Sie sind hier
E-Book

Kanban. Optimale Steuerung von Prozessen

AutorEkbert Hering, Gerhard Geiger, Rolf Kummer
VerlagCarl Hanser Fachbuchverlag
Erscheinungsjahr2003
Seitenanzahl125 Seiten
ISBN9783446226135
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,90 EUR
Kanban ist ein auf Karten basierendes Instrument, mit dem der Material- und Informationsfluss in der Fertigung sehr einfach gesteuert werden kann. Auf eine Kurzformel gebracht, lautet das Prinzip: Produziere heute das, was gestern verbraucht wurde.

Dieser Leitfaden mit erprobten und sofort umsetzbaren Praxisbeispielen hilft, Kanban im Unternehmen erfolgreich einzuführen.

Die Autoren

Gerhard Geiger, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH), tätig als beratender Ingenieur in den Bereichen Prozessoptimierung und Projektmanagement.

Prof. Dr. Dr. Ekbert Hering, Rektor der Fachhochschule Aalen, Professor für Marketing, Controlling und Logistik. Berater für logistische Fragen. Zahlreiche Fachpublikationen.

Rolf Kummer, Maschinenbautechniker, Technischer Betriebswirt, tätig als Produktionsleiter bei der Fa. ERHARD Armaturen in Heidenheim.   

Kaufen Sie hier:

Horizontale Tabs

Kapitelübersicht
  1. Geleitwort, Inhalt und Wegweiser
  2. 1 Einleitung
  3. 2 Leitfaden zur Einführung von Kanban
  4. 3 Kanban-Steuerung mit Pendelkarten und Plantafel
  5. 4 Kanban-Steuerung mit Transportbehältern
  6. 5 Kanban-Steuerung mit Signallampen
  7. 6 Kanban-Steuerung mit Signalen und Pendelkarte
  8. 7 Kanban-Steuerung mit Pendelkarten
  9. 8 Kanban-Steuerung mit Plantafel und Pin
  10. 9 Spielregeln
  11. 10 Kanban zur Optimierung der Materialbereitstellung
  12. 11 Kanban-Steuerung über Behälter mit Lieferanten
  13. 12 Kanban-Steuerung über Faxabruf
  14. 13 Elektronischer Kanban
  15. Literatur
Leseprobe
6 Kanban-Steuerung mit Signalen und Pendelkarte (S. 81-82)

6.1 Praxisbeispiel Fertigwarenlager

Die Visualisierung der Lagerbestände über einfache Signale und die Selbststeuerung der Bestände über den Lageristen zeigt das folgende Beispiel:

In einem Unternehmen werden Fertigprodukte direkt ab Lager verkauft. Alle Komponenten, die zur Herstellung dieser Produkte benötigt werden, sind Kanban-Teile, d. h. die komplette Herstellungskette dieser Produkte ist selbststeuernd. Um dem Vertrieb zu garantieren, dass immer eine bestimmte Mindestmenge dieser Fertigprodukte am Lager ist, wurde eine Kanban-Steuerung über Signale im Fertigwarenlager und eine Pendelkarte eingeführt. Der Lagerist verwaltet und disponiert diese Produkte nun selbstständig. Die Verfügbarkeit der Produkte und somit die Lieferbereitschaft gegenüber dem Kunden ist mit diesem System erheblich gestiegen.

6.1.1 Auswahl der Kanban-geeigneten Produkte

Es wurden Fertigprodukte ausgewählt, die einen gleichmäßigen Verbrauch in der Vergangenheit hatten und die nach Einschätzung des Marktes auch weiterhin in gleichmäßigen Mengen vom Kunden abgerufen werden.

6.1.2 Auswahl der Sachmittel

Neben den aufgestapelten Kartons mit den Fertigprodukten wurde auf der Vertikalstrebe des Regals ein roter, ein gelber und ein grüner Bereich gezeichnet. Die jeweiligen Farben kennzeichnen eine Lage von Kartons (z. B. drei Stück). Im roten Bereich hängt eine Kanban-Pendelkarte, die abgenommen werden kann.

