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E-Book

Wissens- und Informationsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen

AutorJörn-Axel Meyer
VerlagJosef Eul Verlag
Erscheinungsjahr2005
Seitenanzahl587 Seiten
ISBN9783899363395
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis59,00 EUR
Jahrbuch der KMU-Forschung und -Praxis 2005

"Wissens- und Informationsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen" ist nun der sechste Jahresband zur Forschung und Praxis in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Er ist das achte Buch in der gefragten KMU-Edition.

Wissen wird - nicht nur - in populären Schriften gerne als vierter Produktionsfaktor neben den drei klassischen - Boden, Kapital, Arbeit - gestellt. Wissen im Unternehmen zu sammeln, zu dokumentieren, aufzubereiten und weiter zu geben, wird eine zentrale Aufgabe für KMU in den kommenden Jahren sein. Ob Wissen benötigt wird für ein Rating oder die Vorbereitung der Nachfolge, für Investoren und Kooperationspartner oder für neue Mitarbeiter im Betrieb - die Zukunft eines Unternehmens wird sich daran messen, ob es in der Lage ist, diesen Produktionsfaktor professionell zu beherrschen.

Das Buch trägt alle wesentlichen neuen Erkenntnisse aus der deutschsprachigen Forschung und Praxis zusammen. Risiken ebenso wie Chancen für KMU werden dabei aufgedeckt, Hinweise für erfolgreiches Wissens- und Informationsmanagement gegeben. Die Beiträge sind so zusammengestellt, dass sowohl Grundlagenwissen für KMU und deren Berater vermittelt wird als auch neueste und erfolgreiche Managementtechniken, Erfahrungen und illustrierende Fallbeispiele erläutert werden.

Daher richtet sich das Jahrbuch primär an zukunftsorientierte und aufgeschlossene Unternehmer aus KMU, deren Führungsmitarbeiter sowie Berater und Vertreter von Verbänden. Für Dozenten und Studierende der Wirtschaftswissenschaften sowie für Wissenschaftler auf diesem Gebiet ist das Jahrbuch ein Muss.

Über den Herausgeber:

Der Herausgeber des Jahrbuches, Univ.-Prof. Dr. Jörn-Axel Meyer ist Direktor des Deutschen Institutes für kleine und mittlere Unternehmen in Berlin, Autor einer großen Anzahl von Publikationen zum Thema kleine und mittlere Unternehmen und einer der führenden Vertreter von KMU-Forschung und -Lehre in Europa.

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Leseprobe
Customer Knowledge Management als Erfolgsfaktor in kleinen und mittelständischen Unternehmen (S. 263)

Andreas Mann

1 Kundenwissen und marktorientierte Unternehmensführung

Die gezielte Sammlung und Nutzung von Informationen über Bedürfnisse, Wünsche/ Präferenzen, Erfahrungen, Einstellungen und Zufriedenheiten von potenziellen und tatsächlichen Kunden gehört zu den grundlegenden Kennzeichen und Teilbereichen der Markt- und Kundenorientierung von Unternehmen (vgl. Bruhn 2002, S. 92 ff.; Handlbauer/Matzler 1998, S. 123 ff.; Kohli/Jaworski 1990, S.4 ff.; Webster 2002, S. 83 ff.). Im Rahmen des Marketing als Umsetzung der Marktorientierung in der Unternehmensführung kommt in erster Linie der Marktforschung die Aufgabe zu, entsprechende Informationsbedarfe zu erkennen und durch den systematischen Einsatz von adäquaten Erhebungsmethoden (Befragungen und Beobachtungen) möglichst hinreichend zu decken (vgl. Homburg/Krohmer 2003, S. 10; Meffert 2000, S. 93 ff.). Sie bildet damit einen wichtigen Beitrag für den Aufbau und die Anreicherung von Kundenwissen.

Da unter Wissen jedoch gemeinhin die sinnvolle Verknüpfung von (neuen) Informationen mit bestehenden respektive gespeicherten Erfahrungen und/oder relevanten Informationen zur Lösung von Aufgaben und Problemen verstanden wird (vgl. Al-Laham 2003, S. 28; Probst/Raub/Romhardt 1999, S. 46; Willke 2001, S. 11), ist die klassische Marktforschung als Informationslieferant zwar für den Aufbau von Kundenwissen wichtig, aber allein dafür nicht ausreichend. Die Integration der Informationen aus der Marktforschung mit dem Erfahrungskontext und anderen, als relevant eingestuften und memorierten Informationen erfordert einen Lernprozess, der initiiert und gesteuert werden muss (vgl. Soo et al. 2002, S. 130). Wissen ist demnach das Ergebnis von (organisationalen) Lernprozessen und mehr als die Ansammlung von (Marktforschungs-)Daten (vgl. Willke 2001, S. 39). Die effektive Gestaltung von Lernprozessen und damit die gezielte Veränderung des organisationalen Wissens in Unternehmen ist zentraler Gegenstand des Wissensmanagements (vgl. ähnlich Al-Laham 2003, S. 50; von der Oelsnitz/Hahmann 2003, S. 101; Willke 2001, S. 39 ff.).

