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E-Book

Netzwerkmanagement

Mit Kooperation zum Unternehmenserfolg

VerlagSpringer-Verlag
Erscheinungsjahr2005
Seitenanzahl235 Seiten
ISBN9783540272601
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis36,99 EUR

Netzwerke, Kooperationen und Verbünde gewinnen insbesondere für mittelständische Industrie und Dienstleister als Mittel zur Sicherung des Unternehmenserfolgs und der Zukunftsfähigkeit immer mehr an Bedeutung. Dieses Buch führt kompetent in Planung, Gestaltung und Management von Unternehmensnetzwerken ein und bietet eine wertvolle Handlungshilfe für Planer und Praktiker.

Erfahrene Netzwerkmanager und -betreuer geben einen umfassenden Überblick über die Netzwerkaktivitäten in unterschiedlichen Branchen, beschreiben umfassend und praxisorientiert die Grundlagen erfolgreichen Kooperierens und geben Einblicke in die konkrete Praxis branchen- oder themenbezogener Kooperationen. Das Buch eignet sich sowohl als Einführung in das Kooperationsmanagement wie auch als Nachschlagewerk. Der angefügte Serviceteil bietet zudem konkrete Hilfestellungen und Ansprechpartner für auftretende Probleme.

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Leseprobe

Entwicklungsphasen von Netzwerken und Unternehmenskooperationen (S. 23-25)

Jürgen Howaldt, Frank Ellerkmann

1 Einführung

Netzwerke und Unternehmenskooperationen sind eine Organisationsform eigener Art zwischen Hierarchie und Markt mit spezifischen Strukturmerkmalen, Regulierungsformen und Gesetzmäßigkeiten. Diese haben wesentlichen Einfluss auf die Entwicklungsdynamik von Netzwerken. Bisher finden wir kaum aussagekräftige Beschreibungen der Besonderheiten der Entwicklungsdynamik von Netzwerken und Unternehmenskooperationen. Mit ihrer wachsenden praktischen Bedeutung wird jedoch die Frage, wie sie aufgebaut und weiterentwickelt werden können, immer dringender. Um diese Frage beantworten zu können, ist der Blick auf die unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Netzwerkbildung und deren Kernelemente unerlässlich. Die Beschreibung dieser Entwicklungsphasen ist Gegenstand dieses Beitrages. Dabei lassen sich folgende Phasen unterscheiden (vgl. Flocken u.a. 2001):

- Idee und Anstoß,
- Aufbau der Kooperation,
- Konstituierungsphase,
- die Arbeit im Netzwerk,
- Evaluation und Bewertung,
- Metamorphosen, Abschluss.

2 Idee und Anstoß
Am Anfang der Kooperation steht die Idee einer oder mehrerer Promotoren. Eine tragfähige Idee verbindet in der Regel konkrete Eigeninteressen der Promotoren mit Handlungsproblemen möglicher Kooperationspartner und übergreifenden Zielsetzungen. Neben einer guten Idee bedarf es zur erfolgreichen Netzwerkbildung jedoch auch ausreichender zeitlicher, finanzieller und ‚sozialer‘ Ressourcen und Kompetenzen der Promotoren.

Die Anstöße zur Kooperation gehen in der Regel von solchen Promotoren aus. Diese Promotoren kommen häufig aus den beteiligten Unternehmen. Anstöße zum Aufbau von Kooperationsbeziehungen können aber auch von Beratungseinrichtungen, Weiterbildungsträgern oder regionalen Wirtschaftsförderern kommen. Die Motive zum Aufbau von Kooperationen sind vielfältig und eng mit den konkreten Interessenlagen der beteiligten Partner verbunden. So stellen Kooperationen insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ein Selbsthilfe-Instrument dar, mit denen größenbedingte Entwicklungsbarrieren (z. B. Finanzen) ausgeglichen werden können, sich Innovationsrisiken auf mehrere Schultern verteilen sowie Zeitvorteile in der Umsetzung strategischer Zielvorgaben realisieren lassen.

