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E-Book

Von Fall zu Fall - Pflege im Recht

Rechtsfragen in der Pflege von A - Z

AutorRolf Höfert
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2006
Seitenanzahl305 Seiten
ISBN9783540300458
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis14,99 EUR

Jetzt erst Recht - Von A bis Z

Was bedeutet Beweislast? Genügt eine telefonische Anordnung durch den Arzt? Wer haftet bei Fehlern?

Pflegende werden in immer mehr Situationen mit immer gravierenderen arbeits-, straf- und haftungsrechtlichen Fragen konfrontiert. Dieser Wegweiser vermittelt Sensibilität für die rechtlichen Fallstricke und gibt damit Sicherheit im Pflegealltag. Schnell und kompakt finden die Leser alle wichtigen Antworten von A wie Abmahnung bis Z wie Zeugnis.

Dieses kompakte Buch enthält konkrete Fragen und Fälle aus der Pflegepraxis:

  • 75 Fallbeschreibungen
  • 117 Gerichtsurteile
  • und zahlreiche Tipps!

Die 2. Auflage ist komplett aktualisiert und ergänzt mit: Pflegeweiterentwicklungsgesetz, Pflegekompetenz, Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronische Wunden, integrierte Versorgung, Fehlermeldung und Risikomanagement



Geschäftsführer des DPV (Deutscher Pflegeverband)

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Leseprobe

P
Patienten- und Bewohnerrechte
(S. 205-206)
Die Rechte des Patienten bzw. des Bewohners ergeben sich u. a. aus dem Grundgesetz, Sozialversicherungsgesetzen mit Qualitätskriterien, dem Strafrecht und dem Zivilrecht. Verdeutlicht werden die Rechte in der Patientencharta und einer im Jahr 2005 diskutierten Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen.

Patientencharta – Auszug

Patientenrechte in Deutschland vom 16.10.2002. Darin heißt es:

I. Einleitung

Dieses Dokument appelliert an alle im Gesundheitswesen Beteiligten, insbesondere Ärzte, Zahnärzte, Pflegekräfte, Psychotherapeuten und Mitarbeiter aus Gesundheitsfachberufen, die Patientenrechte zu achten, die Patientinnen und Patienten bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen und darauf hinzuwirken, dass die Patientenrechte in der täglichen Praxis bei allen Beteiligten im Gesundheitswesen Berücksichtigung finden. Behandlung, Pflege, Rehabilitation und Prävention haben die Würde und Integrität des Patienten zu achten, sein Selbstbestimmungsrecht und sein Recht auf Privatheit zu respektieren.

Patient und Arzt haben das gemeinsame Ziel, Krankheiten vorzubeugen, zu erkennen, zu heilen oder zu lindern. Eine vertrauensvolle Verständigung zwischen Arzt und Patient ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg einer Behandlung. Die Chancen, die eine Patienten-Arzt-Beziehung bietet, wenn sie als eine echte Behandlungs- und Entscheidungspartnerschaft verstanden wird, sollten deshalb konsequent genutzt werden. Dem persönlichen Gespräch zwischen Patient und Arzt kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil sich dadurch ein größtmögliches Maß an Respekt, Vertrauen und Kooperation im Behandlungsverhältnis schaffen lässt.

Der Patient hat Anspruch auf angemessene Aufklärung und Beratung sowie auf eine sorgfältige und qualifizierte Behandlung. Diagnostische und therapeutische Maßnahmen sind mit dem Patienten abzustimmen. Jede Behandlung erfordert die Mitwirkung des Patienten. Ein Behandlungserfolg kann jedoch trotz bester Therapie nicht garantiert werden. Der Patient ist für seine Gesundheit mitverantwortlich und kann durch eine gesundheitsbewusste Lebensführung, durch frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sowie durch aktive Mitwirkung an Krankenbehandlung und Rehabilitation dazu beitragen, den Eintritt von Krankheit und Behinderung zu vermeiden oder ihre Folgen zu überwinden.

