79
4 Harnwegsinfektionen81
4.1 Mikrobiologie82
4.2 Vorgehen bei unklarer Diagnose82
4.2.1 Keimzahlen83
4.2.2 Nitrit83
4.3 Asymptomatische Bakteriurie83
4.3.1 Asymptomatische Bakteriurie bei Schwangeren83
4.3.2 Asymptomatische Bakteriurie bei älteren Menschen83
4.3.3 Therapieempfehlung bei asymptomatischer Bakteriurie84
4.4 Komplizierter Harnwegsinfekt84
4.5 Radiologische Diagnostik84
4.6 Sterile Pyurie85
4.7 Urethritis85
4.8 Akutes Urethralsyndrom85
4.9 Akute Zystitis86
4.9.1 Pathogenese86
4.9.2 Klinik86
4.9.3 Diagnose86
4.9.4 Therapie86
4.9.5 Verhaltensmaßnahmen zur Vermeidung von Harnwegsinfekten87
4.10 Akute Pyelonephritis88
4.10.1 Klinik88
4.10.2 Diagnose88
4.10.3 Therapie89
4.11 Refluxnephropathie90
4.11.1 Pathogenese90
4.11.2 Klinik90
4.11.3 Diagnostik91
4.11.4 Therapie91
4.11.5 Prognose92
4.12 Obstruktive Uropathie92
4.12.1 Pathogenese93
4.12.2 Klinik93
4.12.3 Diagnostik93
4.12.4 Therapie und Prognose94
4.13 Chronische Pyelonephritis95
4.13.1 Klinik95
4.13.2 Diagnostik95
4.13.3 Therapie96
4.13.4 Prognose96
4.14 Xanthogranulomatöse Pyelonephritis96
4.15 Urosepsis97
4.16 Spezifische Entzündungen: Tuberkulose mit Nierenbeteiligung97
4.16.1 Diagnostik97
4.16.2 Therapie97
4.17 Harnwegsinfektion bei Blasenkatheter97
4.18 Harnwegsinfektionen bei Patienten mit Zystennieren98
4.18.1 Diagnostische Besonderheiten98
4.18.2 Therapie99
4.19 Harnwegsinfektionen bei nierentransplantierten Patienten99
4.20 Differentialdiagnosen der Harnwegsinfektion: Prostatitis100
4.21 Renale und perinephritische Abszesse101
4.21.1 Klinik101
4.21.2 Therapie101
Internet-Links102
Literatur102
5 Steinleiden103
5.1 Risikofaktoren der Nephrolithiasis104
5.1.1 Klinik104
5.2 Diagnostik104
5.2.1 Anamnese105
5.2.2 Serumuntersuchungen105
5.2.3 Urinuntersuchungen105
5.2.4 Radiologische Untersuchungen105
5.2.5 Besonderheiten einzelner Steinarten106
5.2.6 Nephrokalzinose108
5.3 Therapie108
5.3.1 Akuttherapie bei Nephro-/ Urolithiais108
5.3.2 Dauertherapie109
Literatur113
6 Raumforderungen in der Niere115
6.1 Einfache Nierenzysten116
6.2 Sekundärzysten116
6.3 Solide Raumforderungen117
6.4 Nierenzellkarzinom117
6.4.1 Epidemiologie117
6.4.2 Pathologie118
6.4.3 Pathogenese118
6.4.4 Klinik118
6.4.5 Diagnostik119
6.4.6 Staging120
6.4.7 Therapie121
6.4.8 Prognose125
Internet-Links125
Literatur126
7 Glomeruläre Nierenerkrankungen127
7.1 Klinische Syndrome128
7.1.1 Asymptomatische Proteinurie/Hämaturie129
7.1.2 Das nephrotische Syndrom130
7.1.3 Krankheitsbilder mit vorwiegend nephrotischem Syndrom132
7.1.4 Das akute nephritische Syndrom138
7.1.5 Krankheitsbilder mit vorwiegend nephritischem Syndrom138
7.1.6 Das chronisch nephritische Syndrom144
7.2 Indikationen und Kontraindikationen zur Nierenbiopsie145
7.2.1 Indikationen145
7.2.2 Kontraindikationen146
Internet-Links146
Literatur146
8 Tubulointerstitielle Erkrankungen der Niere149
8.1 Akute interstitielle Nephritis ( AIN)150
8.1.1 Akute medikamenteninduzierte interstitielle Nephritis150
8.1.2 Chronisch interstitielle Nephritis153
8.2 Infektiöse interstitielle Nephropathie154
8.2.1 Hämorrhagisches Fieber mit Nierenbeteiligung (Hanta-Nephropathie)154
8.2.2 Leptospirose mit Nierenbeteiligung154