Eine andere, besonders kooperationsfördernde Motivation ergibt sich aus dem zunehmenden Wettbewerbs- und damit Kostendruck, der zu einer Konzentration auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens führt und der Anspruchshaltung des Marktes, Komplettleistungen aus einer Hand zu empfangen. Diese Anforderungen lassen sich nur in einer kooperativen Zusammenführung der Leistungen einzelner Partner erfüllen. Damit diese Motivlage jedoch in Aktivitäten zur Netzwerkbildung umgesetzt werden kann, müssen beim Anstoßgeber ausreichende zeitliche, finanzielle und ‚soziale‘ Ressourcen sowie entsprechende Kompetenzen im Hinblick auf den Aufbau und das Management von Netzwerken vorhanden sein.

Erst diese Kombination bietet die notwendigen Voraussetzungen zum erfolgreichen Aufbau von Unternehmenskooperationen. Für die Promotoren solcher Unternehmenskooperationen ist es wichtig, im Vorfeld der konkreten Aufbauaktivitäten eine erste Zielklärung vorzunehmen. In diesem Kontext sollten auch Chancen und Risiken sowie der erwartete Aufwand und Nutzen für die eigene Institution abgewägt werden. Auch sollten bereits in dieser Phase erste Überlegungen zu den möglichen Partnern der Kooperation sowie zu dessen Struktur und Arbeitsweise gemacht werden. Bereits in dieser Phase können Gespräche mit Netzwerkberatern oder erfahrenen Netzwerkmanagern anderer Unternehmenskooperationen wertvolle Hilfestellung bieten.

3 Aufbau der Kooperation

Der Aufbau von Unternehmenskooperationen ist zeit- und ressourcenintensiv. Wichtige Elemente in der Aufbauphase ist die Auswahl und Gewinnung geeigneter Partner sowie die Sicherstellung der Unterstützung von Multiplikatoren. Zentrale Aufgabe ist in dieser Phase die Absicherung der finanziellen Grundlagen der Kooperation (Beiträge der Partner, Akquisition von Fördermitteln).