Das Dokument will einen Beitrag zu mehr vertrauensvoller Kooperation im Behandlungsverhältnis leisten. Es gibt einen Überblick über die wesentlichen Rechte und Pflichten im Rahmen eines Behandlungsverhältnisses. Damit werden dem Patienten neben der umfassenden persönlichen Aufklärung durch den Arzt über Art, Umfang und Tragweite der Maßnahme und die damit verbundenen gesundheitlichen Chancen und Risiken Informationen gegeben, die es ihm erleichtern, die notwendigen Entscheidungen über die medizinische Behandlung zu treffen. Zugleich dient das Dokument Ärzten und Mitarbeitern in Gesundheitsberufen als Orientierungshilfe für ihre tägliche Arbeit. Wer als Patient seine Rechte und Pflichten kennt, kann sich aktiv am Behandlungsprozess beteiligen. Wer als Arzt seine Rechte und Pflichten kennt, kann Patienten besser unterstützen. Das Dokument ist eine Bestandsaufnahme des geltenden Rechts, die weiteren Diskussionen nicht vorgreift. Es soll die Transparenz im Gesundheitswesen erhöhen und durch eine breite Unterstützung nachhaltige Wirkungen für alle Beteiligten entfalten.
II. Das Behandlungsverhältnis
1. Durch wen kann sich der Patient behandeln lassen? Der Patient hat grundsätzlich das Recht, Arzt und Krankenhaus frei zu wählen und zu wechseln.
2. Welche Qualität muss eine medizinische Behandlung haben? Der Patient hat Anspruch auf eine qualifizierte und sorgfältige medizinische Behandlung nach den anerkannten Regeln der ärztlichen Kunst. Sie umfasst eine qualifizierte Pflege und Betreuung.
3. Was bedeutet die Einwilligung des Patienten? Der Patient hat das Recht, Art und Umfang der medizinischen Behandlung selbst zu bestimmen. Er kann entscheiden, ob er sich behandeln lassen will oder nicht. Der Patient kann eine medizinische Versorgung also grundsätzlich auch dann ablehnen, wenn sie ärztlich geboten erscheint.
4. Selbstbestimmung am Ende des Lebens

Inhaltsverzeichnis
Vorwort5
Inhaltsverzeichnis7
A11
Abmahnung11
Ärztliche Anordnung14
Alkohol im Dienst19
Altenheim21
Altenpflegegesetz31
Alternative Heil- und Pflegemethoden34
Ambulante Pflege36
Arbeitnehmerhaftung42
Aufgabenstellung45
Aufklärung von Patienten51
Aufzeigen von Bedenken54
B57
Bedarfsmedikation57
Befähigungsnachweis59
Berufsordnung64
Betäubungsmittel73
Betreuungsrecht77
Beurteilung80
Beweislast83
D89
Datenschutz89
Dekubitus92
Delegation98
Dokumentation101
E111
Einsichtsrecht111
Einwilligung113
Entlassungsmanagement (Überleitung)116
Ernährung119
F123
Fahrlässigkeit123
Fort- und Weiterbildung125
Freiheitsentziehende Maßnahmen (Fixierung)134
G143
Gesundheitsmodernisierungsgesetz143
H145
Haftung145
Hygiene157
I167
Infusion167
K175
Kodex für professionelles Verhalten175
Kooperation177
Krankenhaus181
Krankenpflegegesetz196
Kündigung199
L203
Laienpflege203
M205
Medikamente205
Medizinproduktegesetz (MPG)208
N211
Nachtwache211
P215
Patienten- und Bewohnerrechte215
Patientenverfügung223
Personalsituation228
Q231
Qualitätssicherung231
R237
Remonstration237
Risikodokumentation239
Riskmanagement240
Röntgen242
S245
Schmerz245
Schweigepflicht247
Selbstbestimmung des Patienten250
Sorgfaltspflicht252
Standards255
Sterbehilfe261
Sturz266
T277
Transfusion277
V279
Verantwortung279
Verjährung281
Versicherungsschutz283
Vorsorgevollmacht285
W287
Wertsachen287
Wundmanagement289
Z293
Zeugnis293
Literatur301
Stichwortverzeichnis305

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