Vor allem im Marketing haben Lernprozesse an der Schnittstelle zum Kunden eine große Bedeutung. Sie dienen der Stärkung der Kundenorientierung und der Verbesserung der Kundennähe. Im Ergebnis lässt sich durch den systematischen Aufbau und die unternehmensweite Nutzung von Kundenwissen der Kundennutzen der angebotenen Absatzleistungen (Produkte und Dienstleistungen) steigern. Unternehmen, die Kundenwissen effizienter und schneller in ihren Marketingentscheidungen berücksichtigen, können über eine höhere Marketingkompetenz und -qualität langfristig Wettbewerbsvorteile realisieren, die wiederum zum Ausbau oder zur Absicherung der Marktposition sowie zur Förderung des wirtschaftlichen Ergebnisses beitragen (vgl. Slater/Narver 2000, S. 102 f.; von Grogh/Venzin 1995, S. 420). Damit wird das Management des Kundenwissens zu einem zentralen Erfolgsfaktor für die kunden- und marktorientierte Unternehmensführung.

2 Arten des Kundenwissens

Kundenwissen soll im vorliegenden Beitrag als die bewusste Kombination von Informationen mit bestehenden Erfahrungen und/oder anderen Informationen verstanden werden, die mit ei- nem Kunden oder einer Kundengruppe in Zusammenhang stehen. Anhand zahlreicher Abgrenzungskriterien lassen sich verschiedene Arten des Kundenwissens unterscheiden. Auf zwei Klassifikationen soll nachfolgend näher eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort6
Begleitwort zur KMU-Reihe8
Inhaltsverzeichnis10
Abkürzungsverzeichnis14
Teil 1: Einführung ins Jahrbuch16
Wissens- und Informationsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen - Überblick über das Jahrbuch der KMU-Forschung und -praxis 200518
Teil 2: Entstehung und Transfer von Wissen im Wissens- und Informationsmanagement26
Wissensmanagement im deutschen Mittelstand – eine empirische Bestandsaufnahme28
Knowledge Creation in Small Firms: An Exploratory Study of its Influence on Growth and Performance52
Kleine und mittlere Unternehmen auf dem Weg vom Wissens- zum Kompetenzmanagement - Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zum Aufbau und zur Entwicklung von Wissen und Erfahrung in dynamischen und statischen KMU70
Strategien, Motivatoren und Hemmnisse beim Wissensmanagement von klein- und mittelständischen Tageszeitungsverlagen. Eine empirische Überprüfung86
Wissens(ver)teilung in kleinen und mittelständischen Unternehmen - eine Frage des Vertrauens?!106
Motivation zum Wissenstransfer in KMU – Identifikation von Einflussfaktoren auf die individuellen Transferbereitschaft124
Erfahrungswissen in industriellen Strukturen - Die Sicherung von Erfahrungswissen durch Transfer, Lernchancen und lernförderliche Arbeitsbedingungen142
Wissenstransfermotivation und ontologiebasierte Kompetenzmanagementsysteme158
Wissenstransfer bei internationalisierenden kleinen und mittleren Unternehmen176
Teil 3: Integration des Wissens- und Informationsmanagements im Unternehmen186
Wissensmanagement, Nachhaltigkeit und KMU – Der Versuch einer ersten Verknüpfung von drei zukunftsrelevanten Themen188
Wissens- und Informationsmanagement als Basis für die Personalführung in wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen - Ein integratives Konzept zur wissensorientierten Personalführung208
Die rechtlichen Rahmenbedingungen des Informationsmanagements bei Klein- und mittleren Unternehmen230
E-Business als strategischer Schlüssel im Informations- und Wissensmanagement von KMU – Definition und Problemstellungen eines weiten Forschungsfeldes256
Teil 4: Verbindungen des Wissens- und Informationsmanagements zum Unternehmensumfeld276
Customer Knowledge Management als Erfolgsfaktor in kleinen und mittelständischen Unternehmen278
Wissensmanagement an der Schnittstelle zum Kunden – Entwicklungslinien, praktische Umsetzung und Bedeutung für kleine und mittlere Unternehmen296
Kompetenzorientierte Markteintrittsplanung für den Mittelstand312
Wissensbasierte Marketingsysteme Brauchbare Tools für kleinere und mittlere Unternehmen?336
„Electronic Customer Relationship Management“ (E-CRM) als Informationslieferant für das Wissensmanagement am Beispiel mittelständischer Unternehmen der Nachtgastronomie354
Informations- und Wissensmanagement in regionalen KMU- Netzwerken390
Stellenwert und Methodik eines organisationalen Wissensmanagements im Internationalisierungsprozess von KMU418
Teil 5: Besondere Anlässe des Wissens- und Informationsmanagements446
Spezielle Anforderungen an die Datenhaltung mittelständischer Unternehmen unter Berücksichtigung der Regelungen von Basel II448
Internes Benchmarking als Informationsbeschaffungsmaßnahme für Basel II460
Wissensmanagement in Unternehmungskooperationen - Entwicklung einer Knowledge- Base für ein Verbund- Rating484
Wissensmanagement beim Führungswechsel in KMU494
Schnell oder langsam – gemeinsam oder souverän? Gestaltung des Wissenstransfers bei der Unternehmensnachfolge504
Wissensmanagement beim Einsatz von Management auf Zeit in Klein- und Mittelbetrieben524
Wissens- und Informationsmanagement in KMU aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen - Das Beispiel umweltrechtlicher Regelungen in der Lackindustrie –540
Teil 6: Bibliothek zum Thema Wissens- und Informationsmanagement in KMU552
Literatur zu Wissens- und Informationsmanagement554
Teil 7: Zusammenfassungen und Abstracts566
Teil 2: Entstehung und Transfer von Wissen im Wissens- und Informationsmanagement568
Teil 3: Integration des Wissens- und Informationsmanagements im Unternehmen574
Teil 4: Verbindungen des Wissens- und Informationsmanagements zum Unternehmensumfeld577
Teil 5: Besondere Anlässe des Wissens- und Informationsmanagements582
Autor(inn)enverzeichnis586

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