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Leistungsermittlungshandbuch für Baumaschinen und Bauprozesse

AutorGerhard Girmscheid
VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2005
Seitenanzahl300 Seiten
ISBN9783540270645
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis54,99 EUR

Die prozessorientierte Leistungsermittlung von Baugeräten ist die Grundlage der Planung der Ausführung. Auswahl und Anzahl der Geräte zur projektspezifischen Optimierung sind die unverzichtbare Basis der Termin- und Kostenplanung (Kalkulation) sowie des Controllings. Der leistungsfähige, wirtschaftliche Baubetrieb ist durch den hoch mechanisierten optimalen Einsatz der Baugeräte und Bauhilfsmaterialien innerhalb der Prozessketten gekennzeichnet. Dieses Handbuch ermöglicht die einfache, schnelle und zielsichere Planung des Bauablaufs und deckt die Leistungsermittlung in den Bereichen Erd-, Hoch-, Tief-, Spezialtief- und Tunnelbau ab. Es hilft, die richtige Wahl der Geräte unter Beachtung der projektspezifischen Randbedingungen zu finden, um die wirtschaftlichste Lösung zu erreichen.

Gegenüber der zweiten Auflage wurde die Flüssigkeitsförderung in Kapitel 4 um eine Beispielrechnung für die Dimensionierung der Flüssigkeits-Feststoff-Förderung ergänzt und das Jetgrouting in Kapitel 6 um die Berechnung der erforderlichen Pumpenleistung erweitert.



Gerhard Girmscheid, Jahrgang 1949, studierte Bauingenieurwesen in Darmstadt. Nach seiner Promotion 1983 war er in leitender Funktion für namhafte deutsche Bauunternehmen tätig. Seit 1996 ist er Professor für Baubetriebswissenschaften und Bauverfahrenstechnik am Institut für Bauplanung und Baubetrieb der ETH Zürich.

Professor Girmscheid ist Spezialist für Bauverfahren und Bauprozesse des Hoch- und Tiefbaus sowie strategisches und operatives Bauunternehmensmanagement.

Gerhard Girmscheid ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift 'Bauingenieur' und Autor bzw. Mitautor mehrerer Fachbücher.

 

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Leistung im Baubetrieb
  3. Baustelleneinrichtungen
  4. Erdbaugeräte
  5. Transportgeräte
  6. Tunnelbaugeräte
  7. Spezialtiefbau
  8. Hochbau
  9. Faktoren
  10. Anhang und Literaturverzeichnis
  11. Abbildungs-, Tabellen- und Stichwortverzeichnis
Leseprobe
Hydraulikbagger (S. 55-56)

Für den Hydraulikbagger steht neben dem Tieflöffel, dem Hochlöffel bzw. der Ladeschaufel und dem Greifer eine Vielzahl weiterer Arbeitseinrichtungen zur Verfügung.

Bei Grabungsarbeiten unterhalb der Aufstandsfläche des Baggers, z.B. bei Gräben, finden vor allerm der Tieflöffel und der Teleskopgreifer Anwendung. Der Bagger arbeitet dann mit seinem kinematischen Ausleger von oben und bewegt sich rückwärts. Steht er hingegen vor einer abzugrabenden Böschung auf der Aushubsohle, so kommen entweder der Hochlöffel, die Ladeschaufel oder auch die Klappschaufel zum Einsatz. Der Bagger arbeitet dabei mit seinem kinematischen Ausleger stets von unten nach oben sowie vom Gerät weg und bewegt sich im Verlauf des Arbeitsfortschrittes vorwärts.

Spielzeit ts [s]

Die Spielzeit setzt sich zusammen aus dem Füllen des Löffels, dem Heben und Schwenken zum Entladeort, dem Entleeren des Löffels und dem Rückschwenken und Senken zum Beladeort. Um hier eine Vereinheitlichung der Zeiten zu erhalten, wird die Spielzeit unter gewissen optimalen technischen Normbedingungen gemessen: ungestörter Einsatz, Entladen auf Halde, Schwenkwinkel 90°, pausenlose Arbeit, eingearbeiteter Baggerführer, günstige Abbauhöhe [5], [6]. Ausserdem ist die Spielzeit von der zu grabenden und ladenden Bodenart abhängig, so dass der Vorgang des Füllens des Löffels beträchtlichen Zeitschwankungen unterworfen ist.

Systemgerechter Hydraulikbaggereinsatz

Der systemgerechte Einsatz von Hydraulikbaggern setzt folgende Randbedingungen voraus:

- günstige Anschnitthöhe hgün (Grabentiefe/Abbauhöhe zu Stiellänge)
- kleinstmöglicher Schwenkwinkel < 90°
- Fördermittel soll in der Regel auf der Baggersohle stehen
- Abstimmung der Fördermittelgrösse auf die Grabgefässgrösse
- Schnittaufteilung (optimale Bestreichfläche des Löffels) ohne ungünstige
- Restschnitte und mit guter Möglichkeit des Abtransports
- Minimierung der Baggerfortbewegung (Standortwechsel)
- Rundfahrbetrieb der Transportfahrzeuge, kontinuierliches Baggern
- Maximalleistungen bei Baggern werden erfahrungsgemäss erzielt, wenn der Schnitt (Bestreichfläche des Löffels) mit 75 % der konstruktiv möglichen Daten [6] angelegt und somit die optimale Schnitthöhe erreicht wird.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis8
1 Leistung im Baubetrieb10
1.1 Leistungsbegriffe11
1.2 Bestimmung von Leistungswerten17
1.3 Leistung von Produktionsketten19
1.4 Allgemeine Leistungsberechnung von Baugeräten20
2 Baustelleneinrichtungen28
2.1 Sozialeinrichtungen [15], [16]29
2.2 Wasserversorgung [17]30
2.3 Stromversorgung [17], [18], [19]36
2.4 Druckluftversorgung49
2.5 Separationsanlagen56
3 Erdbaugeräte62
3.1 Hydraulikbagger63
3.2 Radlader69
3.3 Kettenlader (Laderaupe)72
3.4 Planiergeräte Rad- und Raupenplaniergeräte, Scraper, Grader75
3.5 Verdichtungsgeräte90
4 Transportgeräte98
4.1 LKW, SKW, Dumper99
4.2 Gleisförderung117
4.3 Bandförderung128
4.4 Flüssigkeitsförderung133
4.5 Schneckenförderung170
5 Tunnelbaugeräte178
5.1 Tunnelbohrmaschine [2]179
5.2 Teilschnittmaschine [2]186
5.3 Bohrmaschinen191
5.4 Bohren und Sprengen einer Ortsbrust [2]194
5.5 Lüftung [2]197
6 Spezialtiefbau206
6.1 Jetgrouting207
6.2 Rammen216
7 Hochbau236
7.1 Krane237
7.2 Stahlbetonarbeiten245
Bewehrungsseinbau247
Betonarbeiten249
8 Faktoren252
9 Anhang284
10 Literaturverzeichnis290
11 Abbildungsverzeichnis296
12 Tabellenverzeichnis300
13 Stichwortverzeichnis304

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