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E-Book

Aggression als Chance

Be-Deutung und Aufgabe von Krankheitsbildern wie Infektion, Allergie, Rheuma, Schmerzen und Hyperaktivität

AutorRuediger Dahlke
VerlagC. Bertelsmann
Erscheinungsjahr2009
Seitenanzahl384 Seiten
ISBN9783641010515
FormatePUB/PDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis9,99 EUR
Die erste grundlegende Auseinandersetzung mit dem Phänomen Aggression aus psychosomatischer Sicht.
Der Arzt und Psychotherapeut Ruediger Dahlke behandelt in seinem neuen Buch ein hoch aktuelles Thema: die menschliche Aggression. Nach außen präsentiert sie sich in Form zunehmender Gewalt, nach innen gerichtet kann sie sich als Krankheit ausdrücken, etwa in Form von Allergien und Hyperaktivität. Ruediger Dahlke zeigt, wie Aggression als Chance zur Veränderung verstanden werden kann, und weist neue Wege zur Bewältigung dieses mächtigen und zu Unrecht verdrängten Urprinzips des Lebens.


Dr. med. Ruediger Dahlke arbeitet seit 40 Jahren als Arzt, Autor und Seminarleiter. Mit Büchern von »Krankheit als Weg« bis »Krankheit als Symbol« begründete er seine ganzheitliche Psychosomatik, die bis in mythische und spirituelle Dimensionen reicht. Die Buch-Trilogie »Die Schicksalsgesetze«, »Das Schatten-Prinzip« und »Die Lebensprinzipien« bildet die philosophische und praktische Grundlage seiner Arbeit. Ruediger Dahlke nutzt seine Seminare und Vorträge, um die Welt der Seelenbilder zu beleben und zu eigenverantwortlichen Lebensstrategien anzuregen.
Sein Ziel, ein Feld ansteckender Gesundheit aufzubauen, spiegelt sich in Büchern wie »Peace Food« und »Die Hollywood-Therapie« wieder, aber auch in der Verwirklichung des Seminarzentrums TamanGa in der Südsteiermark.

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Leseprobe
Urprinzipien – Bausteine einer höheren Ordnung (S. 45-46)

Immer haben Menschen versucht, die Erscheinungen des Lebens und der Welt einzuordnen, um durch die gefundene Ordnung ihre Angst zu mindern. Das Periodensystem der Elemente beispielsweise ist nichts anderes als ein gelungener Versuch, die stoffliche Welt aus ihren Einzelbausteinen heraus zu erklären. Alle Materie auf diesem Planeten besteht aus einer Mischung dieser gut hundert Elemente. Es kann grundsätzlich nichts geben, das nicht daraus gemacht ist. In ähnlicher Weise hat man früher nicht nur die materielle Welt, sondern auch alle anderen Erscheinungsformen des Lebens in so genannte Urprinzipien eingeteilt.

Auf dieser Basis eröffnet sich ein Weltbild, das auch das Phänomen Aggression in all seinen Spielarten umfasst – und vor allem eine Möglichkeit schafft, damit umzugehen, die weit über das hinausreicht, was uns die Wissenschaft bis heute anzubieten hat. In der Antike wählte man dafür das System der klassischen sieben Planeten, die man nach den wichtigsten Göttern benannte. Mit der Entdeckung der übrigen Planeten wurde das System später auf zehn Planeten erweitert. Diese Weltsicht ist außerhalb der spirituellen Philosophie in Vergessenheit geraten, wobei es allerdings von Zeit zu Zeit in verschiedenen seiner Teile wiederentdeckt wird.

Die Urprinzipien, die mit den so genannten inneren Planeten verbunden sind, die auf sonnennahen Umlaufbahnen kreisen, symbolisieren das Individuelle, die persönlichen Verhaltensweisen, die egozentrischen Impulse. Hierher gehören Mars und seine Gegenspielerin Venus sowie Sonne und Mond, Merkur und Jupiter. Doch selbst das zentrale Prinzip der Sonne entfaltet sich erst wirklich, wenn es in Beziehung zu den äußeren, entfernteren Prinzipien tritt. Die mit den äußeren, jenseits von Saturn krei senden Planeten symbolisch verbundenen Prinzipien stehen in unserem Zusammenhang für weitergehende Entwicklungen.

Das gilt besonders, wenn sie sich mit den Prinzipien der inneren Planeten verbinden. Die äußeren Planeten korrigieren dann die eher egozentrischen Bestrebungen der inneren. Hier wären Saturn, Uranus, Neptun und Pluto zu nennen. Uns interessieren die Prinzipien der äußeren Planeten besonders in ihrer Verbindung mit dem Marsprinzip, das die Aggression repräsentiert. Wir erkennen diese Prinzipien auch am eigenen Körper wieder. Zum Beispiel das Prinzip des Saturn, das für Grenzen im Allgemeinen steht und für die Reduktion auf das Wesentliche, sehen wir im Körper bei den Zähnen widergespiegelt, die eine Grenzphalanx bilden.

Besonders die Mahlzähne oder Molaren und die Backenzähne sind hier angesprochen. Das Saturnprinzip fordert totale Verantwortung. Wo das Plutoprinzip ins Spiel kommt, ist am meisten Entwicklung im Sinne von totaler Wandlung notwendig, und sie wird hier auch am unerbittlichsten eingefordert. Es sind damit all die autoaggressiven Krankheitsbilder betroffen, besonders wenn sie mit endgültigen Konsequenzen wie einem tödlichen Ausgang drohen. Neptun, das Prinzip der Auflösung alles Vordergründigen, finden wir in der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und in BSE wieder. Das Neptunprinzip fordert den Verzicht auf jede Absicht, es verlangt, von allem Wollen loszulassen.

Hier ist zum Beispiel die Gier nach materiellem Gewinn gemeint, die uns diese Krankheitsbilder erst eingebracht hat. Das für das Originelle, Überraschende und Unberechenbare zuständige Uranusprinzip fordert Unabhängigkeit und Freiheit von allem, mit dem es in Beziehung tritt. Ihm geht es darum, die Loslösung aus jeglichen persönlichen Abhängigkeiten zu fördern, also sich zum Beispiel auch von seinem Unabhängigkeitswahn zu befreien. Es wird uns noch in Zusammenhang mit der Hyperaktivität beschäftigen.
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Inhalt6
Dank10
Einleitung12
Das Urprinzip der Aggression verstehen16
Die wissenschaftliche und gesellschaftliche Sicht18
Wie kam die Aggression in die Welt?40
Urprinzipien – Bausteine einer höheren Ordnung46
Aggression und Projektion114
Aggression – Krankheitsbilder und Lernaufgaben154
Kinderkrankheiten156
Infektionen158
Allergien213
Autoaggressionskrankheiten248
Das Gebiss und seine Krankheitsbilder283
Hyperaktivität bei Kindern326
Das Leben, ein täglicher Kampf oder Der heilige Krieg366
Anmerkungen374

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