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Handbuch der Entwicklungspsychologie (Reihe: Handbuch der Psychologie, Bd. 7)

VerlagHogrefe Verlag Göttingen
Erscheinungsjahr2007
Seitenanzahl713 Seiten
ISBN9783840918476
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis52,99 EUR

Das Handbuch informiert in 57 Beiträgen über Metatheorien und zentrale Modelle der Entwicklung sowie über die wichtigsten Mechanismen der Veränderung menschlichen Verhaltens und Erlebens. Besonderheiten der verschiedenen Phasen der Lebensspanne sowie wesentliche Befunde der kognitiven und der sozial-emotionalen Entwicklung werden erörtert. Dargestellt werden außerdem differenzielle Entwicklungsaspekte, normative Entwicklungsübergänge sowie ausgewählte Themen der angewandten Entwicklungspsychologie und der entwicklungspsychologischen Forschungsmethoden.

Das Handbuch bietet für Studierende und Fachvertreter der Psychologie eine Grundlage für die Lehre in Entwicklungspsychologie. Es richtet sich auch an Studierende und Fachvertreter von Nachbardisziplinen sowie an Berufspraktiker, die sich einen Überblick über die Phänomene und Erklärungsansätze menschlicher Entwicklung verschaffen wollen oder gezielt Informationen zu einzelnen Themenbereichen der Entwicklungspsychologie suchen.

Die Herausgeber

Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, geb. 1957. 1977-1983 Studium der Psychologie und Pädagogik in Göttingen und Heidelberg. 1986 Promotion. 1993 Habilitation. 1993-1997 Professor für Entwicklungspsychologie am Institut für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie der TU Dresden. 1997-2007 Leiter der Abteilung Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie am Georg-Elias-Müller Institut für Psychologie der Universität Göttingen. Seit 2007 Leiter der Arbeitseinheit Bildung und Entwicklung am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main.

Prof. Dr. Wolfgang Schneider, geb. 1950. 1969-1975 Studium der Psychologie, Theologie und Philosophie in Heidelberg und Wuppertal. 1976-1981 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. 1979 Promotion. 1981-1982 Visiting Scholar am Department of Psychology der Stanford University (USA). 1982-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München. 1988 Habilitation. 1990-1991 Vertretung und seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie IV (Pädagogische und Entwicklungspsychologie) an der Universität Würzburg.

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Kapitelübersicht
  1. Inhalt
  2. Vorwort
  3. I Metatheorien und Entwicklungsmodelle
  4. II Entwicklungsmechanismen
  5. III Phasen der Lebensspanne
  6. IV Kognitive Entwicklung
  7. V Sozial-emotionale Entwicklung
  8. VI Differenzielle Entwicklungsaspekte
  9. VII Normative Entwicklungsübergänge
  10. VIII Angewandte Entwicklungspsychologie
  11. IX Forschungsmethoden
  12. Die Autorinnen und Autoren des Bandes
  13. Autorenregister
  14. Sachregister
Leseprobe

VII Normative Entwicklungsübergänge Inanspruchnahme öffentlicher Kinderbetreuung (S. 477-480)

Making Use of Public Child Care Facilities

Lieselotte Ahnert

In historischen und kulturvergleichenden Studien wird in Ergänzung der elterlichen Fürsorge die Säuglings-, Kleinst- und Vorschulkindbetreuung als normativ im Rahmen von erweiterten Familien- und Nachbarschaftsnetzen beschrieben. In den hochindustrialisierten Ländern der Moderne hat sich dagegen eine öffentliche Kinderbetreuung durchgesetzt, die von bezahlten Betreuer/inne/n umgesetzt wird. Dabei haben diese Betreuungsangebote einen funktionellen Paradigmenwechsel durchlaufen, der sich von der Dienstleistung für erwerbstätige Eltern hin zur Lern- und Entwicklungsförderung des Kindes vollzogen hat. Insofern wird die Inanspruchnahme öffentlicher vorschulischer Betreuung heute als normativ und in Vorbereitung auf die schulische Bildung angesehen. Im Kontrast zu den Betreuungsangeboten für Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren wird für Säuglinge und Kleinstkinder die öffentliche Betreuung allerdings weiterhin recht kontrovers diskutiert, jedoch immer häufiger in diesem Altersabschnitt begonnen.

