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E-Book

Psychiatrie und Drogensucht

VerlagPabst Science Publishers
Erscheinungsjahr2002
Seitenanzahl237 Seiten
ISBN9783936142136
FormatPDF
KopierschutzDRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis19,99 EUR
Dieser Herausgeberband enthält die Manuskripte zu Vorträgen im Rahmen einer Ende der 90er Jahre aus zwei vom Fachverband Drogen und Rauschmittel e. V. gemeinsam mit der Suchthilfe in Thüringen und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Erfurter Klinikums organisierten Tagungen, die unter dem Motto "Psychiatrie und Drogensucht" standen. Ziel dieser Tagungen war es, Standards der Suchthilfe im psychiatrischen und nichtpsychiatrischen Bereich zu benennen, zu diskutieren und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen zu geben. Von historischen Traditionen kommend wurden einzelne Aspekte der Suchtarbeit in Psychiatrie und Nichtpsychiatrie dargestellt, auf aktuell Gemeinsames und Trennendes hingewiesen und die zu erwartenden Entwicklungen problematisiert. Im Rahmen der Konferenzen war es das Bestreben der ReferentInnen vor allem im Sinne effektiverer Suchtarbeit die Gegensätzlichkeiten zu überwinden und Standpunkte anzunähern. Neben diesen grundlegenden Gedanken, die sich durch die gesamten Tagungen zogen, galt weitere Aufmerksamkeit den regionalspezifischen Besonderheiten bei den illegalen Drogen. Ausgehend von Konsumtendenzen wurden mögliche Veränderungen skizziert, Therapiezugänge und -abläufe besprochen und zukünftige Strategien erörtert. Die Konferenzen wurden abgerundet mit Ausführungen von Praktikern aus der täglichen Suchtarbeit. Als Fazit dieser Tagungen kann festgehalten werden, dass zukünftige Suchtarbeit nicht in einem Nebeneinander von Versorgungsstrukturen bestehen kann, sondern in einem Miteinander. In den Manuskripten des vorliegenden Bandes werden wesentliche Beiträge der Sitzungen wiedergegeben. Diese erlauben praktisch einen querschnittsartigen Einblick in die auch heute aus versorgungspolitischer Sicht aktuell diskutierten Fragen. Sie sind eine ideale Standortbestimmung für die Suchtarbeit, auch mit einer regionalspezifischen Betonung.

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Kapitelübersicht
  1. Inhaltsverzeichnis und Vorwort
  2. Standards der Drogenhilfe – Diskussionsschwerpunkte zwischen Psychiatrie und Drogenhilfe (Bader)
  3. Psychiatrie und illegale Drogen – Historische und aktuelle Sichtweise (Täschner)
  4. Die Repräsentation von Störungen durch psychotrope Substanzen in den neuen Klassifikationssystemen (Peter / Bauer / Srugies / Petereit)
  5. Psychose und Sucht Krankheitsmodelle – Verbreitung – Therapeutische Ansätze (Rink / Gläscher)
  6. Versorgungsmodelle für Drogenkonsumenten mit psychiatrischen Erkrankungen (Heckmann)
  7. Epidemiologische Aspekte des Drogenkonsums in Thüringen und der Region Erfurt (Hain / Süptitz)