Mit dieser Kanban-Pendelkarte kann eine neue Bestellung in der Endmontage ausgelöst werden (Bild 47).
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort3
Inhalt4
Wegweiser9
1 Einleitung10
1.1 Der Begriff Kanban13
1.2 Entstehung von Kanban15
1.3 Prinzip16
1.4 Nutzen von Kanban19
2 Leitfaden zur Einführung von Kanban23
2.1 Grundsätzliche Vorgehensweise23
2.2 Überprüfung der Kanban-Fähigkeit23
2.2.1 Verbrauchsverlauf24
2.2.2 Produkteigenschaften26
2.2.3 Fertigung28
2.2.4 Qualität29
2.2.5 Informationsfluss30
2.2.6 Materialfluss31
2.2.7 Beschaffung32
2.3 Auswahl und Festlegung der Regelkreise33
2.4 Berechnung der Kanban-Größen34
2.4.1 Wiederbeschaffungszeit35
2.4.2 Sicherheitsbestand36
2.4.3 Maximale Bestandsmenge36
2.4.4 Kanban- Standardmenge37
2.4.5 Ermittlung der Anzahl der Kanbans37
2.5 Auswahl der Kanban-Hilfsmittel38
2.5.1 Kanban- Karten39
2.5.2 Kanban- Tafel40
2.5.3 Funktionsweise Kanban- Tafel40
2.5.4 Kanban- Behälter41
2.5.5 Kanban- Transportwagen42
2.5.6 Kanban- Steuerung über Stellflächen43
2.5.7 Signale44
2.6 Einführung von Kanban-Systemen45
2.6.1 Ablaufoptimierung46
2.6.2 Harmonisierung des Produktionsprogramms47
2.6.3 Verkürzung von Rüstzeiten47
2.6.4 Einbindung der Lieferanten49
2.6.5 Mitarbeiter51
2.6.6 Motivation52
2.6.7 Neue Aufgaben des Disponenten54
2.6.8 Aufgaben des Werkers55
2.6.9 Auswirkungen auf das betriebliche Umfeld56
2.6.10 Möglichkeiten der Erfassung von Daten57
2.7 Gefahren und Grenzen von Kanban58
2.8 Kontinuierliche Verbesserung des Systems59
2.8.1 Systemcheck60
3 Kanban-Steuerung mit Pendelkarten und Plantafel63
3.1 Praxisbeispiel A-Teile63
3.1.1 Auswahl der Kanban- geeigneten Produkte64
3.1.2 Auswahl der Sachmittel66
3.1.3 Spielregeln67
3.1.4 Funktionsweise69
3.1.5 Vorteile69
3.1.6 Verringerung der Rüstvorgänge70
4 Kanban-Steuerung mit Transportbehältern72
4.1 Praxisbeispiel C-Teile72
4.1.1 Merkmale des Systems72
4.1.2 Auswahl der Kanban- geeigneten Produkte73
4.1.3 Systemdimensionierung74
4.1.4 Auswahl der Sachmittel75
4.1.5 Funktionsweise75
4.1.6 First- in-/ First- out- Prinzip76
4.1.7 Spielregeln76
4.1.8 Vorteile78
5 Kanban-Steuerung mit Signallampen79
5.1 Praxisbeispiel Endmontage79
5.1.1 Kanban- Informationstafel80
5.1.2 Funktionsweise81
6 Kanban-Steuerung mit Signalen und Pendelkarte82
6.1 Praxisbeispiel Fertigwarenlager82
6.1.1 Auswahl der Kanban- geeigneten Produkte82
6.1.2 Auswahl der Sachmittel82
6.1.3 Funktionsweise83
6.1.4 Spielregeln84
6.2 Praxisbeispiel Kopierpapier85
6.2.1 Funktionsweise86
7 Kanban-Steuerung mit Pendelkarten87
7.1 Praxisbeispiel Büromaterial87
7.1.1 Vorgehensweise zur Verbesserung87
8 Kanban-Steuerung mit Plantafel und Pin91
8.1 Praxisbeispiel Rohmaterial91
8.1.1 Auswahl der Kanban- geeigneten Produkte91
8.1.2 Funktionsweise92
8.1.3 Kanban- Plantafel93
8.1.4 Systemdimensionierung93
8.1.5 Funktionsweise96
8.1.6 Ablauf der Bestellung97
8.2 Praxisbeispiel Pulverlack98
9 Spielregeln101
10 Kanban zur Optimierung der Materialbereitstellung103
10.1 Praxisbeispiel Materialflussoptimierung103
10.1.1Vorgehensweise103
10.1.2 Visualisierung des Materialbedarfs105
10.1.3 Funktionsweise106
10.1.4 Einsparung106
11 Kanban-Steuerung über Behälter mit Lieferanten107
11.1 Praxisbeispiel Kleinteile/Schüttgut107
11.1.1 Auswahl der Kanban- geeigneten Produkte108
11.1.2 Auswahl der Sachmittel108
11.1.3 Systemdimensionierung109
11.1.4 Funktionsweise110
11.1.5 Kanban- Regelkreis111
11.1.6 Spielregeln111
12 Kanban-Steuerung über Faxabruf113
12.1 Praxisbeispiel Kartonagen113
12.1.1 Auswahl der Kanban- geeigneten Produkte114
12.1.2 Auswahl der Sachmittel116
12.1.3 Systemdimensionierung116
12.1.4 Funktionsweise des Kanban- Systems118
12.1.5 Funktionsweise120
12.1.6 Spielregeln121
12.1.7 Nutzen121
13 Elektronischer Kanban123
Literatur126

