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E-Book

Veränderungen gestalten - 35 Jahre in der Telekommunikationsbranche

Autobiographie

AutorJürgen Kaack
VerlagBooks on Demand
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl264 Seiten
ISBN9783752810691
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,49 EUR
Noch eine Biographie? Mir ist bewusst, dass es davon schon viele gibt und in erster Linie solche von Prominenten Interesse finden. Damit will ich mit meiner Geschichte nicht konkurrieren. In 35 Jahren konnte ich an einigen wichtigen Entwicklungen mitwirken, so z.B. die Einführung der digitalen Übertragungstechnik, die Umsetzung des Service-Provider Modells und die Markteinführung des digitalen Mobilfunks (GSM) in Deutschland. Hinzu kommen die beratende Begleitung des Aufbaus von mehreren Netzbetreibern in der Mitte der 90er Jahre, der Aufbau eines eigenen Netzbetreibers mit innovativen Diensten für Geschäftskunden, die Projektleitung in einem der ersten großen Smart-City Projekt und in den letzten zehn Jahren die Begleitung des eigenwirtschaftlichen und geförderten Breitbandausbaus für Kommunen und Stadtwerke in über 100 Fällen. In dieser Zeit habe ich viele Entwicklungen in der Telekommunikationsindustrie miterlebt und einige davon auch mitgestalten können. Auch das Kommen und Gehen von Technologien fiel in diese Zeit, z.B. mit Bildschirmtext (Btx), ISDN, dem Faxdienst oder der Datenübertragung via Modem. Die Ausgestaltung der Veränderungsprozesse ist eine besondere Herausforderung. Unternehmen aufbauen, Geschäftsmodelle entwickeln, neue Produkte gestalten oder Kooperationsmodelle finden, fasziniert mich. Zur Neugierde gehört auch die Erforschung der Vergangenheit, insbesondere das Aufspüren der Familiengeschichte. Die Beschäftigung mit der Ahnenforschung hat unerwartete Ergebnisse gebracht und führt zurück bis zu der Zeit vor Christus Geburt. Mein Buch ist keine Anleitung zum erfolgreichen Unternehmertum oder gar zum besseren Leben. Die Darstellung ist aus meiner subjektiven Sicht geschrieben und aus dem Kontext meiner Vorgeschichte sowie der jeweiligen zeitlichen Einordnung zu verstehen. Dann kann sie als unterhaltsame Lektüre aufgenommen oder als Denkanstoss für eigene Entscheidungen dienen. Ein Aspekt ist mir allerdings trotzdem wichtig und soll als Ermunterung verstanden werden, aktiv Chancen zur Gründung eines eigenen Unternehmens zu suchen anstatt vornehmlich auf die Sicherheit des Vertrauten und des vermeintlich sicheren Lebens im Angestelltenverhältnis zu setzen. Mein persönlicher Antrieb war und ist es bis heute, an der Gestaltung der Zukunft zu arbeiten, in der Vergangenheit zu forschen und im Jetzt zu leben.

Dr. Jürgen Kaack wurde 1955 in Westerland geboren und ist mit seinen Eltern nach Köln umgezogen. Hier studierte er Physik, wo er anschließend seine Promotionsarbeit auf dem Gebiet der Kristallphysik erstellte. Seit Mitte 1995 ist er selbständig tätig und hat in dieser Zeit den Aufbau von Unternehmen beratend begleitet, sowie Projekte zur Strategieüberprüfung und Neuausrichtung von Unternehmen durchgeführt. In den letzten zehn Jahren bilden Projekte mit Digitalisierungsthemen und Vorhaben zur Errichtung zukunftsfähiger Breitband-Infrastrukturen den Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Die Familienforschung ist eines der Hobbies, genau wie der eigene Garten, mechanische Uhren und anderes. Dr. Kaack ist Autor von verschiedenen Sachbüchern und Redner auf Veranstaltungen.

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Leseprobe

Vorbemerkungen:
35 Jahre in der Telekommunikationsbranche

Noch eine Biographie? Mir ist bewusst, dass es schon viele Biographien gibt und in erster Linie solche von Prominenten Interesse finden. Damit will ich mit meiner Geschichte nicht konkurrieren. Die geschilderten Episoden sind mittlerweile fast alle „Geschichte“. Ich habe in meinem Leben eine Reihe von Erfolgen erzielt, aber es gibt auch die nicht so erfolgreichen Dinge. Ich habe das Glück, an einigen – zumindest aus meiner Perspektive – wichtigen Entwicklungen in der Telekommunikation mitwirken zu können, so z.B. die Einführung der digitalen Übertragungs-Technik, die Umsetzung des Service-Provider Modells und die Markteinführung des digitalen Mobilfunks (GSM) in Deutschland. Hinzu kommen die beratende Begleitung des Aufbaus von mehreren Netzbetreibern Mitte der 90er Jahre, der Aufbau eines eigenen Netzbetreibers mit innovativen Diensten für Geschäftskunden, die Projektleitung in einem der ersten großen Smart-City Projekt und in den letzten zehn Jahren die Begleitung des eigenwirtschaftlichen und geförderten Breitbandausbaus für Kommunen und Stadtwerke in über 100 Fällen.