  8. Beschreibung der Drogensituation am Beispiel der Stadt Jena (Wiechmann)
  9. Defizite in der Versorgung Drogenabhängiger im Krankenhaus – Erfahrungen aus dem Modellprojekt „Drogennotfallprophylaxe“ (Srugies / Süptitz / Peter)
  10. Drogen in den jungen Bundesländern – Erfahrungen beim Aufbau einer Entzugsstation (Kühn)
  11. Entgiftung und Entwöhnung von Drogenabhängigen – Erfahrungen der Fachklinik Rusteberg (Scholz)
  12. Forcierter Opiatentzug in Narkose am Waldklinikum Gera gGmbH (Schirrmeister / Pfeiffer)
  13. Psychiatrisch-psychotherapeutische Aspekte bei substituierten Opiatabhängigen (Rittweger / Schütze / Schütze)
  14. Drogenkonsum und psychische Störungen – Erfahrungen aus der ambulanten Therapie mit Cannabis und Partydrogenmissbrauchern und -abhängigen (Bobbink / Spohr)
  15. Motivierende Gesprächsführung (Kremer)
  16. STEPKIDS – eine pädagogisch-sozial-therapeutische Gemeinschaft für Kinder und Jugendliche mit massiver Drogenproblematik (Gerdes)
  17. Autorenverzeichnis und Sachverzeichnis
Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS6
VORWORT8
STANDARDS DER DROGENHILFE – DISKUSSIONSSCHWERPUNKTE ZWISCHEN PSYCHIATRIE UND DROGENHILFE9
VERSORGUNGSSITUATION10
ENTZUGSBEHANDLUNG ALS GEMEINSAMES HANDLUNGSFELD11
GRUNDLAGEN GEMEINSAMER BEHANDLUNGSANSÄTZE13
KOMORBIDITÄT14
LEISTUNGSSPEKTRUM14
LITERATUR16
PSYCHIATRIE UND ILLEGALE DROGEN – HISTORISCHE UND AKTUELLE SICHTWEISE17
LITERATUR24
DIE REPRÄSENTATION VON STÖRUNGEN DURCH PSYCHOTROPE SUBSTANZEN IN DEN NEUEN KLASSIFIKATIONSSYSTEMEN26
1. EINLEITUNG26
2. PSYCHIATRISCHE KLASSIFIKATIONEN27
3. SUBSTANZBEDINGTE STÖRUNGEN29
4. ALKOHOLBEDINGTE STÖRUNGEN31
5. MULTIAXIALE, MEHRDIMENSIONALE UND POLYDIAGNOSTISCHE KONZEPTIONEN39
6. ZUSAMMENFASSUNG42
LITERATUR57
PSYCHOSE UND SUCHT: KRANKHEITSMODELLE – VERBREITUNG – THERAPEUTISCHE ANSÄTZE60
1. PRÄVALENZ DES PROBLEMS „ PSYCHOSE UND SUCHT“ IN DEN UNTERSCHIEDLICHEN VERSORGUNGSSYSTEMEN60
2. PRÄVALENZ COMORBIDER ERKRANKUNGEN62
3. KRANKHEITSMODELLE FÜR KOMORBIDE ERKRANKUNGEN65
4. THERAPEUTISCHE ANSÄTZE67
LITERATUR76
VERSORGUNGSMODELLE FÜR DROGENKONSUMENTEN MIT PSYCHIATRISCHEN ERKRANKUNGEN79
STAND DER VERSORGUNG KOMORBIDER SUCHTKRANKER86
ERFAHRUNGEN IM AUSLAND87
PERSPEKTIVE89
LITERATUR90
EPIDEMIOLOGISCHE ASPEKTE DES DROGENKONSUMS IN THÜRINGEN UND DER REGION ERFURT92
I. POLIZEILICHE STATISTIKEN94
II. EBIS99
III. EIGENE KLINISCHE BEOBACHTUNGEN103
IV. SCHLUSSFOLGERUNGEN108
LITERATUR109
BESCHREIBUNG DER DROGENSITUATION AM BEISPIEL DER STADT JENA111
SOZIALE BEDINGUNGEN112
Zur Lebenswelt114
I. Ausgangslage122
II. Konzeptionelle Arbeit123
III. Fazit124
IV. Perspektiven125
DEFIZITE IN DER VERSORGUNG DROGENABHÄNGIGER IM KRANKENHAUS – ERFAHRUNGEN AUS DEM MODELLPROJEKT „DROGENNOTFALLPROPHYLAXE“127
EINFÜHRUNG127
DAS BUNDESMODELLPROGRAMM „DROGENNOTFALLPROPHYLAXE“129
DAS ERFURTER PROJEKT „DROGENNOTFALLPROPHYLAXE“130
