Sie sind hier
E-Book

Die Marke in der Marke

Bedeutung und Macht des Ingredient Branding

AutorIndrajanto Müller, Waldemar Pförtsch
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2006
Seitenanzahl204 Seiten
ISBN9783540300588
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis44,99 EUR

Marketing lebt von der Innovation und dem Kundennutzen. Unternehmen, die beides kombinieren können, sind auf dem Weg zum Erfolg. Mit Ingredient Branding bekommen Lieferanten und Endprodukt-Hersteller ein neues Instrument an die Hand, das ihnen echte Wettbewerbsvorteile verschafft. Intel mit der Ingredient-Branding-Konzeption 'Intel inside' hat es vorgemacht. Mehr als 90% Marktanteil sind der beste Beweis für das Funktionieren dieses Vorgehens. Ian Paterson, Mitglied des Vorstands der Bayer MaterialScience AG, formuliert: 'Der Konsument erhält die Botschaft, dass nicht nur der Hersteller des Artikels für die Qualität des Endprodukts steht, sondern auch der Lieferant des wichtigsten Bestandteils.' In diesem Buch werden noch andere Beispiele vorgestellt,  die den Lesern Anregungen geben, wie sie ihre Marke in der Marke erfolgreich gestalten können.

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Kapitelübersicht
  1. Geleitwort, Vorwort und Inhaltsverzeichnis
  2. Marken für Produktkomponenten
  3. Grundlagen des Ingredient Branding
  4. Das Erfolgsbeispiel: Intel Inside
  5. Implementierung von InBranding im Unternehmen
  6. InBranding in der Automobil-, Glas- und Textilbranche
  7. Weitere erfolgreiche Unternehmensbeispiele
  8. Instrumentarium zur Erfolgsmessung von InBrands
  9. Perspektiven des erfolgreichen InBranding
  10. Literatur, Internet Links und Abbildungsverzeichnis
  11. Index und Beteiligte Personen
Leseprobe
3 Das Erfolgsbeispiel: Intel Inside (S. 43-44)

Ob beim Einkauf im Supermarkt, im Textilgeschäft oder im Elektrofachmarkt – fast täglich werden Konsumenten mit Produkten konfrontiert, deren Wert und Nachfrage durch die Markierung einzelner Produktkomponenten zusätzlich gesteigert wurde oder werden soll. So lassen sich zahlreiche Erfolgsbeispiele aufzeigen, bei denen es den Komponenten- bzw. Vorprodukteherstellern gelungen ist, die Marke ihrer Produkte aus der Anonymität einer Zulieferkomponente bei Absatzmittlern, Endverbrauchern und Anwendern herauszuführen. Doch nur die wenigsten haben es darüber hinaus geschafft, die Kaufentscheidung der Konsumenten dahingehend zu beeinflussen, dass diese den Kauf eines Produkts in erster Linie von den darin enthaltenen Komponenten abhängig machen.

Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Beispielen von Ingredient Branding zählen: Intel Inside (Mikroprozessoren bei Personalcomputern), NutraSweet (Süßstoff in Getränken), GORE-TEX (Textillaminate in Sport-/Freizeitbekleidung), Teflon/DuPont (Antihaftbeschichtung für z. B. Pfannen und Töpfe), Lycra (Elastikfaser für die Textilindustrie), Shimano (Gangschaltung und Bremssysteme für Sportfahrräder), Dolby (Systemhersteller im Bereich der Tonsignalaufbereitung). Weitere erfolgreiche Beispiele sind: Tetra Pak (Kartonverpackung für Milch und Fruchtsäfte), 77 wie auch Makrolon (einzigartiger Kunststoff), Microban (antibakterielle Molekülstrukturen) und GE Fanuc (Roboter und Maschinensteuerungen).

Die wohl spektakulärste Metamorphose eines „unbekannten" Zulieferunternehmens zu einem starken Markenartikler hat der Mikroprozessorhersteller Intel Corporation durchlebt. Sein „Intel Inside"-Programm und seine mehrstufige Marketingstrategie dienen heute den meisten Komponenten- und Systemlieferanten unterschiedlichster Industriebranchen als Vorbild bei der Vermarktung ihrer Produkte.

