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Gaius Julius Caesar

Aufstieg und Fall eines römischen Politikers. Biografie

AutorWaldtraut Lewin
VerlagEDITION digital
Erscheinungsjahr2015
Seitenanzahl330 Seiten
ISBN9783956554476
FormatePUB
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis8,99 EUR
Die Autorin spürt dem Leben und Wirken des G. Julius Caesar nach. Sie zeigt die Taten des römischen Feldherren und Staatsmannes im Zusammenhang mit den sozialen und politischen Gegebenheiten dieser Zeit. Gleichzeitig versucht sie, aus dem Überlieferten Rückschlüsse über Caesars Leben im Kreise der engsten Vertrauten, über seine Einstellungen und Gefühle zu ziehen. Dabei werden die Sitten und Gebräuche der späten Republik anschaulich geschildert und durch zahlreiche Zitate antiker Schriftsteller untermalt. INHALT: 1. Im Jahre 100 2. Nobilitas 3. Gaius Marius, der Onkel 4. Das neue Heer 5. Optimaten und Popularen 6. Schule für Demagogen 7. Familienpläne 8. Staatsreligion 9. Kraftprobe mit Sulla 10. Krieg im Osten 11. Seeraub 12. Sklavenkrieg 13. Neue Namen 14. Die Lage normalisiert sich 15. Trauerzug 16. Auf dem Weg nach oben 17. Der Pöbel Roms 18. Die Verschwörung des Catilina 19. Caesar wird Prätor 20. Skandal im eigenen Haus 21. Der hilflose Große 22. Statthalter in Spanien 23. Der geopferte Triumph 24. Das erste Konsulat 25. Die Unternehmungen des Clodius 26. Rom bleibt unsicher 27. Das langhaarige Gallien 28. Das Heer 29. Der andere Caesar 30. Der Krieg gegen die Helvetier 31. Die nordischen Riesen 32. Völker-Schlachten 33. Das 'dreiköpfige Ungeheuer' 34. Der Bau der berühmten Brücke 35. Der gallische Aufstand 36. Die Commentarii 37. Krise in Rom 38. Die Überschreitung des Rubikon 39. Probleme mit der Armee 40. Elf Tage Innenpolitik 41. Der Kampf zwischen den beiden Großen 42. Die Schuldenfrage 43. Der Tod des Pompeius 44. Geschäfte in Alexandria 45. Die welthistorische Liebesaffäre 46. Auf des Messers Schneide 47. Veni, vidi, vici 48. Das Schaf schlachten, ohne das Fell zu ritzen 49. Neues aus Afrika 50. Cato und Anti-Cato 51. Triumphzüge 52. ... den Staat wieder in Ordnung zu bringen 53. Die Provinzen 54. Caesars neue Senatoren 55. Die großen Pläne 56. Die Opposition 57. Melancholie 58. Die Verschwörung 59. Die Iden des März 44 60. Das Testament

geboren in Wernigerode (Harz), Studium der Germanistik, Latein und Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin (Ost) sowie der Freien Universität Berlin (West). 1961 bis 1973 Dramaturgin am Landestheater Halle im Team von Generalmusikdirektor Horst-Tanu Margraf, Regisseur Heinz Rückert und Bühnenbildner Rudolf Heinrich. In dieser Zeit Bühnenfassungen und Übersetzungen von 16 Händel-Opern aus dem Italienischen. 1973 bis 1977 Dramaturgin und Opernregisseurin am Volkstheater Rostock. Erster Roman "Herr Lucius und sein schwarzer Schwan", erschienen 1973 beim Verlag Neues Leben, Berlin. Seit 1977 freiberuflich. Seitdem ca. 60 veröffentlichte Buch-Titel, darunter 12 gemeinsam mit Tochter Miriam Margraf, über 20 Hörspiele für Kinder und Erwachsene, Reisebücher, Filmdrehbücher, Libretti für zwei Rockopern, Publikationen in Zeitschriften, Anthologien, Periodika, Rezensionen und Feuilletons in Tageszeitungen. Auszeichnungen 1970 Händelpreis der Stadt Halle 1978 Lion-Feuchtwanger-Preis der Akademie der Künste der DDR 1988 Nationalpreis der DDR