Rechtsgrundlagen öffentlicher Kinderbetreuung

Die öffentliche Kinderbetreuung gehört in Deutschland kompetenzrechtlich zum Bereich der öffentlichen Fürsorge und nicht zum Schulwesen. Gemäß den Prinzipien von Subsidiarität und Föderalismus räumt das KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz als Bestandteil der Sozialgesetzgebung, SGB VIII) dabei den einzelnen Bundesländern einen Landesrechtsvorbehalt ein, der den jeweiligen Landesgesetzen ermöglicht, Leistungsumfänge, Qualitätstandards, Kontrollverfahren, Personalausstattung und Finanzierungsanteile (inkl. der Elternbeiträge einer öffentlichen Kinderbetreuung spezifisch zu regeln. Ein einklagbares (Individual-) Recht auf einen Betreuungsplatz gewährt das KJHG nur für Kinder mit Vollendung des dritten Lebensjahres, für Säuglinge und Kleinstkinder sind „Plätze nach Bedarf vorzuhalten" (§ 24 KJHG).

1 Öffentliche Kinderbetreuung als Teil der Betreuungsökologie des Vorschulkindes

Der Betreuungsmodus einer öffentlichen Kindertageseinrichtung (kurz: Kita) wird in der Regel in Bildungs- und Erziehungsprogrammen dargelegt, die jedoch einheitlich vom einem aktiven kindlichen Subjekt ausgehen, das mit seiner Indivi dualität akzeptiert, in seiner Eigenentwicklung und Selbstbildung begleitet wird und eine umfassende Partizipation im pädagogischen Alltag der Kita erhalten muss. Diese Programme nehmen heute die Entwicklungserfordernisse der betreuten Kinder von Geburt an in den Blick und reflektieren damit die wesentlichen Qualitätsvorstellungen öffentlicher Betreuung.

Qualität öffentlicher Kinderbetreuung

In der heutigen Diskussion über die Qualität öffentlicher Kinderbetreuung wird neben den Parametern der sog. Strukturqualität, wie Gruppengröße, Betreuungsschlüssel und Ausbildungsstand der Erzieher/innen, einem pädagogischen Alltag Bedeutung beigemessen, der als sog. Prozessqualität mithilfe von entwicklungsfördernden Erzieher/innen-Kind-Beziehungen ausgestaltet werden muss (vgl. Tietze & Viernickel, 2002). Es ist unstrittig, dass sich die Qualitätskriterien öffentlicher Betreuung entscheidend auf die Entwicklung der betreuten Kinder auswirken. Beim Vergleich der Entwicklung von Kita-Kindern mit Kindern ohne öffentliche Betreuungserfahrung muss jedoch beachtet werden, dass Kita-Kinder nicht etwa in öffentlichen Kindereinrichtungen anstatt zu Hause aufwachsen, sondern in einem geteilten Betreuungsfeld agieren, bei dem die Familie nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Vor diesem Hintergrund muss der Entwicklungsübergang bei Inanspruchnahme einer öffentlichen Betreuung aus den Interaktionswirkungen von familiären und außerfamiliären Betreuungseinflüsse bewertet werden (vgl. Ahnert, Rickert & Lamb, 2000, Ahnert & Lamb, 2003).

Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Vorwort12
I Metatheorien und Entwicklungsmodelle14
Strukturgenese16
1 Das psychologische Verständnis von Entwicklung im Allgemeinen16
2 Entwicklung als Strukturgenese nach Jean Piaget17
3 Kritik an Piagets Theorie21
4 Ausweitung auf weitere Funktionsbereiche24
5 Praktische Bewährung24
6 Piaget für immer?25
Informationsverarbeitungsansätze der Entwicklungspsychologie27
1 Die kognitive Entwicklung im Kindesalter: Besser denken oder anders wissen?28
2 Informationsverarbeitungsansätze31
3 Wie verändert sich die Informationsverarbeitung?35
Handlungstheorien in der Entwicklungspsychologie39
1 Grundideen handlungstheoretischer Ansätze in der Entwicklungspsychologie39
2 Drei handlungstheoretische Entwicklungsmodelle40
4 Allgemeine Überlegungen zu handlungstheoretischen Entwicklungsmodellen46
Theorien dynamischer Systeme in der Entwicklungspsychologie50
1 Einleitung50
2 Grundbegriffe der Systemtheorie: Konzepte und Definitionen50
3 Der dynamische Ansatz in der Entwicklungspsychologie58
4 Ausblick61
Psychoanalytische Grundlagen der Entwicklungspsychologie63
1 Entwicklung durch Bewältigung lebensphasenspezifischer motivationaler Konflikte63
2 Internalisierung von Emotionsregulation und Beziehungen65
3 Entwicklung und psychische Störungen68
Lebensspannen-Psychologie72
1 Drei Grundannahmen der Lebensspannen- Psychologie zur Wirkung biologischer und kultureller Einflusssysteme auf die menschliche Entwicklung72
2 Konsequenzen für eine Entwicklungspsychologie der Lebensspanne75
3 Die lebenslange Entwicklung der Intelligenz als empirisches Beispiel78
4 Die adaptiven Funktionen von Selbst und Persönlichkeit im Lebensverlauf80
5 Das vierte Alter: eine neue Herausforderung für Wissenschaft und Gesellschaft81
6 Schlussbemerkung81
II Entwicklungsmechanismen84
Reifung86
1 Definition86
2 Reifungstheorien87
3 Zum Zusammenhang zwischen Reifung und Erfahrung89
4 Das Anlage-Umwelt-Problem90
Lernen97
1 Lernen mit Einschränkungen98
2 Lernmechanismen101
3 Fazit105
Prägung108
1 Einleitung108
2 Prägungsvorgänge bei Tieren109
3 Prägung im Kontext der Humanentwicklung113
4 Langfristige Effekte früher Entwicklungsbedingungen115
5 Schlussbemerkungen117
Interaktion und Kovariation von Genom und Umwelt120
1 Wirkung von Genom und Umwelt auf die Entwicklung120
2 Genom-Umwelt-Interaktion122
3 Genom-Umwelt-Kovarianz125
4 Fazit128
III Phasen der Lebensspanne130
Pränatale Entwicklung132
1 Die Frage nach dem Beginn menschlichen Lebens132
2 Körperliche Entwicklung132
3 Entwicklung des Zentralen Nervensystems133
4 Wahrnehmungsmöglichkeiten des Fötus136
5 Verhaltensorganisation137
6 Risikofaktoren der vorgeburtlichen Entwicklung138
7 Diagnostik des Neugeborenen141
Säuglingsentwicklung144
1 Allgemeines144
2 Sensumotorische Entwicklung145
3 Kognitive Entwicklung im Säuglingsalter147
4 Sozial-emotionale Entwicklung151
5 Fazit153
Kleinkindalter154
1 Entwicklung der Informationsverarbeitung154
2 Entwicklung von Sprache156
3 Entwicklung von Wissen157
4 Emotionale Entwicklung159
5 Entwicklung des Selbst161
6 Soziale Entwicklung162
7 Fazit163
Kindergarten- und Vorschulalter165
1 Die Erweiterung der Perspektiven165
2 Das Denken in naiven Theorien166
3 Das Verständnis des Mentalen (Theory of Mind)168
4 Die Entwicklung der Fantasie und des Spiels169
5 Die Entwicklung sozialer Kompetenzen171
6 Fazit173
Schulkindalter176
1 Entwicklung des Selbst und der Persönlichkeit176
2 Kognitive Entwicklung179
3 Motivation und Interesse181
4 Emotionsregulation und soziale Kompetenz184
Jugendalter188
1 Zentrale Themen im Jugendalter189
2 Psychosoziale Entwicklung und Entwicklungsprobleme195
3 Forschungsfragen für die Zukunft197
