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Akzeptanz des Bachelor-Abschlusses im Bereich Controlling

Eine empirische Untersuchung

AutorHarald Motycka
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsjahr2012
Seitenanzahl54 Seiten
ISBN9783656312147
FormatePUB/PDF
Kopierschutzkein Kopierschutz
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis14,99 EUR
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich BWL - Controlling, Note: 3, Fachhochschule des bfi Wien GmbH, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach Ansicht des Autors haben Personalvermittlerinnen und Personalvermittler besonders nach der Umstellung auf das neue System der Studienordnung die Herausforderung, die Qualifikation von Kandidatinnen und Kandidaten einzuschätzen und Ihren Kundinnen und Kunden zu vermitteln. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Akzeptanz des betriebswirtschaftlichen, akademischen Abschluss Bachelor mit Schwerpunkt im Bereich Controlling bei Personalvermittlerinnen und Personalvermittlern zu geben. Diese Arbeit gibt keinen Einblick auf die persönliche Einstellung der befragten Personen, sondern lediglich eine Darstellung über Erfahrungswerte in ihrer Branche.

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2 Begriffe


 

2.1 Der akademische Titel Bachelor


 

Im Jahre 1999 wurde die europäische Hochschulpolitik von Grund auf reformiert, die Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister von 29 europäischen Ländern kamen in Bologna zusammen, um die europäische Hochschulpolitik von Grund auf aneinander anzugleichen.

 

Verschiedenste Abschlüsse in Europa verursachten ein Chaos, ein Wechsel ins Ausland war erschwert, da ein gegenseitiges Anerkennen von Abschlüssen oft nicht gegeben war. Beispielsweise war es für einen deutschen Arzt nicht ohne zusätzliche Anforderungen möglich ohne weiteres in Großbritannien zu ordinieren und umgekehrt. Umzüge in andere Länder während des Studiums stellten eine große Herausforderung dar, nationale Hochschulpolitiken waren unterschiedlich. Eine Studentin oder eine Student einer deutschen Hochschule möchte ins Ausland wechseln und dort sein Studium beenden, stieß dabei aber auf großen Widerstand.

 

47 Länder, dazu gehören alle Mitgliedstaaten der EU, haben sich der Änderung in ihrer Hochschulpolitik angeschlossen. Diese Länder sind: Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kasachstan (seit März 2010), Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, die Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Vatikan, Vereinigtes Königreich und Zypern.[11]

 

Mit dem Bologna-Prozess soll ein System von besser vergleichbaren Hochschulabschlüssen eingeführt werden, die leichter anerkannt werden können. Durch die Vereinheitlichung der Hochschulabschlüsse soll eine hohe Qualität der Bildung sichergestellt werden. Die Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Lehrkräften und Studierenden soll gefördert werden und die europäische Dimension in die Hochschulbildung einbezogen werden.[12]

 

Die Bologna-Erklärung vom 19. Juni 1999 umfasst sechs Maßnahmen[13]:

 

ein System von Abschlüssen, die leichter anzuerkennen und besser vergleichbar sind. Hierzu zählt die Einführung eines gemeinsamen, Diplomzusatzes, um die Transparenz zu verbessern;

 

ein zweistufiges System von Studienabschlüssen: ein erster, berufsqualifizierender Zyklus von mindestens drei Jahren, und ein zweiter Zyklus (Master), der den Abschluss des ersten Zyklus voraussetzt;

 

ein Leistungspunktesystem nach dem ECTS-Modell, das bei Austauschmaßnahmen im Rahmen von Erasmus zur Anwendung kommt;

 

die Mobilität von Studierenden, Lehrkräften und Wissenschaftlern: Beseitigung von Mobilitätshemmnissen aller Art;

 

die europäische Zusammenarbeit im Bereich der Qualitätssicherung;

 

die europäische Dimension in der Hochschulausbildung: Erhöhung der Zahl der Module, Studiengänge und Lehrpläne, deren Inhalt, Ausrichtung und Organisation eine europäische Dimension aufweist.

 

Die oben genannten Forderungen werden in der Sorbonne-Erklärung, vom Mai 1998, bereits genannt und mit dem Begriff „Harmonisierung“ zusammengefasst. Durch Einführung dieses einheitlichen Hochschulsystems sollten unter anderem die Probleme der internationalen Anerkennung von Studienabschlüssen abgebaut werden.[14]

 