8.2.3 Balkannephropathie154
8.2.4 Nierenbeteiligung bei Tuberkulose155
8.3 Tubulointerstitielle Nierenbeteiligung bei Infektionen der ableitenden Harnwege156
8.4 Interstitielle Nephritis bei Systemerkrankungen156
8.5 Interstitielle Nephropathien durch Nephrotoxine156
8.5.1 Antibiotika156
8.5.2 Zytostatika157
8.5.3 Röntgenkontrastmittel157
8.5.4 Schwermetalle158
8.6 Nephropathie nach Bestrahlung163
8.7 Tubuläre Erkrankungen/Syndrome163
8.7.1 Diabetes insipidus renalis163
8.7.2 Renal tubuläre Azidose (RTA)165
Internet-Links169
Literatur169
9 Systemerkrankungen mit Nierenbeteiligung171
9.1 Stoffwechselerkrankungen172
9.1.1 Diabetische Nephropathie172
9.1.2 Gichtnephropathie176
9.2 Rheumatische Erkrankungen179
9.2.1 Rheumatoide Arthritis (RA)179
9.3 Kollagenosen179
9.3.1 Systemischer Lupus erythematodes (SLE)179
9.3.2 Sklerodermie = progressive Systemsklerose183
9.4 Systemische Vaskulitiden183
9.4.1 Polyarteriitis nodosa184
9.4.2 ANCA-assoziierte Vaskulitiden184
9.4.3 Immunkomplexassoziierte Vaskulitiden186
9.5 Amyloidose und andere mit glomerulären Ablagerungen einhergehende Erkrankungen186
9.5.1 Amyloidose186
9.5.2 Dialyse-assoziierte ß2-Amyloidose188
9.5.3 Fibrilläre Glomerulonephritis und immuntaktoide Glomerulopathie188
9.6 Erkrankungen des Gefäßsystems188
9.6.1 Benigne und maligne hypertensive Nephrosklerose188
9.6.2 Renale Atheroembolie/Cholesterinembolie190
9.6.3 Thrombotische Mikroangiopathien191
9.7 Maligne Erkrankungen192
9.7.1 Nephrotoxische Zytostatika192
9.7.2 Akutes Tumorlysesyndrom193
9.7.3 Nierenbeteiligung bei Plasmazelldyskrasien194
9.7.4 Strahlennephritis194
9.8 Sarkoidose194
9.9 Angeborene Systemerkrankungen mit Nierenbeteiligung195
9.9.1 Sichelzellnephropathie195
9.9.2 Oxalose195
9.10 Lebererkrankungen mit Nierenbeteiligung197
9.10.1 Virushepatitis197
9.10.2 Hepatorenales Syndrom197
9.10.3 Renale Komplikationen bei Aids198
9.11 Nierenbeteiligung bei Tropenerkrankungen199
9.12 Nephropathie durch Phytotherapeutika199
Internet-Links200
Literatur201
10 Akutes Nierenversagen203
10.1 Diagnose204
10.1.1 Akut oder chronisch?204
10.1.2 Differentialdiagnose akutes, chronisches, »acute on chronic« Nierenversagen204
10.2 Ätiologie205
10.3 Klinik205
10.4 Differentialdiagnose prärenales Nierenversagen versus akute Tubulusnekrose (ATN)207
10.4.1 Akutes Nierenversagen im Krankenhaus208
10.4.2 Pathogenese der postischämischen Tubulusnekrose209
10.5 Therapie209
10.5.1 Konservative Therapie209
10.5.2 Blutreinigungsverfahren210
10.6 Prognose211
10.6.1 Prognose der akuten Tubulusnekrose211
10.7 Besondere Formen212
10.7.1 Akutes Nierenversagen nach Gabe on platinhaltigen Medikamenten212
10.7.2 Akutes Nierenversagen nach Gabe von Pentamidin enthaltenden Medikamenten212
10.7.3 Akutes Nierenversagen nach Einnahme von Paracetamol212
10.7.4 Akutes Nierenversagen nach Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika213
10.7.5 Akutes Nierenversagen durch Hämoglobin oder Myoglobin214
10.7.6 Akutes Nierenversagen nach Kontrastmitteluntersuchungen215
10.7.7 Akutes Nierenversagen durch Ausfällung von Kristallen215
10.7.8 Akutes Nierenversagen bei medikamenteninduzierter, interstitieller Nephritis215
