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Topos des Pathologischen: Zwischen Singularität und Gemeinsamkeit

VerlagDiplomica Verlag GmbH
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl108 Seiten
ISBN9783842807723
FormatPDF
Kopierschutzkein Kopierschutz/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis34,99 EUR
"Die Welt ist heutzutage als post-kommunistisch zu trachten einerseits, im Sinne des offiziellen Endes der Explosion des kollektiven Zorns. Daran ist verbunden die Reduktion von allem auf die individuelle Verantwortung andererseits (Neoliberalismus). Wer freiwillig oder zufällig aus diesem privilegierten Gefüge gefallen ist, wird als abnormal oder pathologisch beurteilt, entweder juristisch oder psychiatrisch schließlich als ""ein gefährliches Individuum"". Hier fehlt die systematische Auffassung von einem pathologischen Einzelnen. Ein Versuch ist daher dringend, über die Ebene des (liberal-demokratischen) Individuums hinaus, das Pathologische spekulativ zu kritisieren, nämlich statt des Individuums seitens der Krise des Systems oder der Struktur das Pathologische positiv zu demarkieren. Was heißt demgemäß (rein) pathologisch überhaupt? Es ist weder medizinisch-psychiatrische Krankheit noch vitale Kraft biopolitisch gesehen (Canguilhem, Foucault). Es geht nie um die Physik, wie problematisch das Pathologische in einem bestimmten Körper oder Organismus erscheint. Vielmehr geht es um die Meta-physik des Pathologischen sowohl als des transzendental-gemeinsamen Grundes all des Seienden wie aber auch als der Krise desselben Transzendentalen schlechthin. Daher ist diese Kategorie sowohl mit dem Grenzbegriff als auch mit der Usprungsproblematik als solches gebunden, was für immer unbestimmt in Gegenwart zurückkehrt und die Struktur in Krise geraten macht, nämlich als wirklicher Ursprung Das Pathologische als transzendentale Kategorie rückt den Fokus vom Individuum in die Struktur als Subjekt hinein. Statt der doppelten Relation des Individuums zum (pathologischen) Anderen und jenem Entfremdeten gegenüber (symbolischer) Struktur steht im Vordergrund die Beziehung der Struktur auf Krise als ihr inhärentes Anderes. Hier ist nicht mehr gültig die romantische Vorstellung, ""genial-manisches Individuum jenseits der Struktur"" - z.B. Antigone. Stattdessen fokussiert es diesmal auf den immanenten Umgang mit der Krise derselben Struktur. Von nun an ist die entscheidende Frage folgendermaßen, ""wie lässt sich die in Krise gefallene Struktur wieder in Ordnung bringen, vermittels neuer Regeln, die nur auf Basis von den Anderen hergestellt werden kann?"""

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Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS3
DANKSAGUNG6
VORREDE: DAS REALE UND DAS TRANSZENDENTALE7
EINLEITUNG: TRANSZENDENTALE AUSKLAMMERUNG ALS METHODE9
1. Das Bestimmungsvermögen und das Reflexionsvermögen9
2. Der kapitalistische Austauschwert und das Pathologische14
3. Die transzendentale Ethik und das Pathologische17
TEIL I COGITO UND AUTOBIOGRAPHIE20
KAPITEL I: LEIDEN VON COGITO21
1. Cogito in abgelöster Welt21
2. Philosophie als Auto-Bio-graphie25
2.1 Zwischen Auto- und -Graphie25
2.2 Philosophen Bios als die symbolische Form (moderner Formalismus)26
2.3 Bios als Metapher zwischen Staat und Körper (Immunitas)29
2.4 Das erzählende Ich31
KAPITEL II: COGITO IM DEKNBILD33
1. Artaud als der Geisterseher?33
2. Hemmungspunkt der Melancholiker35
3. Common Sense und das Gemeinsame37
KAPITEL III: FORM DES GEMEINSAMEN UND DUALITÄT40
1. Artauds Metaphysik: entweder organische Sexualität oder A-sexualität und entweder Denkbild oder Denken im Denken These: „Sexualität parallelisiert sich zum Denken.“ (Körper ohne Organ)43
2. Signifikant oder Eigenname im Eigentlichen46
3. Dualität vom Individuum her48
INTERMEZZO50
UMKEHRUNG DER AUTO-BIO-GRAPHIE IN TOPO-PATHOGRAPHIE ODER VOM INDIVIDUELLEN ZUM GEMEINSAMEN50
TEIL II TOPOPATHOGRAPHIE ALS TOPOS DES PATHOLOGISCHEN53
KAPITEL IV: DAS PATHOLOGISCHE ALS NORMATIVERAXIOM54
1. Vorkritisch und Kritisch oder Pathologisch und Normal54
1.1 Geisterseher und Metaphysik54
1.2 Theoretische Kritik58
1.3 Praktische Kritik61
2. Typologie des Pathologischen63
2.1 Cassirers Typologie: Mangel an den symbolischen Formen64
2.2 Das transzendentale Pathologische65
KAPITEL V: PATHOLOGISCHE INDIVIDUATION73
1. Das Erhabene und der Genuss/das Jouissance73
2. Logik der Komödie als minimale Differenz79
3. Die dem Individuum vorangehende pathologische Individuation82
4. Neuer Eigenname und partiell individuiertes Jouissance91
SCHLUSS94
1. Artaud-bio-graphie als das individuierte Reale94
2. Von der aus den Angeln gehobenen Zeit her96
LITERATURVERZEICHNIS101

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