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E-Book

Wer braucht eigentlich Nirwana?

Unkonventionelle Gespräche über Nicht-Dualität und Befreiung

AutorRichard Sylvester
VerlagLotos
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl368 Seiten
ISBN9783641059194
FormatePUB
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis15,99 EUR
Nicht du findest die Erleuchtung, sondern die Erleuchtung findet dich
Innere Befreiung und Erleuchtung - die großen Ziele aller spirituell Suchenden. Doch wie erreicht man sie? Indem man stundenlang auf dem Meditationskissen sitzt oder sich in die Lehren berühmter Gurus und Weisheitslehrer vertieft? Nein, meint Richard Sylvester! Niemand kann etwas anstreben oder erreichen - schon gar nicht Nirwana. Denn unsere Welt ist vollkommen, so wie sie ist - und wir sind es auch. Auf radikale und kompromisslose Weise macht der Autor klar: Befreiung geschieht einfach. Ganz spontan und unbeeinflussbar. Mit viel Humor führt er vor Augen, dass Entspanntheit und relaxtes Geschehenlassen die wahren Schlüssel sind, um zu der einen fundamentalen Erkenntnis zu gelangen, die wahre Befreiung bewirkt: Es gibt kein getrenntes Dasein, alles ist Teil des Einen.
Dieses Buch enthält faszinierende Gespräche über Nicht-Dualität und Befreiung, die während einer Tournee des Autors in Deutschland aufgezeichnet wurden.


Richard Sylvester
arbeitete als Psychotherapeut, bevor er zwei Erlebnisse hatte, die er selbst als 'Erwachen' oder 'Befreiung' bezeichnet. Zuvor hatte er sich über dreißig Jahre lang in den verschiedensten spirituellen Techniken geübt - was er im Nachhinein als 'weder nötig noch unnötig' betrachtet. Heute lebt er in einer englischen Kleinstadt und hält europaweit Vorträge über Nicht-Dualität.

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Leseprobe
Spirituelle Anarchie München (S. 126-127)

Einmal hatte ich München früher schon gesehen, nämlich Mitte der Sechzigerjahre in meiner Studentenzeit, als ich mit vier anderen jungen Leuten in einem sehr kleinen Auto durch Europa tourte. Dieser Besuch war nicht gerade ein Hit gewesen. Wir hatten einen Abend in der Stadt bei einem Bierfest verbracht und mit Tausenden von betrunkenen Bayern gezecht, dann waren wir den Rest der Nacht durch die Straßen gezogen. Es blieb uns nichts anderes, weil Jugendherbergen und ähnliche Einrichtungen früh schlossen und die Münchner Polizei anrüchig wirkenden jungen Ausländern, die in Hauseingängen schliefen, nicht gerade grün war. Ich richtete mich auf irgendeiner harten und ungemütlichen Eingangstreppe ein und schloss die Augen, und dann dauerte es keine zehn Minuten, bis ich von Polizisten in Ledermänteln geweckt wurde, die mich anschnauzten und weiterschickten.

Carl lebt in München, und so war für mich ein Hotel gebucht worden, während er nach Hause ging. Das Hotel war eine Augenweide, ein altmodischer Gasthof, in dem ich ein märchenhaftes rundes Turmzimmer bezog, ausgestattet mit einer antiken Frisierkommode und einem gewaltigen Ledersessel, den wir in England der Stilrichtung »Shabby Chic« zuordnen würden. Carl erklärte mir später, als er mit seiner Frau kam, um mich zum Essen abzuholen, er habe sich gedacht, dass mir dieses Hotel gefallen würde, weil es so alt und traditionell und ich doch Engländer sei. Engländer sein, dem haftet offenbar etwas Altes und Traditionelles und nach Möbelpolitur und altem Leder Duftendes an. Jedenfalls war es ein wunderbares Haus, so viel behaglicher als der gesichtslose Plastik-Schick der in europäischen Städten allgegenwärtigen modernen Hotels.

Ich war ein bisschen traurig, als ich es nach zwei Nächten wieder verlassen musste. Das Münchner Treffen war für den folgenden Abend angesetzt, und so hatte ich einen ganzen Tag Zeit, um München für mich zu entdecken. Ich entdeckte eine ganz bezaubernde Stadt mit einem prachtvollen Rathausplatz, makellos getünchten Häusern und einem übersichtlichen Straßenbahnnetz, dessen ich mich mit großem Vergnügen bediente. Im Hotel erklärte man mir, München habe viele Jahre lang als die europäische Stadt mit der höchsten Lebensqualität gegolten, sei aber jüngst aus unerfindlichen Gründen auf Platz zwei hinter einer skandinavischen Stadt gerutscht.

Carl hatte den ganzen Vormittag im Verlag zu tun, und als wir uns zum Mittagessen trafen, fragte ich ihn, ob es gelungen sei, unsere Tonaufzeichnungen mit diesem so zart wirkenden Recorder auf einem Computer zu sichern. Alles war nach Plan gelaufen, und so muss dieses Buch jetzt doch nicht halb so dick sein, wie es ist. Um halb acht, als das Treffen beginnen sollte, war der Raum gerammelt voll, hinten standen die Leute und etliche saßen sogar auf dem Boden.
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