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Tradingstrategien (nicht) nur für Extremsituationen

Nutzen Sie Gier, Angst und Panik zu Ihrem Vorteil

AutorPhilip Kahler
VerlagFinanzBuch Verlag
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl400 Seiten
ISBN9783862480616
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis24,99 EUR
Viele Händler machen Verluste und nur die wenigsten erzielen regelmäßige Gewinne. Warum ist das so? Stimmt etwa das Instrumentarium der Technischen Analyse nicht? Können wir diese Muster immer nur im Nachhinein erkennen, nicht jedoch so rechtzeitig, dass wir sie zum Traden nutzen könnten? Meist ist der Mensch selbst das schwächste Glied am Weg zum Börsenerfolg. Es sind nicht die manchmal zweideutigen Aussagen der Technischen Analyse, sondern meist unsere eigenen Fehler, welche die Rendite am Ende des Jahres schmälern. Mit Hilfe des Computers lassen sich jedoch viele dieser Probleme beseitigen. Mit ihm hat man ein Werkzeug zur Hand, mit dessen Hilfe man objektive Tests über die Chancen und Risiken einer gewählten Tradingstrategie anfertigen kann. Man muss nicht mehr blind die Tradingstrategien des neuesten Gurus nachahmen, sondern kann seine eigenen Marktvorstellungen mit Hilfe des Rechners auf ihre Profitabilität überprüfen.

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Leseprobe

1 Grundlagen (S. 15)

1.1 Markttheorien

Von Sir Isaac Newton ist ein Zitat überliefert, in welchem er sich beklagt, dass er nun zwar den Lauf der Gestirne und Planeten berechnen könne, aber nicht den Wahnsinn der Massen. Er tat diesen Ausspruch, nachdem er beinahe sein gesamtes Kapital in der »South Sea Bubble« verloren hatte. Ein paar Jahrhunderte später ereilte den Long Term Capital Management Fund (LTCM) dasselbe Schicksal.

Obwohl von statistischen Modellen hochbegabter Mathematiker gelenkt, darunter die Nobelpreisträger Myron Scholes und Robert Merton, verlor der Fonds am Ende doch sein gesamtes Kapital. Die privaten und institutionellen Investoren glaubten an die risikolosen 40% auf das eingesetzte Kapital, am Ende musste die Notenbank einspringen, um das Finanzsystem zu retten. Im Sommer 2008 ist die Hypothekenkrise noch lange nicht überwunden, und wieder stehen etliche Banken und Fonds am Rande des Abgrunds.

Solche Ereignisse deuten darauf hin, dass unsere Vorstellungen über die Natur der Kursentwicklung noch sehr in den Kinderschuhen stecken. Und tatsächlich, die erste wissenschaftliche Arbeit zum Thema Börse erschien erst im Jahre 1900: die »Théorie de la Spéculation« des französischen Mathematikers Louis Bachelier.

Er ging der Frage nach, wie sich Kurse entwickeln – nicht wohin sie sich entwickeln, sondern wie eine Kursentwicklung im Allgemeinen aussieht. Dies ist eine Frage von prinzipieller Bedeutung. Ist es zum Beispiel doppelt so riskant, wenn man eine Aktie zwei Wochen anstatt nur eine Woche lang hält? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich die Aktie morgen um mehr als 10% nach unten bewegt?

Welches Risiko gehe ich im Lauf des Jahres ein, wenn ich Tag für Tag 1000 Euro am Markt riskiere? Um solche Fragen beantworten zu können, ist es von Vorteil, über ein theoretisches Modell des Markts zu verfügen. Anhand dieses Modells kann man Vorhersagen über mögliche zukünftige Kursentwicklungen aufstellen und diese Ergebnisse dann anhand der Realität auf ihre Stichhaltigkeit überprüfen. Solche Vorhersagen können zum Beispiel eine Schätzung der Volatilität oder fundierte Ansätze zur Positionsgrößenbestimmung sein. Doch muss ich Sie gleich zu Anfang enttäuschen. Leider gibt es ein solches Modell des Markts noch nicht.

Es gibt trotz vielfachen Versuchen der besten Köpfe noch nicht einmal eine annähernd richtige Th eorie über den Markt. Und dennoch gibt es einige Theorien über dem Markt ähnliche Systeme, sodass man mithilfe dieser Th eorien zumindest ein grobes Bild davon entwerfen kann, was morgen passieren könnte.

Interessanterweise entstanden viele dieser Th eorien im Umfeld von Glücksrittern und Spielern. Erst in der jüngeren Vergangenheit wird der Th emenkreis »Methoden der Spekulation« auch an Universitäten auf die Lehrpläne gesetzt.

1.1.1 Random Walk

Der Random Walk ist eine jener Th eorien, mit deren Hilfe sich wesentliche Eigenschaften des Markts erklären lassen. Die Naturwissenschaftler unter Ihnen kennen den Random Walk als einen Spezialfall der Brownschen Bewegung5. Doch ist hier nicht die Molekularbewegung Th ema, sondern die Kursentwicklung. Um diese Grundlage der Beschreibung von Kursen zu verdeutlichen, möchte ich Sie zu einem Spiel auff ordern.

Das Spiel ist ein einfacher Münzwurf: Immer wenn »Kopf« erscheint, gewinnen Sie einen Euro, erscheint »Zahl«, verlieren Sie einen Euro. Notieren Sie Ihren Kontostand nach jedem Durchgang, dann erhalten Sie einen Random-Walk- Chart.Diese Kurve weist nun einige Eigenschaften auf, welche Sie auch am Markt beobachten können. Betrachten Sie zum Beispiel die sich ergebenden Trends. Sie sehen so ähnlich aus wie die Trends am Kurschart, und doch sind sie nur durch Zufall entstanden.

Inhaltsverzeichnis
Inhaltsübersicht8
Dank10
Einleitung12
Grundlagen16
Charttechnik mit System44
Kursmuster110
Entwicklung und Test von Handelssystemen126
Nachwort191
Register192

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