10.7.9 Akutes Nierenversagen bei Infektionserkrankungen215
Internet-Links217
Literatur217
11 Chronische Niereninsuffizienz219
11.1 Definition und Klassifikation220
11.1.1 Stadien220
11.2 Ätiologie221
11.3 Pathophysiologie221
11.3.1 Hyperfiltrationstheorie221
11.3.2 Klinischer Verlauf222
11.3.3 Progressionsfaktoren222
11.4 Klinische Prädiktoren der Progredienz223
11.5 Praktisches Vorgehen224
11.5.1 Differentialdiagnostische Überlegungen: akutes versus chronisches Nierenversagen224
11.5.2 Differentialdiagnostische Überlegungen: reversible Ursachen der Niereninsuffizienz224
11.6 Symptome der chronischen Urämie225
11.7 Folgeschäden226
11.7.1 Kardiovaskuläres System226
11.7.2 Blut und blutbildende Organe, Immunsystem229
11.7.3 Säure-Basen-Haushalt – Elektrolyte – Flüssigkeitshaushalt230
11.7.4 Immunschwäche durch chronische Niereninsuffizienz231
11.7.5 Gastrointestinale Störungen232
11.7.6 Endokrinologische Störungen und Sexualfunktionsstörungen234
11.7.7 Dermatologie238
11.7.8 Neurologie239
11.7.9 Diät bei chronischen Nierenerkrankungen241
11.8 Vorbereitung zur Nierenersatztherapie245
Internet-Links246
Literatur246
12 Nierenersatztherapie249
12.1 Dialyseindikation250
12.1.1 Absolute Indikationen zur Einleitung der Nierenersatztherapie250
12.1.2 Relative Indikationen zur Einleitung der Nierenersatztherapie251
12.1.3 Kontraindikationen und Behandlungsende252
12.2 Vorbereitung des Patienten253
12.2.1 Wahl des Verfahrens254
12.3 Dialysetheorie255
12.3.1 Physikochemische Grundlagen255
12.3.2 Physikochemische Vorgänge bei einer Dialysebehandlung255
12.3.3 Dialysator (»künstliche Niere«)256
12.3.4 Dialysatflüssigkeit257
12.3.5 Dialysemaschine258
12.4 Hämodialyseverfahren258
12.4.1 Hämodialyse258
12.4.2 Hämofiltration259
12.4.3 Hämodiafiltration (HDF)259
12.4.4 Heimhämodialyse259
12.4.5 Probleme der Hämodialyse260
12.4.6 Akute Probleme bei Dialysetherapie260
12.5 Peritonealdialyse265
12.5.1 Formen der Peritonealdialyse266
12.6 Einsatz von Dialyseverfahren bei der Behandlung des akuten Nierenversagens (ANV)268
12.6.1 Generelle Überlegungen zum Einsatz der Dialyse beim akuten Nierenversagen268
12.7 Dialysequalität269
12.7.1 Parameter der Dialysedosis270
12.8 Andere Blutreinigungsverfahren274
12.8.1 Hämoperfusion274
12.8.2 Plasmapherese275
12.9 Generelle Probleme der chronischen Nierenersatztherapie275
12.9.1 KHK und Herzinsuffizienz bei Dialysepatienten275
12.9.2 Renale Anämie und Therapie mit Erythropoietin276
12.9.3 Renale Osteopathie279
12.9.4 Hypertonie bei Dialysepatienten289
12.9.5 Der diabetische Dialysepatient290
12.9.6 Allgemeine Probleme291
12.10 Infektionen beim Dialysepatienten298
12.10.1 Allgemeines298
12.10.2 HIV-Infektion299
12.10.3 Infektiöse Hepatitiden299
Internet-Links300
Literatur300
13 Nierentransplantation303
13.1 Transplantationsimmunologie305
13.1.1 Nomenklatur der HLA-Region305
13.1.2 Struktur der HLA-Region306
13.1.3 HLA-Matching und Transplantatüberleben306
13.1.4 Sensibilisierung307
13.1.5 Serologische Testsysteme308
13.1.6 Immunologische Aspekte308
13.2 Kriterien für die Zuteilung (= Allokation) von Nierenspenden310
13.2.1 Gesetzliche Allokationskriterien310
13.3 Vorbereitung der Transplantation311