Weitere E-Books zum Thema: Organisation - Planung - Betriebswirtschaft - Management

Strategische Planung.

E-Book Strategische Planung.
Ertragspotenziale erkennen Unternehmenswachstum sichern Format: PDF

Wie wurde die Seeschlacht von Trafalgar gewonnen? Nicht mit der Anzahl an Schiffen, Kanonenkugeln und der vollen Kriegskasse. Sondern mit einer überlegenen Strategie und den begleitenden "…

Strategische Planung.

E-Book Strategische Planung.
Ertragspotenziale erkennen Unternehmenswachstum sichern Format: PDF

Wie wurde die Seeschlacht von Trafalgar gewonnen? Nicht mit der Anzahl an Schiffen, Kanonenkugeln und der vollen Kriegskasse. Sondern mit einer überlegenen Strategie und den begleitenden "…

Inhouse Consulting

E-Book Inhouse Consulting
Format: PDF

Wo liegen die Probleme, die in kleinen und mittleren Unternehmen am häufigsten zu schwerwiegenden betrieblichen Störungen - und im schlimmsten Fall zur Insovenz - führen? Dieses Buch…

Inhouse Consulting

E-Book Inhouse Consulting
Format: PDF

Wo liegen die Probleme, die in kleinen und mittleren Unternehmen am häufigsten zu schwerwiegenden betrieblichen Störungen - und im schlimmsten Fall zur Insovenz - führen? Dieses Buch…

Wissensmanagement

Format: PDF

Wissen hat sich zu einem wichtigen Produktionsfaktor entwickelt. Der Autor stellt die Erfahrungen eines großen Konzerns mit Wissensmanagement vor. Anhand von vier konkreten Praxisprojekten aus…

Weitere Zeitschriften

Arzneimittel Zeitung

Arzneimittel Zeitung

Die Arneimittel Zeitung ist die Zeitung für Entscheider und Mitarbeiter in der Pharmabranche. Sie informiert branchenspezifisch über Gesundheits- und Arzneimittelpolitik, über Unternehmen und ...

Card Forum International

Card Forum International

Card Forum International, Magazine for Card Technologies and Applications, is a leading source for information in the field of card-based payment systems, related technologies, and required reading ...

CE-Markt

CE-Markt

 Das Fachmagazin für Consumer-Electronics & Home Technology Products Telefónica O2 Germany startet am 15. Oktober die neue O2 Handy-Flatrate. Der Clou: Die Mindestlaufzeit des Vertrages ...

Der Steuerzahler

Der Steuerzahler

Der Steuerzahler ist das monatliche Wirtschafts- und Mitgliedermagazin des Bundes der Steuerzahler und erreicht mit fast 230.000 Abonnenten einen weitesten Leserkreis von 1 ...

Eishockey NEWS

Eishockey NEWS

Eishockey NEWS bringt alles über die DEL, die DEL2, die Oberliga sowie die Regionalligen und Informationen über die NHL. Dazu ausführliche Statistiken, Hintergrundberichte, Personalities ...

filmdienst#de

filmdienst#de

filmdienst.de führt die Tradition der 1947 gegründeten Zeitschrift FILMDIENST im digitalen Zeitalter fort. Wir begleiten seit 1947 Filme in allen ihren Ausprägungen und Erscheinungsformen.  ...