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E-Book

Affektive Störungen

Klinik - Therapie - Perspektiven

VerlagSchattauer
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl224 Seiten
ISBN9783608265965
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis41,99 EUR
Die Dimensionen affektiver Störungen Depressionen und Manien stellen die häufigsten psychischen Erkrankungen dar und nehmen in den westlichen Gesellschaften noch zu. Sie manifestieren sich in Veränderungen von Stimmung, Affekt, Motivation und Antrieb sowie Denken und Wahrnehmung. Über diese Symptome hinaus ist auch die gesamte Lebenssituation und -orientierung der Patienten betroffen. Die adäquate Diagnose und Behandlung der Erkrankungen erfordert daher in besonderem Maß ein Wissen von den Wechselwirkungen biologischer, psychischer und soziokultureller Prozesse. Der Band vereint Beiträge zu diesen vielfältigen Perspektiven der Psychiatrie auf affektive Störungen. Er spannt einen Bogen von der Psychopathologie über epidemiologische, klinische und therapeutische Aspekte bis zur kulturellen Dimension der Erkrankungen. Damit richtet er sich nicht nur an Psychiater und Psychologen, sondern auch an alle helfenden Berufe und an interessierte oder selbst von affektiven Erkrankungen betroffene Leser.

Thomas Fuchs geboren 1958, nach Studium der Medizin, Philosophie und Geschichte in München Promotionen in Medizingeschichte und Philosophie, Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Nach Habilitationen in Psychiatrie und in Philosophie seit 2010 Karl-Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie an der Universität Heidelberg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur phänomenologischen Anthropologie, Psychologie und Psychiatrie sowie zur Theorie der Neurowissenschaften. Mathias Berger Prof. Dr. med., Ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg, Forschungsschwerpunkte: Depression, posttraumatische Stresserkrankungen, störungsspezifische Psychotherapien, Versorgungsforschung