13.3.1 Auswahl von Empfänger und Spender311
13.4 Immunsuppression315
13.4.1 Induktionsimmunsuppression315
13.4.2 Erhaltungsimmunsuppression316
13.4.3 Basismedikamente der Immunsuppression316
13.4.4 Immunsuppression und Verlauf nach Nieren - Pankreas - Transplantation321
13.4.5 Immunsuppression bei Schwangeren322
13.5 Differentialdiagnose des funktionsgestörten Transplantats323
13.5.1 Funktionsstörung des Transplantates unmittelbar nach Transplantation323
13.5.2 Frühe Transplantatfehlfunktion (bis 1–2 Wochen nach TPL)324
13.5.3 Späte akute Transplantatfehlfunktion324
13.5.4 Späte chronische Transplantatfehlfunktion325
13.5.5 Risikofaktoren des Transplantatversagens325
13.6 Transplantatabstoßung325
13.6.1 Hyperakute Transplantatabstoßung325
13.6.2 Akute Transplantatabstoßung326
13.6.3 Chronische Transplantatabstoßung328
13.7 Infektionen bei Nierentransplantierten329
13.7.1 Differentialdiagnose von Infektionen bei transplantierten Patienten329
13.7.2 Zytomegalie (CMV)331
13.7.3 Hepatitis C331
13.7.4 Hepatitis-C-induzierte Nierenerkrankungen bei Nierentransplantierten332
13.7.5 Harnwegsinfektionen nach Nierentransplantation332
13.8 Rezidiv der Grunderkrankung333
13.8.1 Primäre Nierenerkrankungen333
13.8.2 Systemerkrankungen334
13.9 Chirurgische und urologische Probleme nach Nierentransplantation334
13.10 Internistische Komplikationen nach Nierentransplantation335
13.10.1 Hypertonie335
13.10.2 Stoffwechselstörungen336
13.10.3 Erythrozytose337
13.10.4 Entwicklung von Neoplasmen nach Nierentransplantation337
13.10.5 Kardiovaskuläre Risikofaktoren bei nierentransplantierten Patienten339
13.10.6 Psychiatrische Komplikationen339
13.11 Ergebnisse der Nierentransplantation340
13.11.1 Transplantatüberleben340
13.11.2 Patientenüberleben340
13.11.3 Patientenüberleben nach Verlust der Transplantatfunktion341
13.12 Transplantationsgesetz und Organisation der Nieren- bzw. Organtransplantation in Europa342
13.12.1 Einwilligungserklärung342
Internet-Links343
Literatur343
14 Pharmakotherapie bei Niereninsuffizienz345
14.1 Pharmakokinetische Parameter und ihre Veränderung durch Niereninsuffizienz346
14.1.1 Medikamentendosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion346
14.1.2 Pharmakotherapie bei Dialysepatienten348
Internet-Links350
Literatur350
15 Nephrologische Begutachtung und arbeitsmedizinische Aspekte bei chronischer Niereninsuffizienz351
15.1 Gutachten in der Nephrologie352
15.2 Erwerbsunfähigkeit352
15.3 Führen von Kraftfahrzeugen354
15.4 Chronische Nierenersatztherapie354
15.4.1 Nierentransplantation354
Internet-Links354
Literatur355
16 Nierenerkrankungen und Hypertonie in der Schwangerschaft357
16.1 Normale Veränderungen der Nierenfunktion in der Schwangerschaft358
16.1.1 Anatomische Veränderungen358
16.1.2 Funktionelle Veränderungen358
16.1.3 Klinische Relevanz beobachteter Veränderungen359
16.2 Renale Komplikationen in der Schwangerschaft359
16.2.1 Harnwegsinfektionen359
16.2.2 Akutes Nierenversagen in der Schwangerschaft361
16.3 Schwangerschaftsassoziierte Hypertonie363
16.3.1 Normale Veränderungen des Blutdrucks in der Schwangerschaft363
16.3.2 Definition und Einteilung363
16.3.3 Vorübergehende Hypertonie364
