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Spezifische Umwelten und umweltbezogenes Handeln

Reihe: Enzyklopädie der Psychologie

VerlagHogrefe Verlag Göttingen
Erscheinungsjahr2010
Seitenanzahl1157 Seiten
ISBN9783840905964
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis167,99 EUR
Der Band informiert umfassend über spezifische Umwelten und umweltbezogenes Handeln. Neben 'klassischen' Themen, wie z.B. Lärm, Dichte und andere Stressoren sowie risikobezogenes Verhalten, werden aktuelle Themen, wie z. B. Mobilität, Kommunikation, virtuelle Welten, Katastrophen und globale Umweltveränderungen, ausführlich dargestellt. Neben einer Dokumentation des Standes der Forschung trägt der Band auch zu erwartenden Entwicklungen und Perspektiven der Umweltpsychologie Rechnung.

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Kapitelübersicht
  1. Spezifische Umwelten und umweltbezogenes Handeln
  2. Autorenverzeichnis
  3. Vorwort
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Teil I: Umweltdimensionen als Bedingungen menschlichen Verhaltens und Erlebens
  6. Teil II: Umwelten und ihre Nutzer: kleinräumige Umwelten
  7. Teil III: Großräumige Umwelten
  8. Teil IV: Spezifische Handlungsfelder
  9. Teil V: Umweltschu¨tzendes Handeln
  10. Teil VI: Umweltrisiken und Umweltkommunikation
  11. Teil VII: Ausblick: Psychologische Beiträge zur Planung und Gestaltung von Umwelten
  12. Autorenregister
  13. Sachregister
Leseprobe
"Teil III Großräumige Umwelten (S. 293-294)

11. Kapitel Landschaft, Landnutzung, Planung des ländlichen Raums

Alexander I. Walter, Harald A. Mieg und Roland W. Scholz

Seit der agrarischen Revolution und dem Beginn von Landwirtschaft vor rund 10.000 Jahren spielen Fragen der Landnutzung eine zentrale Rolle im menschlichen Leben. Dieses Kapitel gibt im ersten Teil eine begriffsgeschichtliche Einführung und erörtert im zweiten Teil die Entwicklung und Probleme der Landnutzung im ländlichen Raum. Im dritten Teil folgt die Darstellung von Planungs- und Transitionsprozessen in der Landnutzung, hier werden insbesondere die psychologischen Perspektiven angesprochen. Im abschließenden vierten Teil wird vorgestellt, wie auf der Grundlage von Entscheidungspsychologie Transformationsprozesse transdisziplinär untersucht und gestaltet werden können (mit der Methodik der ETH-UNS-Fallstudien).

1 Begriff und Geschichte: Landschaft und ländlicher Raum

1.1 Von der Landschaft zum ländlichen Raum


Der Begriff „Landschaft“ wurde ursprünglich als Name für „besiedelte und wirtschaftlich erschlossene Landflächen verwendet, die mehrere Siedlungseinheiten umfassen“ und die innerhalb eines Tages zu bereisen waren (Piepmeier, 1980, S. 25). Ende des 12. Jahrhunderts wird der Begriff erweitert: „Landschaft“ bezeichnete nun auch die einheimische (adelige) Bevölkerung eines Landes oder Gebietes (z. B. die Landsmannschaft). In dieser Begriffsdeutung ist „immer eine räumliche Bindung in Form einer gebietsgebundenen Personengruppe erkennbar“ (Haber, 1995, S. 597).

Seit dem Mittelalter bis zur industriellen Revolution war „Landschaft“ zudem ein wichtiger Terminus der Bildenden Künste und diente dort als Bezeichnung für einen gemalten Landschaftsausschnitt (Ritter & Gründer, 1971, S. 15). Im angloamerikanischen Raum lag der Schwerpunkt der Bedeutung des Begrif - fes „Landschaft“ im ästhetischen Bereich, so auch im spätmittelalterlichen deutschsprachigen Raum. Typische Landschaftsdarstellungen finden sich u. a. bei Albrecht Altdorfer (1480–1538) und Albrecht Dürer (1471–1528)."
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Spezifische Umwelten und umweltbezogenes Handeln1
Autorenverzeichnis6
Vorwort14
Inhaltsverzeichnis16
Teil I: Umweltdimensionen als Bedingungen menschlichen Verhaltens und Erlebens40
1. Kapitel: Schall und Lärm42
2. Kapitel: Gefahrstoffe und Altlasten84
3. Kapitel: Die chemischen Sinne118
4. Kapitel: Dichte und Crowding136
Teil II: Umwelten und ihre Nutzer: kleinräumige Umwelten166
5. Kapitel: Arbeitsumwelten168
6. Kapitel: Lernumwelten190
7. Kapitel: Spielen und Spielplatzgestaltung226
8. Kapitel: Freizeitumwelten für Kinder und Jugendliche248
9. Kapitel: Umwelten für ältere Menschen274
10. Kapitel: Wohnen und Nachbarschaft304
Teil III: Großräumige Umwelten332
11. Kapitel: Landschaft, Landnutzung, Planung des ländlichen Raums334
12. Kapitel: Architektur und Psychologie358
13. Kapitel: Leben und Wohnen in städtischen Regionen378
14. Kapitel: Großräumige natu?rliche Umwelten: Schutzgebiete, Wildnis und Landschaft404
Teil IV: Spezifische Handlungsfelder446
15. Kapitel: Energie448
16. Kapitel: Freizeit, Tourismus, Regeneration476
17. Kapitel: Ernährungsverhalten und Umwelt500
18. Kapitel: Trinkwasser – Grundlagen und psychologische Aspekte seiner Nutzung528
19. Kapitel: Abfall562
20. Kapitel: Alltagsmobilität und Verkehrsmittelwahl588
Teil V: Umweltschu?tzendes Handeln632
21. Kapitel: Umweltpsychologie und Nachhaltigkeit634
22. Kapitel: Personzentrierte Interventionen zur Veränderung von Umweltverhalten682
23. Kapitel: Sozialfokussierte Interventionen und kollektive Aktionen708
24. Kapitel: Einfluss und Beeinflussung externer Bedingungen umweltschützenden Handelns736
25. Kapitel: Umweltmediation774
Teil VI: Umweltrisiken und Umweltkommunikation800
26. Kapitel: Medien und medienvermittelte Umwelten802
27. Kapitel: Risikokommunikation als Aufklärung: Informieren u?ber und Erklären von Risiken832
28. Kapitel: Soziales Marketing pro Umwelt868
29. Kapitel: Professionalisierung von Umweltexpertise894
30. Kapitel: Psychologische Beiträge zur (Natur-)Katastrophenforschung922
Teil VII: Ausblick: Psychologische Beiträge zur Planung und Gestaltung von Umwelten948
31. Kapitel: Umweltästhetik950
32. Kapitel: Konsum: Ein Erlebnis982
33. Kapitel: Psychologie der Mobilitätsdienstleistung1012
34. Kapitel: Psychologische Probleme der Stadtplanung1044
35. Kapitel: Umweltplanung, Gestaltung und Bewertung: Design, Umsetzung und Evaluation1070
Autorenregister1098
Sachregister1144

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