Inhaltsverzeichnis
Geleitwort6
Inhaltsverzeichnis8
Teil 1: Bausteine erfolgreicher Kooperation10
Netzwerke – praktikabel und zukunftsfähig12
1 Eine Einführung12
2 Zu diesem Band17
Kooperationsformen22
1 Interessengemeinschaft23
2 Franchising23
3 Konsortium/Arbeitsgemeinschaft23
4 Virtuelle Unternehmen/Organisationen24
5 Supply Chain Management (SCM)25
6 Strategische Allianzen25
7 Joint Venture/Gemeinschaftsunternehmen26
8 Kooperationsmerkmale27
9 Vor- und Nachteile von Kooperationen29
Entwicklungsphasen von Netzwerken und Unternehmenskooperationen32
1 Einführung32
2 Idee und Anstoß32
3 Aufbau der Kooperation33
4 Die Konstituierung des Netzwerkes36
5 Die Arbeitsphase36
6 Evaluation der Kooperation39
7 Metamorphosen40
8 Abschluss42
9 Materialien43
Gelingende Kooperation („Effizienz“)46
1 Kooperationskultur: die Faktoren im Überblick46
2 Die Faktoren im einzelnen47
3 Die Verantwortung des Netzwerkmanagements51
4 Erfolg und Gelingen56
Wirksames Wissensmanagement in Netzwerken58
1 Einleitung58
2 Mitarbeiterzentriertes Wissensmanagement64
Leitbildentwicklungen in Kooperationen72
1 Phasen der Leitbildentwicklung in Kooperationen73
2 Der Nutzen von Leitbildern73
3 Detaillierte Vorgangsweise und Arbeitsschritte74
4 Projektmanagement in Kooperationen77
Rechtliche Gestaltung von Unternehmensnetzwerken84
1 Gesellschaftsformen im Überblick84
2 Wo fängt das Gesellschaftsrecht an?84
3 Worauf es bei der Wahl der Gesellschaftsform ankommt85
4 Personen- oder Kapitalgesellschaft89
5 Regelwerk eines Netzwerkes91
Teil 2: Kooperation konkret94
Vernetzte Medien96
1 Wissensintensive Dienstleistungen – wissensintensive Unternehmen96
2 Medien: alt – neu – wissensintensiv?96
3 Vernetzung und Kooperation in der Medienwirtschaft97
4 Das Spannungsverhältnis zwischen Kreativität und Wirtschaftlichkeit in der Medienwirtschaft99
5 Erste Schritte: gezielte Kooperation im Netzwerk100
6 Personalmanagement in der Medienbranche: ein Vorbild für andere (?)101
7 Anforderungen an das Kooperationsmanagement: Versöhnung mit der Reproduzierbarkeit des Nicht- Reproduzierbaren103
Wissensbasierte Dienstleistungen106
1 Einleitung106
2 Branchenspezifische Netzwerktypen107
3 Besonderheiten der „Ressource“ Wissen110
4 Fazit113
Kooperationsnetze in der Gesundheitswirtschaft116
1 Einführung116
2 Strukturprobleme des deutschen Gesundheitssystems117
3 Das Kooperationsfeld Gesundheitswirtschaft118
4 Das Spektrum der Kooperationsnetzwerke119
5 Fazit127
Logistik als Bindeglied in Produktionsnetzwerken128
1 Bedeutung der Logistik als Bindeglied in Produktionsnetzwerken128
2 Erfolgsfaktor Nr. 1: Unternehmensübergreifende, prozessorientierte Gestaltung der Wertschöpfungsketten131
3 Erfolgsfaktor Nr. 2: Die Schaffung eines kooperationsförderlichen Umfelds als iterativer Prozess der Kooperationsgestaltung133
4 Erfolgsfaktor Nr. 3: Kooperationsmanagementsysteme als Motor der Kooperation139
Unternehmenskooperationen und Netzwerke im Handwerk142
3 Chancen und Risiken von Unternehmenskooperationen145
Virtuelles Kaufhaus der Region152
1 Einleitung152
2 Die Situation im Einzelhandel153
3 Kooperation als Zukunftsperspektive im regionalen Einzelhandel154
4 Die Ergebnisse155
5 Perspektiven für Kooperationen im Einzelhandel nach dem Beispiel des Virtuellen Kaufhauses der Region158
Vernetzt – Kooperationen in der Textil- und Bekleidungsindustrie162
1 Ausgangslage in der Textil- und Bekleidungsindustrie162
2 Arbeitsorientierte Modernisierung in Kooperationen – ein Beispiel aus der Textil- und Bekleidungsindustrie163
3 Erfolgsbedingungen für Kooperationen166
Netzwerke und Kooperationsverbünde im Weiterbildungsbereich170
1 Vorteile und Gewinne von Netzwerkarbeit171
2 Netzwerkarbeit: die beste Lösungsstrategie zur Bewältigung von Herausforderungen173
3 Lernende Regionen – das Zukunftsmodell für Netzwerkarbeit im Bildungsbereich176
4 Der Vernetzungsgrad von Weiterbildungsanbietern – Ergebnisse einer Bestandsaufnahme in NRW179
5 Wie kann die Beteiligung von Weiterbildungsanbietern an Netzwerken erhöht werden?182
Regionale Netzwerke als Bestandteil wettbewerbsfähiger Regionen186
1 Identifizierung von potentiellen Kompetenznetzwerken in Regionen188
2 Beispiele regionaler Kompetenznetzwerke und Aufgaben der Startphase193
Personalentwicklung im Mittelstand – Synergien im regionalen Verbund200
1 Personalentwicklungs-Verbünde sind im Kommen200
2 Der Verbund „MACH 2 Personalentwicklung“202
3 Nutzen für Verbund-Unternehmen205
4 Aufbau eines Verbundes206
5 Steuerungsmodalitäten208
Aspekte des Netzwerkmanagements von EQUAL- Entwicklungspartnerschaften214
1 EQUAL - Das Programm214
2 Entwicklungspartnerschaften215
3 Netzwerk per Definition216
4 Welche Partner? Welche Netze?217
5 Soviel Netzwerk braucht Management!220
6 Nachhaltige Sicherung von Netzwerkstrukturen220
7 Modelle des Netzwerkmanagements222
8 Nachhaltige Sicherung222
Autorenverzeichnis224
Index227

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