Frühes Erwachsenenalter: Berufliche Entwicklung und Lebensgestaltung199
1 Junge Erwachsene im Wandel der Arbeitsgesellschaft199
2 Berufliche Entwicklung201
3 Lebensplanung und Lebensgestaltung205
Spätes Erwachsenenalter209
1 Abgrenzung und Binnendifferenzierung spätes Erwachsenenalter209
2 Alternsveränderungen psychischer Ressourcen209
3 Entwicklung verschiedener Ressourcen211
4 Kompetenzorientierte Entwicklungstheorien212
6 Regulative Entwicklungstheorien213
7 Alterstypische Ereignisse und Veränderungen215
8 Psychologische Aspekte der Langlebigkeit217
IV Kognitive Entwicklung220
Spracherwerb222
1 Meilensteine und Entwicklungslinien des Spracherwerbs222
2 Spracherwerb im Kontext anderer Entwicklungsbereiche228
Entwicklung von Wahrnehmung und Aufmerksamkeit233
1 Visuelle Wahrnehmung233
2 Auditive Wahrnehmung237
3 Intermodale Wahrnehmung240
4 Fazit243
Entwicklung des Denkens245
1 Piagets Theorie der Denkentwicklung245
2 Piaget-Kritik und frühe kognitive Kompetenzen247
3 Informationsverarbeitungsansätze250
4 Theorien der Entwicklung begrifflichen Wissens251
5 Fazit253
Entwicklung von Metakognition256
1 Konzeptualisierungen von Metagedächtnis256
2 Entwicklung deklarativen metakognitiven Wissens258
3 Entwicklung des prozeduralen Metagedächtnisses260
4 Beziehungen zwischen Metagedächtnis und Gedächtnis263
5 Schlussbemerkung265
Gedächtnisentwicklung267
1 Quellen der Altersvarianz von Gedächtnisleistungen267
2 Absichtliches Vergessen272
3 Implizites und prozedurales Gedächtnis272
4 Autobiografisches Gedächtnis und Augenzeugengedächtnis274
Entwicklung der Intelligenz im Kindesalter278
1 Begriffsklärung278
2 Definition von psychometrischer Intelligenz und Möglichkeiten ihrer Erfassung278
3 Individuelle Entwicklungsmuster und -stabilitäten der Intelligenz279
4 Relevanz der Intelligenz für die Prognose schulischen/ akademischen Erfolgs283
5 Die Ursprünge der Intelligenz284
Entwicklung akademischer Leistungen290
1 Grundlegende Aspekte der Leistungs- und Kompetenzentwicklung290
2 Die Rolle der Schule für die Leistungsentwicklung292
3 Entwicklung in zentralen Leistungsbereichen293
4 Fazit und Ausblick297
Entwicklung der Leistungsmotivation300
1 Was ist Leistungsmotivation?300
2 Komponenten der Leistungsmotivation und ihre Entwicklung301
3 Entwicklung der Leistungsmotivation305
4 Erweiterungen der Erwartung ×Wert-Theorie307
5 Bedingungen der Leistungsmotivationsgenese310
V Sozial-emotionale Entwicklung314
Moralentwicklung316
1 Zur Bestimmung von Moral316
2 Moralentwicklung aus gesellschaftlicher Perspektive317
3 Individuelle Moralentwicklung317
4 Neuere Forschungen321
5 Lernmechanismen324
6 Fazit324
Bindungsentwicklung im Lebenslauf327
1 Normative Bindungsentwicklung329
2 Differenzielle Bindungsentwicklung329
3 Konsequenzen: Bindung, Persönlichkeitsentwicklung und psychische Gesundheit334
Freundschaften und ihre Folgen für die Entwicklung337
1 Helfen Freundschaften Kindern, den Schulanfang zu bewältigen?338
2 Freundschaften und Schulerfolg im Jugendalter339
3 Schützen Freundschaften vor Selbstwertproblemen und Depression?340
4 Verführen Freundinnen und Freunde zu Delinquenz und Drogengebrauch?342
5 Schlussbetrachtungen zum eigenständigen Beitrag der Freundschaften344
Entwicklung von Emotionen348
1 Emotionstheorien348
2 Indikatoren von Emotionen bei Kindern350
3 Entwicklung von Emotionen über die Lebensspanne352
Entwicklungsbesonderheiten aggressiven Verhaltens360
1 Einleitung360
2 Aggressives Verhalten als Element der kindlichen Sozialisation363
Identitätsentwicklung372
1 Identität als psychologischer Begriff373
2 Messung der Identität377
3 Empirische Studien zur Entwicklung der Identität378
4 Fazit380
Entwicklung des Selbstkonzeptes382
1 Qualitative Veränderungen des Selbstkonzeptes vom Kleinkindalter bis zur Adoleszenz384