Seine Umsätze erzielt Intel mit verschiedenen Produktgruppen: Prozessoren, Chipsets, Motherboards, Komponenten für die Netzwerk- und Kommunikationstechnik sowie Produkte für die Softwareentwicklung. Den größten Anteil macht der Mikroprozessorbereich mit rund 80% aus. Die Investitionen Intels im Forschungs- und Entwicklungsbereich sind im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2004 mit rund 4,8 Mrd. (US)$ um 10 % gestiegen. Insgesamt wurden in den letzten drei Jahren 13.2 Mrd. (US)$ in F&E investiert. Die Intel Corporation hat ihre Belegschaft in den letzten 10 Jahren auf 91 000 Beschäftigte im Jahr 2005 in 48 Ländern mehr als verdreifacht. Nur dreieinhalb Jahre nach Firmengründung ging Intel bereits im Oktober 1971 an die amerikanische Börse. Die beiden Firmengründer Noyce und Moore blieben weiterhin Hauptaktionäre mit insgesamt mehr als 37 % der Anteile und boten ihre Aktien bisher nicht zum Verkauf an.

Zu Intels Hauptkonkurrenten zählt vor allem die ursprünglich völlig unterschätzte Firma Advanced Micro Devices (AMD). AMD wurde ein Jahr nach Intel gegründet und zählte in den darauffolgenden 20 Jahren abwechselnd zu Intels Verbündetem oder zu ihrem ärgsten Feind. Aufgrund ihres relativ niedrigen Gründungskapitals und des späten Einstiegs in die bereits florierende Branche konnte AMD anfangs noch keine eigene Produktpalette anbieten, sondern musste sich zunächst über die sogenannte „Zweitproduktion" etablieren. Im Vergleich betragen AMDs Umsätze im Jahr 2005 ca. 5,5 Mrd.(US)$. Im Mikroprozessorbereich haben beide Unternehmen Anfang 2005 Marktanteile dazugewonen, Intels Anteil wuchs wieder, von 82 % auf 82,2% und AMD stieg auf 16,6 %. Der Anteil der übrigen Anbieter Motorola, Texas Instruments, NEC, IBM und andere ist damit nahezu vernachlässigbar.
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort Bayer8
Geleitwort Microban12
Geleitwort GE Fanuc14
Vorwort18
Inhaltsverzeichnis22
1 Marken für Produktkomponenten24
1.1 Eine neue Marketingstrategie?24
1.2 Markenpolitik und Markenwert32
1.3 Einstufige und mehrstufige Markenpolitik35
2 Grundlagen des Ingredient Branding38
2.1 Begriffsbezeichnung38
2.2 Bedingungen47
2.3 Einflussfaktoren54
2.4 Chancen und Risiken57
3 Das Erfolgsbeispiel: Intel Inside66
4 Implementierung von InBranding im Unternehmen72
4.1 Bedeutung der Marke72
4.2 Markenkonzeption beim Ingredient Branding76
4.3 Strategieoptionen78
4.4 Kommunikationspolitik84
5 InBranding in der Automobil-, Glas- und Textilbranche88
5.1 Komponenten im Automobil88
5.2 Glas als wesentlicher Bestandteil99
5.3 Markierung von Fasern im Textilbereich107
6 Weitere erfolgreiche Unternehmensbeispiele126
6.1 InBranding-Strategie von Tetra Pak126
6.2 Gesunde Süße mit NutraSweet131
6.3 Der Erfolg des Unternehmens Dolby Laboratories135
6.4 Teflon von DuPont de Nemours138
6.5 Alcatex mit dem Bitterstoff Bitrex144
6.6. Microban Hygiene im Haushalt147
7 Instrumentarium zur Erfolgsmessung von InBrands154
7.1 Markenbewertung154
7.2 Der Markenwert bei InBranding164
7.3 Anpassung bestehender Markenbewertungsmethoden170
7.3 Anpassung bestehender Markenbewertungsmethoden für InBrands170
7.4 Würdigung der Verfahren184
8 Perspektiven des erfolgreichen InBranding188
Literatur202
Internet Links212
Abbildungsverzeichnis214
Index Firmen und Marken216
Index Schlagwörter220
Beteiligte Personen222

Weitere E-Books zum Thema: Marketing - Verkauf - Sales - Affiliate

Wettlauf um die Frauen

E-Book Wettlauf um die Frauen
Der Bankkunde der Zukunft ist weiblich Format: PDF

Der Kunde von morgen ist Königin. Die wichtigsten Kunden sind weiblich. Frauen treffen heute rund 80 Prozent der Entscheidungen über die Gesamtkaufkraft in Deutschland. Damit sind Kundinnen längst…

Kunden gewinnen und binden

E-Book Kunden gewinnen und binden
Mehr verkaufen durch innovatives Marketing Format: PDF