ARBEITSWEISE DES SUCHTHILFEDIENSTES AM KLINIKUM ERFURT131
PATIENTEN MIT DROGENPROBLEMEN133
SCHLUSSFOLGERUNGEN UND DISKUSSION137
LITERATUR138
DROGEN IN DEN JUNGEN BUNDESLÄNDERN – ERFAHRUNGEN BEIM AUFBAU EINER ENTZUGSSTATION140
1. EINLEITUNG140
2. JUGEND UND DROGEN141
3. STATISTIK144
4. DISKUSSION145
ENTGIFTUNG UND ENTWÖHNUNG VON DROGENABHÄNGIGEN – ERFAHRUNGEN DER FACHKLINIK RUSTEBERG150
1. RAHMENBEDINGUNGEN150
2. DIE INTEGRATIVE ENTGIFTUNGSBEHANDLUNG151
3. INTEGRATIVE ASPEKTE DER ENTWÖHNUNGSSTATION155
4. AUSBLICK158
LITERATUR159
FORCIERTER OPIATENTZUG IN NARKOSE AM WALDKLINIKUM GERA GGMBH160
Voraussetzungen für die Durchführung des forcierten Opiatentzuges161
Durchführung des forcierten Opiatentzuges162
Monitoring beim forcierten Opiatentzug163
Qualitätssicherung und Auswertung der Ergebnisse163
Häufige Vorbehalte gegenüber dem forcierten Opiatentzug in Narkose164
LITERATUR165
PSYCHIATRISCHPSYCHOTHERAPEUTISCHE ASPEKTE BEI SUBSTITUIERTEN OPIATABHÄNGIGEN166
ZUR CHARAKTERISTIK DER EINZELNEN STÖRUNGSTYPEN167
ZUR ENTWICKLUNG DER KLINISCHEN PHÄNOMENE168
KONSEQUENZEN FÜR DIE PRAXIS172
DROGENKONSUM UND PSYCHISCHE STÖRUNGEN – ERFAHRUNGEN AUS DER AMBULANTEN THERAPIE MIT CANNABISUND PARTYDROGENMISSBRAUCHERN UND -ABHÄNGIGEN176
EINFÜHRUNG176
EINE FALLGESCHICHTE177
1. Station: Drogenhilfe178
2. Station: Psychotherapeutin179
3. Station: Facharzt für Neurologie und Psychiatrie179
4. Station: Jugendhilfe180
5. Station: Klinik180
6. Station: Therapieladen180
DER BERATUNGS- UND THERAPIEANSATZ IM THERAPIELADEN182
Diagnostische Leitlinien183
Zu den einzelnen Dimensionen:184
Wie sieht das in der Praxis aus?189
SCHLUSSBEMERKUNGEN192
WEITERE PUBLIKATIONEN AUS DEM THERAPIELADEN193
MOTIVIERENDE GESPRÄCHSFÜHRUNG194
1. DAS PHÄNOMEN DER AMBIVALENZ195
2. GRUNDPRINZIPIEN MOTIVIERENDER GESPRÄCHSFÜHRUNG197
Prinzip 1: Empathie ausdrücken197
Prinzip 2: Diskrepanzen entwickeln198
Prinzip 3: Beweisführungen vermeiden199
Prinzip 4: Den Widerstand aufnehmen200
Prinzip 5: Selbstwirksamkeit fördern201
3. STRATEGIEN ZUR FÖRDERUNG DER VERÄNDERUNGSMOTIVATION202
Offene Fragen stellen203
Aktiv Zuhören204
Bestätigen207
Selbstmotivierende Aussagen hervorrufen208
Zusammenfassen212
4. STRATEGIEN ZUM UMGANG MIT WIDERSTAND213
Den Fokus verschieben213
Zustimmung mit einer Wendung213
Persönliche Entscheidungsfreiheit und Kontrolle betonen214
Umformen und anders beleuchten214
Paradoxe Intervention214
5. STRATEGIEN ZUR EINLEITUNG KONKRETER VERÄNDERUNGSSCHRITTE215
LITERATUR218
STEPKIDS – EINE PÄDAGOGISCH-SOZIALTHERAPEUTISCHE GEMEINSCHAFT FÜR KINDER UND JUGENDLICHE MIT MASSIVER DROGENPROBLEMATIK219
1. VERBUNDSYSTEM UND VERNETZUNG220
2. ADRESSATEN222
3. INHALTE UND ZIELE223
4. WEITERGEHENDE ANGEBOTE225
5. NACHSORGE225
6. DAS TEAM DER MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER226
AUTORENVERZEICHNIS227
SACHVERZEICHNIS229

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