2 Stabilität des Selbstkonzeptes385
3 Quantitative Veränderungen des Fähigkeitsselbstkonzeptes386
4 Zusammenhang zwischen Selbstkonzept und Leistung387
5 Fazit391
VI Differenzielle Entwicklungsaspekte394
Entwicklungsstabilitäten396
1 Begriffsklärung – Kontinuität und Stabilität396
2 Empirische Befunde398
3 Einfluss des methodischen Zugangs400
4 Systematische Entwicklungsdiskontinuitäten404
5 Fazit405
Intraindividuelle Variabilität und Plastizität408
1 Variabilität und Veränderung in systemischer Perspektive408
2 Kognitive Plastizitätsforschung411
3 Ausblick: Die Bedeutung der Plastizitätsforschung für die Entwicklungspsychologie416
Geschlechtsdifferenzen in der Entwicklung420
1 Wie verschiedene Entwicklungstheorien des Menschen Geschlechtsdifferenzen erklären420
2 Wie sich Geschlechtsdifferenzen über die Lebensspanne hinweg manifestieren424
Kulturunterschiede in der Entwicklung430
1 Kulturelle Modelle elterlicher Strategien431
2 Die integrativen Entwicklungsaufgaben des zweiten Lebensjahres: Selbsterkennen und soziale Regulation438
3 Die Errungenschaft des 3. Lebensjahres: Die Entwicklung des autobiografischen Gedächtnisses439
4 Ein weiterer Schritt in der Selbstentwicklung: die „Theory of Mind“440
5 Ausblick441
Sozialer Wandel444
1 Einleitung444
2 Theoretische Modelle der Wirkung sozialen Wandels auf die Individualentwicklung445
3 Methoden zur Untersuchung der Effekte sozialen Wandels447
4 Ausgewählte Befunde zur Wirkung sozialen Wandels auf die individuelle Entwicklung448
5 Schlussfolgerungen452
Medieneinflüsse auf Kinder und Jugendliche455
1 Der Erwerb medialer Zeichenkompetenz im Kindesalter455
2 Fernsehkonsum und Fernsehwirkung458
3 Konsum gewalthaltiger Medien461
4 Fazit463
Entwicklung von Hochbegabung466
1 Intelligenz versus alternative Modelle466
2 Längsschnittstudien468
3 Frühe Hochbegabungsindikatoren472
4 Entwicklungskonstanz von Hochbegabung473
5 Potenzial versus Performanz473
VII Normative Entwicklungsübergänge478
Inanspruchnahme öffentlicher Kinderbetreuung480
1 Öffentliche Kinderbetreuung als Teil der Betreuungsökologie des Vorschulkindes480
2 Veränderungen in der Eltern-Kind-Beziehung als Folge öffentlicher Betreuung481
3 Adaptation des Kindes an eine öffentliche Betreuung483
4 Neue Betreuungserfahrungen – Neue Beziehungen484
5 Beziehungsentwicklung in der Peer-Gruppe486
6 Entwicklungsimpulse und Entwicklungsförderung in öffentlicher Betreuung487
7 Fazit488
Schuleintritt490
1 Einschulungspraxis in Deutschland490
2 Wann ist ein Kind schulfähig?492
3 Schuleintritt als Entwicklungsschritt – Schulerfolg als Entwicklungsziel493
Loslösung vom Elternhaus502
1 Autonomieentwicklung als lebenslanger Prozess502
2 Die Umgestaltung der Beziehungen zwischen Eltern und ihren Kindern im Jugendalter504
3 Der Auszug aus dem Elternhaus als Meilenstein im Loslösungsprozess509
4 Fazit510
Familiengründung und Übergang zur Elternschaft512
1 Beginn des Familienzyklus512
2 Sozialer Wandel und Pluralisierung von Formen der Familiengründung512
3 Normative und nicht-normative Übergänge zur Elternschaft514
4 Differenzielle Aspekte der Familiengründung und Risikokonstellationen518
5 Partnerschaft als Fundament der Familie520
Familiäre Reorganisation nach Trennung und Scheidung523
1 Der Prozesscharakter der Scheidung524
2 Die Vorscheidungsphase526
3 Die Nachscheidungsphase527
4 Ressourcen und Risiken für die Bewältigung der Scheidung530
5 Der Übergang zur Stieffamilie531
Eintritt in den Ruhestand535
1 Zur Akzeptanz von Vorruhestand und Frühverrentung536
2 Zur Anpassung an den Ruhestand539
3 Fazit542
VIII Angewandte Entwicklungspsychologie546
Vorschulische Entwicklungsförderung548