"Versicherungen, Finanz- und Vermögensberatung kann man nicht anfassen. Es sind abstrakte Leistungen. Die Kunden erhalten weder eine Garantie, noch ein Umtauschrecht. Deshalb gelten für die…

Maklerveraltungsprogramme der Zukunft

E-Book Maklerveraltungsprogramme der Zukunft
Ein Ausblick auf zukünfige IT-Systeme zur Unterstützung von Versicherungs- und Finanzvertrieben Format: PDF

Maklern gehört die Zukunft, sie werden den größten Zuwachs als Vertriebssegment der Assekuranz haben. Dieser Satz ist aufgrund der Marktprognosen der Beratungshäuser zum allgemeinen Bewusstsein in…

Erfolgreich in der Vorsorgeberatung

E-Book Erfolgreich in der Vorsorgeberatung
Wie Sie durch Konzeptverkauf Ihre Kunden überzeugen und Ihr Einkommen signifikant erhöhen Format: PDF

Das Buch liefert einen Einstieg in den Paradigmenwechsel: weg vom Produktverkauf - hin zum Konzeptverkauf. Denn nur, wer erkennt, dass die Kunden mit einer reinen Ansammlung von Vorsorgeprodukten…

Verkaufschance Web 2.0

E-Book Verkaufschance Web 2.0
Dialoge fördern, Absätze steigern, neue Märkte erschließen Format: PDF

'Verkaufschance Web 2.0' bietet einen fundierten Überblick über die Möglichkeiten und Potenziale im Umgang mit den 'neuen Konsumenten'. Martin Knappe und Alexander Kracklauer beschreiben leicht…

Fulfillment im Electronic Commerce

E-Book Fulfillment im Electronic Commerce
Gestaltungsansätze, Determinanten, Wirkungen Format: PDF

Martin-Matthias Köcher untersucht das Fulfillment, d.h. waren-, informations- und finanzlogistische Prozesse, von Online-Anbietern im Consumer-Sektor. Er zeigt, dass es einen zentralen Bestandteil im…

Das Online-Erfolgsmodell digitaler Produkte

E-Book Das Online-Erfolgsmodell digitaler Produkte
Strategische Wirkungspotenziale und operative Handlungsoptionen Format: PDF

Sebastian Schmidt definiert zunächst 'digitale Produkte' und stellt deren Besonderheiten aus wirtschaftstheoretischer Sicht dar. Er zeigt, wie durch eine voll automatisierte Abwicklung, also durch…

Viral Marketing im E-Business

E-Book Viral Marketing im E-Business
Format: PDF

Werbung in all ihrer Ausführung ist dem Verbraucher im TV, Radio, in den Zeitungen und Zeitschriften gegenwärtig. Etwa 2.500- bis 5.000-mal wird jeder Konsument täglich mit ihr konfrontiert, ob…

Weitere Zeitschriften

Baumarkt

Baumarkt

Baumarkt enthält eine ausführliche jährliche Konjunkturanalyse des deutschen Baumarktes und stellt die wichtigsten Ergebnisse des abgelaufenen Baujahres in vielen Zahlen und Fakten zusammen. Auf ...

BONSAI ART

BONSAI ART

Auflagenstärkste deutschsprachige Bonsai-Zeitschrift, basierend auf den renommiertesten Bonsai-Zeitschriften Japans mit vielen Beiträgen europäischer Gestalter. Wertvolle Informationen für ...

CAREkonkret

CAREkonkret

Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege CAREkonkret ist die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege. Ambulant wie stationär. Sie fasst topaktuelle Informationen und Hintergründe ...

crescendo

crescendo

Die Zeitschrift für Blas- und Spielleutemusik in NRW - Informationen aus dem Volksmusikerbund NRW - Berichte aus 23 Kreisverbänden mit über 1000 Blasorchestern, Spielmanns- und Fanfarenzügen - ...

SPORT in BW (Württemberg)

SPORT in BW (Württemberg)

SPORT in BW (Württemberg) ist das offizielle Verbandsorgan des Württembergischen Landessportbund e.V. (WLSB) und Informationsmagazin für alle im Sport organisierten Mitglieder in Württemberg. ...

die horen

die horen

Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik."...weil sie mit großer Aufmerksamkeit die internationale Literatur beobachtet und vorstellt; weil sie in der deutschen Literatur nicht nur das Neueste ...

EineWelt

EineWelt

Weltweit und ökumenisch – Lesen Sie, was Mensch in Mission und Kirche bewegt. Man kann die Welt von heute nicht verstehen, wenn man die Rolle der Religionen außer Acht lässt. Viele Konflikte ...