In über 35 Jahren habe ich viele Entwicklungen in der Telekommunikationsindustrie miterlebt und einige davon mitgestalten können. Auch das Kommen und Gehen von Technologien fiel in diese Zeit, z.B. mit Bildschirmtext (Btx), ISDN, dem Faxdienst oder der Datenübertragung via Modem.

Mein Buch ist keine Anleitung zum erfolgreichen Unternehmertum oder gar zum besseren Leben, hierfür bin ich weder für kompetent noch fühle ich mich dazu berufen. Die Darstellung ist aus meiner subjektiven Sicht geschrieben und aus dem Kontext meiner Vorgeschichte und der zeitlichen Einordnung zu verstehen. Dann kann sie als unterhaltsame Lektüre aufgenommen oder als Anregung über das eigene Entscheidungsverhalten dienen. Ein Aspekt ist mir allerdings trotzdem wichtig und soll als Ermunterung verstanden werden, aktiv Chancen zur Gründung eines eigenen Unternehmens zu suchen anstatt vornehmlich auf die Sicherheit des Vertrauten und des vermeintlich sicheren Lebens im Angestelltenverhältnis zu setzen.

Ich bin nach wie vor neugierig und Routinen können mich schnell langweilen, die Gestaltung der Veränderungen und die Ausgestaltung der Veränderungsprozesse sind es, die mich antreiben. Unternehmen aufbauen, Geschäftsmodelle entwickeln, neue Produkte gestalten oder Kooperationsmodelle finden, fasziniert mich. Dabei muss es nicht unbedingt das eigene Unternehmen sein. Auch die Perspektive des kritischen Reviews von Geschäftsmodellen ist spannend und Sanierungsvorhaben sind vielleicht sogar die noch größere Herausforderung. Zur Neugierde gehört auch die Erforschung der Vergangenheit, insbesondere das Aufspüren der Familiengeschichte. Die Beschäftigung mit der Ahnenforschung hat unerwartete Ergebnisse gebracht und führt zurück bis zu der Zeit vor Christus Geburt.

Das Leben fordert im „Jetzt“ ständig Entscheidungen, große wie kleine, wichtige und unwichtige. Nicht aktiv getroffene Entscheidungen führen nicht selten dazu, dass andere die Entscheidungen treffen. Daher plädiere ich für einen aktiven Umgang mit anstehenden Entscheidungen. Lieber gestalte ich die immer wieder anfallenden Veränderungen aktiv, als dass ich sie geschehen lasse. Ob eine getroffene Entscheidung richtig oder falsch war, kann nur in Ausnahmefällen überprüft werden, da es keine Zeitmaschine gibt, die eine Rückkehr zum Zeitpunkt der Entscheidung ermöglicht. Trotzdem sollte man Entscheidungen und ihre Folgen bewerten und Lehren für zukünftige Entscheidungen ziehen. Eine bewusst getroffene Entscheidung halte ich für besser als eine, die sich zufällig ergibt oder von anderen aufoktroyiert wird. So sollte man mit den Chancen umgehen, die sich zeigen.

Betrachtet man rückblickend die eingetretenen Entwicklungen, so kann man sie als einen Weg in einem Entscheidungsbaum darstellen. An jeder Gabelung, jedem Entscheidungspunkt, gibt es alternative Wege, von denen man im Vorfeld oft nur abschätzen kann, welche Konsequenzen zu bringen, im Nachhinein kann man meist nur bewerten, ob sich der eingeschlagene Weg so entwickelt, wie man es zuvor vermutet und erwartet hat.

Meine Jugend war beeinträchtigt durch eine schwere Erkrankung im Kindesalter, die eine Weichenstellung bedeutet hat, die ich nicht beeinflussen konnte. Die Wahl des Studienfaches war dagegen eine sehr bewusste und nicht diejenigen des einfachsten Weges. Die Entscheidung für die Grundlagenforschung nach dem Diplom anstatt einer wirtschaftlichen Zusatzausbildung war wohlüberlegt und nicht die Wahl des einfachsten Weges. Trotzdem würde ich sie heute wieder genauso treffen, obwohl ich nicht weiter im Labor gearbeitet habe.

