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Hermann Zickert - Der deutsche Börsenpionier

Der deutsche Börsenpionier

AutorHeeb Carlheinz
VerlagFinanzBuch Verlag
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl250 Seiten
ISBN9783862480685
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis34,99 EUR
Den Hauptdarsteller dieses Buches gilt es neu zu entdecken: Hermann Zickert, 1885 in Eisleben geboren. Nach dem Studium und einigen Jahren beruflicher Tätigkeit in Berlin emigrierte er 1931 nach Liechtenstein. Dort lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod 1954. Im Mittelpunkt der Publikation stehen Zickerts Pioniertaten im Bereich der Finanzanalyse: 1923 gründete er den ersten deutschen Investmentverein, 1926 entwickelte er ein eigenes Aktienanalysemodell und 1934 gab er den wahrscheinlich ersten Börsenführer in Deutschland heraus. Einen Namen machte er sich zudem mit zahlreichen Publikationen über die Kunst der Geldanlage. Trotz seiner Pioniertaten geriet Hermann Zickert in Vergessenheit. Karlheinz Heeb hat die Bedeutung dieses weitsichtigen Börsenspezialisten erkannt und ihm mit diesem Buch ein lesenswertes Denkmal gesetzt.

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Leseprobe
Hermann Zickerts Weg nach Liechtenstein (S. 15)

Schule, Studium und Einstieg ins Berufsleben

Hermann Zickert wurde am 8. Juni 1885 in Eisleben, Kreisstadt im Bezirk Halle (D), als Sohn des Fleischermeisters Gustav Zickert geboren. Nach vier Jahren Bürgerschule besuchte er das Königliche Gymnasium in Eisleben und das Fürstliche Gymnasium in Sondershausen, wo er im September 1904 die Reifeprüfung ablegte.

Anschließend studierte Zickert an der renommierten Königlichen Bergakademie in Freiberg (Sachsen), der ältesten Bergakademie der Welt (gegründet 1765), sowie in München, Berlin und Heidelberg. In Heidelberg belegte er Vorlesungen und Seminarübungen bei namhaften Professoren wie Gothein, Rathgen, Marcks und Hampe.

Mit 22 Jahren promovierte Hermann Zickert am 14. Oktober 1907 an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg zum Dr. phil. Das Thema seiner Dissertation lautete: »Die Entwicklung des Absatzes der böhmischen Braunkohle und ihre Bedeutung für die Kohlenversorgung Mitteldeutschlands von der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts bis zum Jahre 1906«.

Bereits 1908 folgte die Abhandlung »Die wirtschaftliche Bedeutung der böhmischen Braunkohlen im Vergleiche mit den benachbarten Kohlen-Industrien des In- und Auslandes«.

Nach Abschluss des Studiums arbeitete Zickert zunächst als Wirtschaftsredakteur beim Berliner Tageblatt6 und wurde dann Herausgeber der Finanzzeitschrift Wirtschaftlicher Ratgeber.

Wohnsitznahme in Liechtenstein

Für Zickert waren 1931 zwei Gründe ausschlaggebend für seinen Domizilwechsel von Deutschland nach Liechtenstein. Diese erläuterte er im September 1931 in der neunten Nummer seiner Zeitschrift Wachet auf!

Aktuelle Wirtschaftskorrespondenz folgendermaßen: »Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Zustände in Deutschland erfordern ein starkes Maß von Kritik, einer Kritik an allen Stellen, die für die bisherige Leitung der öffentlichen und privaten Organisationen verantwortlich sind…

Zweitens liegt ganz Deutschland unter einem schweren psychologischen Druck, dem sich kaum jemand entziehen kann, der aber dazu führen kann, dass die Gegenwart oder die Zukunft falsch gesehen wird. Wer ein wirklich freies, objektives Urteil erhalten will, muss sich deshalb dieser ganzen Atmosphäre entziehen und einen freieren, weiteren Blick gewinnen, die Meinungen des Auslandes auf sich wirken lassen.«

Hausbau in Vaduz

Hermann Zickert, seine Frau Herta (23. 4. 1892 bis 20.11.1969) und ihre fünf Kinder wohnten nach der Übersiedlung von Deutschland nach Liechtenstein zunächst in Schaan. Da bei der dortigen Einwohnerbehörde die Unterlagen zu den Dreißigerjahren nicht mehr vorhanden sind, können keine genauen Angaben zum An- und Abmeldedatum gemacht werden.

Aufgrund der Aufzeichnungen in den Steuerbüchern kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Familie Zickert von 1931 bis 1933 in Schaan lebte, und zwar zunächst im Haus Nr. 236 (heute Kirchstraße 5) und dann im Haus Nr. 219 (heute Bahnstraße 3).

Im Lauf des Jahres 1933 dürften die Zickerts in ihr neu errichtetes Haus Nr. 315 (heute Feldstraße 17) in Vaduz gezogen sein. Das Gebäude entstand nach Plänen des in Vaduz ansässigen deutschen Architekten Ernst Sommerlad, der als Wegbereiter der modernen Architektur in Liechtenstein gilt. Damals war das Objekt nicht unumstritten, vor allem das Flachdach gab zu reden.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Dank10
Vorwort12
Hermann Zickerts Weg nach Liechtenstein16
Zickert als Redakteur und Herausgeber40
Verbot des Spiegels der Wirtschaft in Nazi- Deutschland74
Zickert als Finanzanalyst84
Zickert als Börsianer110
»Die Kapitals-Anlage in ausländischen Wertpapieren vom Standpunkt des Volkswirts und Kapitalisten«140
»Die acht Gebote der Finanzkunst«150
»Die 15 Grundregeln der Kapitalanlage«208
Ein Wegbereiter und Vordenker212
Anhang220
Nachwort von Heinz Brestel: Hermann Zickert – Der Zeit voraus276
Werke von Hermann Zickert284
Literaturverzeichnis286

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