Im Zuge der Konferenz in Prag im Jahr 2001 wurde ein Schritt in Richtung Förderung des lebensbegleitenden Lernens unternommen. Die Studierenden und Hochschulen wurden in den Bologna-Prozess miteinbezogen. Darauffolgend wurde in Berlin im Jahr 2003 das Doktorandenprogramm in das gestufte Studienmodell miteinbezogen. Relevante Punkte wie die Verknüpfung des Europäischen Hochschulraumes mit einem Europäischen Forschungsraum, die Forderung nach Fortschritten bei der Anerkennung von Abschlüssen durch die Mitgliedsstaaten, die Festlegung von Zuständigkeiten für die nationalen Qualitätssicherungssysteme, die Veröffentlichung der Evaluierung von Studienprogrammen und Institutionen, die Durchführung von Akkreditierungs- und Zertifizierungsverfahren, die internationale Kooperationen und Vernetzung von Qualitätssicherungssystemen wurden in Berlin diskutiert und geregelt. Bei der MinisterInnenkonferenz im norwegischen Bergen im Jahr 2005 wurde die Ergänzung der DoktorandInnenausbildung um weitere arbeitsmarktrelevante Qualifikationen festgesetzt. Die Entwicklung nationaler Qualifikationsrahmen, Förderung von Joint Degrees, Berücksichtigung sozialer Bildungsaspekte, Öffnung der Hochschulbildung für unterschiedliche Qualifikationswege und die Berücksichtigung der externen Dimension des europäischen Hochschulraumes waren die Eckpunkte dieser Konferenz. Im Jahre 2007 wurden im Zuge der Konferenz in London die Umsetzung von Standards zur Qualitätssicherung, die Einführung und Umsetzung von nationalen Rahmenbedingungen in Bezug auf neue Studienabschlüsse besiegelt. Darüber hinaus sind die Anerkennung von Studienleistungen und Abschlüssen sowie von Joint Degrees (einschließlich der Promotionsphase), Schaffung flexibler Lehrangebote (einschließlich der Verfahren zur Anerkennung früher erworbener Kenntnisse) angesprochen und beschlossen worden. Im belgischen Leuven sind im April 2009 die vorausschauenden Schwerpunkte wie die soziale Dimension, das lebenslange Lernen, das studierendenzentrierte Lernen, die Förderung der Mobilität - bis 2020 sollen 20% der Graduierten einen Studien- oder Praktikumsaufenthalt im Ausland absolviert haben - angesprochen worden. Bei der letzten der Jubiläumskonferenz in Budapest und Wien im Jahr 2010 wurde die Eröffnung des europäischen Hochschulraums erweitert und umgesetzt.[15]

 

Die Absolventen des in Österreich eingeführten zweistufigen Systems von Studienabschlüssen wurden bis Mai 2007 Bakkalaurea bzw. Bakkalaureus genannt. Seit dem Wintersemester 2006/2007 wird der akademische Titel Bachelor verliehen (Novelle des Universitäts-Studiengesetzes 2002, BGBl. I Nr.: 74/2006). Beispiele hierfür sind der Bachelor of Arts (BA) für Absolventen der Sozial-, Sprach-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften und der Bachelor of Science (BSc) für Absolventen der Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften.

 

Beim Bachelor handelt es sich um den Standardabschluss für die meisten Studiengänge, Ausnahmen wären ein Studium in den Bereichen Medizin oder Jura. Ein Bachelorstudium dauert drei bzw. manchmal auch vier Jahre. Es zählen in der Regel von Anfang an alle Prüfungen für die Endnote. In jedem Semester sind Seminare und Vorlesungen zu belegen. Jede dieser Vorlesungen und Seminare bringen Leistungspunkte, sogenannte ECTS-Punkte. Pro Semester sollten insgesamt 30 ECTS-Punkte erreicht werden. Um einen Bachelortitel zu erhalten müssen insgesamt 180 Leistungspunkte bzw. können in einem vierjährigen Studium bis zu 240 ECTS-Punkte erreicht werden. Am Ende des Studiums erhält man einen internationalen anerkannten und vergleichbaren Abschluss. Dieser Abschluss ist ein gutes Grundgerüst für den Beginn einer erfolgreichen Berufslaufbahn oder die Fortsetzung eines Studiums, einem Masterstudium. Zahllose Bachelorstudiengänge können Europaweit an Fachhochschulen und Universitäten von den Interessentinnen und Interessenten belegt werden. „Die Umstellung seitens der Fachhochschulen auf das zweistufige und international kompatible FH-Bachelor/FH-Master-Studium beläuft sich aktuell auf 97,5%; insgesamt sind bereits 269 von 276 FH-Studiengängen auf das neue System umgestellt worden. Die Werte für die Umsetzung an den Universitäten sind ähnlich hoch; rund 810 Studien von 969 Studien, also 83,6% wurden bereits nach Vorgaben des Bologna-Prozesses umgestellt. An den Fachhochschulen sind bereits 78,9% aller Studierenden in Studiengängen des neuen Systems inskribiert, an Universitäten 40,3%.“[16] Inzwischen hat sich der Bachelor auch europaweit als Standard durchgesetzt.[17]

 

2.2 Controlling, Begleiter des Managementprozesses


 

Die Wurzeln des Controllings liegen im anglo-amerikanischen Bereich, bereits im 15. Jahrhundert fanden sich die ersten Controller in öffentlichen Institutionen. Im 15. Jahrhundert zeichnete der „Countroller“ die ein- und ausgehenden Gelder und Güter am englischen Königshof auf. Ähnliche Aufgaben nahm ab 1778 in den USA ein „Comptroller[18]“ wahr. Ab 1863 hatte ähnliche Aufgaben der Leiter der staatlichen Bankenaufsicht „Controller of the Currency“, sowie der Leiter der obersten Rechnungshofprüfungsbehörde, der „Comptroller General“, in den USA zu erfüllen.[19] Eine recht umfassende Definition beschreibt das Controlling wie folgt: „Controlling ist – funktional gesehen – dasjenige Subsystem der Führung, das Planung und Kontrolle sowie Informationsversorgung systembildend und systemkoppelnd ergebniszielorientiert koordiniert und so die Adaption und Koordination des Gesamtsystems...

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