Der Berufseinstieg erfolgte aufgrund der schlechten Arbeitsmarkt-Lage nach den gegebenen Möglichkeiten. Die getroffene Wahl und das Tätigkeitsfeld bei SEL (heute Alcatel) war gut und hat mich vieles dazu lernen lassen. Anstatt die Veränderungen in Verbindung mit dem Verkauf durch ITT abzuwarten, bin ich zu BMW nach München gewechselt und habe das Feld der Diversifikation kennengelernt mit seinen Chancen und Risiken. Bei der Management-Aufgabe für ein mittelständisches, von BMW übernommenes Ingenieurbüro hat Erfahrungen zur Steuerung eines kleineren Unternehmens ermöglicht. Nach Abschluss der wichtigsten Aufgaben bot sich die Chance die Inhouse-Beratung der AEG zu übernehmen und an dem schwierigen Sanierungsfall AEG-Olympia zu arbeiten. Hier konnte ich die Auswirkungen erheblicher Management-Fehler vor Ort erleben und es ließ sich nicht in allen Fällen eine Lösung finden. Große Teile gingen in die Insolvenz.

In dieser Zeit habe ich neue Konzepte für den Mobilfunkmarkt mitgestalten können. Die Konzeption des Service-Providers debitel in allen wesentlichen Teilen sehe ich als einen großen Erfolg an und ich habe nicht gezögert, die operative Umsetzung als Geschäftsleitungs-Mitglied aktiv mitzugestalten. Im Vergleich zu viel besser aufgestellten Wettbewerbern die Marktführerschaft zu erringen und dann den im Markt zweiten Anbieter Bosch Telecom in die debitel zu integrieren, war eine fantastische Bestätigung des Konzeptes und der Mannschaft. Das erfolgreiche Wachstum und die sich entwickelnde Organisation war wieder die richtige Zeit für mich zu einem Wechsel. Wenige haben damals verstanden, warum ich im Alter von knapp unter 40 und als Bereichsleiter im Daimler-Konzern meine Vorstellung einer selbständigen Tätigkeit verwirklichen wollte. Damals war der Zeitpunkt ideal, um in eine kleine Beratung mit früheren Kollegen einzusteigen und in dem sich nach der Marktöffnung stürmisch entwickelnden Telekommunikationsmarkt mitzuwirken.

Im Nachhinein war es vermutlich nicht die beste Entscheidung, das erfolgreiche Sprungbrett der Beratung zu nutzen, um einen eigenen Netzbetreiber mcn-tele.com zu gründen. Obwohl ich heute noch zu der Entscheidung stehe und sie vermutlich wieder so treffen würde. Das zwei Jahre später eintretende Debakel am Finanzmarkt konnte man nicht ernsthaft erwarten. Der Ausstieg aus dem eigenen Unternehmen 2002 war zwar so nicht geplant, aber nach der eingetretenen Entwicklung im Gesellschafterkreis aus meiner Sicht unausweichlich. Das fast zeitgleiche Zerbrechen unserer Ehe war für mich nicht vorhersehbar und hat mich hart getroffen.

Die Entscheidung für mehr Zeit für meinen Sohn und meinen Vater war für mich ohne Alternative, denn die Fortführung der Karriere im vorherigen Stil hätte zu wenig Zeit für beide gelassen. Aber so hatte ich während der Schulzeit meines Sohns durch entsprechende Planung der Projektarbeiten in allen Schulferien ausreichend Zeit und mein Vater konnte bis zu seinem 90. Lebensjahr in seiner Wohnung bleiben. Es kamen nach einigen schwierigen Jahren zudem wieder interessante Projekte, u.a. die Leitung des Innovations-Projektes T-City für die Stadt Friedrichshafen in den ersten beiden Jahren der Projektlaufzeit. Dies war für mich der Einstieg in das Breitband-Geschäft mit Städten, Kreisen und Stadtwerken. Diese Projekte sind vielschichtig und erfordern Erfahrungen in vielen Bereichen von Technik über Grundlage in Beihilfe- und Vergaberecht, Geschäftsmodell-Gestaltung, wirtschaftliche Betrachtungen und Kommunikation gegenüber Politik und Entscheidungsträgern. In dieser Nische ist es bislang gut gelungen, eine Expertenrolle einzunehmen.

Im folgenden Text habe ich Unternehmens-Gründungen und Aufbauphasen am Beispiel von debitel und mcn-tele.com ausführlicher dargestellt, um die damals gewählten Vorgehensweisen und Arbeitsschritte zu erläutern. Vielleicht helfen meine Ausführungen anderen Gründungsinteressierten, selbst wenn die damalige Situation nicht mit der heutigen direkt vergleichbar ist. Meine Darstellungen sind als rein subjektive Betrachtung der jeweiligen Geschehnisse im Kontext der jeweiligen Zeitumstände zu verstehen. Sollte ich dabei Abläufe unvollständig dargestellt oder die Rolle der beteiligten Personen unzutreffend...

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