1 Frühlesen, phonologische Bewusstheit und Schrifterwerb548
2 Sprachentwicklungsförderung549
3 Kognitive Entwicklungsförderung550
4 Förderung mathematischen Vorwissens und Prävention von Rechenschwierigkeiten552
5 Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen552
6 Bewegungs- und Gesundheitsförderung553
7 Förderung hochbegabter Vorschulkinder553
8 Langzeiteffekte: Schulerfolg und Lebensbewältigung554
9 Bedingungen für eine erfolgreiche Entwicklungsförderung555
Entwicklungsdiagnostik559
1 Definition559
2 Grundlagen der Entwicklungsdiagnostik559
3 Aufgaben und Ziele der Entwicklungsdiagnostik562
4 Methoden der Entwicklungsdiagnostik563
Entwicklungspsychologische Aspekte der Gesundheitsförderung571
1 Objektiver und subjektiver Gesundheitszustand von Kindern, Jugendlichen und alten Menschen571
2 Einflussfaktoren auf gesundheitsförderliches Verhalten: Vorstellungen über Gesundheit und Krankheit572
3 Entwicklungspsychologische Barrieren bei der Umsetzung gesundheitsbezogener Maßnahmen573
4 Entwicklung und Veränderung von Risikoverhaltensweisen574
5 Auseinandersetzung mit Belastungen und der Einfluss auf Gesundheit576
6 Gesundheitsförderung in der Familie: Ernährungsverhalten, Bewegung und Stressbewältigung577
7 Soziale Unterstützung und soziale Ressourcen578
8 Fazit579
Entwicklungspsychologische Aspekte des Drogenkonsums582
1 Einleitung582
2 Verbreitung und Verlauf des Konsums von Alkohol und illegalen Drogen583
3 Mittel- und langfristige Konsequenzen583
4 Entwicklungsmodelle und Einflussfaktoren584
5 Risikofaktoren587
6 Prävention/Intervention589
Jugendkriminalität592
1 Jugendkriminalität – deskriptive Konturen592
2 Entwicklungspsychologische Erklärungsperspektiven und ihre Grenzen594
3 Entwicklungsinterventionen bei Jugenddelinquenz598
4 Entwicklungspsychologie in der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit Jugenddelinquenz599
Strategien der Lebensbewältigung im Alter603
1 Zentrale Themen der Lebensbewältigung im höheren Alter603
2 Prozesse der Lebensmeisterung im Alter605
3 Fazit: Lebensbewältigung im hohen Alter – Grenzen und Potenziale610
IX Forschungsmethoden614
Entwicklungspsychologische Versuchsplanung616
1 Versuchsplanung616
2 Versuchspläne618
3 Die organismische Variable Alter620
4 Typen entwicklungspsychologischer Hypothesen621
Datenerhebung626
1 Einführung626
2 Datenerhebungsmethoden in der frühen Kindheit626
3 Datenerhebungsmethoden in späteren Entwicklungsabschnitten632
4 Spezielle Datenerhebungsprobleme in der entwicklungspsychologischen Forschung633
Analyse von Längsschnittdaten636
1 Was sind Längsschnittdaten – ein Klassifikationsversuch636
2 Auswertung von Langsschnittdaten - der einfachste Fall: N > 2, T = 2, V = 1638
3 Auswertung von Langsschnittdaten: N =2, T = 2, V =2641
4 Auswertung von Langsschnittdaten: N =2, T > 2, V = 1642
5 Auswertung von Längsschnittdaten: N > 2, T > 2, V > 1643
6 Der Spezialfall: N = 1 oder N > 1, T >> 2, V = 1 oder V > 1643
7 Fortgeschrittene Methoden644
8 Weitere Fragen644
9 Zusammenfassung645
Eine neurowissenschaftliche Perspektive für die Entwicklungspsychologie?647
1 Neurowissenschaftliches Denken für die Entwicklungspsychologie647
2 Informationen zur Hirnentwicklung648
3 Resonanztomografie649
4 Elektroenzephalografie und ereignis-korrelierte Potenziale652
5 Schlussfolgerungen657
Spezielle Auswertungsmethoden der Entwicklungspsychologie659
1 Thesen der personenorientierten Entwicklungspsychologie659
2 Suche nach Gruppen unterschiedlicher Entwicklungsverläufe661
3 Der Vergleich der Entwicklungsverläufe a priori existierender Gruppen664
4 Zusammenfassende Diskussion668
Die Autorinnen und Autoren des Bandes672
Autorenregister682
Sachregister704

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