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Leseprobe
Caesar verfolgt seinen geschlagenen Rivalen weiter. Angeblich will er ihn, mit dem er ja verschwägert ist, brüderlich in die Arme schließen, aber dazu bedarf man nicht so vieler Soldaten. In Wahrheit glaubt er wohl immer noch, dass der Name Pompeius Magnus mächtig genug ist, um ein neues Zentrum des Widerstands gegen ihn zu schaffen. Unterdessen setzt Cato mit den restlichen Abteilungen von Pharsalos nach Afrika über, wo sich ein starkes republikanisches Kraftfeld herausbildet; tonangebend ist der Numiderkönig Juba. Noch immer hat Caesar keine Schiffe. Als er auf kleinen Barken sich und seine Legion über den Hellespont setzen lassen will, stößt er auf ein pompeianisches Geschwader unter Cassius Longinus. Statt umzukehren, befiehlt er, auf das Flaggschiff zuzusteuern, und fordert den Kommandanten zur Kapitulation auf, als befände sich eine riesige Flotte hinter ihm. Der Coup glückt ihm, wie so viele Dinge, einfach durch den Überraschungseffekt. Cassius ergibt sich, und Caesar hat nun wenigstens ein paar Schiffe. Die Rhodier und andere kleinasiatische Staaten stellen bald darauf auch ihre Seemacht zur Verfügung. Mit zwei Legionen, achthundert Reitern und fünfunddreißig Kriegsschiffen fährt er über 'unser Meer' nach Ägypten. Inzwischen ist Marcus Antonius in Italien eingetroffen und schafft auf seine Weise Ordnung. Auf sein Betreiben wird Caesar durch den Konsul Servilius zum zweiten Mal zum Diktator ernannt. Er selbst erhält seine Berufung zum magister equitum, das heißt zum Stellvertreter Caesars in Rom. In Ägypten indes überreicht man Caesar den Kopf seines Rivalen. Der kindliche König Ptolemäus Dionysos, ganze dreizehn Jahre alt, hofft durch diesen Mord sich dem neuen Machthaber zu verpflichten und die Römer von seinem Land fernzuhalten. Er selbst ist gerade in einen Kampf um die Thronfolge mit seiner Schwester Kleopatra verwickelt, die laut Testament des Vaters mit ihm gemeinsam regieren soll, und möchte diese Sachen ohne die diktatorische Stimme der Weltmacht regeln. Die Ratgeber des kleinen Königs, die eigentlichen Regenten des Landes, Pothinos und Theodotos, hatten den vertrauensvoll zu ihnen geflüchteten Pompeius von einem römischen Kriegstribunen und dem Feldherrn Achillas meuchlings ermorden lassen - genau an seinem achtundfünfzigsten Geburtstag. Caesar, so schreibt Plutarch, weint, als er den Kopf seines großen Gegners erblickt. Er lässt den sterblichen Überresten des Toten alle Ehren erweisen, setzt die von Ptolemäus gefangen genommenen Verwandten und Freunde auf freien Fuß und erweist ihnen jede Ehre. Den Siegelring des einstigen Großen schickt er nach Rom als Zeichen seines endgültigen Sieges über den ehemaligen Freund und Verbündeten. Republikanische Traditionen stellen später Pompeius Magnus als einen Helden für die Freiheit des Freien Staates Rom dar - das ist er nie gewesen. Er strebte genauso nach der Alleinherrschaft wie Caesar. Nicht umsonst hielt er sich für einen neuen Alexander und strebte dem Vorbild des großen makedonischen Eroberers nach. Er stand zwar auf der Seite der Republik, aber mehr von anderen gedrängt als aus freiem Willen, und die republikanische Partei war für ihn nie etwas anderes als ein Mittel, seine persönliche Macht zu erweitern. Caesar meint, ganz schnell noch die wirren Verhältnisse in Kleinasien und Ägypten regeln zu können. Dann will er sofort nach Rom, denn viele Positionen müssen noch gesichert werden. Im Herbst 48, so rechnet man allenthalben, kann man ihn in Rom zurückerwarten. Es soll aber anders kommen.
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