16.3.4 Chronische Hypertonie364
16.3.5 Der Gestosekomplex: Präeklampsie, Eklampsie und HELLP-Syndrom364
16.4 Gravidität bei vorbestehender Nierenerkrankung367
16.4.1 Einteilung nach dem Grad der Niereninsuffizienz367
16.4.2 Proteinurie367
16.4.3 Diagnostik368
16.4.4 Spezielle Nierenerkrankungen368
16.4.5 Schwangerschaft unter Nierenersatztherapie: Hämodialyse, CAPD und Nierentransplantation370
Internet-Links370
Literatur370
17 Arterielle Hypertonie373
17.1 Kardiovaskuläre Risikofaktoren375
17.1.1 Risikofaktor Bluthochdruck375
17.2 Epidemiologie376
17.2.1 Prävalenz376
17.3 Definitionen376
17.3.1 Schweregrad der Hypertonie377
17.4 Ursachen378
17.4.1 Primäre/sekundäre Hypertonie378
17.4.2 Isolierte systolische Hypertonie (ISH)378
17.5 Diagnostik380
17.5.1 Anamnese380
17.5.2 Körperliche Untersuchung381
17.5.3 Blutdruckmessung382
17.5.4 Weitere Diagnostik385
17.5.5 Endorganschäden385
17.6 Therapieziel386
17.7 Therapieindikation386
17.7.1 Antihypertensive Therapie bei systolisch 140–180 mmHg, diastolisch 90–110 mmHg387
17.8 Nichtmedikamentöse Therapie388
17.8.1 Gewicht388
17.8.2 Ernährung388
17.8.3 Weitere Verhaltensempfehlungen für Hypertoniker390
17.9 Medikamentöse Therapie390
17.9.1 Behandlungsprinzipien390
17.9.2 Antihypertensivaklassen391
17.9.3 Hypertensiver Notfall oder hypertensive Krise?405
17.9.4 Wechselwirkung mit anderen Medikamenten406
17.10 Formen renaler Hypertonie: Renoparenchymatöse Hypertonie406
17.10.1 Behandlung407
17.11 Formen renaler Hypertonie: Renovaskuläre Hypertonie407
17.11.1 Diagnostik409
17.11.2 Therapie410
17.12 Wichtige Studien413
17.12.1 Antihypertensive and Lipid-Lowering Treatment to Prevent Heart Attack Trial, ALLHAT413
17.12.2 Second Australian National Blood Pressure Study, ANBP2414
17.12.3 Heart Outcomes Prevention Evaluation, HOPE414
17.12.4 Acute Candesartan Cilexetil Evaluation in Stroke Survivors, ACCESS414
17.12.5 Valsartan Anti-hypertensive Long-Term Use Evaluation, VALUE414
17.12.6 Intervention as a Goal in Hypertension Treatment, INSIGHT414
17.12.7 Perindopril PROtection aGainst REcurrent Stroke Study, PROGRESS415
17.12.8 A Coronary Disease Trial Investigating Outcome with Nifedipine GITS, ACTION415
17.12.9 Captopril Primary Prevention Project, CAPPP415
17.12.10 Hypertension Optimal Treatment, HOT415
17.12.11 United Kingdom Prospective Diabetes Study, UKPDS415
17.12.12 Systolic Hypertension in the Elderly, SHP416
17.12.13 Systolic Hypertension in Europe, SystEur-Trial416
17.12.14 Trial of Nonepharmacologic Interventions in the Elderly, TONE416
17.12.15 Dietary Approaches to Stop Hypertension, DASH416
17.12.16 Swedish Trial in Old Patients with Hypertension, STOP416
17.12.17 Hypertension in the Very Old Trial, HYVET417
17.12.18 Evaluation of Losartan in the Elderly II, Elite II417
Internet-Links417
Literatur417
Anhang419
18 Dosierung wichtiger Pharmaka bei Niereninsuffizienz421
Hinweise zur Tabelle »Dosierung wichtiger Pharmaka«422
Erläuterungen zur Tabelle »Dosierung wichtiger Pharmaka«422
Tabelle: Dosierung wichtiger Pharmaka bei Niereninsuffizienz423
19 FAQ – Antworten kurz und knapp473
Stichwortverzeichnis479

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