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Leistungsbewertung und Unterricht

Ethnographische Studien zur Bewertungspraxis in Gymnasium und Sekundarschule

AutorGeorg Breidenstein, Katrin Ulrike Zaborowski, Michael Meier
VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
Erscheinungsjahr2011
Seitenanzahl376 Seiten
ISBN9783531932187
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis36,99 EUR
Worin liegt die Bedeutung von Zensuren für den Unterrichtsalltag? Wie hängen Unterrichtspraktiken und alltägliche Leistungsbewertung zusammen? Und wie unterscheidet sich der Umgang mit schulischer Leistungsbewertung zwischen dem Gymnasium und der Haupt- bzw. Sekundarschule? Diesen Fragen widmen sich die Analysen dieses Buches, die auf mehrjährigen teilnehmenden Beobachtungen im fünften bis siebten Schuljahr verschiedener Schulformen beruhen. In der Kontrastierung der Beobachtungen zeigt sich, dass ein bedeutsamer Unterschied der Schulformen in dem grundlegenden und je spezifischen Umgang mit schulischer Leistung als solcher liegt.




Dr. Katrin U. Zaborowski ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Dr. Michael Meier ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine Pädagogik und Erwachsenenbildung an der Universität Flensburg.
Dr. Georg Breidenstein ist Professor für Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Grundschulpädagogik, an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Prolog: Schüler äußern sich zur Bedeutung von Noten10
1 Das Projekt Leistungsbewertung in der Schulklasse16
1.1 Einleitung16
1.2 Stand der Forschung zu Leistungsbewertung im Unterricht18
1.2.1 „Funktionenfi schulischer Leistngsbewertung und empirische Befunde18
1.2.2 Alles unter dem „Stern der Selektionfi?22
1.2.3 Studien zum alltäglichen Vollzug schulischer Leistungsbewertung24
1.3 Theorie Sozialer Praktiken27
1.4 Über das methodische Vorgehen29
1.5 Aufbau des Buches37
2 Die Praktiken des Schulerfolgs39
2.1 Einleitung39
2.2 Über das Verhalten des erfolgreichen Schülers43
2.2.1 Diszipliniertes und kooperatives Verhalten46
2.2.2 Einander helfen52
2.2.3 Regeln anmahnen und außer Kraft setzen56
2.2.4 Zusammenfassung59
2.3 Die Herstellung von Unterrichtsorientierung60
2.3.1 Stundeneröffnungen60
2.3.2 Arbeitsanweisungen64
2.3.3 Nutzung der Unterrichtszeit68
2.3.4 Prüfungsankündigungen und Prüfungsvorbereitungen71
2.3.5 Zusammenfassung75
2.4 Schülerleistungen bewerten und benoten76
2.4.1 Die alltägliche Leistungsbewertung76
2.4.2 Die Hervorbringung sehr guter Schüler84
2.4.3 Die Legitimierung der Note103
2.4.4 Kulanz-Praktiken113
2.4.5 Die Aufrechterhaltung des Images vom guten Schüler122
2.4.6 Zusammenfassung125
2.5 Beobachtungen im Längsschnitt127
2.5.1 Rückgaben und Zeugnisausgabe fünfte Klasse130
2.5.2 Rückgaben und Zeugnisausgabe siebte Klasse141
2.5.3 Die Privatisierung der Leistung153
2.6 Guter Unterricht? – Ein Resümee159
3 An den Grenzen des Leistungsprinzips162
3.1 Einleitung162
3.1.1 Fragestellung162
3.1.2 Die Sekundarschule in Sachsen-Anhalt164
3.1.3 Feld und Feldzugang169
3.1.4 Die Rolle der Ethnographin im Feld172
3.1.5 Zum Aufbau der Sekundarschulstudie173
3.2 Zwischen Wohlverhalten und Leistungsethik. Bedingungen des Lernens und Lehrens an der Sekundarschule173
3.2.1 Versuche der Konstitution von Leistungsorientierung – Applaus für gute Noten176
3.2.2 Zum Umgang mit Verhaltensnoten im Unterricht187
3.2.3 Disziplinierung, Materialität und Hausaufgabenheft193
3.2.4 Die Pflichten der Sekundarschüler208
3.2.5 Zwischenfazit211
3.3 Praktiken der Leistungserhebung und -bewertung213
3.3.1 Transparenz und Rahmung von Leistungssituationen214
3.3.2 Situationen der Leistungsrückmeldung220
3.3.3 Zeugnisnotenbesprechungen225
3.3.4 Die Verhandlung von Zensuren im Lehrerkollegium – Die Klassenkonferenz231
3.3.5 Zeugnisausgaben zwischen Feierlichkeit und Moralisierung234
3.3.6 Zwischenfazit244
3.4 Leistung und Leistungsvermögen an der Sekundarschule – Fallportraits ausgewählter Schülerinnen und Schüler246
3.4.1 Manuel – Streben nach Schulerfolg247
3.4.2 Hans – Das Problem des nicht ausgeschöpften Leistungsvermögens255
3.4.3 Elisabeth – Die überraschend gute Fünferkandidatin261
3.4.4 Thomas – Ein hoffnungsloser Fall?272
3.4.5 Fallübergreifende Überlegungen283
3.5 Exkurs: Leistung und Leistungsbewertung an der Hauptschule287
3.5.1 Einleitung287
3.5.2 Beobachtungen im Unterricht290
3.5.3 Die Reglementierung des Schülerverhaltens294
3.5.4 Die Verhandlung von pädagogischen Aufgaben297
3.5.5 Die Zeugnisausgabe300
3.5.6 Zusammenfassung314
3.6 An den Grenzen des Leistungsprinzips – oder: Die interaktive Hervorbringung des ‚schlechten‘ Schülers316
4 Unterrichtsinteraktion und implizite Leistungsbewertung320
4.1 Die Zurechnung von ‚Leistungen‘ zu Personen322
4.1.1 Schüleräußerungen als Klärung von Sachverhalten322
4.1.2 Schüleräußerungen als Leistung von Personen325
4.1.3 Konkurrieren um den richtigen Beitrag327
4.1.4 Die Entwicklung von Kriterien der Kritik anhand exemplarischer Schülerarbeiten328
4.2 Positionierungen von Personen im Klassengefüge330
4.2.1 Einzelne Schüler als Strukturgeber für den Unterrichtsablauf330
4.2.2 Zuschreibungen von Positionen im Klassengefüge an einzelne Schüler331
4.2.3 Stellvertretende Leistungen333
4.3 Der öffentliche Tadel336
4.4 Zusammenfassung340
5 Zusammenfassende und vergleichende Betrachtungen343
5.1 Zur Quantität der Notenproduktion, oder: je mehr desto besser?344
5.2 Ein Strukturproblem schulischer Leistungsbewertung: Die Legitimierung der Noten348
5.3 Das Gegenstück: Die Individualisierung der Leistungsbewertung350
5.4 Die Entlastung der Lehrperson352
5.5 Die Öffentlichkeit der Schulklasse als Kontext: Leistungsbewertung und pädagogische Ambition354
5.6 Die Handhabung der Notengebung an Gymnasium und Sekundarschule im Vergleich: Zur Schulformspezifik der Leistungsbewertung356
5.7 Noten als (letztes) Mittel im Kampf um die Anerkennung des Schulischen361
Anhang365
Literatur365

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