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Cover1
Impressum5
Anschriften der Herausgeber6
Anschriften der Autoren6
Vorwort10
Inhalt12
A Psychopathologie20
1 Heidelberger Melancholiekonzepte – Ein persönlicher Rückblick22
2 Die melancholische Echtheit28
2.1 »Melancholische Echtheit« in der prämelancholischen Verfassung29
2.2 »Melancholische Echtheit« in der melancholischen Phase31
2.3 Gibt es ein Melancholiegefühl?34
3 Zur Hermeneutik depressiver Verzweiflung138
3.1 Zur Methode38
3.2 Die Formalanzeige39
3.3 Anwendung auf die Depression40
3.4 Ergebnis42
3.5 Zusammenfassung und therapeutische Implikationen43
4 Dimensionen des Wahns46
4.1 Einleitung46
4.2 Wahndiagnostik47
4.3 Dimensionen des Wahns48
4.4 Klassifikation des Wahns48
4.5 Kognitive Modelle der Wahnentstehung49
4.6 Psychotherapie des Wahns50
B Klinische Aspekte54
5 Persönlichkeit und Depression – Überlegungen zur differenziellen Indikation und Behandlung56
5.1 Symptomhypothese: Persönlichkeit variiert mit Depression57
5.2 Überlappungshypothese: Dysthymie oder depressive Persönlichkeit?57
5.3 Heterogenitätshypothese: zwei getrennte Störungen58
5.4 Dispositionshypothese: Persönlichkeit bedingt Depression59
5.5 Koeffekthypothese: eine Ursache, zwei »komorbide« Störungen60
5.6 Risikohypothese: Typus melancholicus61
5.7 Prognosehypothese: Persönlichkeit und Behandlungserfolg62
5.8 Allgemeine Überlegungen zur Depressionsbehandlung63
6 Die vielen Gesichter der Bipolarität67
6.1 Einleitung67
6.2 Bipolar-II-Störung69
6.3 Gemischt-bipolare Störungen70
6.4 Rapid Cycling71
6.5 Bipolar-schizoaffektive Störungen72
6.6 Zyklothymia73
6.7 Zusammenfassung74
7 Über den Mangel an bipolaren Straftätern77
8 Verbitterung und Posttraumatische Verbitterungsstörung86
8.1 Emotionale Reaktionen auf Belastungen86
8.2 Die Qualität von Verbitterung86
8.3 Posttraumatische Verbitterungsstörung88
8.4 Bedingungsfaktoren von Verbitterung90
8.5 Verbitterung und Persönlichkeit bzw. Persönlichkeitsstörung93
8.6 Neurobiologie der Kränkung und Verbitterung94
8.7 Schlussfolgerung95
9 Depression und chronische körperliche Krankheit98
9.1 Chronische Krankheit als Belastungsfaktor98
9.2 Epidemiologie depressiver Störungen bei körperlichen Krankheiten98
9.3 Folgen depressiver Störungen bei körperlichen Krankheiten99
9.4 Ätiologische Überlegungen99
9.5 Diagnostik von komorbiden depressiven Störungen im klinischen Alltag101
9.6 Ziele und Wirksamkeit von Therapien101
9.7 Fazit102
10 Körperliche Symptome bei affektiven Störungen104
10.1 Thesen zu körperlichen Symptomen bei affektiven Störungen104
10.2 Erkennungsmodi für körperliche Symptome affektiver Störungen105
10.3 Ergebnisse früher Anamnesen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in von affektiven Erkrankungen betroffenen Familien107
10.4. Zusammenfassung112
11 Neuroprotektion und affektive Störungen114
11.1 Neuroprotektion bei affektiven Erkrankungen – ein Thema?114
11.2 Affektive Störungen: Funktionsstörung oder strukturelle Störung?115
11.3 Oxidativer Stress bei affektiven Erkrankungen117
11.4 Hormone, oxidative Homöostase und affektive Erkrankungen118
11.5 Neuroprotektive Wirkungen von Antidepressiva und Stimmungsstabilisatoren119
11.6 Zusammenfassung und Ausblick120
12 Therapiestudien zu chronisch verlaufenden Depressionen124
12.1 Was kennzeichnet chronische Depressionen?124
12.2 Die psychotherapeutische Behandlung der chronischen Depression127
12.3 Zusammenfassung135
C Depression in den Lebensphasen138
13 Zur Bedeutung der postpartalen Depression für die kindliche Entwicklung und die MutterKind-Beziehung140
13.1 Einleitung140
13.2 Interaktionelle Kompetenzen in den ersten Lebensmonaten140
13.3 Affektregulation in der Interaktion141
13.4 Prävalenz und Risikofaktoren postpartaler psychischer Erkrankungen143
13.5 Interaktionelle Verhaltensmuster depressiver Mütter und ihrer Säuglinge144
13.6 Fazit zur Interaktion bei depressiven Müttern und ihren Säuglingen145
14 Depressivität und selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter148
14.1 Einleitung148
14.2 Definition148
14.3 Epidemiologie149
14.4 Zusammenhänge mit anderen Risikofaktoren150
14.5 Klinik151
14.6 Pathogenetische Bausteine153
14.7 Therapie154
14.8 Fazit155
15 Die Prävalenz der majoren Depression über die Lebensspanne156
15.1 Einleitung156
15.2 Interdisziplinäre Längsschnittstudie des Erwachsenenalters (ILSE)157
15.3 Stichprobenbeschreibung und Ergebnisse158
15.4 Diskussion159
D Kulturelle Aspekte168
16 Transkulturelle Aspekte der Depression170
16.1 Diagnostische und taxonomische Probleme171
16.2 Vergleichende Epidemiologie der Depressionen173
16.3 Gibt es unterschiedliche Erscheinungsformen der Depression?174
16.4 Prämorbide Persönlichkeit aus transkultureller Sicht175
16.5 Transkulturelle Aspekte der Behandlung depressiver Störungen177
17 Sozialverhalten Depressiver: Symptom oder Kitt der Gesellschaft? – Rückblick und Ausblick der Heidelberger Depressionsforschu181
17.1 Die individualpsychologische Perspektive182
17.2 Der Beitrag der sozialen Systeme183
17.3 Zwischenbilanz184
17.4 Evolutionsbiologische Erklärungsmodelle depressiven Sozialverhaltens184
17.5 Schlussbetrachtungen186
18 Depression und Manie als Zeitkrankheiten190
18.1 Depression und Manie als Störungen des Zeiterlebens192
18.2 Depression und Manie als Zeitdiagnosen197
18.3 Schluss: Die anthropologische Proportion202
19 Das Überstehen: Rilkes Weg zur Überwindung der Melancholie206
19.1 Die Melancholie der Genialen206
19.2 Rilke und die Melancholie207
19.3 Das Überstehen: Rilkes Weg zur Überwindung der Melancholie211
Sachverzeichnis219

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